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AKWs sind unverantwortlich – darum Konsequenzen ziehen

Eine Beinahe – Katastrophe im schwedischen Atomreaktor Forsmark I und der 91. Defekt im AKW Temelin sprechen eine deutliche Sprache. Dazu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Linken. im Bundestag, Eva Bulling-Schröter:

Wenn der ehemalige Chef der Konstruktionsabteilung des schwedischen Vattenfall – Konzerns davon spricht, dass Europa haarscharf an einem neuen Tschernobyl vorbeigeschlittert ist, dann sollten dies die KollegInnen der Koalition ernst nehmen. Wie den Medien zu entnehmen war, hatte die Herstellerfirma der Generatoren des schwedischen Atomreaktors bereits seit den Neunziger Jahren von der „Konstruktionsschwäche“ gewusst und dieses Wissen nicht bzw. erst nach einem Zwischenfall in einem deutschen AKW weitergegeben.
Dies lässt sehr an der Glaubwürdigkeit der Herstellerfirmen zweifeln. Vor der Inbetriebnahme des AKWs Temelin wurde von vielen Seiten immer wieder gewarnt. 91 Störfälle sprechen eine Sprache, die in ihrer Deutlichkeit nicht mehr übertroffen werden kann.
Für uns kann das nur heißen: Statt über weitere Laufzeiten zu phantasieren ist eine Beschleunigung des Ausstiegs aus der Atomenergie dringend notwendig. Regenerative Energien sind sicher, erwärmen keine Flüsse und sparen Recourcen ein – also die Energie der Zukunft.