Jeder Tropfen zählt

… Stadt für Stadt, Kommune für Kommune…

Maude Barlow, Trägerin des alternativen Nobelpreises stellt ihr Projekt
„Blue Community“ vor. Kann diese internationale Wasserinitiative auch für Berlin sinnvoll sein?

29. März 2017, 18-20 Uhr

in Saal 376 des Berliner Abgeordnetenhauses Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin

Bereits 1995 prophezeite der Vizepräsident der Weltbank, Ismail Seralgeldin, dass die Kriege des 21. Jahrhunderts nicht um Öl, sondern um Wasser geführt würden. Um der Not und den Konflikten um Wasser zu begegnen, haben die Vereinten Nationen 2010 Wasser zum Menschenrecht erklärt. Maßgeblich daran beteiligt war die damalige Sonderbeauftragte der UN-Vollversammlung für Wasser, Maude Barlow (klick). Für ihr Engagement als „Water Warrior“ wurde ihr bereits 2005 der alternative Nobelpreis verliehen.

Heute führt Barlow als Vorstandsvorsitzende des Council of Canadians, der größten zivilgesellschaftlichen Vereinigung Kanadas, die Initiative Blue Community an. Mit ihr verpflichten sich Städte, Gemeinden und Organisationen zu den Grundsätzen der Anerkennung von Wasser als Menschenrecht, des Erhalts des Wassers als öffentlichem Gut und der Bereitstellung von gutem Leitungswasser an Stelle von Flaschenwasser. Bern, Paris und die Wasserbetriebe von Thessaloniki sind bereits ebenso wie der Weltkirchenrat Teil des Projektes geworden. Kann und soll auch Berlin Blue Community werden? Dieser Frage wollen wir im Rahmen einer Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion nachgehen, zu der wir Sie herzlich einladen. Maude Barlow wird dabei das Projekt Blue Community vorstellen und im Anschluss in eine Diskussion eintreten mit Jens Feddern, dem Leiter Wasserversorgung der Berliner Wasserbetriebe, Dorothea Härlin vom Berliner Wassertisch sowie den Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD), Silke Gebel (Bündnis 90/Die Grünen) und Marion Platta (Die Linke). Darüber hinaus haben sich auch Vertreterinnen und Vertreter von ver.di, AöW, der Verein a tip:tap und Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) angekündigt.

Durch den Abend führen wird das ehemalige Mitglied des Abgeordnetenhauses Heidi Kosche.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird es einen kleinen Empfang geben. Um Voranmeldung wird gebeten unter: buero.gebel@gruene-fraktion-berlin.de
Daniel Buchholz, SPD-Fraktion
Silke Gebel, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Marion Platta, Fraktion Die Linke

Friede den Hütten

2. Mietenpolitischer Ratschlag

wann?

28. November 2015

wo?

Frankfurt am Main, Saalbau Gallus, Frankenallee 111

Mit Norma Brecht (Netzwerk Stadt für Alle Leipzig), Tashyla Endres (Berliner Mietenvolksentscheid), Karl-Heinz Gerigk (alias Kalle für Alle aus Köln), Andrej Holm (Humboldt Universität zu Berlin), Moritz Krawinkel (Philosophicum Offenbach), Knuth Unger (Mieterforum Ruhr), sowie Caren Lay (MdB), Janine Wissler (MdL), Heidrun Bluhm (MdB) und Hermann Schaus (MdL) und weiteren linken Landtags- und Bundestagsabgeordneten.

Die Wohnungsnot in Deutschland ist systemgemacht. Privatisierung und die Öffnung des Wohnungsmarktes für internationale Finanzinvestoren einerseits, Verarmung der Kommunen und Aushebelung des Mietrechts andererseits sind die hauptsächlichen Ursachen für steigende Mieten, Wohnungsnot und Zwangsräumungen. Die kürzlich vom Bundestag beschlossene Mietpreisbremse wird an diesem System und dessen Folgen nichts ändern.

Die Herrschenden sind nicht Willens, steigenden Mieten und Verdrängung eine wirksame Politik entgegenzusetzen. Doch es muss nichts bleiben wie es ist. Wo die Politik versagt, nehmen Bürgerinnen und Bürger das Heft des Handelns zunehmend selber in die Hand. Bundesweit entstehen Initiativen für lebenswerte Städte und bezahlbares Wohnen, gegen Privatisierung und Wohnungsspekulation.

