verbreitete Misshandlungen, finanziert durch große Naturschutzorganisationen

Survival International (https://www.survivalinternational.de/), die globale Bewegung für die Rechte indigener Völker, hat einen neuen Bericht mit dem Titel „Wie werden wir überleben?“ veröffentlicht. Darin werden verbreitete und systematische Menschenrechtsverletzungen durch Wildhüter im Kongobecken aufgedeckt, die vom World Wildlife Fund (WWF) und anderen großen Naturschutzorganisationen finanziert werden.

Bericht lesen:

https://assets.survivalinternational.org/documents/1685/wie-werden-wir-ueberleben-de.pdf

Bilanz der Umweltverbände

Verkehrs-, Agrar- und Klimapolitik unter Kanzlerin Merkel ist ohne Weitblick. Künftige Bundesregierung muss umsteuern

Gemeinsame Pressemitteilung vom 5. September 2017

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) hat gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), Greenpeace und WWF Deutschland eine Bilanz der Umweltpolitik in der zurückliegenden Legislaturperiode gezogen und zentrale Forderungen an die künftige Bundesregierung vorgestellt.

„Mit einer Landwirtschaft, die die Gewässer verseucht, einer Verkehrspolitik, die die Luft vergiftet und einer Klimapolitik, die Wirtschaftsinteressen statt des Klimas schützt, liegen die Herausforderungen auf der Hand. Mit Lippenbekenntnissen sind die umweltpolitischen Krisen nicht zu bewältigen. In der kommenden Legislaturperiode müssen endlich die Ziele, die sich die Bundesregierung gesetzt hat, in konkrete Maßnahmen übersetzt werden. Wer jetzt erneut auf die Strategie der langen Bank setzt, ohne die Probleme im Kern anzugehen, handelt grob fahrlässig. So verliert nicht nur die Umweltpolitik jede Glaubwürdigkeit, sondern die Politik insgesamt“,

sagte DNR-Präsident Kai Niebert.

Die Verbände sind sich einig, dass die Ziele des Pariser Weltklimavertrages und der beim G7-Gipfel in Elmau 2015 beschlossene Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas durch den Umbau von Schlüsselsektoren wie Verkehr, Energie und Landwirtschaft umgesetzt werden müssen. Dazu gehören ein sozialverträglicher Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Kohle und eine Agrar- und Verkehrswende hin zu umweltfreundlicheren Formen der Landwirtschaft und Mobilität sowie ein Ende umweltschädlicher Subventionen. Die Umweltverbände fordern insbesondere in der Landwirtschaftspolitik einen Paradigmenwechsel.

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger sagte:

„Die Bundesregierung muss sich endlich von dem Leitbild agrarindustrieller Entwicklung verabschieden. Das derzeitige Agrarsystem produziert Billigfleisch mit hohen gesellschaftlichen Kosten. Von der Massentierhaltung über den Verlust der Artenvielfalt bis zum Höfesterben: Die ökologischen und wirtschaftlichen Probleme in der Landwirtschaft sind allesamt verknüpft. Deshalb muss die nächste Bundesregierung sie in der Gesamtheit angehen. Ohne ein konsequentes Umsteuern in der Agrarpolitik und besonders bei der Massentierhaltung haben wir bei den drängendsten Umweltthemen unserer Zeit, dem Schutz des Klimas und der Artenvielfalt, kaum eine Chance.“

Auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke betonte, dass aus Umwelt- und Verbrauchersicht der Kurswechsel in der Agrarpolitik ganz oben auf der Prioritätenliste stehen müsse.

