Der neue Extraktivismus

Eine Debatte über die Grenzen des Rohstoffmodells in Lateinamerika.

Herausgegeben vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Deckblatt_Der_neue_Extraktivismus Lateinamerika ist seit Jahrhunderten Rohstofflieferant für Europas Industrie. Dies hat sich trotz der politischen Umwälzungen des letzten Jahrzehnts nicht grundlegend geändert. Obwohl die Rechte der Natur heute z.B. in der Verfassung Ecuadors verankert sind, besteht die ökonomische Fixierung auf den Export von Rohstoffen weiter, teilweise sogar in verstärktem Ausmaß. Daran regt sich Kritik von links.

Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) hat gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung ein Buch herausgegeben, in dem lateinamerikanische und deutsche AutorInnen die Fallstricke und Alternativen dieses (post)extraktivistischen Wirtschaftsmodells diskutieren.

Das Buch kann ab dem 15. März 2012 in gedruckter Form über die Rosa-Luxemburg-Stiftung oder das FDCL bezogen oder hier als pdf herunter geladen werden.

Wirtschaftsdiktatur in Europa

Die online-Redaktion Amerika 21 lässt den in Lateinamerika bekannten Befreiungstheologen Frei Betto zu Wort kommen, der die europäische Politik als Wirtschaftsdiktatur kritisiert. Herausforderungen der Armut und ökologischen Zerstörung blieben unbeantwortet

 

Nachhaltigkeit – Landwirtschaft im Tropenparadies

Die AG Cuba Sí hat zusammen mit der Kubanischen Vereinigung für Tierproduktion (ACPA, Kuba) und am 24. und 25. Oktober 2011 in Berlin einen Workshop „Zu Fragen der Nachhaltigkeit in Kuba und der Karibik“ durchgeführt.

Die regelmäßigen Erfahrungsaustausche mit ACPA und internationalen Wissenschaftler/-innen evaluieren den Umsetzungsstand der Nachhaltigkeit auf den Projekten von ACPA und Cuba Sí und thematisieren die aktuellen Herausforderungen für eine ressourcenschonende Landwirtschaft in den Tropen.

In den Jahren 2006 und 2009 fanden bereits Nachhaltigkeitsworkshops mit den kubanischen Partnern und Akteuren in Kuba statt. 2011 hat Cuba Sí diesen fachlichen Erfahrungsaustausch erstmals in Berlin organisiert und so ACPA die Gelegenheit geboten, sich und seinen Arbeits- und Forschungsstand auch deutschen Landwirtschaftsexpert/-innen vorzustellen.

Hier kann der Band mit Vorträgen und Diskussionsbeiträgen herunter geladen werden (klicken; 25 Seiten, 1,8MB).

Tarantel Nr. 54 (09/2011)

 Tarantel 54 28 Seiten,3 Abb.Redaktionsschluss: 15.08.2011

Link zur Ausgabe

In eigener Sache

Bericht von einer Klausurtagung der Bundestagsfraktion der LINKEN und der Sitzung des Koordinierungsrates der Ökologischen Plattform
Beschlüsse des Koordinierungsrates
Einladung

Grundsatzfragen und Perspektiven

Salzburger Festspiele: Jean Zieglers nicht-gehaltene Rede
Vom Lob des Verzichts – „Wo die Wachstumskritiker landen“
Nichts dazu gelernt – Die falsche Dichotomie der in ihrer obsoleten Ideologie gefangenen Altlinke
n Steht die Wachstumskritik wirklich im Dienst des Großkapitals?
Lebendige Dörfer in Europa. Vernetzung, Zusammenarbeit und Selbstbewusstsein der Dorfbewegungen wachsen
Bericht von der internationalen Dorfkonferenz in Berlin am 13./14.5.2011
Vom Ökofeminismus zum Atomausstieg der Frauen

Atomkraft/Energie

Sofortiger Atomausstieg als wesentliches Element eines sozial-ökologischen Umbaus der Gesellschaft

Aus den Ländern

Ökologische „Großbaustellen“ der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag
Unser Hamburg – unser Netz: Riesenerfolg des Volksbegehrens
Mitgliederversammlung der Ökologischen Plattform Rheinland-Pfalz (ÖPF RLP)
Solidarität des Klima- und Energie­camps mit lokalem Widerstand

Bücherecke

WBGU-Gutachten: „Welt im Wandel, Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“
Einfach aufladen. Mit Elektromobi­lität in eine saubere Zukunft

Es sind nicht „unsere“ Rohstoffe!

Rede von Ulla Lötzer, DIE LINKE im Deutschen Bundestag am 17.3.2011

Die Diskussion um die Rohstoffpolitik wird geführt, als ginge es um den freien Zugriff „unserer“ Wirtschaft auf „unsere“ Rohstoffe, die scheinbar nur aufgrund eines Missverständnisses der Natur im Boden anderer Länder liegen. Statt einer verschärften Konkurrenz um den Zugang zu begrenzten Rohstoffen, brauchen wir auf internationaler Ebene partnerschaftliche Regeln und die Einführung sozialer und ökologischer Mindeststandards in Handelsverträgen.