DIE LINKE. im Bundestag und im Hessischen Landtag laden ein zum zweiten bundesweiten Mietenpolitischen Ratschlag – ein Treffen linker Parlamentarier/innen mit außerparlamentarischen Initiativen gegen den Mietenwahn und fortschreitende Gentrifizierung – Friede den Hütten!

Notiert Euch den Termin.
Das Programm und Hinweise zur Anmeldung folgen in den kommenden Wochen.

Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefax +4930/227-56544

veranstaltung@linksfraktion.de (klick für neue E-Mail)
http://www.linksfraktion.de (klick)

Ohne Rast. Ohne Eile.

Am 3.9.2015 um 20.00 Uhr hat der Dokumentarfilm „Ohne Rast. Ohne Eile.“ seine bundesdeutsche Kinopremiere im Berliner Kino ACUD (klick) und läuft in weiteren Kinos in Berlin und in der Bundesrepublik bislang bis in den November hinein.

„Ohne Rast. Ohne Eile.“ erzählt vom erfolgreichen Widerstand indigener Gemeinden im Norden Argentiniens gegen Konzerne wie MONSANTO.

Der Konflikt dreht sich um das Eigentum an dem kargen Land der Region Santiago del Estero, das seit Jahrhunderten als Gemeineigentum die indigenen Bauerngemeinden ernährt und ein begehrtes Spekulationsobjekt geworden ist – seit genmodifiziertes Saatgut und chemischer Dünger auch in dieser Region den großflächigen Anbau von Futter-Soja rentabel gemacht haben.


Wieder einmal sollen die Indigenen weichen, Platz machen für die Interessen des Kapitals. Doch es geschieht das völlig Unerwartete: Die indigenen Gemeinden besiegen die übermächtigen Konzerne und vernetzen sich mit linken ländlichen und städtischen Gruppen in der ganzen Welt. Und nun, da die Schwachen stark geworden sind, erheben sie sich für ganz neue Ziele: Die Bewegung beginnt damit, in ihren Territorien die für sie nutzlose kapitalistische Staatsgewalt durch eigene egalitäre Strukturen zu ersetzen. Die Indigenen sorgen nun selbst für Strom, Brunnen, Grundschulen, Oberschulen und sie errichten eine indigene Universität, die das Lernen und Lehren neu erfindet.

„Ohne Rast. Ohne Eile.“ erzählt eine Geschichte, die viele tausend Kilometer entfernt ist von den sozialpolitischen Kämpfen dieses Europas – und könnte diesen Kämpfen zugleich kaum näher sein. Denn die Gründe für den politischen und wirtschaftlichen Erfolg der Bauerngemeinden liegen in der schrittweisen Überwindung zweier gegensätzlicher linker Kinderkrankheiten: Beliebigkeit auf der einen Seite und Dogmatismus auf der anderen. Oder wie es Ángel Strapazzón, der Koordinator der ersten indigenen Universität der Bewegung, im Film sehr nachdenklich sagt: „Die linken Parteien Europas? Man muss mit denen unbedingt sprechen. Sie könnten vielleicht von uns lernen.“

Die Produktion des Filmes wurde von zwei MdBs der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, zwei Abgeordneten der LINKEN im sächsischen Landesparlament, der RLS in Berlin und in Mecklenburg Vorpommern und von unserer Fraktion im Europaparlament unterstützt. Eine Liste aller Menschen, die das Projekt getragen haben findet sich hier unter dem Trailer des Filmes in den Credits: http://www.kameradisten.org/trailer-ansehen-ohne-rast-und-ohne-eile/

“Ohne Rast. Ohne Eile.” wird im “Schwarmverleih” verbreitet. Das bedeutet, Jede(r) kann ihn anderen Menschen zeigen, z.B. anlässlich politischer Veranstaltungen. Das Konzept des „Schwarmverleihs“ wird hier übersichtlich erläutert: http://www.kameradisten.org/faq-fuer-veranstalterinnen/

Wir freuen uns daher, wenn ihr diese Ankündigung regional bekannt macht, z.B. in der regionalen Parteizeitung und im Internet oder in den sozialen Netzwerken. Leitet diese Mail gerne weiter an Menschen, die Interesse an der Sache haben, gerne auch an lokale Film-Festivals bei euch vor Ort oder an Gruppen, die zum Thema Lateinamerika oder zum Thema „Eine Welt“ arbeiten.