„Rund die Hälfte Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Auf Millionen Hektar hat hier eine fehlgeleitete Subventionspolitik dazu geführt, dass Flächen immer intensiver genutzt werden, Insekten rasend schnell verschwinden und Grundwasser verschmutzt wird. Es ist an der Zeit, dass die Bundesregierung diese Alarmsignale anerkennt und die Agrar-Lobby ihr kurzsichtiges Festhalten am Status Quo und dem Prinzip ,wachse oder weiche‘ aufgibt. Am Ende sind es auch die Bauern, die auf eine intakte Natur angewiesen sind, auf die Leistungen der Bienen und gesunde Böden. Die Agrarwende muss daher im Interesse von Landwirten und Verbrauchern gleichermaßen liegen. Mit ihr muss eine deutlich bessere Förderung der wichtigen Naturschutzleistungen der Landwirte einhergehen.“

Angesichts knapper werdender Ressourcen und umweltschädlicher Subventionen von über 57 Milliarden Euro in den vergangenen Jahren sprechen sich die Verbände zudem für eine nachhaltige Finanzreform aus. Am effektivsten sei diese, wenn sich Steuern und Abgaben am Verursacherprinzip orientieren. Darüber hinaus sollten Subventionen für fossile Energieträger und der Steuervorteil für Dieselfahrzeuge zurückgenommen werden, um dem Staat finanzielle Freiräume für den Klimaschutz und den sozialen Ausgleich zu verschaffen.

Um das Klimaziel für das Jahr 2020 noch zu halten, sei es nötig, endlich aus der schädlichen Kohleverstromung auszusteigen und einen sozial gerechten Strukturwandel in den Braunkohleregionen einzuleiten. Der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse vorangetrieben werden, ohne den Naturschutz zu vernachlässigen.

„Die Klimaschutzbilanz der aktuellen Bundesregierung ist verheerend: Wenn jetzt nichts geschieht, wird das Klimaziel für 2020 weit verfehlt. Deutschland verbrennt mehr schmutzige Braunkohle als jedes andere Land der Welt und unser CO2-Ausstoß ist seit 2009 nicht gesunken. Damit die Bundesregierung international glaubwürdig für den Klimaschutz kämpfen kann, muss sie endlich auch zu Hause handeln. Deutschland braucht ein Sofortprogramm Klimaschutz 2020 – mit dem Kohleausstieg im Mittelpunkt“,

sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland.

Die Verbände fordern die neue Bundesregierung auf, die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in den Mittelpunkt einer Verkehrswende zu stellen und auch im Verkehrsbereich einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

„Die Bundesregierung muss heute den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor planen, damit die deutschen Autokonzerne auch übermorgen noch ein Geschäftsmodell haben. Mobilität muss künftig ohne Öl auskommen. Nur so leisten die Hersteller einen Beitrag zum Klimaschutz und zu besserer Luft in unseren Städten“,

sagt Greenpeace-Geschäftsführerin Sweelin Heuss.

Die Umweltverbände treten als Interessenvertretung von über zehn Millionen Mitgliedern auf und sind eine bedeutende zivilgesellschaftliche Stimme in Deutschland.

Für Rückfragen:

Deutscher Naturschutzring (DNR), Nina Slattery, DNR-Pressesprecherin, Tel. 030-6781775-78, nina.slattery@dnr.de
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Annika Natus, BUND-Pressesprecherin, Tel. 030-27586464, annika.natus@bund.net
Greenpeace, Constanze Klinghammer, Greenpeace-Pressesprecherin, Tel. 0175-3454113; constanze.klinghammer@greenpeace.org
Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. 030-284 984-1952, Kathrin.Klinkusch@NABU.de
WWF, Corinna Seide, Leiterin Presse, Tel. 030-311 777 422,

Beiträge zur Umweltpolitik – Heft 24

Entfremdung von der Natur

 Deckblatt Nr. 24 59 Seiten
1. Aufl. November 2016
Autor: Götz Brandt
Hrsg.: Ökologische Plattform bei der Partei DIE LINKE
Download als pdf (hier klicken)