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Katastrophen können vermieden werden!

Erklärung der Teilnehmer des Bundestreffens der Ökologischen Plattform bei der Partei DIE LINKE

Wieder haben wir es mit einem der für Natur und Mensch gefährlichsten, verbrecherischen Auswüchse kapitalistischer Profitgier zu tun.

Das Öldrama im Golf von Mexiko wäre bei mehr Verantwortung und Achtung vor dem höchsten Gemeingut der Menschheit, der Natur, seitens der US-Administration und des britischen Ölkonzerns British Petrol zu vermeiden gewesen.

Es ist immer dasselbe Szenarium. Wenn es um Maximalprofite geht, werden Warnungen vor dem Einsatz gefährlicher Technologien in den Wind geschlagen und, wie es sich erweist, auch Vorkehrungen für die Vermeidung von Havarien unterlassen. Daher kann man in solchen Fällen wie dem aktuellen nicht einfach von Unfall oder Unglück sprechen. Es handelt sich um kalkulierte verbrecherische Politik.

Die Katastrophe vor der Küste der USA mit unermesslichen Verwüstungen im Ozean und an den Küsten kann nur als erneute Mahnung an die Menschheit verstanden werden, sich sehr energisch von der Abhängigkeit von Erdöl, Atomkraft und Kohle für die Energieerzeugung frei zu machen, flächendeckend unter Nutzung vornehmlich regionaler und lokaler Möglichkeiten zum Ausbau und zur Anwendung erneuerbarer Energien überzugehen und so die Macht der Energiekonzerne zu beschneiden.

Rödinghausen, 29.5.2010

Ziehen Sie endgültig die Hermesbürgschaft vom Ilisu-Staudammprojekt zurück!

An die deutsche Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel!
An den Wirtschaftsminister Herrn Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg!
An die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul!
An den Bundesminister der Finanzen Herrn Peer Steinbrück!
An den Bundesminister des Auswärtigen Herrn Frank-Walter Steinmeier!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin!
Sehr geehrte Frau Ministerin und sehr geehrte Herren Minister!

Ziehen Sie endgültig die Hermesbürgschaft vom Ilisu-Staudammprojekt zurück!

Mit diesem Schreiben ersuchen wir Sie, dass die deutsche Hermesbürgschaft für das Ilisu-Staudamm- und Wasserkraftprojekt im kurdischen Teil der Türkei sofort zurückgezogen wird. Dieses Projekt hat inakzeptable negative soziale, ökologische und politische Folgen, und die türkische Regierung verletzt offenkundig immer wieder die von Ihnen für die Umsetzung des Projektes gestellten Auflagen.
Auf internationaler Ebene würde der Bau des Ilisu-Staudammes den Konflikt um das Wasser des Tigris zwischen der Türkei, dem Irak und Syrien im ohnehin von Konflikten und Kriegen geplagten Mittleren Osten anheizen. Denn zwischen diesen drei Staaten gibt es keine Abkommen über die Nutzung des Flusses. – Auch hat die Türkei bisher die „UN-Konvention über die nichtschiffbare
Nutzung grenzüberschreitender Wasserwege“ von 1997 nicht unterzeichnet.
Der am Tigris Fluss geplante Ilisu-Staudamm hätte erwiesenermaßen massive negative Auswirkungen auf das Leben der Menschen in der betroffenen Region. Sollte das Projekt wie geplant umgesetzt werden, machen Sie sich mitschuldig daran, dass bis zu 78 000 Menschen ihren angestammten Lebensraum verlieren, ohne eine angemessene Entschädigung zu erhalten, und in Folge dessen eine Massenflucht in die bereits jetzt völlig überforderten Städte der Umgebung einsetzt – mit katastrophalen sozio-ökonomische Folgen.
Über 80 % der direkt Betroffenen und alle betroffenen Gemeinden der Region stellen sich gegen dieses Projekt. Sie glauben nicht den Versprechungen der Regierung über die Schaffung vieler Arbeitsplätze. Das ist schon an anderen in der Region bereits umgesetzten Talsperrenprojekten deutlich zu sehen.
Der Ilisu-Staudamm ist auch in menschenrechtlicher Hinsicht ein großes Problem, weil seit den 80er Jahren in der betroffenen Region systematisch die Menschenrechte verletzt werden und die staatliche Repression in den letzten zwei bis drei Jahren nochmals zugenommen hat.
Darüber hinaus hätte der geplante Staudamm die Zerstörung des vielfältigen Ökosystems im Tigristal zur Folge. Der Stausee würde durch die Versalzung und Vergiftung des Wassers weitreichende irreparable Schäden an der Umwelt verursachen. In dem betroffenen Gebiet wären viele endemische und global bedrohte Arten wie die Euphrat-Weichschildkröte (Rafetus euphraticus) und der Rötelfalke (Falco naumanni) betroffen. Auch unterhalb des Staudamms bis weit in den Irak wären negative ökologische Folgen sicher. Das lokale Klima in der Stauseeregion könnte sich auf eine gefährliche Art verändern und die wenigen Waldbestände bedrohen.
Das Umkippen des Stausees könnte zur Ausbreitung von Krankheiten wie Malaria und Typhus und damit zu einer ernsthaften Gefährdung der umliegenden Bevölkerung, d.h. von mehreren hunderttausenden Menschen führen.
Auch auf kulturellem Gebiet würde das Projekt irreparable Schäden verursachen. Mit der antiken Stadt Hasankeyf und ihrer mehr als 10 000 Jahre zählenden Siedlungsgeschichte wäre ein einzigartiger Ort verschiedenster Kulturen zerstört. In diesem wichtigen Teil Obermesopotamiens sind darüber hinaus über 300 uralte archäologische Stätten von der Überflutung bedroht. So hat eine Anfang April 2009 von mehreren Wissenschaftlern in der Türkei veröffentlichte Untersuchung ergeben, dass Hasankeyf und das Tigristal 9 von 10 Kriterien für eine Aufnahme in das UNESCO-Weltkultur- und -naturerbe erfüllen. (Zum Vergleich: Venedig bzw. die ägyptischen Pyramiden erfüllen 5 bis 6 Kriterien.) Kurz gesagt wäre der Bau von Ilisu ein Verbrechen an einem wichtigen Teil der Zeugnisse der Menschheitsgeschichte.
Wir rufen Sie daher eindringlich auf zu überdenken, ob Ihre Regierung als Mitverursacherin einer humanitären, ökologischen, politischen und kulturellen Katastrophe dastehen möchte. Handeln Sie verantwortungsbewusst, und ziehen Sie sich endgültig von der Kreditversicherung des Ilisu-Staudamms zurück!