Und wir freuen uns natürlich auch sehr darüber, wenn auch ihr den Film bei euch zeigt, z.B. anlässlich eines öffentlichen Kulturabends oder in einer Filmreihe vor Ort. Schreibt uns dazu einfach eine Mail und wir senden euch alles Nötige (Film, Promotionmaterial) in einem Download-Link. Wenn ihr selbst keinen Eintritt für die Vorführung nehmt, ist die Vorführungslizenz für euch kostenfrei.
Feststehende Kino-Termine für die Bundesrepublik werden hier ständig aktualisiert: http://www.kameradisten.org/kinos-festivals/

Solidarische Grüße aus Berlin,

Mark Wagner von den ….
http://kameradisten.org

 

 

Zehnte Ökofilmtour im Land Brandenburg

Seit 14.1.2015 findet bereits die zehnte Ökofilmtour im Land Brandenburg statt. Es ist ein dezentrales Filmfestival, organisiert vom Potsdamer Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz (FÖN) e. V.

Die Veranstaltungsorte verteilen sich über ganz Brandenburg und das ganze Alphabet – von Altruppin bis Zollbrücke.

In drei Monaten werden fünf Kurzfilme, 45 Filme und außerhalb des Wettbewerbs die rbb-Dokumentation „OZON unterwegs: Fleisch vom Fließband – Massentierhaltung und ihre Folgen“ gezeigt.

Terminplan

Im Rahmen des Festivals findet am 11.2.2015 in Potsdam die Premiere statt von

Wer rettet wen?
Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer SicherheitEs ist ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, produziert von Kern Filmproduktion GmbH, Hamburg

Kurzinhalt

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht. Für große Banken ist die Finanzkrise vor allem ein Geschäftsmodell. Und die ständig „verstimmten“ und „enttäuschten“ Finanzmärkte scheinen ein besonderes Wesen zu sein, das bei Laune gehalten werden muss.

Wer rettet also wen? Die Reichen die Armen? Die Politiker die Banken? Die Rettungsschirme Europa? Oder die Steuerzahler einige wenige Individuen?

Nach WATER MAKES MONEY und BAHN UNTER DEM HAMMER wirft auch der neue Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz einen Blick von unten auf die Probleme, die uns alle angehen. Am 11. Februar 2015 soll der Film in mindestens 150 europäischen Städten gleichzeitig zu sehen sein – und ein Tag später ist dann regulärerKinostart.

 

„Water Makes Money“ – der Kampf geht weiter

Mitteilung des Umweltinstitutes München

Im Februar fand in Paris ein Prozess gegen den Film „Water Makes Money“ statt. Das Verfahren gegen den französischen Filmvertrieb und den Protagonisten Jean-Luc Touly entwickelte sich zu einem politischen Tribunal gegen die privaten Wasserkonzerne. Ausführlich berichteten der Angeklagte und zahlreiche Zeugen über die Machenschaften des Konzerns Veolia. Im abschließenden Plädoyer sah die Staatsanwältin keinen berechtigten Anlass mehr für eine Klage. In Kürze wird nun das Urteil erwartet.

Seit einigen Tagen ist jetzt aber die Homepage des Films „Water Makes Money“ gezielten Hackerangriffen ausgesetzt. Ein Erster konnte abgewehrt werden. Der zweite und dritte Angriff haben dann alle Webseiten zerstört. Die Hacker gingen dabei sehr professionell vor. Da drängt sich die Frage auf: Wer könnte ein Interesse daran haben, den Filmemachern zu schaden? Wem nützt es, die kritischen Informationen der Öffentlichkeit vorzuenthalten?

Wir sagen „jetzt erst recht“ und laden Sie anlässlich des „Tages des Wassers“ herzlich zur kostenlosen Filmvorführung von „Water Makes Money“ ein. Die Filmemacherin Leslie Franke wird im Anschluss über ihre Erfahrungen und den aktuellen Prozess berichten.