Aus dem Vorwort

Ein besonderes Kapitel der Entfremdung, das immer mehr zur Bedrohung der Fortexistenz der Menschheit wird, ist die Entfremdung von der Natur, von und in der wir bei aller Technisierung immer noch leben und von der wir auch zukünftig abhängig bleiben. Dieser Problematik ist diese Broschüre gewidmet. Nach einem Überblick zur Entfremdungstheorie von Marx steht dieses Problem im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel Inhalt Seite
Vorwort 4
1 Entfremdungstheorie nach Marx 7
1.1 Entfremdung des Arbeiters vom Produkt seiner Arbeit 8
1.2 Entfremdung des Menschen vom Arbeitsprozess 10
1.3 Entfremdung des Menschen von sich selbst. 11
1.4 Entfremdung der Menschen untereinander. 14
1.5 Entfremdung in der DDR und ihre teilweise Aufhebung 15
1.6 Entfremdung zwischen Mann und Frau 17
1.7 Entfremdung vom Weltgeschehen 19
2 Die Entfremdung des Menschen von der natürlichen Umwelt. 23
2.1 Frühgeschichtliche Nutzung der Natur. 24
2.2 Nutzung der Natur in der Antike 24
2.3 Mittelalterliche Nutzung der Natur 25
2.4 Kapitalistische Nutzung der natürlichen Umwelt 27
2.5 Nutzung der Natur in den sozialistischen Staaten 30
3 Die Wahrnehmung der Naturübernutzung 31
3.1 Klimawandel 32
3.2 Ressourcenerschöpfung 35
3.3 Vermüllung von Land und Meer 36
3.4 Abnehmende Bodenflächen und Bodenfruchtbarkeit 38
3.5 Artenschwund 39
4 Barbarei und Chaos oder Weltgemeinschaftsordnung 41
5 Überwindung der Entfremdung 45
6 Literatur 47
Abkürzungsverzeichnis 55
Bibliographische Abkürzungen 55
Weitere Abkürzungen 55
Autor 57

Beiträge zur Umweltpolitik – Heft 26

Politische Begriffe und ihre Anwendung in der Ökologie

 Deckblatt Heft 26 74 Seiten
1. Aufl. (Heft 26, Januar 2017)
Autoren: Götz Brandt, Wolfgang Borchardt
Hrsg.: Ökologische Plattform bei der Partei DIE LINKE
Download als pdf (hier klicken)

 Aus dem Vorwort

Die Forscherin Elisabeth Wehling hat 2016 ein Buch mit dem Titel „Politisches Framing“ geschrieben (Wehling, E. 2016). Darin gibt sie anhand zahlreicher Beispiele eine Einführung in die neuro-kognitiven Grundlagen von Politik und Ideologie. Dieses Buch kann für die LINKE eine Anleitung zum Verhalten in politischen Debatten sein, da es zur eigenständigen Begriffsbildung statt zum Nachplappern neoliberaler Begriffsschöpfungen auffordert.
Elisabeth Wehling analysiert nach einer theoretischen Einführung eine ganze Reihe von geläufigen politischen Begriffen. Darunter auch einige ökologische Begriffe, wie Klimawandel, Umweltverschmutzung und erneuerbare Energien.
Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass es notwendig ist, möglichst viele der gängigen ökologische Begriffe zu analysieren und zu versuchen, neue einzuführen, die unseren linken Anspruch betonen und die von allen LINKEN in der Praxis der politischen Arbeit genutzt werden sollten. Dazu soll mit der vorliegenden Broschüre ein Beitrag geleistet werden. Dabei erheben wir nicht den Anspruch, mit den hier vorgeschlagenen Begriffen die in Umlauf befindlichen zu ersetzen. In einigen Fällen ist das möglich und sinnvoll, andere sind vielleicht zu „sperrig“ oder zu lang. Doch in jedem Fall sollen die Vorschläge zur (selbst-) kritischen Auseinandersetzung mit der politischen Begriffswahl anregen.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel Inhalt Seite
Vorwort 4
In eigener Sache 5
1. Die Rolle der politischen Begriffe im politischen Denken und Handeln 6
2. Ökologische politische Begriffe und Bilder 11
2.1. „Anthropozän“ 11
2.2. „Raumschiff Erde“ 13
2.3. „Planetarische Grenzen“ 14
2.4. „Umweltverschmutzung“ 15
2.5. „Naturschutz“ 15
2.6. „Klimawandel“ 16
2.7. „Klimaerwärmung“ 17
2.8. „Klimakatastrophe“ 18
2.9. „Klimaanpassung“ 19
2.10. „Klimaschutz“ 21
2.11. „Klimagerechtigkeit“ 21
2.12. „Klimaflüchtlinge“ 22
2.13. „Bioökonomie“ 25
2.14. „Effizienzrevolution“ 26
2.15. „Entkopplung“ 27
2.16. „Nullemission“ 28
2.17. „Globales Umweltmanagement“ 28
2.18. „Nachhaltigkeit“ 29
2.19. „Wachstum und Wohlstand“ 31
2.20. „Sozial-ökologische Transformation“ 31
2.21. „Smart City“ 32
2.22. „Energiedemokratie“ 33
2.23. „Erneuerbare Energien“ 35
2.24. „Agrartreibstoffe“ 36
2.25. „Pflanzenschutzmittel“ 37
3. Tabellarische Übersicht 38
4. Schlussbemerkungen 40
Literatur 41
Abkürzungsverzeichnis 51
Glossar 52
Autoren 54

