Meldepflichtige Vorgänge und Brand in der Brennelementefabrik Lingen: LINKE fordert sofortige Stilllegung

Nach den jüngsten Vorkommnissen in der Brennelementefabrik in Lingen fordert der münsterländische Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) erneut die sofortige Stilllegung der Anlage: „Es wird höchste Zeit, dass die Uranfabrik in Lingen endlich in den deutschen Atomausstieg einbezogen wird.“

Nach den jüngsten Vorkommnissen in der Brennelementefabrik in Lingen fordert der münsterländische Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (DIE LINKE) erneut die sofortige Stilllegung der Anlage:

„Es wird höchste Zeit, dass die Uranfabrik in Lingen endlich in den deutschen Atomausstieg einbezogen wird.“

Für die Sitzung des Umweltausschusses des Bundestags am kommenden Mittwoch hat DIE LINKE einen Bericht der Bundesregierung angefordert. Zdebel weiter:

„In Lingen hat es am Donnerstag in der Brennelementefabrik gebrannt. Glücklicherweise ist niemand verletzt worden. Die Ursache des Brandes, der einen Großeinsatz mit 150 Feuerwehrleuten ausgelöst hat, ist noch nicht bekannt. In der Anlage in Lingen kommt es immer wieder zu Pannen und Störfällen. Allein im vergangenen Monat hat es vor dem gestrigen Brand erneut zwei meldepflichtige Vorgänge gegeben.

Die Atomfabrik der Framatome-Tochter Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF)  in Lingen ist keine Schokoladenfabrik. Sie produziert Uran-Brennelemente für Atomkraftwerke und beliefert u.a. die belgischen Schrottreaktoren in Tihange und Doel.

Es wird höchste Zeit, dass die Uranfabrik in Lingen endlich in den deutschen Atomausstieg einbezogen wird. Gleiches gilt für die Urananreicherungsanlage in Gronau. Beide produzieren Nuklearbrennstoff und sorgen dafür, dass weltweit AKWs weiterlaufen und somit neben Atomstrom auch Super-GAU-Risiken und hochradioaktiven Atommüll erzeugen. Dass eine Stilllegung dieser Uranfabriken möglich ist, haben Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums gezeigt. Das muss nun auch endlich umgesetzt werden.“