Redox-Flow-Batterien

Netzspeicher für die Energiewende

KIT-Presseinformation 11.4.2018

Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT – http://www.kit.edu/) erwarten einen Durchbruch der Flow-Technologie und stellen ein automatisches Batterie-Management vor.

Die Redox-Flow-Batterie könnte ein entscheidendes Puzzleteil in den Energienetzen der Zukunft darstellen: Sie ist fast beliebig skalierbar, recyclebar und kann Energie stabil speichern. Zudem werden bei der Herstellung keine seltenen Rohstoffe benötigt. Allerdings mussten die Batterien bisher für jedes Anwendungsszenario neu angepasst werden. Zukünftig soll diese Aufgabe ein neuartiges Batterie-Management übernehmen, das Forscherinnen und Forscher am KIT entwickeln.

Für die Energiewende werden Lösungen benötigt, um die Energie aus der Solar- und Windstromproduktion dezentral zu speichern und schwankende Produktionskapazitäten auszugleichen. Zentralisierte Lösungen wie Pumpspeicherkraftwerke haben einen großen Platz- und Kapitalbedarf – am einfachsten wäre es, den Strom dezentral in Batterien zu speichern. Dabei gerät neben den etablierten Lithium-Ionen Batterien vor allem die innovative Redox-Flow-Batterie immer mehr in den Fokus, die elektrische Energie in flüssigen chemischen Verbindungen speichert. Häufig kommt dabei ein Vanadium-Elektrolyt zum Einsatz, das in Tanks in unterschiedlichen Oxidationsstufen gespeichert wird, während der Strom ähnlich wie bei der Brennstoffzelle an einer Membran produziert wird. Dabei bestimmt die Größe dieser Membran die Leistung (kW), die Energie (kWh) hängt wiederum von der Tankgröße ab, also der Menge der eingesetzten Flüssigkeit. Energie und Leistung können bei der Redox-Flow-Batterie demnach unabhängig voneinander skaliert werden. Diese fast unbegrenzte Skalierbarkeit prädestiniert die Redox-Flow-Batterie zum Netzspeicher für die Energiewende, etwa zur Verschiebung von Sonnenenergie für den Verbrauch während der Nacht.

Die Redox-Flow-Batterie eignet sich aber nicht für jede Anwendung. Aufgrund einer geringen Energiedichte sind die Batterien groß und schwer, für Elektronikgeräte oder Elektroautos sind leichte Lithium-Ionen-Akkus deshalb viel besser geeignet. „Bei der stationären Anwendung in großen und mittleren Modulen ist die Flow-Technologie aufgrund ihrer Skalierbarkeit aber überlegen“, sagt Professor Thomas Leibfried vom Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik des KIT. Außerdem sei das Vanadium für den gängigen Vanadium-Akkumulator eines der häufigsten Elemente, während die weltweiten Lithiumvorräte schon in wenigen Jahrzehnten ausgebeutet sein könnten. Für die Redox-Flow-Batterie spreche auch, dass sie feuersicher sei, weil ein „thermal runaway“, also eine unkontrollierte Erhitzung, ausgeschlossen werden kann. Zudem sei sie weniger giftig und auch ein Recycling sei im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterie kein Problem. Dass ein Durchbruch der Flow-Technologie bisher nicht erfolgt sei, liege vor allem an der Schwierigkeit, sie effizient einzusetzen, erläutert Leibfried. Während in die Steuerung von Lithium-Ionen-Batterien bereits Jahrzehnte der Entwicklung investiert werde, befinde man sich bei der Redox-Flow-Batterie noch ganz am Anfang. Aktuell müsse sie deshalb noch für jedes Anwendungsszenario baulich angepasst werden.

Um das zu ändern, hat Thomas Leibfried mit seiner Forschungsgruppe nun ein automatisches Batterie-Management entwickelt, das zurzeit als Prototyp in einem Vanadium-Akkumulator am KIT getestet wird. Es stellt sicher, dass die Redox-Flow-Batterie sowohl im Lade- als auch im Entladezyklus immer an ihrem effizientesten Punkt betrieben wird, egal wofür sie eingesetzt wird. Die momentane elektrische Effizienz werde dabei vor allem durch die Pumpgeschwindigkeit bestimmt, erklärt Thomas Lüth, der den ersten Prototypen der automatischen Steuerung selbst zusammengelötet hat: „Lasse ich die Pumpe schneller laufen, sinkt der Innenwiderstand und damit auch der Verlust bei der Energieumwandlung. Allerdings benötigt das System dann mehr Energie für die Pumpe.“ Je nachdem wieviel Leistung im Betrieb eingefordert oder eingebracht werde, steuere das neue Batterie-Management hier den idealen Kompromiss an. Eine weitere wichtige Komponente für einen effizienten Betrieb sei außerdem das thermische Management, weil auch eine Kühlung Energie kostet und zur richtigen Zeit erfolgen muss. Wenn der aktuelle Prototyp seine Funktionalität bewiesen hat, soll das Batterie-Management miniaturisiert werden: In einer marktreifen Version wird es dann auf einem Mikrochip Platz finden.

Ein automatisches Batterie-Management ist ein wichtiger Schritt, um den Durchbruch der Flow-Technologie voranzutreiben. Am KIT findet weitere Forschung zudem am Institut für Angewandte Materialien (IAM) des KIT statt. Dort werden die Degradationsprozesse an der Membran untersucht, um die eingesetzten Materialien zu optimieren. Außerdem wird am KIT auch der praktische Einsatz der Technologie erprobt, so wird eine Redox-Flow-Batterie samt neuer Steuerung gerade in das „Energy Smart Home Lab“ des Verbundprojekts iZEUS (intelligent Zero Emission Urban System) eingebundenen. Die Forschung am KIT zur Flow-Technologie zielt insgesamt auf eine neue Generation effizienter Batterie-Module für die Massenproduktion, die am Aufstellungsort nur noch angeschlossen werden müssen.

Das Batterie-Management zum dezentralen Überwachen und Regeln von Redox-Flow-Batterien stellt das KIT vom 23. bis 27. April auf der Hannover Messe  in Halle 27, Stand K51 vor.

Europäisches Stromverbundziel

Pressemitteilung von Cornelia Ernst, Mitglied der Delegation DIE LINKE. im EP

über die Abstimmung des Industrieausschusses des Europaparlaments über den Bericht zur Erreichung des Stromverbundziels von 10 Prozent  (mit 56 Stimmen Mehrheit, drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen)

Brüssel, 10. November 2015

Im Rahmen der Europäischen Energieunion soll auch der Stromverbund zwischen den Mitgliedstaaten ausgebaut werden, mindestens auf 10 Prozent. Ich begrüße den heute abgestimmten Bericht, denn er fordert, dass der Strombinnenmarkt allen EU-Verbrauchern in Form von sinkenden Preise zugute kommt und sich nicht allein auf Großhandelspreise beschränkt. Bei der Bewertung des Bedarfs für den grenzüberschreitenden Leitungsausbau müssen die nationalen Netz-Kapazitäten bestmöglich genutzt werden. Vor allem aber sind intelligente Übertragungs- und Verteilnetze entscheidend, um einen wachsenden Anteil von dezentralisierten Energieprosumenten in den Markt zu integrieren.

