Risikotechnologie mit deutscher Beteiligung

Heute (5.6.17) widmet die junge welt unter der Überschrift „Risse, immer neue Risse“ (https://www.jungewelt.de/artikel/313597.risse-immer-neue-risse.html?sstr=risse) der Atompolitik und -wirtschaft eine ganze Schwerpunktseite, auf der auch die deutsche Beteiligung durch die Lieferung von Brennstäben thematisiert wird: „Deutschland liefert weiterhin Uran“ (https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/313598.deutschland-liefert-weiterhin-uran.html).

Vor zehn Tagen hat eine tri-nationale 90km lange Menschenkette (klick) Tihange über Lüttich und Maastricht mit Aachen verbunden und auf die Risiken der Schrottreaktoren in Tihange und Doel hingewiesen (https://www.oekologische-plattform.de/2017/06/menschenkette-tihange/).

Der Bundestag ignorierte das Votum der Befürworter einer sicheren Stromversorgung und hat am 29.6.17 ohne Debatte den Antrag von Hubertus Zdebel und der Fraktion DIE LINKE abgelehnt, die Ausfuhr von Uran für den Betrieb maroder AKWs wie in Tihange und Doel zu stoppen und die Uranfabriken in Gronau und Lingen zu schließen.

Auf der Hompeage des Bundestags ist (weit unten – klick) zu lesen: „Ausfuhr von Brennelementen: Der Bundestag lehnte auf Beschlussempfehlung des Umweltausschusses (18/12891 (klick)) Anträge der Opposition ab, die die Ausfuhr von Brennelementen zum Gegenstand haben. Die Linke forderte in ihrem Antrag (18/11596 (klick)) den Stopp von Brennstoffexporten in „störanfällige Atomkraftwerke“ im Ausland. Dafür sollte die Bundesregierung ein

„sofortiges Exportverbot“ für Brennstoffe aus den Anlagen in Gronau und Lingen erlassen. Zudem sollt die Bundesregierung nach dem Willen der Linken einen Gesetzentwurf vorlegen, um Anlagen zur Kernbrennstoffversorgung stillzulegen. Auch die sofortige Abschaltung aller noch in Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke sah der Antrag vor.“

 

Menschenkette Tihange

Schrottreaktoren abschalten – jetzt!
Die drei (Uralt-)Reaktoren im belgischen Tihange sind seit vielen Jahren wegen ihren Sicherheitsrisiken umstritten. Im Jahr 2012 musste der Betreiberkonzern Electrabel den Block Tihange-2 zeitweilig vom Netz nehmen, weil im Reaktordruckbehälter mehrere Tausend Haarrisse entdeckt wurden. Ende 2015 ging der Reaktor dennoch wieder in Betrieb.

Das Risiko ist nur 60 Kilometer von Aachen entfernt

Tihange ist knapp 60 Kilometer Luftlinie von der grenznahen Stadt Aachen entfernt. Sollte es zu einem Super-GAU kommen, wird die dicht besiedelte Region für Jahrzehnte unbewohnbar sein. Die Städteregion Aachen beteiligte sich deshalb Anfang März 2016 an einer Klage gegen das Wiederanfahren von Tihange-2, Nordrhein-Westfalen sowie über 100 Kommunen schlossen sich bis heute an und kündigten parallel eine Beschwerde bei der EU-Kommission wegen der Laufzeitverlängerung für Tihange-1 an.

Deswegen demonstrieren wir am 25. Juni zusammen mit Menschen aus Belgien und den Niederlanden für die Abschaltung von Tihange und Doel, einem weiteren Schrottreaktor in Belgien.

Die Kette symbolisiert den gemeinsamen Protest aus unterschiedlichen europäischen Ländern und Sprachen. Deshalb wird die Kette so aufgebaut, dass in jedem Abschnitt Menschen aus verschiedenen Nationen versammelt sind.

Gemeinsam bilden wir eine 90 km lange Menschenkette (klick)

Am Sonntag, den 25. Juni 2017
Auftakt ab 14:00 Uhr
gleichzeitig auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen.

Für die Organisation ist es sehr hilfreich, wenn sich alle Teilnehmenden anmelden.
Hier (klick) können Sie sich für die Menschenkette anmelden.

Keine Kohle mehr für Süd und Nord!

Einladung zur Radtour ins Lausitzer Revier am 22. August 2014 und zur Menschenkette gegen Braunkohle am 23. August 2014:

Klimagerechtigkeit zwischen Cottbus, Kapstadt und Kolumbien

Im Rahmen des Projektes „20 Jahre – 20 Orte – 20 Taten“ der Stiftung Nord-Süd-Brücken lädt PowerShift gemeinsam mit dem FDCL und kolko zu mehr als 20 spannenden Kilometern auf dem Rad ein. Auf unserer entwicklungspolitischen Radtour durchs Lausitzer Braunkohlerevier werden wir unterschiedliche Aspekte rund ums Thema Kohle kritisch beleuchten und direkt vor Ort unter die Lupe nehmen.

