| Stellungnahme
des Koordinierungsrates der Ökologischen Plattform bei der LINKEN
zum Koalitionsvertrag des Landes Brandenburg zwischen SPD und LINKEN.
Der Koordinierungsrat der Plattform stellt enttäuscht und mit
großem Bedauern fest, daß wichtige Wahlziele der LINKEN
in Brandenburg in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD nicht konsequent
durchgesetzt werden konnten.
Die klaren energiepolitischen Positionen
- Keine Vorbereitung von
Kohlendioxidlagerstätten in Brandenburg
- Keine neuen Tagebaue
- Keine Abbaggerung von weiteren Dörfern.
- Mittelfristiger Ausstieg
aus der Kohleverstromung
haben der LINKEN zu ihrem Wahlerfolg verholfen, weil viele Menschen
in Brandenburg große Hoffnungen in diese Haltung der LINKEN gesetzt
haben. Sie fanden die Zustimmung und Unterstützung aller ökologisch
bewußten Menschen, so auch der MitstreiterInnen der Ökologischen
Plattform. Sie befanden sich darüber hinaus auch in Übereinstimmung
mit den im Bundestagswahlprogramm der LINKEN beschlossenen energiepolitischen
Zielen. Ein Abrücken davon muß daher von Vielen als Wahlbetrug
wahrgenommen werden, dessen Fol-gen die LINKE - nicht nur in Brandenburg
- bei nächsten Wahlen zu spüren bekommen wird.
Im Unterschied zu Vorstand und Fraktion in Brandenburg sehen wir durchaus
auch die Gefahr, daß auf der Grundlage dieses Koalitionsvertrages
bei nicht konsequenter Politik im Sinne der mittelfristigen Ziele der
LINKEN deren Aufweichung eingeleitet wird. Offensichtlich hatten
bei der Verhandlungsgruppe eingegangene dringende Bitten um Nachverhandlungen
keinen Erfolg.
Deshalb fordern wir, daß die LINKE in Brandenburg in
ihrer Regierungsfunktion klare Zeichen in Richtung Einhaltung ihrer
Wahlversprechen setzt:
Genehmigungen der zuständigen Ministerien sind nur in diesem
Sinne zu erteilen, so z.B., daß zukünftig Investitionen
nur noch in den Ausbau der erneuerbaren Energie aber nicht mehr in
die Kohleverstromung gestattet werden. Insbesondere erwarten wir, daß alles
dafür getan wird, die Erkundung von Möglichkeiten für
die Speicherung von Kohlendioxid und die Erschließung entsprechender
Lagerstätten zu verhindern. Die Ökologische Plattform lehnt
diese Technologie wegen der tödlichen langfristigen Gefahren für
die Bevölkerung durch unbeabsichtigte Freisetzungen entschieden
ab.
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