Ob jedoch der weitere Ausbau erneuerbarer Energien in der EU gelingen kann, hängt nicht von der Frage des Leitungsbaus ab, sondern von dem nationalen Energiemix, für den sich die einzelnen Mitgliedstaaten entscheiden. Das gemeinschaftliche Ausbauziel für erneuerbare Energien liegt bei 27 Prozent – doch dafür gibt es nach 2020 keine nationalen Zielfestlegungen mehr. Wir brauchen hier mehr Verbindlichkeit in Form von nationalen Zielen – einmal, um den Ausbau unter den Mitgliedstaaten vergleichen zu können, und um bei Zielverfehlung Konsequenzen folgen zu lassen.

Mein Antrag, der mehr Anreize für den Ausbau von energieautarken Bürger-Projekten forderte, wurde leider mit einer knappen Mehrheit von vier Stimmen abgelehnt.

Energiewende „von unten“

Eine VDE-Studie zeigt, wie Stromnetzausbau reduziert werden kann.

VDE; 16.6.2015; Frankfurt/M.

Der Zusammenschluss von austarierten „Energiezellen“ auf lokaler Ebene reduziert den Stromnetzausbau und optimiert die Integration der erneuerbaren Energien:

  • Der VDE fordert stärkere Konvergenz zwischen Energieträgern, Förderung von Technologien zur Energiespeicherung und -wandlung sowie Feldversuche.
  • Neue wirtschaftliche Chancen durch neue Dienstleistungen und Märkte wie Installation und Betrieb von dezentralen Energiezellen

Alle wollen die Energiewende, aber keiner die Stromleitung vor Ort, wie die aktuelle Diskussion zwischen Bund und Ländern zeigt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert aber im jetzigen Ansatz eine Neustrukturierung der Energienetze und insbesondere den Zubau von Stromübertragungsleitungen. Energieexperten des VDE zeigen in einer neuen Studie Möglichkeiten zur Reduzierung dieses Ausbaus: Ergänzt man die Großverteilerinfrastruktur mit einer Energiewende „von unten“, kann Ruhe in die hitzige Diskussion gebracht werden. Der Weg dahin öffnet sich auf der lokalen Versorgungsebene. Die Erzeugung und der Verbrauch von Energie wird auf der niedrigsten Ebene in kleinteiligen „Energiezellen“ ausbalanciert. Hier wird Energie erzeugt und direkt wieder verbraucht, ohne in das Gesamtnetz eingespeist zu werden. Denn die effizienteste Lösung ist es, den Strom dort zu verbrauchen, wo er erzeugt wird: auf der lokalen Versorgungsebene. Auch wirtschaftlich bietet das Konzept attraktive Perspektiven, besonders mit Blick auf die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Märkte. Durch klar definierte Schnittstellen der Energiezellen können der Betrieb der Energiezellen, aber auch die Auswahl der Technik und deren Installation durch neue Dienstleister oder auch Investoren am Markt angeboten werden. Zudem können Privatpersonen ihren Energiespeicher als Puffer vermarkten, wenn sie dies möchten.

Ein solches „Graswurzel-Konzept“ reagiert auf die Besonderheiten regenerativer Energiequellen – insbesondere die starke Fluktuation – und hat große Effekte auf das gesamte Energieversorgungssystem. Wie aber gelingt es am besten, Verbrauch und Erzeugung von Energie auf der niedrigsten Ebene lokal auszubalancieren? Diese Frage steht im Fokus der neuen VDE-Studie „Der Zellulare Ansatz“.

Die Grundidee des Konzepts „Zellularer Ansatz“ besteht darin, dass auf lokaler Ebene von Haushalten bis Industrie sogenannte „Energiezellen“ gebildet werden, bei denen der Energiehaushalt sowie der Energieaustausch untereinander plan- und steuerbar sind. Die lokalen Energiezellen werden durch Energienetze und Kommunikationssysteme untereinander verbunden und bilden übergeordnete größere Energiezellen mit spezifischen Schnittstellen und Eigenschaften, wobei das Zusammenfassen von Energiezellen über mehrere Ebenen erfolgt und der Zellulare Ansatz sowohl auf kleine als auch auf größere Einheiten und Systeme anwendbar ist. Eine vollständige Energiezelle besteht aus den Komponenten Erzeuger, Wandler, Speicher, Netzanschluss, Lasten sowie schutz- und leittechnische Einrichtungen.

Die Vorteile des Konzeptes sind vielfältig. Der Zellulare Ansatz schafft wichtige Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung, ermöglicht die stärkere Konvergenz der unterschiedlichen Energieträger Strom, Gas und Wärme, sorgt für die bestmögliche Integration der dezentralen erneuerbaren Energieträger in das Energieversorgungssystem und kann zur Reduktion des notwendigen Netzausbaus beitragen. Die Reduktion des Netzausbaus ist umso größer, je besser Stromangebot und -nachfrage in den Energiezellen austariert werden. Da der Ansatz durch die lokale Zuordnung einen direkten Bezug zwischen den Anwendern und der notwendigen Technik herstellt sowie mehr Selbstbestimmung der Anwender mit sich bringt, kann er darüber hinaus die Akzeptanz erheblich steigern helfen.

Um die Chancen des Zellularen Ansatzes zu nutzen, fordert der VDE, in den Entwicklungsplänen für zukünftige Energienetze auf allen Ebenen sämtliche Energiearten wie Strom, Gas, Wärme etc. zu berücksichtigen, die Entwicklung von Technologien zur Speicherung in einem großen Energiespektrum und zur effizienten Wandlung zu fördern, um die Vorteile verschiedener Energieformen zu nutzen. Ferner sind weitere Untersuchungen erforderlich, um offene Fragen der Verantwortung für Planung und Betrieb des Gesamtsystems zu klären. Insbesondere empfiehlt der VDE Felderprobungen zur Machbarkeit des Zellularen Ansatzes.

Die VDE-Studie „Der Zellulare Ansatz“ kann im InfoCenter unter www.vde.com (klick) für 250 Euro bestellt werden. Für VDE-Mitglieder und Journalisten ist die Studie kostenlos.

Mehr Blackouts durch Intelligente Stromzähler?