Termin: 22. März 2013, 17 Uhr
Ort: NEUES ROTTMANN Kino, Rottmannstraße 15, München, U Stiglmaierplatz
Diskutierende: Leslie Franke (Regisseurin „Water Makes Money“), Veolia (angefragt), Anja Sobczak (Referentin am Umweltinstitut München)


Aktueller Stand der Petition gegen die Privatisierung der Wasserversorgung (15.3.2013)

Bis zum September müssen 1 Mio. Unterschriften eingesammelt sein, um das Vorhaben zu stoppen.

Bis jetzt sind es bereits 1.262.334 Unterschriften! Wir machen weiter!

Wasser ist Menschenrecht

Wochenlang überhäuften Bürgerinnen und Bürger die Europaabgeordneten mit Post, um die Pläne zur europaweiten Privatisierung von Wasser zu verhindern (siehe hier). Ohne Erfolg. Eine Mehrheit der Abgeordneten aus Konservativen und Sozialdemokraten im federführenden Binnenmarktausschuss stimmte heute für die Richtlinie zur Vergabe von Konzessionen. DIE LINKE. im Europäischen Parlament lehnt diese ab.

Hierzu Thomas Händel (DIE LINKE), Mitglied im Ausschuss für Verbraucherschutz und Binnenmarkt:

„Es geht jetzt darum, die Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments zu gewinnen – damit das Allgemeingut Wasser weiter in öffentlicher Hand bleibt. Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht.“

Die Richtlinie zur Vergabe von Konzessionen erhöht den Druck zur europaweiten Ausschreibung von Konzessionen, zum Beispiel bei der städtischen Wasserversorgung erheblich. Dies betrifft insbesondere Stadtwerke und kommunale Zweckverbände.

Thomas Händel: „Bisher konnten Konzessionen mangels eines europäischen Rechtsrahmens auch direkt von der öffentlichen Hand vergeben werden. Dies möchte die Europäische Kommission ändern. Ab einer Auftragshöhe von 8 Mio. Euro wird eine europaweite Ausschreibung von Konzessionen Pflicht, auch bei einer Neuvergabe von bereits bestehenden Konzessionen.“ Zwar ließe dies auch die Bewerbung von städtischen Unternehmen zu – bewerben können sich allerdings auch große, europa- und weltweit tätige private Konzerne mit all ihren Möglichkeiten, so Händel.

Soziale Kriterien oder gar eine Tariftreue schreibe die Richtlinie entgegen unserer Forderungen nicht vor. „Da viele Gemeinden verschuldet sind, könnte das zu Druck zur Vergabe von Konzessionen und damit Liberalisierung und Privatisierung führen, den Preis zahlen die Arbeitnehmer durch Druck auf die Löhne und die Bürger durch explodierende Wasserpreise.“ so der Abgeordnete.

„Nach der heutigen Abstimmung im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz reiben sich Großkonzerne wie Nestlé bereits die Hände“, fügt die umweltpolitische Sprecherin der LINKEN im Europäischen Parlament, Sabine Wils, hinzu, „Wasser als Spekulationsobjekt wäre ein Milliardengeschäft. Im Privatisierungs- und Sparwahn der neoliberalen Regierenden in der EU wird Stück für Stück die allgemeine Daseinsvorsorge zum Privatgut multinationaler Konzerne, die nur Profitmaximierung im Sinn haben. Neben der Wasserversorgung geht es dabei auch um die Privatisierung von Post, Bahn und Transportgesellschaften.“

 

Petition gegen die Privatisierung der Wasserversorgung

Liebe Freundinnen und Freunde,

die EU-Kommission will den Markt für die Privatisierung der Wasserrecht freigeben. Monitor hat darüber am 13.12.2012 eine Sendung ausgestrahlt: Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will.

Wenn ihr wie ich gegen diese Privatisierung seid, dann unterschreibt bitte jetzt!
Bis Mitte Januar müssen 300.000 Unterschriften und bis Sept. 1 Mio. Unterschriften eingesammelt sein, um das Vorhaben zu stoppen.