Hochachtungsvoll!
Die Teilnehmer des Bundestreffens der Ökologischen Plattform bei der LINKEN,
Warmensteinach (Fichtelgebirge), 09. Mai 2009
f.d.R. Manfred Wolf

Eine Generationen-Herausforderung: Neue Energie für Amerika

Al Gore

Meine Damen und Herren: Es gibt Zeiten in der Geschichte unserer Nation, in denen die Art, wie wir weiterleben, völlig davon abhängt, dass wir uns von Illusionen freimachen und aufwachen, um einer akuten Gefahr entgegenzutreten. In solchen Momenten kommt es darauf an, dass wir uns schnell und entschlossen aufraffen, alte Gewohnheiten aufgeben und uns klarsichtig und engagiert der Notwendigkeit großer Veränderungen stellen. Diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer, ihren Beitrag dazu verweigern, müssen entweder überzeugt werden, mitzumachen oder müssen sich auffordern lassen, dass sie zur Seite treten. Dies ist solch ein Moment. Das Überleben der Vereinigten Staaten von Amerika, so wie wir sie kennen, ist in großer Gefahr. Und noch schlimmer – wenn man überhaupt noch nach Schlimmerem fragen mag – die Zukunft der menschlichen Zivilisation steht auf dem Spiel.
Mir fällt keine Zeit ein, in der in unserem Land gleichzeitig so viele Dinge schief gelaufen sind. Unsere Volkswirtschaft ist in einem schrecklichen Zustand und verschlimmert sich immer weiter, die Treibstoffpreise steigen dramatisch an und auch die Strompreise. Arbeitsplätze werden ins Ausland verlegt. Wohnungsbaukredite geraten in Schwierigkeiten. Banken, Automobilkonzerne und andere Institutionen, von denen wir abhängen, geraten unter immer stärkeren Druck. Anerkannte Führungskräfte der Wirtschaft sagen uns, dies sei erst der Anfang, wenn wir nicht den Mut finden, einige wichtige Veränderungen schnell vorzunehmen.
Besonders der Klimawandel verschlimmert sich – erheblich schneller als bisher vorhergesagt. Wissenschaftler mit Zugang zu den Messwerten unserer Unterseeboote, die das Polareis am Nordpol unterqueren, warnen uns, dass mit 75 prozentiger Wahrscheinlichkeit innerhalb von fünf Jahren die Eiskappe während der Sommermonate völlig verschwinden wird. Dadurch wird sich das Abschmelzen des Grönlandeises weiter beschleunigen [2]. Experten sagen, dass der Jakobshavn-Gletscher, einer der größten in Grönland, schneller als je zuvor wegschmilzt. Täglich verliert er so viel Tonnen Eis, wie die Einwohner von NewYork in einem ganzen Jahr an Wasser verbrauchen.
Zwei wichtige Studien des militärischen Abwehrdienstes warnen unsere Regierung vor den gefährlichen Auswirkungen des Klimawandels auf die nationale Sicherheit, einschließlich der Möglichkeit, dass Hunderte von Millionen von Klimaflüchtlingen weltweit die Nationen destabilisieren. Gerade vor zwei Tagen haben 27 ehemalige Staatsmänner und pensionierte militärische Führer vor der Bedrohung der nationalen Sicherheit durch die verheerenden Erschütterungen („Energie-Tsunami“) gewarnt, die sich ergeben würden, wenn wir unseren Zugang zu ausländischen Ölquellen verlieren. Inzwischen geht der Krieg im Irak weiter und derzeit eskaliert offenbar der Krieg in Afganistan.
Und nebenbei gesagt, unser Wetter wird ja auch etwas sonderbar, nicht wahr? Seit Menschengedenken gab es anscheinend noch nie so viele Tornados, längere Dürreperioden, heftigeren Starkregen und Rekordüberschwemmungen. Brände noch nie bekannten Ausmaßes toben in Kalifornien und anderswo im amerikanischen Westen. Höhere Temperaturen trocknen die Vegetation aus, so dass zundertrocknes Kleinholz als Brandbeschleuniger für Mega-Feuer entsteht, wie sie in Canada, Griechenland, Russland, China, Südamerika Australien und Afrika gewütet haben. Geophysiker der Universität von Tel Aviv sagen uns, dass für jedes Grad Temperaturerhöhung die Zahl der Blitzeinschläge um weitere 10 Prozent ansteigt. Und schließlich ist es dann ein Gewitter, das für den gegenwärtigen Flächenbrand in Californien verantwortlich ist.
Viele Leute meinen wie ich, dass all diese Probleme größer sind als jeder der bisher vorgeschlagenen Lösungsansätze und das hat mich lange beunruhigt. Ich bin überzeugt, dass wir angesichts dieser Krisen deshalb wie gelähmt erscheinen, weil wir dazu neigen, für jede dieser Krisen gesondert eine andere überholte Lösung anzubieten, ohne den Zusammenhang zwischen den Problemen zu berücksichtigen. Und diese längst überholten Lösungsvorschläge erweisen sich nicht nur als ineffektiv – fast immer verschlimmern sie sogar jeweils die andern Krisen.