Konzernatlas 2017

beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie

Berlin: Immer weniger Konzerne bestimmen weltweit über einen immer höheren Anteil der Lebensmittelerzeugung und Ernährung – zum Nachteil von Kleinbäuerinnen und -bauern, Landarbeiterinnen und -arbeitern sowie der regionalen Lebensmittelversorgung. Das zeigt der heute vorgestellte „Konzernatlas 2017“, eine Zusammenstellung von Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie. Die Herausgeber – Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique – warnen davor, dass die laufenden Konzentrationsprozesse im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gefährden und fordern stärkere Kontrolle im Agrar- und Ernährungsbereich.

Fünf der zwölf kapitalintensivsten Übernahmen börsennotierter Konzerne in 2015 und 2016 fanden im Agrar- und Ernährungsbereich statt. Der Börsenwert der Fusionen im Landwirtschaftssektor übertraf vielfach den in anderen großen Branchen. So war 2015 der Wert der Fusionen von Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelindustrie mit 347 Milliarden Dollar fünf Mal höher als der im Pharma- oder im Ölsektor. Inzwischen kontrollieren lediglich vier Großkonzerne rund 70 Prozent des Welthandels mit Agrarrohstoffen. Drei Konzerne dominieren 50 Prozent des Weltmarkts für Landtechnik. In Deutschland decken vier Supermarktketten 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels ab. Finden die weiteren derzeit geplanten Mega-Fusionen statt, würden nur drei Konzerne mehr als 60 Prozent des globalen Marktes für kommerzielles Saatgut und für Pestizide beherrschen.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagte anlässlich der Präsentation des Konzernatlas: „Konzernatlas 2017“ weiterlesen

Briefwechsel von Helmut Käss mit dem MdB Carsten Müller zu „Aleppo“

Wir veröffentlichen hier mit seiner freundlichen Genehmigung die letzte E-Mail des Schriftwechsels,
den Helmut Käss bereits auf seiner Internetseite publiziert hat (klick).

*Gesendet:* Dienstag, 29. November 2016 um 11:43 Uhr
*Von:* „Helmut Käß“ helmut_kaess@web.de
*An:* „Carsten Müller“ Carsten.Mueller@bundestag.de

Herrn Carsten Müller, MdB,

Sehr geehrter Herr Müller

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Die Friedensbewegung ist der Meinung, dass Deutschland in Syrien militärisch nichts zu suchen hat.

