| Eine
starke Linke für eine andere, bessere Politik
Beschluss des 1. Parteitages der Partei DIE LINKE am 24. und 25. Mai
2008 in Cottbus
Die umweltpolitischen Passagen
Die neue LINKE setzt sich ein für das weltweit gleiche Recht aller
Menschen auf Entwicklung und Wohlstand, für globale Kooperation
statt neoimperialistischer Konkurrenz im Umgang mit den natürlichen
Ressourcen, dem Klimawandel und seinen Folgen.
[...]
Wir wollen eine Energie- und Klimapolitik, die ökologische, ökonomische
und soziale Nachhaltigkeit verbindet, die nicht zu neuen sozialen Schieflagen
und Ausgrenzungsprozessen führt und global das Recht aller Menschen
auf die gleiche Wohlstandsentwicklung respektiert. Wir setzen auf Energieeinsparung,
Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger, nachhaltige Technologien
und eine möglichst dezentrale Energieversorgung. Wir wollen den
schnellstmöglichen Atomausstieg. Die Abhängigkeit von fossilen
Brennstoffen muss überwunden werden. Den Bau neuer Kohlekraftwerke
lehnen wir ab. Wir fordern eine ergebnisoffene Suche nach einem geeigneten
Endlagerstandort, die Aufgabe der Standorte Gorleben und Konrad, einen
ernsthaften Optionen-Vergleich für das Atommüll-Lager Asse
II und die Einstellung der Castor-Transporte bis zur Inbetriebnahme
eines Endlagers für hoch radioaktive Abfälle. Diese Transporte
sind nur unter massiver Verletzung von Grundrechten durchführbar.
Eine andere Energiepolitik kann nicht den Energieriesen überlassen
werden. Deshalb treten wir für eine Rekommunalisierung der Energieversorgung
und eine Übernahme der Energienetze in die öffentliche Hand
ein. Wir wollen der Zerstörung unseres natürlichen Lebensraumes
Einhalt gebieten. Dazu brauchen wir konsequente öffentliche Vorgaben
und große Investitionen in den ökologischen Umbau der Infrastruktur.
Die Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technologiepolitik, die Struktur-
und Regionalpolitik müssen auf den ökologischen Umbau von
Wirtschaft und Gesellschaft orientiert werden. Aufklärung, Bildung
und Verhaltensänderung sind nötig.
[...]
Für Umweltschutz und ökologischen Umbau, insbesondere für
Investitionen in Energieeinsparung und erneuerbare Energieträger,
die Erneuerung der Abwasserentsorgung und Verkehrsinvestitionen, sind
15 Milliarden Euro jährlich erforderlich. Darüber hinaus
sind weitere Investitionen in kommunale Infrastruktur und Daseinsvorsorge
notwendig.
[...]
Die neuen Grundsatzprogramme von CDU und SPD geben vor, sich den neuen
Herausforderungen des globalen Kapitalismus und der ökologischen
Katastrophen zu stellen. Letztlich bleiben sie aber bei Antworten,
die die Befriedigung der Rendite-Erwartungen des Finanzmarktkapitalismus
zum Schlüssel für alle anderen Problemlösungen machen:
Nur wenn die Wünsche global agierender Unternehmen und Anleger
erfüllt würden, könnte auch etwas für Arbeitsplätze, Ökologie
und globale Wohlfahrt abfallen.
Die umweltpolitischen Verbesserungen im Leitantrag wurden erreicht
durch die unterstehenden zwei Anträge von Johanna Voß u.
a. Delegierte aus Niedersachsen.
Antrag an die 1. Tagung des 1. Parteitags der Partei DIE LINKE am 24./25.5.2008
in Cottbus
Änderungsantrag zum Leitantrag L.1. Seite 34 Zeilen 66 – 86
Antragstellerin: Johanna Voß u. a. Delegierte aus Niedersachsen
Der Parteitag möge beschließen:
Die Zeilen im Leitantrag L.1. Seite 34 Zeilen 66 – 86 zu streichen
und so zu ersetzen:
Wir wollen eine Energie- und Klimapolitik, die ökologische, ökonomische
und soziale Nachhaltigkeit verbindet, die nicht zu neuen sozialen Schieflagen
und Ausgrenzungsprozessen führt und global das Recht aller Menschen
auf die gleiche Wohlstandsentwicklung respektiert. Wir setzen auf Energieeinsparung,
Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger, nachhaltige Technologien
und eine möglichst dezentrale Energieversorgung. Wir wollen den
schnellstmöglichen Atomausstieg. Die Abhängigkeit von fossilen
Brennstoffen muss überwunden werden. Den Bau neuer Kohlekraftwerke
lehnen wir ab. Wir fordern eine ergebnisoffene Suche nach einem
geeigneten Endlagerstandort, die Aufgabe der Standorte Gorleben und
Konrad, einen ernsthaften Optionen-Vergleich für das Atommüll-Lager
Asse II und die Einstellung der Castor-Transporte bis zur Inbetriebnahme
eines Endlagers für hoch radioaktive Abfälle. Diese Transporte
sind nur unter massiver Verletzung von Grundrechten durchführbar.
Eine andere Energiepolitik kann nicht den Energieriesen überlassen
werden. Deshalb treten wir für eine Rekommunalisierung der Energieversorgung
und eine Übernahme der Energienetze in die öffentliche Hand
ein. Wir wollen der Zerstörung unseres natürlichen Lebensraumes
Einhalt gebieten. Dazu brauchen wir konsequente öffentliche
Vorgaben und große Investitionen in den ökologischen Umbau
der Infrastruktur. Die Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technologiepolitik,
die Struktur- und Regionalpolitik müssen auf den ökologischen
Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft orientiert werden. Aufklärung,
Bildung und Verhaltensänderung sind nötig.
Antrag an die 1. Tagung des 1. Parteitags der Partei DIE LINKE am
24./25.5.2008 in Cottbus
Änderungsantrag zum Leitantrag L.1. Seite 34 Zeilen hinter Zeile
86 und vor Zeile 87 als eigenen Absatz
Antragstellerin: Johanna Voß u. a. Delegierte aus Niedersachsen
Der Parteitag möge beschließen:
Hinter Zeile 86 und vor Zeile 87 als eigenen Absatz einzufügen:
Wir wollen gesunde Lebensmittel für alle. DIE LINKE unterstützt
regionale Wirtschaftskreisläufe, die bäuerliche Betriebe
und die biologische Landwirtschaft unterstützen. Biologisch hochwertige
Nahrung muss für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich
werden - z.B. durch Direktvermarktung unter Ausschaltung der Handelsketten.
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