Umfrage zu unserem Änderungsantrag und Reaktionen

Umfrageergebnis: 99% der Stimmen für unseren Antrag

Die Umfrage wurde beendet.


Reaktionen auf „unser Änderungsantrag an den 5. Parteitag (klick)

(wird ergänzt)

  • Liebe GenossInnen,
    das war nun nicht wirklich eine Überraschung! Die Linie der Entsorgung der Ökologie aus der Politik der Linken setzt sich fort. Auf der Landesliste zur Landtagswahl in S-A stand der erste wirkliche Umweltpolitiker auf Platz 32. Zur Erinnerung: Ich hatte 1994 dem Listenplatz 4. Einen umweltpolitischen Sprecher hat die neue geschrumpfte Fraktion gar nicht benannt.
    In einem allerdings stimme ich Euch nicht zu: Mit einer ökologischen Politik kann man nicht wirklich Wähler gewinnen. Ich habe es in meinem Wahlkreis ausprobiert und kam auf 15,5 %, obwohl ich nun wirklich nicht unbekannt bin.
    Trotzdem: Bei den Grünen kann man derzeit – willfähriger Erfüllungsgehilfe der CDU – auch nur austreten.
    Beste Grüße
    Volker Lüderitz
  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    vielen Dank für die Stellungnahme, die ich für sehr gelungen halte.
    Solidarische Grüße
  • Ich möchte nur kurz darauf hinweisen, dass schon heute die Fluchtbewegungen eine wesentliche (die wesentliche ?) Ursache in einem kapital gesteuertem Umgang mit der Natur haben. In Zukunft wird die Ökokatastrophe / Klimakatastrophe die wesentliche Ursache der Migrationsbewegungen sein. Es ist schade, dass unsere Partei nur – wie andere Parteien auch – bis zur nächsten Wahl denkt. Sie zeigt damit doch immer weniger, dass sie eine Alternative zu anderen Parteien darstellen möchte.
    Mit solidarischen Grüßen
    Michael
  • Gratulation! (nicht zynisch, sondern traurig über soviel Ignoranz).
    Eberhard
  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich teile die Ansicht, dass wir ohne Ökologie auch die ganze Parteiarbeit vergessen können.
    Von wem sollen wir uns noch bevormunden lassen außer vom Parteivorstand, wenn existenzielle Aspekte auch im Zusammenhang mit dem zerstörerischen Kapitalismus nicht thematisiert werden ?
    Ludger Klein-Ridder
  • Hallo Leute,
    liebe Genossin, lieber Genosse,
    im Landtagswahlkampf in BW wurde ebenfalls das ökologische Thema (trotz Beschluss für zwei Wahlplakate mit dem Thema) ausgeklammert. Meine Nachfragen bei den beiden Spitzenkandidaten wurden nicht beantwortet, auch auf ausdrückliche Erinnerung nach der Wahl hin nicht.
    Entweder wir wollen den sozial-ökologischen Wandel, dann muss das Thema auf die Tagesordnung oder wir wollen ihn nicht. Ökologie sollte im kommenden Bundestags Wahlkampf gleichberechtigtes Thema sein.
    Deshalb habe ich bei der Umfrage Bauchschmerzen mit der Formulierung „spätestens 2018“. Das ist für mich zu spät. Einen Bundestagswahlkampf ohne ökologische Themen werde ich nicht mehr unterstützen.
    Mit solidarischen Grüßen
    Reinhard Muth
  • Antwort an Genossen Lüderitz:
    Ich kann nicht erkennen, dass DIE LINKE es aktiv unternimmt, den Zusammenhang zwischen der sozialen Frage und Krieg und Frieden, der Flüchtlingsproblematik mit einer zerstörerischen oder nachhaltigen Umweltpolitik deutlich zu machen.
    Insofern wäre es auch nicht verwunderlich, wenn man bei den Wählern mit Umweltthemen nicht punkten kann. Wo das gemacht wird, gibt es auch Wahlerfolge. Ich erinnere an den „Durchmarsch“ des Gen. Luthardt in unserem Wahlkreis vom Ortsteilbeirat bis in den brandenburgischen Landtag vor ein paar Jahren. Obwohl ihn DIE LINKE nicht auf einen vorderen Listenplatz gesetzt hatte, konnte er nicht zuletzt durch seine Verankerung in der ökologisch orientierten Gemeinschaft in Chorin und dem Setzen von Umweltthemen das Direktmandat erringen.