Unsere Beteiligung an dem Krieg ist völkerrechtswidrig (Anmerkung 5, siehe unter meiner Unterschrift. Das genaue Gutachten in der Anlage, dort Hervorhebungen durch mich). Die Charta der Vereinten Nationen wurde insbesondere zu dem Zweck gegründet, „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“ (Anmerkung1) Das geht nur, wenn diese Bestimmungen strikt angewendet werden und nicht nach parteilichem Gutdünken.

Wir müssen überlegen, was wir zur Verbesserung der schrecklichen Lage beitragen können. Insbesondere müssen wir laut eines Appells von kirchlichen Würdenträgern aus Syrien die Sanktionen der EU gegen Syrien, die zum Elend der Bevölkerung beitragen, abschaffen (Anmerkung 2) und wir müssen unsere vielen noch dramatisch gestiegenen Waffenexporte an die Türkei und die arabischen Diktaturen stoppen. Russlands Beteiligung am Krieg ist schwierig, und die Bombardierung von Wohnvierteln und Krankenhäusern, soweit sie denn von Russland und der Syrischen Regierung zu verantworten sind (Anmerkung 8), verstößt grauenhaft gegen das humanitäre Völkerrecht. Aber die Friedensbewegung tut sich schwer, in den Chor der insbesondere westlichen Medienklagen einzustimmen, denn die Verbrechen der „westlichen“ Seite werden von unseren Medien totgeschwiegen. Der Zustand von Aleppo ist grauenhaft, aber die Söldner der Saudis und der Türken sind leider mindestens genauso beteiligt und scheinen die Flucht der Zivilbevölkerung zu verhindern. Auch ist es nicht sinnvoll, nur nach Aleppo zu schauen, wenn die Ursache des ganzen Desasters im völkerrechtswidrigen Irakkrieg liegt und zurzeit in Mossul eine größere Stadt, mit rund 2,9 Millionen Einwohnern (Berechnung 2010, knapp die Einwohnerzahl von Berlin) mit Unterstützung der USA bombardiert wird. Davon hört man nicht, welche Gräueltaten damit zweifellos verbunden sind.

Russlands militärische Anwesenheit in Syrien ist vom Völkerrecht gedeckt, da sie von der syrischen Regierung offiziell gebeten worden sind. Wir dagegen müssten unsere verantwortlichen Politiker wegen der Teilnahme an einem Angriffskrieg mindesten 10 Jahre ins Gefängnis stecken (Anmerkung7). Deutschland hat bei der Verfolgung eines Angriffskrieges ein grobes Rechtsdefizit, weil nur der Generalbundesanwalt diese Klagen annehmen kann, der natürlich befangen ist. Dies war schon ein scheußliches rechtliches Defizit beim Jugoslawienkrieg.

Die vielen Millionen Kinder, die weltweit jedes Jahr verhungern (Anmerkung3) sind ein noch viel größeres verschwiegenes Problem, wobei viel mehr Kinder sterben, als Leute in militärischen Konflikten (Anmerkung4). Sie sind laut Jean Ziegler (Anmerkung6) ermordet, da die Menschheit problemlos die Ressourcen hätte, für die Ernährung und Bildung aller Menschen dieser Erde zu sorgen, wenn nicht diese idiotischen Hegemonialkonflikte, insbesondere von den USA und der Nato provoziert, überall toben würden. Nach meiner Meinung besteht dieser grauenhafte Missstand im Wesentlichen, um den militärisch industriellen Komplex zu mästen.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Käss

Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0176 381 376 31, http://www.helmutkaess.de/Wordpress/ (klick)http://www.ippnw.de (klick), http://www.friedenszentrum.info/ (klick),

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Präambel_zur_Charta_der_Vereinten_Nationen (klick)
  2. https://kenfm.de/sanktionen-gegen-syrien/ (klick)
  3. http://www.deutschlandradiokultur.de/alle-fuenf-sekunden-verhungert-ein-kind.1008.de.html?dram:article_id=220879 (klick)
  4. http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Jede-Minute-stirbt-ein-Mensch-durch-Waffengewalt-_arid,5235617_toid,290.html
  5. http://norman-paech.de/völkerrecht/ (klick)
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Ziegler (klick)
  7. https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensverrat (klick)
  8. http://www.sopos.org/aufsaetze/55768c7b623ff/1.phtml