Doch wenn wir die drei anscheinend unlösbaren Herausforderungen im Zusammenhang betrachten, dann erkennen wir den roten Faden, die gemeinsame Ursache. Sie ist geradezu lächerlich einfach zu beschreiben: Unsere gefährliche, geradezu sklavische Abhängigkeit von fossilen Energiequellen ist die gemeinsame Ursache dieser drei Bedrohungen – der ökonomischen Krise, der Umweltkrise und der Krise der nationalen Sicherheit.
Wir leihen uns Geld von China, um Öl aus dem persischen Golf zu kaufen, um es dann zu verbrennen, wodurch dann dieser Planet zerstört wird. All das – Stück für Stück – muss sich ändern. Aber wenn wir den roten Faden, der sich durch all diese Probleme zieht, ergreifen und kräftig daran ziehen, dann fangen diese komplexen Probleme an, sich aufzuribbeln und wir entdecken, dass wir die Antwort tatsächlich in unserer Hand halten. Die Antwort lautet, wir müssen unsere Abhängigkeit von den fossilen Energiequellen beenden.
Bei meiner Suche nach wirklich effektiven Reaktionen auf den Klimawandel habe ich eine Serie von „Lösungs-Gipfelgesprächen“ mit Ingenieuren, Wissenschaftlern und führenden Wirtschafts-Managern abgehalten. Bei diesen Diskussionen ist mehr als deutlich klar geworden: Wenn man die Einzelerkenntnisse zusammenführt, zeigt es sich, dass die Maßnahmen gegen den Klimawandel genau die gleichen Maßnahmen sind, die wir brauchen, um unsere Volskswirtschaft zu erneuern und der Falle der ständig steigenden Energiepreise zu entkommen. Darüber hinaus sind es auch die gleichen Maßnahmen, die wir brauchen um unsere nationale Sicherheit zu garantieren, ohne wieder Krieg am persischen Golf führen zu müssen.
Wie wäre es, wenn wir Energiequellen nutzten, die nicht teuer sind, keine Emissionen verursachen und hier zuhause im Überfluss zur Verfügung stehen? Wir haben solche Energiequellen. Wissenschaftler bestätigen, dass alle 40 Minuten genügend Sonnenenergie auf der Erdoberfläche ankommt, um damit den gesamten Weltenergieverbrauch eines Jahres abzudecken. Man braucht nur einen kleinen Teil dieser Sonnenenergie zu nutzen, um damit die gesamte benötigte elektrische Energie Amerikas zu erzeugen.
Und genug Wind bläst jeden Tag durch den Midwest-Corridor, der ebenfalls 100 Prozent des US-Strombedarfs decken kann. Geothermische Energie kann ganz ähnlich einen enormen Beitrag zur Stromversorgung von Amerika bereitstellen. Die schnellste, billigste und beste Art, all diese Erneuerbaren Energien zu nutzen, ist die Produktion von Elektrizität. Tatsächlich können wir ab sofort Solarenergie, Windkraft und geothermische Energie nutzen, um Strom für unsere Wohnungen und für die Wirtschaft zu erzeugen. Aber um dieses erstaunliche Potential wirklich zu nutzen und damit wirklich und wahrhaftig die nationalen Probleme zu lösen, brauchen wir einen neuen Anfang.
Aus eben diesem Grund schlage ich heute eine strategische Initiative vor, die das Ziel hat, uns von den drückenden Krisen zu befreien und unsere Handlungsfähigkeit zurück zu gewinnen. Dies ist nicht das Einzige, was wir tun müssen. Aber dies ist der Dreh- und Angelpunkt einer mutigen Strategie, Amerika wieder mit neuer Energie zu versorgen, im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Heute fordere ich unsere Nation auf, sich zu verpflichten, innerhalb von 10 Jahren 100 Prozent unserer Elektrizität aus Erneuerbarer Energie und aus wirklich kohlenstofffreien Quellen zu erzeugen.
Dieser Plan ist durchführbar, bezahlbar und höchst wirksam. Er stellt eine Herausforderung für Amerikaner aller Gesellschaftsschichten dar: für unser politischen Führer, Unternehmer, Erfinder, Ingenieure und für jeden Bürger. Noch vor wenigen Jahren hätte ich so einen nationalen Appell nicht veröffentlichen können. Aber es hat sich inzwischen etwas geändert: Die deutlichen Kostensenkungen für Solar-, Wind- und Geothermiestrom auf der einen Seite und die kürzlich erfolgten Preisanstiege bei Öl und Kohle auf der anderen Seite haben die Maßstäbe der Wirtschaftlichkeit im Energiesektor radikal verändert.
Als ich vor 32 Jahren zum ersten Mal zum Kongress ging, hörte ich, wie Experten aussagten, dass erneuerbare Energiequellen konkurrenzfähig sein würden, wenn der Ölpreis jemals auf 35 $ ansteigen sollte. Nun, heute liegt der Preis bei mehr als 135 $ pro Barrrel, und wirklich, Milliarden von Dollar an neuen Investitionen fließen in die Entwicklung konzentrierter thermoelektrischer Sonnenenergie und Photovoltaik, in die Entwicklung von Windmühlen, Geothermiewerken und einer Vielzahl genialer neuer Möglichkeiten, unsere Effizienz zu verbessern und Energien zu sparen, die augenblicklich verschwendet werden.