Karte Online und im Anhang

Los geht´s morgens um 10:30 Uhr per Zug ab Berlin Ostbahnhof, Ankunft in Kerkwitz ist gegen 12:30 Uhr. Nach einem Eingangsvortrag radeln wir ab 14:00 Uhr mit einem lokalen Experten der Gemeinde Schenkendöbern und weiteren TeilnehmerInnen des parallel stattfindenden Klimacamps durch die Braunkohleregion und besuchen u.a. den Ort Taubendorf, der vom Braunkohletagebau schon jetzt stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Von dort geht es in Richtung Tagebau Jänschwalde, wo wir einen Blick ins Loch werfen, bevor wir nach Kerkwitz zurückkehren. Kerkwitz gehört zu den Gemeinden, die umgesiedelt werden müssten, sollte der Tagebau Jänschwalde-Nord tatsächlich erschlossen werden. Im Anschluss an die Radtour gibt es im Zirkuszelt auf dem Klimacamp den Vortrag von Prof. Dr. Manfred Stock, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK): „Warum der Ausstieg aus der Kohle wichtig ist für unsere Zukunft“.
Daran anknüpfend möchten wir gerne mit allen, die noch Zeit und Lust haben, das Gesehene und Gehörte bei öko-fairen Snacks diskutieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Energiewende und gegen die Kohle aufzeigen. Dabei bestehen weitere Möglichkeiten zum Austausch mit weiteren TeilnehmerInnen des Klimacamps.

Wir würden uns sehr freuen, wenn die TeilnehmerInnen der Radtour bis Samstag bleiben und an der Menschenkette zwischen Kerkwitz und Grabice teilnehmen würden. Weitere Infos zur Menschenkette und generell zum Klimacamp findet/finden Ihr/Sie hier:

http://www.lausitzcamp.info
http://www.humanchain.org/

Für die Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 18.08.2014:

info@power-shift.de

Da die Fahrradmitnahme in den Regionalzügen begrenzt ist, bieten wir für alle Interessierten einen Fahrradtransport an. Abfahrt Freitag um 10:15 am Ostbahnhof (so dass die TeilnehmerInnen selbst den Zug nehmen können) und Rückfahrt am Samstag nach der Menschenkette, voraussichtlich: 15:30 Uhr von Kerkwitz (Zug fährt um 15:38 Uhr über Frankfurt/Oder nach Berlin Ostbahnhof)

Bitte geben Sie/gebt bei der Anmeldung an, ob Sie/ihr am Fr und/oder Sa den Fahrradtransport nutzen wollt.

Programmablauf

10:33 Uhr
Abfahrt Richtung Cottbus ab Berlin Ostbahnhof, Gleis 1, RE 18175 – Umsteigen in Frankfurt/Oder 11:34, Gleis 10, RB 18215; Ankunft in Kerkwitz 12:21 Uhr

Fahrradmitnahme nur begrenzt möglich!

12:45-13:45 Uhr
Kurze Einordnung des Lausitzer Braunkohlenreviers und Einführungsvortrag Südperspektive mit Rückfragen (Sebastian Rötters, PowerShift e.V.):
Menschenrechtsverletzungen im Schatten der Braunkohle – Welche Probleme sind verbunden mit der importierten Steinkohle aus Kolumbien oder Südafrika?

14 Uhr
Treffpunkt Agendabüro, Hauptstraße 76, 03172 Schenkendöbern (800m vom Bahnhof entfernt)

14-16 Uhr
Radtour durchs Lausitzer Revier – geführt von Andreas Stahlberg, Gemeinde Schenkendöbern:
Das Energiewendeland als Braunkohle Weltmeister – Profite auf Kosten von Klimaschutz und der Menschen in den Abbauregionen

16.30 Uhr
Vortrag und Diskussion im Zirkuszelt auf dem Klimacamp: „Warum der Ausstieg aus der Kohle wichtig ist für unsere Zukunft“, Prof. Dr. Manfred Stock, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

ca. 18 Uhr
Abschlussdiskussion „Energiewende in Deutschland – Wo bitte geht´s zum Kohleausstieg?“ mit öko-fairen Snacks

Abends Rückreise nach Berlin mit der Bahn (inkl. Fahrrad) oder Übernachten vor Ort, um sich am Samstag an der Menschenkette gegen Braunkohle zu beteiligen (Option: Fahrradtransport nach Berlin – s.o., bitte anmelden)

Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten
Es gilt: Zelt und Schlafsack mitbringen, dann kann man in Kerkwitz übernachten. Wer ins Hotel möchte, müsste sich etwas in Cottbus suchen. Der Dorfkrug ist leider schon ausgebucht.