PS: noch einige Stellungnahmen der deutschen IPPNW zu Syrien:

Ärzteorganisation fordert Rückkehr zur Waffenruhe (klick)
Kriegsparteien sollen sich zur Einhaltung der Genfer Konvention verpflichten (klick)
Interview mit Susanne Grabenhorst im Deutschen Ärzteblatt (klick)

Und eine Anmerkung eines IPPNW Kollegen zu meiner Frage, ob ihm noch etwas einfällt:

„Krieg gebiert nur weitere Monster und Terrorismus in seiner jetzigen Form in Europa ist ein Kind anhaltender kriegerischer Interventionen unsererseits.“


Gesendet: Freitag, 25. November 2016 um 09:54 Uhr
Von: „Carsten Müller, MdB“ carsten.mueller@bundestag.de
An: „Helmut Käß“ helmut_kaess@web.de
Betreff: AW: Abstimmung über die Verlängerung des Bundeswehrmandats
Sehr geehrter Herr Dr. Käß,

vielen Dank für Ihre E-Mail zur Verlängerung des Bundeswehrmandates zum Syrien-Einsatz. Sehr gern beziehe ich dazu kurz Stellung:

Bei der Abstimmung im Deutschen Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehrmandates in Syrien habe ich mit Ja gestimmt, weil es politisch und humanitär sehr wichtig und notwendig ist, sich dort zu engagieren. …

weiter lesen der vorausgegangenen E-Mails auf der Internetseite von Helmut Käss (klick)

Duogynon – Der vertuschte Skandal

Contergan 2.0 –

so nennen Betroffene die Duogynon-Katastrophe: Tausende von Kindern erlitten in den 60er und 70er Jahren schwere Fehlbildungen durch hormonelle Schwangerschaftstests. Die von der Firma Schering vertriebenen Präparate führten zu Herzfehlern, fehlenden Gliedmaßen, Gaumenspalten und Nierenschäden. Bis heute steht eine Entschädigung aus und der neue Eigentümer und Verantwortliche – der BAYER-Konzern – vertuscht wo er kann, behindert Aufklärung und Entschädigung.Und das obwohl längst an die Öffentlichkeit gelangte: Schering-Forscher warnten viele Jahre vor den gefährlichen Nebenwirkungen.

Am Montag den 28.11. wird ein großer ARD Bericht ausgestrahlt: „Der vertuschte Skandal“.
Am 29.11.2016 wird in Berlin am Brandenburger Tor von 14 – 16 Uhr eine kleine Demo mit Presse, Politikern und Betroffenen stattfinden.
Prominente wie Nina Hagen haben ihre Teilnahme angekündigt.

Bunte und zahlreiche Unterstützung wird benötigt!

Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. (CBG)


Die CBG praktisch und finanziell unterstützen!

Seit 2013 sind 400 neue Mitglieder zu uns gestoßen, die uns finanziell und praktisch unterstützen, doch leider reicht es nicht. Ständig fehlt es uns an den nötigsten Mitteln.
Wenn Du unsere Arbeit praktisch (durch Übersetzungen, Flyerverteilungen, Organisation von Veranstaltungen) stärken willst, dann melde dich hier (klick öffnet E-Mail-Fenster).
Wenn du uns finanziell unterstützen kannst, dann sei dir versichert: Jeder Euro hilft und fließt direkt in unsere Arbeit!

weiterer Sendetermine

  • Bayerischer Rundfunk: Mittwoch, 30.11. 22:00 – 22:45 Uhr
  • Tagesschau24: Samstag, 03.12.16 14:15 – 15:00 Uhr

Das Kapital im Radio

Karl-Marx-Foro von John Jabez Edwin Mayall
Karl-Marx-Foro von John Jabez Edwin Mayall