Pressemitteilung der Universität Bremen

Nr. 203 / 24. Juli 2015 SC

Seit Anfang 2010 ist es in Deutschland Pflicht, sogenannte „Intelligente Stromzähler“ in Neubauten oder grundsanierten Gebäuden zu installieren. Zusammen mit Tarifen, die je nach Tageszeit unterschiedlich sind, soll mit ihnen aktives Stromsparen möglich werden: Die programmierbare Waschmaschine beispielsweise soll dann laufen, wenn der Strom am billigsten ist. Wissenschaftler des Instituts für Theoretische Physik der Universität Bremen äußern jedoch Zweifel daran, dass dieser Ansatz immer das leistet, wozu er erdacht wurde – nämlich Stromschwankungen im Netz zu verringern. Sie haben den Markt, der bei massenhaftem Einsatz von Intelligenten Stromzählern entsteht, simuliert und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Danach wird durch die Intelligenten Stromzähler ein neuer künstlicher Strom-Markt geschaffen, der – wie alle Märkte – auch Blasen und sogar Crashs produzieren kann. Publiziert haben die Bremer Physiker ihre Untersuchungsergebnisse jetzt in der größten und ältesten Physikzeitung der Welt, der Physical Review der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft.

Den günstigsten Strompreis für die Wäsche nutzen

Es ist eine Folge der Energiewende und des technischen Fortschritts: Statt eines 24 Stunden geltenden Einheitsstrompreises können Haus-und Wohnungsbesitzer ihre Verbrauchsgeräte heute so programmieren, dass diese den günstigsten Strompreis nutzen – beispielsweise, um ihre Wäsche zu waschen. Voraussetzung sind ein Intelligenter Stromzähler, der den aktuellen Strompreis übermittelt, und ein entsprechender Tarif, der die Schwankungen im Stromnetz berücksichtigt.

Strom ist noch nie gleichmäßig ins Netz eingespeist worden; Wind- und Solarenergie sorgen aber mittlerweile dafür, dass diese Schwankungen im Netz noch markanter sind. Die Idee hinter dem vorgeschriebenen Einsatz Intelligenter Stromzähler ist, diese Schwankungen zu dämpfen: Wird viel Strom ins Netz eingespeist – zum Beispiel weil der Wind stark bläst –, wird der Strom günstiger. Steht wenig Strom zur Verfügung, ist er teurer und wird daher seltener abgerufen.

Für den Nutzer einer Waschmaschine heißt dies ganz konkret, diese zu programmieren. In Verbindung mit dem Intelligenten Stromzähler bekommt sie erst dann ein Startsignal für die Wäsche, wenn eine vorher definierte Preisgrenze unterschritten wurde.

So weit, so gut. „Die Grundidee dahinter stammt aus der Wirtschaftstheorie, nach der Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Und darüber soll dann wiederum die Stromnachfrage angepasst werden: Viel Strom – viele Abnehmer, wenig Strom – wenige Abnehmer“, sagt Professor Stefan Bornholdt vom Institut für Theoretische Physik der Universität Bremen. „Die Standardtheorie von Angebot und Nachfrage ist jedoch unvollständig, wenn eine riesige Zahl Konsumenten gleichzeitig um den günstigsten Preis konkurriert. Denn natürlich wollen alle ihre Wäsche waschen, wenn der Strom am billigsten ist.“

Neuer Markt „chaotisch, wild und zappelig“

Doch das, so haben der Bremer Hochschullehrer und seine Mitarbeiter Stefan Börries und Sebastian Krause herausgefunden, könnte womöglich nicht klappen. Sie haben die Konkurrenzsituation der Konsumenten im Computer simuliert und herausgefunden, dass es in diesem neu entstehenden Segment des Strommarktes „chaotisch, wild und zappelig“ zugehen kann – ähnlich wie an einer Finanzbörse.

Ein Beispiel: „Wenn wenig Strom im Netz und der Preis daher teuer ist, wird das Waschen einfach verschoben. Aber das geht nicht unendlich lang, weil es sich beim Waschen um ein Grundbedürfnis handelt“, erläutert Stefan Bornholdt. „Je mehr von den Menschen vorprogrammierte Waschmaschinen nun auf ihren Start warten, desto höher steigt die potentielle Nachfrage: Eine Nachfrage-Blase bildet sich.“ Und die platzt spätestens, sobald der Preis wieder etwas absinkt: Weil viele Konsumenten aufgrund des sich aufstauenden Waschbedürfnisses ihre „Schmerzgrenze“ nach oben angepasst haben, starten plötzlich unzählige Waschmaschinen auf einmal. „Dann wird ein kollektiver Lawinen-Mechanismus ausgelöst, der die Stromnetze extrem belastet – Blackouts wegen unerwarteter Überlastung nicht ausgeschlossen“, so der Bremer Physiker.

Versorger vor dem Ansturm warnen

Nach Meinung seines Teams ist der massenhafte Einsatz der neuen Intelligenten Stromzähler „ein Schnellschuss, der nicht sorgfältig bis zum Ende durchdacht ist“. Man müsse die Versorger darauf aufmerksam machen, dass sich derartige Szenarien abspielen könnten. „In unserem Computermodell haben wir mit verschiedenen Variablen das nachvollzogen, was reale Menschen in solchen Situationen logischerweise tun würden“, so Bornholdt. „Der Einzelne weiß in solch einer Situation natürlich nicht, welche Folgen sein Verhalten hat, wenn es sich potenziert. Und leider wissen es auch diejenigen noch nicht, die den Strom bereitstellen.“

Sebastian M. Krause, Stefan Börries, Stefan Bornholdt: „Econophysics of adaptive power markets: When a market does not dampen fluctuations but amplifies them” (Wirtschaftsphysik der adaptiven Strommärkte: Wenn ein Markt Schwankungen nicht dämpft, sondern verstärkt), Physical Review E 2015, http://journals.aps.org/pre/abstract/10.1103/PhysRevE.92.012815

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Institut für Theoretische Physik
Prof. Dr. Stefan Bornholdt
Tel: 0421/218-62060
E-Mail: bornholdt@itp.uni-bremen.de
www.itp.uni-bremen.de/complex

Marc Elsberg hat die Entstehung eines großflächigen Stromausfalls durch gleichzeitiges Abschalten von Lasten bereits in seinem Bestseller Blackout beschrieben.
Der Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Bundestages hat vor einer möglichen nationalen Katastrophe gewarnt, wenn dieser Zustand länger andauert.
Smartmeter sollen dazu beitragen, dass das Stromnetz bei schwankender Stromeinspeisung stabil bleibt, indem sie den Verbrauchern die notwendigen Informationen liefern, um leistungshungrige Prozesse in Billigstromzeiten (hohes Angebot, geringer Verbrauch) zu legen. Jetzt wurde nachgewiesen, dass sie das Gegenteil bewirken (können): Zusätzlich zu den Schwankungen der Stromerzeugung werden Verbrauchsschwankungen angeregt – die den Erzeugungsschwankungen naturgemäß hinterherlaufen und diese daher nicht (unbedingt) kompensieren. Das Stromnetz kann dadurch destabilisiert werden.


Es gibt die Bremer Stadtmusikanten und das Institut für Theoretische Physik der Universität Bremen, nach dem „intelligente“ Stromzähler neue Märkte schaffen.