Es laden ein: PowerShift e.V., FDCL Berlin und kolko
Nicola Jaeger
PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e.V.

Greifswalder Str. 4 (Haus der Demokratie & Menschenrechte, Aufgang A, R. 1308)
10405 Berlin
Deutschland / Germany

Nicola.Jaeger@power-shift.de
+49 – (0)163 – 17 007 21
www.power-shift.de

Anti-Kohle-Kette

Am Samstag, dem 23.8.2014, Menschenkette in der Lausitz:

Für die Energiewende und eine Zukunft ohne Braunkohle

Auch Du kannst dabei helfen, vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen, den Kommunalwahlen in Polen sowie der Reichstagswahl in Schweden ein kraftvolles Zeichen gegen die Braunkohle zu setzen:
Sei dabei, wenn am 23. August 2014 tausende Menschen zwei von der Abbaggerung bedrohte Orte – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen – mit einer grenzüberschreitenden Menschenkette verbinden. Hier kannst du deine Fahrt zur Menschenkette organisieren!

Weitere Informationen: humanchain.org

„Wir haben es satt!“-Sommeraktion

Liebe Aktive für eine bäuerliche, faire und gesunde Landwirtschaft,

nach den erfolgreichen „Wir haben es satt!“-Demonstrationen im Januar 2011, 2012 und 2013 in Berlin, wird es dieses Jahr zum ersten Mal eine „Wir haben es satt!“-Sommeraktion geben.

Vor den Bundestagswahlen wollen wir die „Wir haben es satt!“-Bewegung an einen Brennpunkt der Agrarindustrie bringen: an den größten Geflügelschlachthof Europas in Wietze/Celle, Niedersachsen, in dem 430.000 Hühner täglich ge­schlach­tet werden sollen. Der Schlachthof ist ein Symbol für die verfehlte Agrarpolitik der Bundesregierung und steht für Exportdumping auf der einen Seite und Importe von gentechnisch veränderten Futtermitteln auf der anderen Seite, für Megaställe mit qualvoller Tierhaltung, hohe Umweltbelastungen und Bauern, die von der Agrarindustrie verdrängt werden. Das haben wir satt!

Am 31. August 2013 rufen wir gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern zur Demonstration und Menschenkette um den Schlachthof in Wietze auf. Parallel dazu findet vom 29. August bis 1. September 2013 das „Wir haben es satt!“-Sommercamp statt mit einem vielfältigen Workshop-Programm und Musik. Neben Kundgebung, Demonstration und der Menschen­kette wird ein weiterer Höhepunkt das Konzert mit der Band „Ratatöska“ sein. Für gutes Essen sorgen Wam Kat und die Fläming Kitchen.

Damit wir in Wietze mit vielen Menschen ein starkes Zeichen setzen können, braucht es Unterstützung! Kommen Sie zur Demonstration und laden Sie Ihre Freunde und Familie ein. Was Sie außerdem tun können: Machen Sie auf die Demonstration aufmerksam, verteilen Sie Flugblätter oder hängen Sie Plakate auf!

Den Aufruf zur Aktion gibt es unter: https://web.archive.org/web/20150721114742/http://www.wir-haben-es-satt.de/start/sommeraktion-wietze/aufruf/.
Flyer und Plakate können über unsere Homepage bestellt werden: https://web.archive.org/web/20140223002630/http://www.wir-haben-es-satt.de:80/material/
Größere Mengen bitte per E-Mail bestellen (info@wir-haben-es-satt.de).
Informationen zur Anreise finden Sie unter https://web.archive.org/web/20130918031317/http://www.wir-haben-es-satt.de:80/start/sommeraktion-wietze/anreise/
Dort wurden bereits zahlreiche Busse und Radtouren nach Wietze angemeldet. Auch von Berlin aus fährt ein Bus nach Wietze! Bei Interesse bitte bei Luise Körner anmelden: koerner@meine-landwirtschaft.de oder 030-28482437.
In der Mitfahrbörse können Sie auch Mitfahrgesuche eingeben oder selbst einen Bus organisieren.

Wir freuen uns auf eine starke und bunte Demonstration und Menschenkette! Seien Sie dabei!

Herzliche Grüße,

Iris Kiefer, Jochen Fritz, Luise Körner und Julian Maguhn
für das „Wir haben es satt!“-Team

PS:

Und im Vorfeld starten wir die erste bundesweite Grill-Demo – vom 23.-25. August 2013 wird gegen die Agrarindustrie gegrillt. Es wurden bereits über 560 Grill-Partys angemeldet. Sie wollen auch mitmachen? Weitere Infos unter: http://www.wir-haben-es-satt.de/grillen/