1867 – vor 150 Jahren – erschien der erste Band des Kapitals „Kritik der politischen Ökonomie“. Aus diesem Anlass hat der Deutschlandfunk eine sechsteilige Sendereihe begonnen, in der “ die aktuelle Brauchbarkeit von ‚Das Kapital'“ behandelt wird. Der Deutschlandfunk charakterisiert die Sendereihe mit den Worten:

„Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche – die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das ‚Ende des Kapitalismus‘ werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, ‚Das Kapital‘ noch einmal gründlich zu lesen.
Sechs Autoren – Soziologen, Publizisten, Politiker, Philosophen – haben das für den Deutschlandfunk getan. Ausgehend von jeweils einem Kapitel des Werkes ziehen sie in ‚Essay und Diskurs‘ Linien in die Gegenwart und denken über Aktualität und Grenzen der Marxschen Theorie nach – nicht marxologisch, nicht akademisch, sondern um ihre Brauchbarkeit zu untersuchen, und das durchaus subjektiv, essayistisch und mit Gegenwartsbeobachtungen durchsetzt. Ihren Blick richten sie auf die politischen Möglichkeiten der Gegenwart, denn darauf, so Marx, kommt es an: die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern.“

Die Sendetermine und Themen waren bzw. sind:

13.11.2016: Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie (klick)

20.11.2016; : Das Verhältnis von Kapitalismus und Gewalt (klick)

27.11.2016; 9:30: Entfremdung im Kapitalismus (klick)

4.12.2016; 9:30: Der Niedergang des Kapitalismus (klick)

11.12.2016; 9:30: Sahra Wagenknecht über das Ende des Kapitalimus (klick)

18.12.2016; 9:30: Kooperation als Quelle des Reichtums (klick)

Unter den obigen Links können auch die Manuskripte zur Sendung nachgelesen werden.

 

Thank you for calling

Am 15.9.2016 startet in Deutschland der Kinofilm
„Thank you for calling“ (klick zur Webseite).

Mobiltelefonie hat sich weltweit in kürzester Zeit als unersetzliche Kommunikationstechnologie durchgesetzt. Ähnlich wie beim Rauchen können sich mögliche fatale Folgen jedoch erst nach Jahrzehnten der konstant erhöhten Strahlungseinwirkung zeigen.
Die Dokumentation THANK YOU FOR CALLING von Klaus Scheidsteger führt den Zuschauer hinter die Kulissen der internationalen Forschung, des Industrie-Lobbyismus sowie aktuell laufender Schadensersatz-Prozesse in den USA, die medial weitgehend unbeachtet bleiben. Der Film zeichnet Verschleierungstaktiken der Mobilfunkindustrie nach und begleitet den Kampf einiger Wissenschaftler, die seit Jahren auf diesem Gebiet forschen, aber erst seit kurzem wirklich Gehör finden.
Ziel dieses Doku-Krimis ist es, dass sich die weltweit über fünf Milliarden Handynutzer ein eigenes, objektives Bild der aktuellen Forschungslage machen können, das nicht von der Industrie gefärbt ist. Die Deutschlandpremiere findet am 31. Juli 2016 auf dem 10. Fünf Seen Filmfestival statt. Bundesweiter Kinostart ist am 15. September 2016.

THANK YOU FOR CALLING geht nicht nur ernsthaften Hinweisen auf mögliche Gesundheitsrisiken nach, sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist. Anhand von Fakten, Insidern und spannenden Protagonisten rekonstruiert der Film eine groß angelegte Strategie der Mobilfunkindustrie. Wie das Beispiel der Autoindustrie einmal mehr gezeigt hat, sind große Branchen nicht daran interessiert, objektive Messergebnisse ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Das wird politisch immer dort toleriert, wo es um Milliarden an Umsatz und viele Zehntausende Arbeitsplätze geht. Doch die Untersuchungen von renommierten Strahlenforschern zeigen: Durch Handystrahlung kann es unter bestimmten Umständen bei bestimmten Personen zu Zelltod und Genschädigung kommen.