    Inzwischen ist er allerdings nicht mehr im Landtag vertreten: Er wurde von der Kreisdelegiertenversammlung nicht wieder als Direktkandidat aufgestellt. Das Direktmandat ging verloren. Eine Unterstützung der umweltorientierten Positionen durch die Partei hätte uns, abgesehen von der inhaltlichen Profilierung, auch einen größeren Wahlerfolg gebracht. Gerade in Brandenburg wird deutlich, wie das Rumeiern in der Umweltpolitik (Unterstützung des Braunkohleausstiegs vor der Wahl, konservative Energiepolitik nach der Wahl), die Wähler verunsichert und zu Verlusten führt.
    Harald Kulhanek
  • Hi Alle,
    Das sollte noch vor 2018 auf die Tagesordnung!
    Die kapitalistische Ökonomie beinhaltet nicht nur den Zwang zur Konkurrenz, sondern auch zur permanenten Expansion. Die Durchsetzung entfaltet wie wir (hoffentlich) alle wissen, vor Allem im ökologischen Bereich eine immer fatalere Dimmension.
    Der Mensch, die Tiere und die Natur sind im kapitalistischen System lediglich Waren, Produktionsmittel und Ressourcen, die es auszubeuten gilt. Der ‚Schädling‘ Kapitalismus mordet, zerstört, vertreibt, vergiftet die Grundlagen menschlicher Gesellschaft – und das nachhaltig!
    Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, daß Die Linke (Parteivorstand) diese Zusammenhänge  nicht erkennt, oder nicht erkennen will!
    SG Uschi
  • Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
    mit der rüden Ablehnung unseres Antrags verabschiedet sich der Parteivorstand von dem Anspruch der LINKEN, eine zukunftsorientierte und zukunftsfähige Partei zu sein. Das empfinde ich als eine Schande.
    Solidarische Grüße,
    Dr. Heinz Preuß.
  •  meine Meinung:
    Umweltpolitik sollte vor der nächsten Bananenabwahl 2017 konkretisiert werden (am besten schon im letzten Jahrhundert) und nicht erst ab 2018. Es ist überfällig bei allen Politikern, Industrie, Handwerk, Handel, Bürgern, Konsumenten und sonstigen Umweltzerstörern.
    Die Fragestellung kann ich daher so nicht beantworten. Zu rückständig. Zu spät. Jahre zu spät reagiert.
    Umweltschutz steht auf meiner persönlichen Agenda an allererster Stelle vor allem anderen. Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen ist schließlich die primäre Grundlage für alles weitere. Daher lebe ich selber diese Haltung konsequent. Ich bin nicht sicher, ob die Linken für mich eine wählbare Alternative bleiben, wenn meine oberste Priorität von der Partei weiterhin stiefmütterlich behandelt wird.
    Olaf Siegel
  • Auf die Begründung für die Ablehnung des Antrages kann man gespannt sein. In Zeiten, in der DIE GRÜNEN sich immer stärker in der Mitte positionieren, sind linke Ökologen politisch heimatlos geworden. Ihnen gilt es ein Angebot zu machen. Hierfür reicht es aber nicht gute ökologische Programme zu verfassen sondern wir müssen auch ein Zeichen setzen, dass uns dieses Thema wirklich wichtig ist. Ein Bundesparteitag mit einem ökologischen Schwerpunkt wäre ein solches Zeichen. Daher ist der Antrag wichtig.
    Ralf Henrichs
  • moin, liebe GenossInnen,
    ich teile die Absichten Eurer Aktivitäten.
    Die Begrifflichkeiten um die Zentralkategorie Ökologie sind seit etwa 50 Jahren Teil der Öffentlichen Diskussion. Es wird Zeit, dass diese Diskussion sich auch in der Programmatik der LINKEN breiter widerspiegelt. Darauf zu verzichten hieße, den Menschen, die engagiert im Bereich der Ökologie handeln, keinen Ansatzpunkt zu bieten. Das wäre dumm und politisch kontraproduktiv. Als derzeitiger Vorsitzender des Ausschuss für Grün und Sport in der Bezirksversammlung Altona, der mal Mitglied der Grünen war und anlässlich des Jugoslawien-Krieges mit vielen anderen diese Partei verließ, befinde ich mich regelmäßig im Gespräch mit Menschen, die in den Arbeitsbereichen des Ausschuss engagiert sind, deshalb meine ich sagen zu können, dass eine Stärkung des ökologischen Profils der LINKEN sich sowohl in der alltäglichen politischen Arbeit wie auch in den Wahlergebnissen auswirken würde.
    Mit Gruß von der Elbe
    Wolfgang Ziegert


Seite drucken Drucken