Fakt ist:

Bisher gibt es für die vielen Stromkonsumenten, zu denen auch die Institutsmitglieder gehören, keinen wirklichen Strommarkt sondern nur Preisdiktate, die dem Börsenhandel mit Stromlieferversprechen geschuldet sind. Es wäre ein Wunder wie im Märchen, wenn Stromzähler und Waschmaschinen einen „künstlichen“ Strommarkt schaffen könnten.

Als Strompreissignale können Abweichungen von Netzspannung und Netzfrequenz genutzt werden. Diese Signale sind zur Gewährleistung der Netzsicherheit erforderlich, um Stromverbraucher zu- oder abzuschalten. Es ist sinnvoll, an Stelle Untergliederung des Verbundnetzes in Bilanzkreise, autonome Netze von Energieselbstversorgern zuzulassen. Stromselbstversorger aus regenerative Quellen haben ihre Selbstversorgernetze  systemsynchron mit dem Verbundnetz zu betreiben, so dass nur bei Havarie das Verbundnetz  beansprucht wird.

Soziale Strommärkte bedingen, dass erst nach vereinbarten Zeitabschnitten die Stromrechnung aus der Summe des Aufwandes für Stromerzeugung und Netzdienstleistung (Aufwand für Übereinstimmung  von Stromeinspeisung und Stromentnahme) erstellt wird.

Einheitsstrompreise für das Gesamtnetz schließen die überwiegende Mehrzahl der Verbraucher  von der Teilnahme am Strommarkt aus.

Dieter  Brendahl

Energiewende von unten

Für die Auseinandersetzung um die Weiterführung und Beschleunigung der Energiewende hat der SprecherInnenrat als Antwort auf die Energiepolitik der Regierung ein eigenes Eckpunktepapier verfasst.
Unsere Antwort auf das Abwürgen der Energiewende „von oben“ lautet: „Energiewende von unten“!
Wir wollen die Befürwortung der Energiewende durch die Mehrheit in unserem Land nutzen, um die Stromversorgung immer weniger den Konzernen zu überlassen.

Ökologische Plattform bei der LINKEN, Sprecherrat:

Energiepolitische Eckpunkte (Mai 2014)

Im Koalitionsvertrag haben die Energiekonzerne das Abwürgen der Energiewende und die Weiterführung der fossilen Stromerzeugung durchgesetzt. Alle Ziele der Bundesregierung zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes sind damit Makulatur geworden. Wenn das Kapital die Energiewende von oben blockiert, dann kann die Antwort nur sein: Beschleunigung der Energiewende von unten.

Grundlagen für linke energiepolitische Ziele und Maßnahmen:

  1. Seit 1990 haben die Emissionen weltweit um nahezu 50 % zugenommen.
    Die Erderhitzung wird voraussichtlich auf Grund der ungebremst zunehmenden Klimagas­emissionen unausweichlich auf uns zu kommen, mit 5 °C Erderwärmung und katastrophalen Folgen in allen Erdteilen. In 15 Jahren schließt sich das Fenster für bezahl­bare wirkungsvolle Maßnahmen zum Klima­schutz. Gibt es bis 2030 keine vollstän­dige Umstellung auf erneuerbare Energieträger, dann muss das Kohlendioxid aktiv aus der Erdatmosphäre entfernt werden, um eine weitere Erd­erhit­zung zu unterbinden. Das würde dann bis zu 12 % der globalen Wirtschaftsleistung in Anspruch nehmen und damit fast den gesamten Profit der Wirtschaftsunternehmen auf­fres­sen. Preisgünstiger wäre die sofortige Umstellung auf erneu­er­bare Energie. Energiepolitisches Ziel müsste daher auch aus wirtschaftlichen Gründen die volle Umstellung auf erneuer­bare Energie bis 2030 sein. Das ist schon nicht mehr realistisch.
    Für die Stromerzeugung hatte die SPD im Wahlkampf noch einen Zuwachs auf 75 % Anteil EE gefordert, im Koalitions­vertrag sind nur 55 % (bis 2035) übrig geblieben. Diese Zielstellung ist völlig unzureichend.
    Mit gutem Grund haben sich über 50 Länder die deutsche Gesetz­gebung zum Vorbild genommen. Das EEG hat bisher ein hohes Ausbautempo bei den erneuerbaren Energien gewähr­leis­tet. Es muss beibehalten und so verändert werden, dass das Ausbautempo noch erhöht wird. Doch die Regierung macht das Gegenteil, im nächsten Jahr gehen mehr Kohlekraftwerks­kapa­zi­tä­ten ans Netz als erneuerbare Energieanlagen.
    Für uns sind 100 % erneuerbare Energien an der Gesamt-Primärenergiebereitstellung bis zum Jahr 2050 ein nicht verhandelbares, zwingendes ökologisches und wirtschaftliches Ziel.

  2. Die fossilen Energieträger sind endlich und werden immer teurer.
    Unser wichtigster Energieträger ist Erdöl, dessen weltweites Fördermaximum 2010 überschritten wurde. Das Zeitalter des billigen Erdöls ist zur Hälfte durchschritten, doch der Verbrauch steigt immer noch pro­gressiv an. Der Peak Gas wurde 2011 überschritten. Kohle soll noch 100 Jahre reichen, das globale Fördermaximum wird 2020 erreicht. Seit der Jahrtausendwende ist der Kohle­ver­brauch weltweit um 70 % angestiegen. Bei Uran wird das För­der­maximum 2025 erwartet. Bei allen fossilen und atomaren Energie­trägern ist das Ende der Förderung absehbar und dennoch wird keine Vorsorge für kommende Generationen getroffen, die für bestimmte Produkte auf fossile Energieträger angewiesen sind. Eine schnelle Umstellung auf erneuerbare Energien ist für den Fortbestand der Menschheit unabdingbar.
    Deutschland ist hochgradig von Importen abhängig (Uran 100 %, Mineralöl 97 %, Erdgas 86 %, Steinkohle 78 %). Die Kosten für die Energieimporte wachsen beständig. Während 2005 Deutsch­land etwa 60 Mrd. € für Energieimporte ausgegeben hat, waren es 2012 bereits 93,5 Mrd. €. Die kostengünstig ausbeutbaren Vorkommen gehen zur Neige. Auf Grund der hohen Import­abhän­gig­keit wird Deutschland bei der Sicherung der Rohstoff­ver­sor­gung in Konkurrenz zu anderen Industriestaaten treten und eine imperiale Machtpolitik verfolgen, die auch zu kriegeri­schen Auseinandersetzungen führen wird.
    Im Interesse zukünftiger Generationen, geringerer Energiekosten und einer friedlichen Außenpolitik fordern wir die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energie.