In den USA laufen derzeit mehrere Schadenersatzklagen gegen die Mobilfunkindustrie, die vom Washington D.C. Superior Court zu einer Sammelklage zusammengefasst wurden. Gehirntumorpatienten wollen beweisen, dass die Strahlungseinwirkung der Handynutzung für ihre Erkrankung mitverantwortlich ist. Der Dokumentarfilmer Klaus Scheidsteger begibt sich auf eine umfangreiche Recherchereise, an der er die Zuschauer in einer Mischung aus TV-Archivmaterial, nachgestellten Szenen und Originalbegegnungen teilhaben lässt.
„Thank you for calling“ weiterlesen

Wer mehr verdient, lebt meist umweltschädlicher

Pressemitteilung des Umweltbundesamtes (klick)

Wer mehr Geld hat, verbraucht meist mehr Energie und Ressourcen –

Grafik Gesamtenergieverbrauch pro Kopf nach Einkommensklassenund zwar unabhängig davon, ob sich jemand als umweltbewusst einschätzt oder nicht. Das zeigt eine neue Studie des Umweltbundesamts (UBA). UBA-Präsidentin Maria Krautzberger:

„Mehr Einkommen fließt allzu oft in schwerere Autos, größere Wohnungen und häufigere Flugreisen – auch wenn die Menschen sich ansonsten im Alltag umweltbewusst verhalten. Aber gerade diese ‚Big Points‘ beeinflussen die Ökobilanz des Menschen am stärksten. Der Kauf von Bio-Lebensmitteln oder eine gute Mülltrennung wiegen das nicht auf.“

Die „Umweltbewussten“ besitzen zwar mehr energieeffiziente Haushaltsgeräte, kaufen mehr Bio-Produkte und essen oft weniger Fleisch. Außerdem stimmen sie umweltpolitischen Maßnahmen eher zu als weniger umweltbewusste Menschen. Aber: Andere Aspekte ihres (nicht-) nachhaltigen Konsums wie Fernreisen werden häufig von ihnen unterschätzt oder bei der Bewertung des eigenen Verhaltens nicht berücksichtigt, so dass sie in Summe deutlich mehr CO2-Ausstoß verursachen als Menschen mit niedrigerem Einkommen.

Die Studie zeigt aber auch: Höheres Einkommen und hohes Umweltbewusstsein können durchaus auch zu einer guten Ökobilanz führen. Ein Beispiel hierfür ist die Gruppe der „Bewussten Durchschnittsverbraucher“, die neben anderen Energieverbrauchstypen in der Studie identifiziert wurde. Hier gehen höheres Einkommen und höheres Umweltbewusstsein tatsächlich auch mit einem durchschnittlichen bis niedrigeren Gesamtenergieverbrauch einher. Dies liegt daran, dass diese Personen bei den Big Points entsprechend umweltfreundliche Verhaltensmuster an den Tag legen. Ein großes Potenzial, Klima (klick) und Ressourcen zu schonen, liegt in Maßnahmen wie energetischer Sanierung in Gebäuden und Quartieren, dem Kauf von Autos mit geringem CO2-Wert, Car-Sharing oder einem geringeren Fleischkonsum. Aber auch mit Investitionen in erneuerbare Energien und freiwilligen Kompensationszahlungen für Fernflüge können Verbraucherinnen und Verbraucher tonnenweise CO2 einsparen.

Mit der vorliegenden Studie wurde erstmals ein repräsentativer Datensatz für Deutschland geschaffen, der beim Konsum anfallende Ressourcen- und Energieverbräuche sowie den CO2-Ausstoß über Konsumfelder und gesellschaftliche Gruppen hinweg analysiert. Insbesondere die Rolle des Einkommens als wichtiger Einflussfaktor für den Umweltverbrauch durch Konsum wurde umfassend belegt.

Download der Studie (klick)