Ziel der Rechtsvorschrift ist es, dass die EU-Zuständigen den Markt für eine Privatisierung der Wasserrechte öffnen. Portugal wurde bereits dazu gezwungen und muss jetzt den 4-fachen Wasserpreis bezahlen. Griechenland wird es nicht anders gehen. Privatisierung bedeutet, die öffentliche Hand kontrolliert nichts mehr, wir hängen von Konzernen wie Veolia ab, der Wasserpreis kann zukünftig vom Börsenkurs abhängen, Wasser könnte ein Exportschlager werden, die Qualität wird nicht mehr nach gängigen Richtlinien bestimmt. Bis Mitte Januar werden 1.000.000 Stimmen benötigt, damit die EU sich hierzu erklären muss.

Ercan Ayboga
17.1.2013

Der Wasser-Konzern Veolia klagt gegen den Film „Water Makes Money“. Es droht das Verbot des Films.

Angesichts des weltweiten Erfolges des Filmes „Water Makes Money“ hat der Konzern Veolia nicht den Versuch gewagt, frontal dagegen vorzugehen. Doch die französische Vertriebfirma La Mare aux Canards und der zentrale Protagonist des Films, der Veolia – Mitarbeiter Jean-Luc Touly, wurden verklagt.
Am 14.02.2013 beginnt um 13:30 der Prozess im Pariser Justizpalast.

Aus Solidarität zeigt ARTE den Film am Dienstag, 12.02.2013   um   22:00 Uhr1) und am 21.02.2013 um 13:55 Uhr.
Bitte sehen Sie sich den Film an, um zu verstehen,  welche kriminellen Vorhaben in der EU Kommission entwickelt werden. Das ARD-Magazin Monitorhat bereits am 13.12.2012 gezeigt: In der „Steering Group of the European Innovation Partnership on Water“ (Lenkungsgruppe zur Europäischen Erneuerung der Wasserpartnerschaft), in der fast alle privaten Wasserkonzerne der Welt vertreten sind, wurde ein Gesetz ausgearbeitet, das die leichtere Privatisierung ermöglichen soll: Ab einem Auftragsvolumen von 8 Mio. Euro wird die europaweite Ausschreibung von Konzessionen Pflicht. Soziale und Umweltbelange werden nicht berücksichtigt – ein Milliardengeschäft für Großkonzerne. Wenn Unternehmen der EU-Kommission die Hand beim Schreiben der Gesetze führen dürfen, ist das ein direkter Angriff auf die Demokratie.
Genau das wird im Film „Water Makes Money“ gezeigt.
Auf der Webseite http://www.watermakesmoney.com/ lesen wir:

„Derartige Verquickung von Öffentlichem und Privaten stellt der Film ‚Water Makes Money‚ in den vielen Varianten der Wirklichkeit dar. Nein, das ist nicht einfach Korruption, das ist „strukturelle Korruption“ auf Kosten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. An dieser Bewertung werden wir auf jeden Fall festhalten!“

Jean-Luc Touly ist ein Whistleblower, der schon mehrere Prozesse mit seinem Arbeitgeber erfolgreich geführt hat.
Veolia klagt in dem Prozess gegen seine Behauptung, der Konzern habe ihm eine Million Euro geboten, und gegen die seiner Meinung nach verleumderische Verwendung des Begriffes „Korruption„.
Nicht die im Film gezeigten Fakten werden bestritten, nur „Korruption“ hätte man sie nicht nennen dürfen!

Angeblich will Veolia den Film nicht verbieten. Vielleicht. Nur, falls Veolia den Prozess gewinnen sollte, wird der Konzern erfolgreich die Filmstellen zensieren lassen, die er im Prozess bestreitet.

Bitte, lesen Sie hier weiter, wie die Macher des Filmes unterstützt werden können.


nächster Termin

Film und Diskussion: Water makes money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen
18. Feb. 2013, 19-21 Uhr, Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29 Rgb., München:


Angesichts derartiger Angriffe auf unser Gemeinwesen und die Demokratie fragt mensch sich, was dagegen zu tun ist?