  3. Privathaushalte und Wirtschaft benötigen eine sichere, ausreichende Stromversorgung.
    Die Versorgung ist gegenwärtig sicher und ausreichend, denn Deutsch­land hat Über­kapazitäten und exportiert Strom ins Ausland. Doch erneuerbare Energien haben einen Nachteil: ungleichmäßige räumliche Verteilung und starke zeitliche Schwankungen. Große PV-Kraftwerke (z.B. Neuhardenberg) produzieren bei wechselnder Bewölkung leicht Stromschwankungen von mehreren Megawatt pro 10 Minuten. Das stellt das Stromnetz zur Zeit vor enorme Schwierigkeiten. Die Folge: Abregelung der Spitzen, Vergeudung erzeugten EE-Stroms und zusätzliche Kosten für die Verbraucher. Es gibt zwei Lösungsmöglichkeiten: Ausbau des Netzes so, dass die Spitzenleistung (ab-) transportiert werden kann, und Erweiterung der EE-Erzeugungsanlagen mit Stromspeichern, die zumindest die Kurzzeitschwankungen ausgleichen. Beides ist nötig, aber Hochleistungs-Stromtrassen dienen (auch) den Stromkonzernen und dem Weiterbetrieb atomarer und fossiler Kraftwerke. Entsprechend stark sind der Widerstand in der Bevölkerung und die Probleme der Realisierung. Dagegen ist die erforderliche Speichertechnik z.B. in Form von Bleiakkus bereits jetzt einsetzbar. (Die BEWAG hat in Berlin bis 1994 einen Speicher mit 17 MW für 20-30 min betrieben.) Gepufferte EE-Anlagen erleichtern ihre Integration in die vorhandenen Netze und mindern den Ausbaubedarf. Sie sind möglichst kurzfristig einzusetzen, um die Energiewende zu beschleunigen.
    Wir fordern, alle neu errichteten PV- und Windkraftanlagen mit Pufferspeichern auszurüsten. Dafür ist ein gut dotiertes Marktanreizprogramm aufzulegen; die Mittel sind durch Kürzung der Subventionen und Vergünstigungen des fossil-atomaren Komplexes (ca. 16 Mrd. € p.a.) aufzubringen.

  4. Privathaushalte und Wirtschaft benötigen eine kostengünstige Versorgung mit Energie, doch es gibt keine Kostenwahrheit bei den Energiepreisen.
    Die Produktionskosten zur Herstellung von Strom und Wärme sollten auf alle Verbraucher gleichmäßig verteilt werden. Das ist gegenwärtig nicht der Fall. Die strom­in­ten­sive Industrie zahlt 5 ct/kWh, die Industrie­kunden 12,8 und die Privathaushalte 25,74 ct/kWh.
    Die Bun­desregierung will den Preisanstieg für Energie durch Kappung des Ausbaus der erneuerbaren Energie mildern (EEG-Umlage). Die anderen wichtigen Gründe für das Steigen der Energiepreise bleiben unbeachtet.
    Die Industrierabatte bei der EEG-Umlage (2013 4 Mrd. €) sind bei sehr vielen Betrieben nicht gerechtfertigt (z. B. Lebensmittelhersteller). Die Privathaushalte und Kleinunternehmen müssen dadurch die EEG-Umlage der davon befrei­ten Industrie mittragen, was 1,4 -Cent/kWh ausmacht.
    Preissenkungen an der Strombörse werden von den Energie­kon­zer­nen nicht an die Haus­halts­kunden weiter gegeben.
    Ein weiterer Kostentreiber ist der Ausbau der Offshore-Wind­kraft­anlagen, den die Bundes­regierung nicht deckeln will. Die Offshore-Anlagen bekommen eine doppelt so hohe Ver­gü­tung wie die Onshore-Anlagen, sie müssen den Netzanschluss nicht sel­ber bezahlen, sie haften nicht bei Übertragungsproblemen beim Netzanschluss. Das erhöht die EEG-Umlage.
    Für Geringverdiener sind Basisfrei-Progressiv-Tarife einzuführen, damit die Energiewende sozial gestaltet wird und ein Anreiz zum Energiesparen entsteht.
    Wir fordern die Streichung der ungerechtfertigten Industrierabatte, eine öffentliche Strompreis-Aufsicht über das Endkundengeschäft, Beschleunigung der kostengünstigen Windkraft an Land und Abbau der kostenträchtigen Überförderung der Windkraft auf dem Meer, Vermeidung unnötiger Kosten für Nord-Süd-Hochspannungs­leitungen.

  5. Die Wirtschaftskraft der deutschen Industrie zur Herstellung von Anlagen der erneuer­baren Energie wird durch fast 400.000 Beschäftigte gesichert. Der Anlagenzubau an Land betrug im Jahr 2013 knapp 3.000 MW (1.150 Anlagen). Insgesamt kann die Windbranche 34.000 MW zur Stromerzeugung bereit­stel­len (8 % Anteil am Strommix). Die installierte Leistung bei Photovoltaikanlagen beträgt etwa 35.000 MW. Durch den nicht ste­tigen Wind- und Sonnenlichtanfall werden aus PV und Windkraft aber nur 5.000 bis 55.000 MW für das Strom­netz bereitgestellt, etwa die Hälfte der installierten Leistung. Eine Umstellung auf Vollversor­gung mit erneuerbarer Energie verlangt daher wesentlich mehr Kapazität bei Wind- und Sonnenkraftanlagen (etwa 200.000 MW). Nach Angaben des Bundes­umweltamtes ist in Deutsch­land ein technisch-ökologisches Potential von 275.000 MW vorhanden. Bis 2020 wäre also ein Zubau auf 120.000 MW möglich.
    Die Fertigungskapazitäten der Industrie reichen aus, um bis 2050 auf 100 % erneuerbare Energie umzusteigen.

  6. Demokratie im Energiesektor. Bisher war die durch das EEG eingeleitete Energiewende zur Hälfte eine Wende von unten, denn fast die Hälfte der Anlagen der Erneuerbaren Energie sind von einzelnen Bürgern oder den inzwischen 900 Energie­genossen­schaf­ten finanziert worden. Die Bür­ger waren Motor und Marktführer der Energie­wende. 2012 gab es 132 Regionen mit knapp 20 Mio. Einwohnern, die so viel erneuerbare Energie erzeugten, wie sie verbrau­chen. Rein rech­nerisch ist die Energiewende auf einem Viertel der Fläche Deutschlands bereits vollzogen. Ein großer Teil der Stromversorgung erfolgt bereits dezentral. Von den mehr als 1 Mio. Solarstromanlagen sind 98 % dezentral ans Niederspannungs­netz angeschlossen und erzeu­gen den Solar­strom verbrauchernah. Die PV-Kraftwerke der Mega­watt­klasse erbringen nur 15 % der Leistung aller PV-Anlagen. Wir wollen die Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit zur Energiewende nutzen, um sie weiter voran zu bringen.
    Die Bundesregierung und Konzerne setzen mit großen Windparks und hochleistungsfähigen Übertragungsnetzen auf zentrale Lösungen; diese lassen sich besser kontrollieren. Doch immer mehr Bürger wollen sich die stetig steigenden Energie­preise nicht mehr von den großen Stromerzeugern und Netzbetreibern diktieren lassen, sondern sich selbst mit Energie versorgen. Für sie sind dezentrale PV-Anlagen mit Stromspeichern die Lösung. Sie können einen Beitrag zur Demokratisierung der Stromversorgung leisten.