Da die Nachfrage nach erneuerbaren Energien wächst, fallen die Kosten weiterhin [3]. Lassen Sie mich dies an einem aufschlussreichen Beispiel erläutern: Der Preis des besonderen, für die Herstellung von Solarzellen benutzten Siliziums lag vor kurzem noch bei 300 $ pro kg, doch die letzten Aufträge wurden für Preise vergeben, die nur 50 $ pro kg betrugen. Das Gleiche geschah mit den Computerchips – auch sie werden aus Silizium hergestellt. Für die selbe Leistungsstärke sank der Preis alle 18 Monate um 50 % – Jahr für Jahr, und zwar 40 Jahre hintereinander.
Denen, die meinen, die Kosten seien noch immer zu hoch, sage ich: überlegen Sie gut, ob sie glauben, dass die Kosten von Öl und Kohle jemals aufhören werden zu steigen, wenn wir uns weiterhin darauf verlassen, dass schnell auslaufende Energiequellen eine rund um die Welt rapide steigende Nachfrage befriedigen können. Wenn der Bedarf an Öl und Kohle wächst, steigt ihr Preis. Wenn der Bedarf an Solarzellen wächst, gibt es oft eine Preissenkung. Wenn wir Geld an ferne Länder schicken, um nahezu 70 Prozent unseres täglichen Ölkonsums zu kaufen, bauen jene Länder neue Wolkenkratzer, und wir verlieren Arbeitsplätze. Wenn wir das Geld benutzen, um Solaranlagen und Windmühlen zu erstellen, bauen wir konkurrenzfähige Industrien auf und gewinnen Arbeitsplätze hier bei uns.
Natürlich gibt es immer Leute, die uns sagen, dass das alles nicht geht. Einige dieser Stimmen sind die Verteidiger des status quo – die mit einem eigenen Interesse an der Erhaltung des heutigen Systems, ganz gleichgültig, welchen Preis wir Übrigen dafür zahlen müssen. Doch auch die, die von dem Kohlenzeitalter profitieren, müssen irgendwann die Unvermeidbarkeit seines Endes erkennen. Wie ein OPEC Ölminister es ausdrückte: „Die Steinzeit ging nicht zu Ende, weil Steine knapp wurden“.
Denen, die meinen, 10 Jahre seien nicht genug, sage ich respektvoll: Hören Sie doch bitte, was die Wissenschaftler der ganzen Welt uns über die Gefahren sagen, die uns bedrohen, wenn wir nicht innerhalb von 10 Jahren handeln. Die führenden Fachleute versichern, dass uns weniger als 10 Jahre bleiben, die Emissionen von Klimagasen drastisch zu verringern, da wir sonst die Fähigkeit verlieren, uns jemals von dieser Umweltkrise zu erholen. Mit wachsendem Öl- und Kohleverbrauch steigen auch die CO2-Emissionen. Mit wachsender Nutzung von Solar-, Wind- und Geothermieenergien sinken die CO2-Emissionen.
Denen, die meinen, unser Vorhaben sei aus politischen Gründen nicht akzeptabel, schlage ich vor, vor das amerikanische Volk zu treten und zu versuchen, den Status Quo zu verteidigen. Und dann werden Sie erkennen, dass das Volk sich nach einer Veränderung sehnt. Ich meinerseits glaube nicht, dass unser Land noch 10 Jahre lang Benzinpreiserhöhungen ertragen kann. Unsere Arbeiter können nicht noch 10 Jahre lang Arbeitsplatzverluste und die Verlagerung von Fabriken ins Ausland ertragen. Unsere Wirtschaft kann nicht noch 10 Jahre lang ertragen, dass alle 24 Stunden 2 Milliarden Dollar für Öl in fremde Länder geschickt werden. Und unsere Soldaten und ihre Familien können nicht noch 10 Jahre lang ertragen, dass die Truppen wieder und wieder in gefährliche Regionen geschickt werden, die gerade zufällig grössere Ölvorkommen aufweisen.
Was könnten wir stattdessen in den kommenden 10 Jahren tun? Was SOLLTEN wir in den kommenden 10 Jahren tun? Einige unserer größten Leistungen als Nation erwuchsen aus der Entschlossenheit, ein Ziel zu erreichen, das zeitlich weit hinter der nächsten Wahl lag: Der Marshallplan, die Sozialrente, das Netz von Fernstraßen. Aber ein politisches Versprechen, etwas in 40 Jahren zu schaffen, wird allgemein ignoriert, da es bekannterweise bedeutungslos ist. Zehn Jahre ist in etwa der maximale Zeitraum, über den wir als Nation ein Ziel verfolgen und auch erreichen können. Als Präsident John F. Kennedy unsere Nation dazu aufforderte, innerhalb von 10 Jahren einen Mann auf dem Mond landen zu lassen und ihn heil zurückzubringen, bezweifelten viele die Realisierbarkeit. Doch schon 8 Jahre und 2 Monate später beschritten Neil Armstrong und Buzz Aldrin die Mondoberfläche.
