BAYER: unlautere Werbung in sozialen Netzwerken

Diese Presseinformation der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) vom 12. November 2014 liest sich wie eine Illustration zu unserem Beitrag „Klimaskeptiker geben nicht einfach auf„:

Jubel-Postings unter falscher Identität

Die Wiener PR-Agentur Mhoch3 hat über Jahre hinweg mit gefälschten Identitäten Postings in Onlineforen platziert. Positive Kommentare wurden unter anderem im Auftrag von Opel, TUI, Red Bull und BAYER verfasst. Der Geschäftsführer von Mhoch3 bestätigte, dass das „Online-Reputationsmanagement“ seit zehn Jahren angeboten und weiterhin betrieben werde. Nach Recherchen des österreichischen Magazins DATUM veröffentlichte die Agentur mehrere hunderttausend Postings unter falschen Namen.

Die gefakten Kommentare finden sich vor allem auf deutschen Foren, darunter Plattformen und soziale Netzwerke wie YouTube oder GuteFrage.net, Nachrichtenseiten wie Spiegel.de und Focus.de sowie Sparten-Angebote wie MeinAuto.de. Die PR-Profis geben sich meist als unbedarfte Nutzer/innen aus, die aus Freundlichkeit Unterstützung anbieten. Rechtschreibfehler und persönliche Fragen sollen Authentizität suggerieren.

Im Fall von BAYER warb Mhoch3 unter anderem für Flohmittel wie Advantix, Advantage und Kiltix aus der Veterinärsparte des Konzerns. Zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit sollten die Mitarbeiter/innen eigens ein Haustier erfinden. In Interneteinträgen heißt es dann etwa: „Benny was hast du deiner katze letztendlich gegeben damit die Flöhe verschwinden? Wir behandeln immer mitn Spot On von Bayer namens Advantage- kennst du das?…wünsch Euch viel Glück!“.

weiter lesen

weitere Informationen:
=> Artikel „Die Netzflüsterer“ (http://www.datum.at/artikel/die-netzfluesterer) 1)
=> BAYER verschleiert Marketing-Ausgaben
=> Pharmamarketing bei BAYER
=> Social Marketing bei BAYER


Fussnote

[1↑] Der Chemieriese ist anscheinend dünnhäutig geworden und versucht (wie schon Vattenfall in der Vergangenheit – klick), unliebsamen Publikationen die Grundlage zu entziehen. Neuerdings funktionieren einige unserer Links zu verwendeten Quellen nicht mehr. Das kann aber natürlich auch mit routinemäßigen Umgestaltungen der betreffenden Internetseiten zusammenhängen.
Der Artikel „Die Netzflüsterer“ ist noch bei Reporterforum verfügbar (klick).



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