  7. Die Förderung von Wirtschaft und Forschung im Energiesektor umstellen. Gegenwärtig wenden die Nationen der Welt mehr Geld für Subventionen der fossilen Brennstoffe auf als für Investitionen in die erneuerbare Energie. Das ist auch in Deutschland so. 2013 wurden insgesamt 51 Mrd. € Steuergelder für umweltschädliche Zwecke verwendet. Würden die gegenwärtigen Subventionen (etwa 40 Mrd. €/a) für die fossil-atomare Energiewirtschaft dem Strompreis zugerech­net, dann würde dieser 10 Cent/kWh höher liegen. Die EEG-Umlage beträgt derzeit 6,24 Cent/kWh. Ohne die Subventionen für die fossil-atomare Energieerzeugung wären die Erneuerbaren Energieanlagen auch ohne EEG-Zuschläge wettbewerbsfähig.
    Wir fordern, die Subventionierung der fossilen Brennstoffe auf die erneuer­baren Energien umzuleiten.

  8. Bei der Wärmeerzeugung findet die Energiewende so gut wie nicht statt.
    54 % des deutschen Energieverbrauchs entfallen auf die Bereitstellung von Warm­was­ser, Heizung und Prozesswärme der Industrie. Bei Strom sind es nur 21 %. Der dritt­größte Verursacher von Klimagasemissionen sind die Privathaushalte mit der Heizung der Wohnräume. Zwei Drittel der Gebäude haben keine Wärmedämmung, nur jede fünfte Heizungsanlage entspricht den energetischen Anforderungen. 75 % des Bestandes der 20,5 Mio. Wärmeerzeuger sind technologisch veraltet. Die Umstellung auf effizientere Anlagen stagniert. Die bisherige Förderung bei der energetischen Sanierung der Gebäude ist völlig unzureichend. Selbst wenn die gegenwärtige Sanierung des Gebäudebestandes verdoppelt würde, könnte sie frühestens 2050 beendet werden. Das ist viel zu spät. Die Regierung verbleibt bei der bloßen Ankündigung verstärkter Energieberatung, die aber wegen zu geringer Förderung und hohem bürokratischen Aufwand kaum Wirkung entfaltet. Abschreibungsmöglichkeiten nutzen nur Miethaien und einkommensschwache EFH-Besitzer werden nicht gefördert.
    Wir fordern erhöhte Anstrengungen zur Primärenergieeinsparung im Gebäudebestand.

  9. Es fehlen Suffizienzstrategien.
    Unstrittig ist, dass es viele Reserven gibt, um den Energieverbrauch zu senken. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 etwa 20 % des Energieverbrauchs durch Energieeffizienz einzusparen. Doch Suffizienzstrategien fehlen vollständig; sie widersprechen dem Ziel kapitalistischer Produktion nach immer größerem Absatz der Produkte. Die Werbung unterläuft alle Ansätze, auf energie­rele­vante Güter oder Dienstleistungen zu verzichten oder sich einzuschränken. Suffizienz wird nur bei den Armen erzwungen, die so geringe Einkommen haben, dass sie beim Energieverbrauch sparen müssen. Das betrifft etwa 20 Mio. Rentner und Arbeitslose. Es besteht also wenig Aussicht, dass die kapitalistische Wirtschaft Suffizienzstrategien unterstützen wird.
    Wir fordern, die EU-Suffizienzstrategie in Deutschland umzusetzen.

  10. Sonne und Windstrom ergänzen sich und müssen durch Energiespeicher liefersicher gemacht werden.
    Diese Entwicklung wird von der Bundesregierung im Interessen der Energie­konzerne durch die Pflicht zur Direktver­mark­tung und zu Ausschreibungen ausgebremst. Bei der angestrebten Voll­ver­sor­gung mit Erneuerbarer Energie, die vor allem durch Solar- und Windstrom erreicht werden kann, werden an sonnigen und windreichen Tagen Über­schuss­leistungen (bis zu 60 GW) erzeugt, die nicht zeitgleich verbraucht werden kön­nen. Das ist eine Größenordnung, die fast der Spitzenlast entspricht. Die vorüber­gehende bzw. saisonale Speicherung dieser überschüssigen Energie ist bei voll­ständigem Umstieg auf erneuerbare Energie unbedingt erforderlich. Bei großen Speicherkapazitäten sind Pumpspeicherkraftwerke gegenwärtig die effizienteste und kostengünstigste Speicher­lösung (7 Cent/kWh). Andere Speichertechnologien sind gegenwärtig noch zu teuer: Elektrolyse von Wasser 30 Cent/kWh, Methanisierung 70 Cent/kWh, Druck­luft­speicher 20 Cent/kWh. Die Kapazität der Pumpspeicheranlagen liegt zur Zeit bei 6.700 MW. Im Bau bzw. in Planung befinden sich Kapazitäten von 5.000 MW. Benötigt werden aber mindestens 30.000 MW. Diese wirtschaftliche Aufgabe im Rahmen der Energiewende wird von der Regierung weder als Problem gesehen noch einer Lösung zugeführt. Der Grund ist, dass garantiert werden soll, dass die fossilen Kraftwerke weiter wie bisher in Volllast laufen können und nicht abgeschaltet werden müssen.
    Wir fordern die Förderung weitestgehend dezentraler Energieversorgung von Dörfern und Kleinstädten sowie Konzeptionen zur Entwick­lung und zum Ausbau von Speichertechnologien.

Literatur:

  • Sozial, ökologisch, demokratisch. Eckpunkte für eine Reform der Ökostromförderung.
    Die LINKE im Bundestag. 13.2.2014
  • Positionen linker Parteien und Bewegungen zur Energie- und Klimapolitik der EU. Ulrich Schachtschneider,
    Studien der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Oktober 2013.
  • PLAN B. Das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau. Die LINKE im Bundestag. 15.6 2012
  • Memorandum zu den „Eckpunkten für eine EEG-Novelle“. Eurosolar, Januar 2014
  • Energiewende als lohnende Zukunftsinvestition begreifen. Positionspapier. Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft. 03/2013.
  • Subventionierung der Größtverbraucher-Strompreise und internationale Konkurrenzfähigkeit;Tarantel Nr. 64; März 2014
  • Energiewende nicht abwürgen, sondern durch Ausbau mit dezentralen Speichern für regenerative Energien beschleunigen! Erklärung des Bundestreffens der Ökologischen Plattform in Bad Sachsa am 21.April 2013; http://oekologische-plattform.de/?p=5445

Was sind Gesetze wert?

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, lehnt es der Hamburger SPD-Senat ab, der Volksentscheids-Initiative “Unser Hamburg – Unser Netz” Einsicht in Gutachten über die Preisbildung für Energienetze zu genehmigen. Es geht darum, wie der Preis von mehr als 543 Millionen € für die 25,1% zustande gekommen ist, die der SPD-Senat an dem Gas-, Strom- und Fernwärmenetz hält. Somit geht es auch um die gesamte Kaufsumme von zwei Milliarden €. So viel soll das Energienetz von mehr als 35.000 km wert sein und diese Summe wird für den Volksentscheid immer genannt.