Natürlich helfen Massenproteste.  Das hat der Protest gegen neue Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Kartoffeln gezeigt. Allerdings hatte die „Petition gegen die Privatisierung der Wasserversorgung“ noch keine Wirkung.
Doch letztendlich geht es um’s Geld. Wenn der Profit in Gefahr ist, sind die Unternehmen sehr schnell bereit, einzulenken. Bei Veolia ist das aber nicht ganz einfach, weil die Geschäftsbereiche so ausgerichtet sind, dass z.B. Boykottentscheidungen Einzelner eine geringe Wirkung haben: Veolia hat vor allem Verträge mit Kommunen, die in erster Linie meist den billigsten Anbieter nehmen (müssen) sowie mit Unternehmen.
Wikipedia:

„Veolia ist als Dienstleister für Kommunen in öffentlich-privaten Partnerschaften und für die Industrie tätig.“

Die Geschäftsbereiche sind

  • Veolia Transdev, in Deutschland: Veolia Verkehr ist „der führende private Nahverkehrsanbieter in Deutschland. Das Unternehmen ist an 33 Verkehrsbetrieben beteiligt…. Mit rund 300 Regionalzügen sind bundesweit neun Veolia-Verkehr-Tochterunternehmen sowie Beteiligungsgesellschaften auf insgesamt 48 Strecken unterwegs… Mit dem InterConnex betreibt Veolia Verkehr den bislang einzigen privaten Fernverkehrszug in Deutschland. Als preiswerte Alternative verbindet der InterConnex zweimal täglich Berlin und Leipzig sowie einmal täglich Berlin und Rostock/Warnemünde.“ (Selbstdarstellung)
  • Veolia Umweltservice bietet Entsorgungsdienstleistungen, Industrie-Reinigung, Rohr- und Kanalservice, Gebäude- und Industrie-Service sowie Technischen Service an.
  • Veolia Water, in Deutschland: Veolia Wasser; „Zur Veolia Wasser-Gruppe gehören das Tochterunternehmen OEWA in Leipzig sowie Beteiligungen an den Berliner Wasserbetrieben, der MIDEWA in Merseburg, der MHWA mit Sitz in Neu-Isenburg sowie an der OTWA in Gera.“ (Selbstdarstellung)
    Die Beteiligung an den Berliner Wasserbetrieben, dem größten deutschen Wasserwirtschaftsunternehmen, beträgt 24,9%. Während sich RWE bald nach dem erfolgreichen Volksentscheid in Berlin bereit erklärte, seine Anteile an die Stadt zurückzugeben, sträubte sich Veolia mit allen Mitteln – bis die Konditionen schließlich doch lukrativ genug waren: Der Rückkauf soll sich aus den überhöhten Wasserpreisen selbst tragen, das heißt faktisch: Die Stadt zahlt RWE den entgangenen Gewinn, ohne dass RWE weiterhin die Betriebskosten hat. So eine öffentlich-private „Partnerschaft“ ist für Unternehmen natürlich lukrativ.2)

Der verstärkte Kampf um die Rekommunalisierung der privatisierten Betriebe ist die richtige Antwort auf die Klage von Veolia gegen den Film „Water Makes Money“.


1) Themenabend: „Die Macht der Lobbyisten“

In Brüssel gibt es etwa 15.000 Lobbyisten, die hoffen, die Europa-Politiker in ihrem Sinne beeinflussen zu können. Auf der anderen Seite kämpfen Aktivisten für mehr Transparenz in der europäischen Politik. ARTE zeigt an diesem Themenabend den Dokumentarfilm „The Brussels Business – Wer steuert eigentlich die Europäische Union?“ und die Reportage „Im Vorzimmer der Macht“.
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2) Es ist nicht bewiesen, dass die Verwässerung der Wasser-Rekommunalisierung in Berlin ein Ausdruck „struktureller Korruption“ ist. (siehe: „Der Sonderausschuss „Wasserverträge“ des Abgeordnetenhauses zeigt: Direkte und parlamentarische Demokratie passen nicht wirklich zueinander„)
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Genossenschaften – Gegenspieler zur Macht der Märkte und Finanzen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie gern zu unserer Veranstaltung

„Genossenschaften – Gegenspieler zur Macht der Märkte und Finanzen“

am 15.11.2012 im Bundestag einladen.

Mit der Genossenschaftskonferenz der Fraktion DIE LINKE sollen Erfahrungen, künftige Entwicklungen und Positionen der LINKEN diskutiert werden. Dabei werden drei thematische Schwerpunkte behandelt:

  • Genossenschaften in der Wohnungswirtschaft und öffentlichen Daseinsvorsorge
  • Künftige Entwicklungen des Genossenschaftswesens
  • Gegenwart und Zukunft von Agrargenossenschaften.

Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Die Anmeldung erfolgt über das angehängte Anmeldung.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Kirsten Tackmann, Sprecherin für Landwirtschaftspolitik

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PLAN B: http://www.plan-b-mitmachen.de

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Büro Dr. Kirsten Tackmann, DIE LINKE.
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: 030 – 227 74 310
Fax: 030 – 227 76 308
mail: kirsten.tackmann.ma01@bundestag.de
web: www.kirsten-tackmann.de und www.nachhaltig-links.de 

Der Kampf ums Wasser

Gern veröffentlichen wir hier folgende

E-Mail von Kontext TV

Sehr geehrte Damen und Herren,

das unabhängige Nachrichtenmagazin Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht:

Der Kampf ums Wasser

Die Sendung ist online zu finden unter: http://www.kontext-tv.de/de/sendungen/der-kampf-ums-wasser (klick) oder direkt im Fenster unten.

Mit

Maude Barlow, Council of Canadians/Blue Planet Project, Trägerin des „Alternativen Nobelpreises“
Wenonah Hauter, Vorsitzende von Food and Water Watch, Washington DC
Oscar Olivera, Wasseraktivist aus Cochabamba, Bolvien
Mary Ann Manahan, Focus on the Global South, Manila
Olcay Ünver, Leiter des Water Assessment Programme der UNESCO
Gerlinde Schermer, Berliner Wassertisch
und anderen Gästen des Alternativen Weltwasserforums und des Weltwasserforums in Marseille

Vor knapp zwei Jahren hat die UN-Vollversammlung den Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung zu einem Menschenrecht erklärt – nach langen Kämpfen sozialer Bewegungen. Doch nach wie vor haben fast 900 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Übernutzung und Verschmutzung von Süßwasserreserven durch Industrie und Landwirtschaft, der Klimawandel sowie Privatisierung und Landraub gefährden die Zukunft der Wasserversorgung – vor allem für die ärmsten Menschen im globalen Süden. Eine globale Wasserkrise zeichnet sich ab.
Kontext TV sprach auf dem Alternativen Weltwasserforum, das vom 14. bis 17. März 2012 in Marseille stattfand, und auf dem parallel stattfindenden 6. Weltwasserforum mit AktivistInnen und VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen über die Ursachen der Wasserkrise und Perspektiven für Wassergerechtigkeit.

Die Sendung gliedert sich in sieben Teile:

  1. Stimmen vom Alternativen Weltwasserforum in Marseille
  2. Maude Barlow: „Unserer Erde geht das saubere Wasser aus“: Ursachen der sich anbahnenden globalen Wasserkrise
  3. Widerstand gegen Wasserprivatisierung wächst / Profitinteressen von industrieller Landwirtschaft und Flaschenwasserkonzernen gefährden die Wasserversorgung
  4. Wasser als Menschenrecht / UN-Millenniumsziel de facto verfehlt
  5. Fracking bedroht Grundwasserreserven in den USA und Europa
  6. Asien: Wasserprivatisierung auf Kosten der Ärmsten / Kriege ums Wasser drohen
  7. Oscar Olivera: Der „Wasserkrieg“ von Cochabamba und die Rechte der Natur

Kontext TV sendet über verschiedene lokale Fernseh- und Radiostationen, darunter Alex TV Berlin und Okto TV Wien. Die Sendetermine finden Sie hier: http://www.kontext-tv.de/tv-radio (klick)

Kontext TV ist auch auf Facebook vertreten: http://www.facebook.com/KontextTV

Kontext TV braucht Ihre Unterstützung!
Kontext schaltet grundsätzlich keine Werbung und akzeptiert auch keine Form von Sponsoring. Um weiter existieren zu können, sind wir daher auf die Unterstützung unser Zuschauerinnen und Zuschauer angewiesen.

Sie können Fördermitglied des gemeinnützigen Vereins Kontext Medien e.V werden oder spenden. Weitere Informationen sind hier zu finden: http://www.kontext-tv.de/de/foerdermitgliedschaft

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Scheidler
Kontext TV

Brandenburgische Str. 25
12167 Berlin
Ph: ++49-(0)30-79 78 63 50

Quelle: kontext tv (klick)