Gewiss, das Ziel, 100-prozentig erneuerbare, wirklich saubere Elektrizität in höchstens 10 Jahren zu erreichen, wird von uns die Überwindung mannigfaltiger Hindernisse verlangen. Zum Beispiel verfügen wir jetzt noch nicht über ein einheitliches landesweites Strometz mit ausreichender Transportkapazität, um die Gebiete, in denen die Sonne scheint und der Wind bläst, mit den Städten im Osten und im Westen zu verbinden, die diesen Strom brauchen. Unser landesweites elektrisches Netz ist infrastrukturell so lebenswichtig für das Wohl und die Sicherheit unserer Wirtschaft wie unser Straßen- und unser Telekommunikationsnetz. Derzeit sind unsere Stromnetze antiquiert, nicht ausreichend dimensioniert und nicht dagegen geschützt, dass ein Stromausfall an einer Stelle sich in einer Kettenreaktion weiträumig ausbreitet. Stromausfälle und Defekte kosten die amerikanische Industrie laufend mehr als 120 Milliarden Dollar im Jahr. Die Netze müssen also in jedem Fall auf den neuesten Stand gebracht werden.
Wir könnten den Wert und die Effizienz eines zukünftigen nationalen Stromnetzes weiter erhöhen, indem wir unseren notleidenden Automobilkonzernen helfen, sich auf die Herstellung von Elektroautos zum Aufladen an der Steckdose umzustellen. Eine elektrische Fahrzeugflotte würde die Kosten des Autofahrens erheblich verringern, den CO2-Ausstoß verringern und die Flexibilität unseres Elektrizitätsnetzes erhöhen.[4] Zugleich müssen wir uns natürlich auch mit viel größerer Entschlossenheit zu Effizienz und Resourcenschonung verpflichten. Das ist die beste Investition, die wir machen können.
Amerikas Umstieg auf die Erneuerbaren Energien darf nicht zu Lasten derjenigen erfolgen, die unter gefährlichen Bedingungen für unsere bisherige Energieversorgung geschuftet haben. Z.B. sollten wir jedem Kohlengrubenarbeiter, der durch die Energiewende arbeitslos wird, unsere Anerkennung zollen und ihm einen Arbeitsplatz unter guten Arbeitsbedingungen (Sonnenschein und frische Luft) garantieren. Jedem von ihnen.
Natürlich könnten und sollten wir diesen Übergang beschleunigen, indem wir darauf bestehen, dass im Preis für fossile Energie auch die externen Kosten enthält. Seit langem befürworte ich eine gründliche Reduktion der Lohnsteuer, wobei die Mindereinnahmen durch CO2-Steuern ausgeglichen würden. Wir sollten besteuern, was wir verbrennen, nicht was wir verdienen. Das wäre im Einzelnen die wichtigste Änderung, die wir in unserer Politik vornehmen könnten.
Um die internationale Zusammenarbeit zu fördern müssen sich die Vereinigten Staaten, wieder in die Völkergemeinschaft integrieren und sich im Dezember nächsten Jahres in Kopenhagen für den Abschluss eines internationalen Vertrages einsetzen. der sowohl die Begrenzung der CO2-Emissionen als auch eine globale Partnerschaft bei der Bekämpfung von extremer Armut und Krankheiten als Aufgabe der Weltgemeinschaft zur Lösung der Klimakrise anerkennt.
Allerdings ist vielleicht das größte Hindernis für die Durchsetzung der 100-Prozent erneuerbarer Energie in 10 Jahren die tiefgreifende Funktionsunfähigkeit unserer Politik und unseres heutigen Selbstverwaltungssystems. Seit einiger Zeit kommt es nur noch zu unbedeutenden Vorlagen, die keine „Special Interests“, d.h. besondere Interessen, verletzen dürfen. Alternativ werden nur noch winzige Schrittchen in die richtiger Richtung vorgenommen. Unsere Demokratie ist sklerotisch erstarrt und das zu einer Zeit, da die genannten Krisen Mut und Entschlossenheit erfordern. Nur ein wirklich funktionsunfähiges System kann sich der perversen Logik verschreiben, dass die kurzfristige Lösung des Problems hoher Benzinpreise darin zu finden ist, in zehn Jahren nach mehr Öl zu bohren.
Bin ich der Einzige, der sich darüber wundert, dass unsere Regierung so oft eine sogenannte Lösung akzeptiert, die mit dem anstehenden Problem absolut nichts zu tun hat? Wenn die Leute sich ganz berechtigt über die höheren Benzinpreise beklagen, schlagen wir vor, den Ölfirmen mehr Geld zu geben und behaupten, sie würden die Preise senken. Das wird gewiss nicht geschehen, und jeder weiß das auch. Wenn wir immer wieder das Gleiche tun, das noch nie gewirkt hat und nur zu den höchsten Benzinpreisen aller Zeiten und zugleich zu den höchsten Profiten für die Ölfirmen führte, sollte niemand überrascht sein, wenn wir immer wieder dieselben Ergebnisse erhalten. Nun ist der Kongress möglicherweise dennoch geneigt, irgendwie in derselben Richtung zu gehen, da einige der Mitglieder von den Lobbyisten der Special Interests geradezu überrannt werden, die genau wissen, wie sie das System zu ihren Gunsten anstatt zu den Gunsten der Menschen in Amerika nutzen können.