Als Begründung für die Ablehnung gibt der Hamburger Senat an, dass sowohl E.on als auch Vattenfall die Veröffentlichung „strikt“ abgelehnt hätten. Die Schlussfolgerung des Senats:

„Die Prüfung der von den Vertragspartnern vorgebrachten Argumentationen führt dazu, dass das Geheimhaltungsinteresse der betroffenen Unternehmen das Informationsinteresse erheblich überwiegt.“

Dagegen hat die Volksentscheids-Initiative am 16.8.13 zur Fristwahrung Widerspruch eingelegt. Die Grundlage: Das Hamburger Transparenzgesetz schreibt die Information der Öffentlichkeit vor bei „Verträgen der Daseinsvorsorge bzw. um Verträge von öffentlichem Interesse“. Dabei muss die Behörde berücksichtigen, „dass das öffentliche Informationsinteresse insbesondere dann überwiegt, wenn es sich um hohe Vertragswerte oder eine Monopolstellung des Vertragspartners handelt“. Unstrittig handelt es sich bei dem Energienetz um öffentliche Daseinsvorsorge, der Kaufpreis von 2 Mrd. € ist ein hoher Vertragswert und der Vertragspartner des Senats hat eine Monopolstellung inne.

Rechtlich ist also alles klar. Unklar ist aber, ob der Senat auch den Widerspruch ablehnen wird.
Für diesen Fall wird die Volksentscheids-Initiative klagen. Dann müssen Gerichte entscheiden, was das Transparenzgesetz und damit die parlamentarische Demokratie wert sind – wenn sie Kapitalinteressen zuwider laufen.

Unterstützt den Hamburger Volksentscheid gegen Vattenfall und E.on:

Sagt bundesweit TSCHÜSS VATTENFALL!

Stellt euren Abschiedsgruss online auf www.robinwood.de/Tschuess-Vattenfall

Elektrizitätsspeicher LESSY im Dauer-Testbetrieb

Beitrag zur Energiewende

LESSY [1] soll das Stromnetz tauglich machen für die verstärkte Aufnahme erneuerbarer Energien. Am 8.7.2013 hat ein Lithium-Ionen-Batteriesystem am STEAG-Standort Völklingen den Dauertest aufgenommen.

Lithium-Ionen-Batterien haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Speicherkonzepten. Sie können hohe Leistungen bereitstellen und schnell wieder geladen werden. Die Speicherverluste sind sehr gering und die Leistungsdichte ist hoch. Die Funktion von LESSY besteht darin, einen Puffer zu bilden, wenn mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Der Speicher kann so zur Netzstabilisierung beitragen und ist in einem Seecontainer untergebracht.

Im Stromnetz wird der Pufferspeicher nicht ständig und nicht immer mit der vollen Leistung belastet. Daher erwartet man eine Lebensdauer von deutlich mehr als zehn Jahren. Der jetzt angelaufene Testbetrieb soll zeigen, ob Lithium-Ionen-Speicher-Systeme diese Funktion zuverlässig erfüllen können.

Das System ist ausgelegt auf 4.700 Lithium-Ionen-Batteriezellen mit einer Speicherkapazität von rund 700 Kilowattstunden und einer Leistung von rund einem Megawatt.

Am LESSY-Projekt sind neben Evonik und der STEAG Power Saar GmbH die Li-Tec Battery GmbH, Digatron Industrie-Elektronik GmbH, die Institute EWE Next Energy und Power Engineering Saar sowie die Universität Münster beteiligt. Der großformatige Elektrizitätsspeicher wurde im Rahmen einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsinitiative entwickelt.

Peter Nützl, Geschäftsführer der STEAG Technischer Service GmbH, erklärte: „Die Energiewende in Deutschland ist ein hochkomplexes und schwieriges Projekt, das nur mit einem Bündel von verschiedenen Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden kann. Wir brauchen kreative Konzepte wie LESSY, um diese enormen Herausforderungen zu bewältigen.“

Mein Kommentar

Derartige Speichersysteme werden benötigt, um die Netzstabilität zu sichern und insbesondere kurzzeitige Schwankungen zwischen Stromerzeugung und -abnahme auszugleichen.

Die 700 kWh Speicherkapazität reichen jedoch gerade einmal aus, um den Strom von 7 Anlagen durchschnittlicher Größe [2] zu puffern (siehe Tarantel 59; S. 17 oder auf der SFV-Seite: „Beitrag von Photovoltaikanlagen mit integrierten Stromspeichern zur Energiewende„;  Bild 14). Im Verteilnetzbereich ist diese Speichergröße daher wahrscheinlich zu gering. Für kleinere, dezentrale Anlagen, die zahlenmäßig den größten Anteil haben, sind 700 kWh jedoch zu groß.

Ein echter Beitrag zu 100% erneuerbaren Energien kann damit nicht geleistet werden. Das sieht offenbar auch die Evonik in ihrer Webseite „Mission possible“ so:

„Für die Forscher in Marl ist der LESSY-Speicher der ideale Mitspieler in den Energienetzen der Zukunft – in denen konventionelle Kraftwerke mit möglichst hohem Wirkungsgrad das Rückgrat der Energieerzeugung bilden.“

Wolfgang Borchardt
18.7.2013


[1↑] LESSY ist die Abkürzung für Lithium-Elektrizitäts-Speicher-System

[2↑]Am 28.2.2013 betrug die Anlagengröße im Bundesdurchschnitt 31,4 kWp.

Netzausbaupläne dienen der fossilen Energieerzeugung

Die Netzbetreiber rechnen auch künftig mit Dauerbetrieb von Kohlekraftwerken – trotz des Ausbaus der Erneuerbaren.

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat ein neues Vergleichsdossier über die mögliche Entwicklung der Volllaststunden von Kraftwerken in Deutschland erstellt.
Es zeigt, dass der Weiterbetrieb der fossilen Kraftwerke auch in Zukunft vorgesehen bzw. von den Übertragungsnetzbetreibern geplant ist.

Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass in verschiedenen Studien Aussagen zur künftigen Auslastung von Kraftwerken gemacht werden. Die Gründe und Herangehensweisen der Studien sind unterschiedlich. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat diese verglichen und festgestellt, dass trotz steigender Kapazitäten bei den Erneuerbaren Energien vor allem die Übertragungsnetzbetreiber von einer sehr hohen Auslastung der Braunkohlekraftwerke ausgehen. Durch diese hohe Auslastung der Kohlekraftwerke wird immer öfter mehr Strom erzeugt, als in der Republik abgenommen wird. Dadurch sinken die Börsenpreise und die EEG-Umlage steigt – ebenso, wie die Netzbelastung.
Da Stromerzeugung und -abnahme übereinstimmen müssen, wird der überschüssige Strom exportiert.

