Globale Landwirtschaft als Kriegsökonomie?

Phosphatabbau in Krisengebieten

Unter dieser Überschrift veröffentlicht die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V. (http://www.imi-online.de/) in der Juni-Ausgabe des AUSDRUCK eine Untersuchung des globalen Phosphatabbaus, der seit den 1950er Jahren eine Haupt-Nähstoffquelle der intensiven Feldwirtschaft ist.

Unsere Lebensweise, die auf einem starken Import von Rohstoffen, Futter- und Nahrungsmitteln und somit direkten oder indirekten Phosphorimporten beruht, ist daher von der Verschärfung internationaler Spannungen und Kriegsgefahren nicht zu trennen. Dieser Zusammenhang wird für manche neu sein.

Die Studie finden Sie unter http://www.imi-online.de/download/Ausdruck84-CM-Phosphat.pdf.

Die Internationale und der Kampf ums Menschenrecht in der besetzten Westsahara

Lesung / Gespräch

In der 2./3. KW. des neuen Jahres unternimmt der saharauische Pädagoge, Autor und Journalist, Mustapha Abddedaim, eine Gesprächs- und Lesereise durch Deutschland.

wann?

14.1.14 18:00 Uhr

wo?

RLS Sachsen, Leipzig

Mit:

Mustapha Abdeddaim (Autor, Journalist und ehemaliger politischer Gefangener)
Regina Dietzold (Freiheit für die Westsahara e.V.):

Die Internationale und der Kampf ums Menschenrecht in der besetzten Westsahara

Lesung / Gespräch

In der 2./3. KW. des neuen Jahres unternimmt der saharauische Pädagoge, Autor und Journalist, Mustapha Abddedaim, eine Gesprächs- und Lesereise durch Deutschland.

wann?

So, 12.1.14 18:30 bis 21 Uhr

wo?

Landesstiftung
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Mit:

Mustapha Abdeddaim (Autor, Journalist und ehemaliger politischer Gefangener)
Regina Dietzold (Freiheit für die Westsahara e.V.):

Informations- und Gesprächsveranstaltung mit Aminatou Haidar

Einladung

Aminatou_Haidar

Termin:

Mittwoch, 30. Oktober 2013;  18 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)

Ort:

Bremische Landesvertretung
Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin – Mitte

Am 30. Oktober wird Aminatou Haidar in der Bremischen Landesvertretung über die Menschenrechtslage in den seit 1975 von Marokko völkerrechtswidrig besetzten Teilen der Westsahara reden und gerne mit Ihnen sprechen.

Sowohl der Europäische Auswärtige Dienst als auch die Europäische Kommission haben sich klar und deutlich zur Beobachtung der Menschenrechtslage in Marokko und der Westsahara positioniert: Sie sind nicht sonderlich interessiert daran!

Ähnlich sieht es der Weltsicherheitsrat: Auch er hat es im April diesen Jahres erneut versäumt, die im Gebiet eingesetzte UN – Mission (Mission der Vereinten Nationen für ein Referendum in der Westsahara (MINURSO) mit Menschenrechtsbeobachtungs- und Berichtserstattungsmandat auszustatten. So sind die Saharauis bei der Beobachtung und Dokumentation der Menschenrechtsverletzungen durch das marokkanische Besatzungsregime weitestgehend auf sich gestellt. Sie haben eigene Organisationen und Strukturen hierfür geschaffen. Eine bedeutende saharauische Menschenrechtsorganisation in den besetzten Teilen der Westsahara ist das Collectif des Défenseurs Saharaoui de Droit de l’homme (CODESA), deren Präsidentin Aminatou Haidar ist.

Wegen ihres Widerstands gegen die Unterdrückung der Saharauis ist Aminatou Haidar immer wieder Opfer massiver Repressionen durch den marokkanischen Staat geworden. Mehrfach wurde sie festgenommen und erlitt körperliche Gewalt durch die marokkanische Staatsgewalt. Auch aktuell ist sie weiterhin Bedrohungen ausgesetzt. Am 28. Oktober wird diese tapfere Frau vom Bremer Senat mit dem 13. Bremer Solidaritätspreis für Ihr Engagement im gewaltfreien Kampf für die Rechte der Saharauis in der besetzten Westsahara geehrt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.freie-westsahara.eu

Um sofortige Anmeldung per Mail kontakt@freie-westsahara.eu wird gebeten!

Skandal: EU beabsichtigt, von Marokko Fischereirechte in widerrechtlich besetzten Küstengewässern der Westsahara zu kaufen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisiert ein drohendes, neues Fischereiabkommen der Europäischen Union (EU) mit Marokko.

Pressemitteilung (Berlin, Bonn, Brüssel, 07.02.2013,)

Seit den siebziger Jahren schwelt der Streit um die widerrechtliche Besetzung der Westsahara durch Marokko. Trotz Anerkennung des Selbstbestimmungsrechtes des saharaouischen Volkes durch die UN und über 50 Staaten plündert Marokko das besetzte Gebiet nach wie vor aus. Vor diesem Hintergrund ist es skandalös, dass die Europäische Union unter Verletzung des Völkerrechts plant, mit Marokko ein neues Fischereiabkommen zu treffen, das es europäischen Flotten erlaubt, in Küstengewässern der Westsahara zu fischen. Mit diesem Abkommen wäre eine Millionenzahlung an die marokkanische Regierung verbunden.

Diese Praxis würde sich einreihen in eine skrupellose europäische Fischereipolitik, mit der auch der Bevölkerung in anderen westafrikanischen Ländern durch hochgerüstete europäische Flotten die Lebensgrundlage entzogen und die Küstenmeere leer gefischt werden. Der BBU fordert die Europäische Kommission auf, das geplante Abkommen mit der Kolonialmacht Marokko zu unterlassen.

Das EU-Parlament hat am Dienstag (06.02.2013) dankenswerter Weise eine Reihe von Beschlüssen zur EU-Fischereipolitik gefasst1). Es ist jedoch zur Zeit nicht zu erkennen, dass diese Beschlüsse an der geschilderten Situation etwas ändern, zumal die Regierungen der Fischereinationen noch ein Wort  mitzureden haben.

Weiterführende Informationen zur Ausplünderung der Westsahara

gibt es in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Kritische Ökologie“ mit dem Titel Wind, Sand und „meer“.
(Kritische Oekologie/ifak e.V., Redaktionsbüro, Malteserstr. 99k, 12249 Berlin, Tel. 030 / 76 70 34 – 98,
www.ifak-goettingen.de).
http://tinyurl.com/a2f96wy

Seit dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, kann man
im Internet gegen die Plünderung in der der See der Westsahara durch die EU-Fischerei protestieren:
http://www.fishelsewhere.eu/a142x1394

 

Kontakt zum Arbeitsbereich Meeresschutz des BBU:

Peter Willers, Bremen, Tel. 0421-242688.

Umwelt- und sozialpolitisches Engagement unterstützen!
Informationen über den BBU

und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032.
Die Facebook-Adresse lautet http://www.facebook.com/BBU72 Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung und für umweltfreundliche Energiequellen. Zur Finanzierung seines Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666.

 


1) siehe z.B. Jeder Fang soll an Land und
Fischereireform: Gute Nachrichten aus dem EU-Parlament
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