Wenn Sie die Wahrheit über die Benzinpreise wissen wollen, hier ist sie: die explodierende Nachfrage nach Öl, besonders in Ländern wie China, ist so viel höher als die Geschwindigkeit und das Ausmaß neuer Ölfunde, dass die Ölpreise mit größter Wahrscheinlichkeit weiterhin im Lauf der Zeit steigen werden, ganz unabhängig davon, was die Ölfirmen versprechen. Und die Politiker können die Benzinpreise nicht kurzfristig zum Sinken bringen. Jedoch es gibt eine äußerst effektive Methode, die Kosten, ein Auto zu fahren, innerhalb von wenigen kurzen Jahren herunterzuschrauben. Die Methode besteht darin, unsere Abhängigkeit vom Öl zu beenden und die erneuerbaren Energiequellen zu nutzen, die so günstig sind, als würde die Gallone Benzin 1 $ kosten [5].
Viele Amerikaner haben begonnen zu überlegen, ob wir einfach die Lust an mutigen und entschlossenen politischen Lösungen verloren haben oder nicht. Und Leute, die behaupten zu wissen, wie unser System dieser Tage funktioniert, sagen uns, wir können ruhig die Hoffnung aufgeben, dass unser politisches System irgendetwas Mutiges und Entschlossenes tun wird, besonders wenn dies den Wünschen der „Special Interests“ widerspricht. Und ich muss zugeben: so scheint es wirklich zu laufen. Doch höre ich neuerdings auch andere Stimmen in diesem Lande, die Stimmen von Leuten, die nicht nur von den winzigen Schrittchen und der Politik der „Special Interests“ genug haben, sondern sich nach neuen, anderen und mutigen Ansätzen sehnen.
Wir stehen vor einer Präsidentenwahl. Und wir befinden uns mitten in einem Prozess, einen internationalen Klimavertrag auszuhandeln, der vor dem Ende des ersten Jahres der neuen Präsidentschaft abgeschlossen sein wird. Es ist durchaus falsch zu behaupten, dass die Vereinigten Staaten darauf warten müssen, dass andere sich uns in dieser Sache anschließen. Ganz im Gegenteil müssen wir vorausgehen, denn nur so gelingt es, andere zum Folgen zu überreden, und auch weil es in unserem nationalen Interesse liegt, voranzuschreiten.
So fordere ich Sie nun auf, sich mir in dem Vorhaben anzuschließen, jeden Kandidaten, ganz gleich für welches politische Amt er kandidiert, dazu aufzurufen, sich dieser Herausforderung zu stellen dass Amerika in 10 Jahren 100-prozentig mit CO2-frei erzeugter-Elektrizität versorgt wird. Es ist Zeit für uns, die leere Rhetorik hinter uns zu lassen. Wir müssen jetzt handeln.
Dies ist ein Moment für unsere Generation. Ein Moment, in dem wir entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen und wie unser allgemeines Schicksal aussehen soll. Ich fordere Sie auf – jeden Einzelnen von Ihnen -, sich mir anzuschließen und diese Zukunft zu gestalten. Ich bitte Sie, unter wecansolveit.org in die WE Kampagne einzutreten. Wir brauchen Sie. Und wir brauchen Sie sofort. Wir sind entschlossen, nicht nur Glühbirnen auszuwechseln, sondern Gesetze zu ändern. Und um Gesetze zu ändern, brauchen wir gute Führung.
Am 16. Juli 1969 waren die Vereinigten Staaten endlich so weit, Präsident Kennedys Aufforderung, Amerikaner auf den Mond zu schicken, zu erfüllen. Ich werde niemals vergessen, wie ich wenige Meilen von der Abschussstelle neben meinem Vater stand und darauf wartete, dass die riesige Saturn 5 Rakete den Apollo 11 in den Himmel trug. Ich war jung, 21 Jahre alt, hatte einen Monat vorher mein Staatsexamen gemacht und trat drei Wochen später in die amerikanische Armee ein.
Ich werde niemals das erhebende Gefühl dieser Minuten vergessen. Die mächtige Vibration der riesigen Rakete ließ meinen ganzen Körper erzittern. Während ich die Rakete aufsteigen sah, erst langsam und dann mit großer Geschwindigkeit, war der Krach ohrenbetäubend. Wir drehten unsere Hälse, um der Rakete mit den Augen zu folgen, bis wir senkrecht in den Himmel schauten. Und dann, vier Tage später, sahen wir mit Hunderten von Millionen anderer Menschen in aller Welt zu, wie Neil Armstrong einen kleinen Schritt auf der Mondoberfläche tat und dem Lauf der Menschheitsgeschichte eine neue Wendung gab.
Heute gilt es, unsere Nation anzuspornen, ein neues Ziel ins Auge zu fassen, das den Gang der Geschichte ändern wird. Unsere gesamte Zivilisation hängt davon ab, dass wir einen neuen Weg der Forschung und Entdeckung einschlagen. Unser Erfolg hängt von unserer Bereitschaft als Volk ab, diesen Weg zu gehen und in zehn Jahren das Ziel zu erreichen. Noch einmal haben wir die Gelegenheit, die Menschheit einen Riesenschritt vorwärts zu bringen.

Quelle:
http://www.sfv.de/druckver/artikel/2008/A_Genera.htm
zuletzt erschienen: Al Gore: Angriff auf die Vernunft, 2007, 350 Seiten, 19 €

SFV-Anmerkungen:
Bis zum 26.07.2008 haben sich bereits 1.430.135 Menschen der Bewegung angeschlossen.

[1] Die Überschrift enthält ein Wortspiel. „Repower America“ kann entweder bedeuten: Amerika mit neuer Energie versehen oder Amerika wieder mächtig machen oder beides.
[2] Blendend weißes Eis wirft die Sonnenstrahlen zurück. Tiefblaues Meereswasser hingegen nimmt die Sonnenstrahlen auf.
[3] Die höhere Nachfrage senkt zunächst keineswegs die Preise. Aber sie bringt die Wind- und Solaranlagen in die Massenproduktion und Massenproduktion senkt dann auf längere Sicht entsprechend der zunehmenden Produktionserfahrung die Herstellungskosten.
[4] Es bietet sich an, die Batterien der Elektroautos bevorzugt bei Stromüberschuss an sonnigen und windigen Tagen aufzuladen
[5] entspricht etwa 20 Eurocent pro Liter. Al Gore geht also, sehr grob gerechnet, davon aus, dass ein Elektroauto mit Windstrom etwa ein bis zwei Euro auf 100 Kilometer braucht.