Den Szenarien der Übertragungsnetzbetreiber zufolge werden sich diese Zusammenhänge trotz politisch proklamierter Energiewende in Zukunft nicht ändern. Auch im Jahr 2023 und 2033 rechnen die Netzbetreiber unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Strommarkt mit einer durchgängig hohen Auslastung insbesondere von Braunkohlekraftwerken und einer Zunahme des Stromexports. Im als am wahrscheinlichsten dargestellten Szenario B des Entwurfs für den Netzentwicklungsplan 2013 prognostizieren die Übertragungsnetzbetreiber, dass Braunkohlekraftwerke auch im Jahr 2023 fast rund um die Uhr laufen. Bei einer installierten Leistung von 17,6 Gigawatt würden sie 129,4 Terawattstunden Strom erzeugen. Rechnerisch liefen die Braunkohlekraftwerke an 7.371 Stunden im Jahr mit voller Leistung (= Volllaststunden). Das wäre sogar mehr als die rund 6.000 Volllaststunden im Jahr 2011, die sich aus den Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums und der AG Energiebilanzen für die installierte Leistung und die Stromerzeugung von Braunkohlekraftwerken berechnen lassen (Demnach erzeugten Braunkohlekraftwerke mit einer installierten Leistung von 25 Gigawatt im Jahr 2011 rund 150 Terawattstunden Strom.) Hohe Volllaststunden sind ein Indikator dafür, dass Braunkohlekraftwerke auch dann noch auf voller Leistung laufen, wenn Sonnen- und Windenergieanlagen viel Strom produzieren.

Braunkohlestrom passt nicht zur Energiewende

Wenn allerdings gleichzeitig Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen und Kohlekraftwerken im Netz transportiert werden muss, erfordert dies mehr Übertragungskapazität. „Im Umkehrschluss bedeutet das: Der erforderliche Netzausbau und die damit verbundenen Kosten bis 2023 könnten vermutlich geringer ausfallen, wenn das Übertragungsnetz neben der Stromeinspeisung aus Erneuerbaren Energien nicht noch zusätzlich eine quasi unverminderte Einspeisung des Kohlestroms ermöglichen müsste“, erklärt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Werden konventionelle Kraftwerke nicht vom Netz genommen, wenn Erneuerbare-Energien-Anlagen einen Großteil der Nachfrage decken, entstehen Stromüberschüsse, die zum Beispiel zu negativen Preisen ins Ausland exportiert werden müssen. Das ist energiewirtschaftlich unnötig und widerspricht eklatant den Klimaschutzzielen“, kritisiert Vohrer.

Der aktuelle Netzentwicklungsplan der Übertragungsnetzbetreiber gibt den Stromexport im Szenario B für das Jahr 2023 mit 87 Terawattstunden an. (Zum Vergleich: Im Jahr 2012 exportierte Deutschland 66,6 Terawattstunden Strom ins Ausland.) Damit würde Deutschland sogar Frankreich überholen, dessen Exportmenge im Leitszenario für 2023 auf rund 84 Terawattstunden geschätzt wird.

Die Übertragungsnetzbetreiber erstellen den Netzentwicklungsplan jährlich seit 2012, um den zukünftigen Ausbaubedarf zu ermitteln. Auf Basis der oben genannten Annahmen kommen sie zu dem Fazit, dass bis 2023 rund 4.000 Kilometer neue Leitungen benötigt würden. Die Investitionskosten dafür beliefen sich auf 21 Milliarden Euro. Ein so modernisiertes Netz wäre in der Lage, nicht nur den Strom von Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 139,5 Gigawatt zu transportieren, sondern gleichzeitig auch den Strom aus den vorhandenen Kohlekraftwerken.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) geht davon aus, dass insbesondere die geplanten neuen Stromautobahnen des Korridors A zwischen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg und des Korridors D zwischen dem Leipziger Raum und Bayern dazu beitrügen, Strom aus Kohlekraftwerken zu verteilen. „Sobald der Verdacht besteht, dass der Netzausbau nicht mehr vorrangig der Energiewende dient, sondern stattdessen die klimaschädliche Kohleverstromung manifestiert, wird die Glaubwürdigkeit der Netzausbaupläne beschädigt und die Akzeptanz für neue Stromleitungen schwindet“, warnt Vohrer.

Das vollständige Dossier mit Vergleichsgrafiken zu Volllaststunden-Prognosen einzelner Kraftwerkstypen ist auf der Internetseite des Forschungsradars Erneuerbare Energien abrufbar.

Der „Studienvergleich: Entwicklung der Volllaststunden von Kraftwerken in Deutschland“ kann auch hier heruntergeladen werden.

13.7.2013

Beschleunigter Ausbau der Elektrizitätsnetze

Rede von Ralph Lenkert, DIE LINKE im Deutschen Bundestag am 25.04.2013

Der von der Bundesregierung geplante Netzausbau nützt den Stromkonzernen, sichert weiterhin hohe Profite für Kohlestrom und subventioniert die Großkunden auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger. Die Bundesregierung wird mit enormen Protesten zu rechnen haben.


Energie für Alle – Demokratisch & sozial – dezentral & ökologisch

Liebe Genossinnen und Genossen,

noch 10 Tage bis zur

Energiepolitischen Konferenz am 23. März in Hamburg, Haus des Sports
Energie für Alle – Demokratisch & sozial – dezentral & ökologisch

Von Gregor Gysis Abrechnung mit der herrschenden Energiepolitik bis zur Abschluss-Podiumsdiskussion mit Jan van Aken (Hamburger MdB DIE LINKE), Thorben Becker (BUND), Jens Kerstan (Fraktionsvors. GRÜNE in der Bürgerschaft)), Dorothee Menzner (MdB DIE LINKE), Alexis Passadakis (ATTAC), Jochen Stay (.ausgestrahlt) und als Moderator Hans Thie (Referent für Wirtschaftspolitik der Linksfraktion im Bundestag) als Moderator erwartet uns eine spannende, mit hochkarätigen ReferentInnen besetzt Konferenz. Das ausführliche Programm entnehmt bitte dem Flyer.

Wir wollen damit zum einen die Kampagne für einen erfolgreichen Volksentscheid über die Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze sowie der kompletten Fernwärmeversorgung massiv unterstützen.
Zum zweiten wollen wir einer breiteren Öffentlichkeit ein realistisches Konzept für die dringend notwendige Energiewende, weg von Kohle und Atom hin zu 100% erneuerbare Energie präsentieren. Unser Konzept ist deshalb überzeugend, weil es die ökologische konsequent mit der sozialen Frage verbindet und dabei die Eigentumsfrage stellt, weil seine Verwirklichung Energiearmut abschaffen und Klimaschutz erst ermöglichen kann.

Wir stehen für 100% sozial & ökologisch & demokratisch.

Im Programm hat es eine Veränderung gegeben: Prof. Elmar Altvater kann leider nicht kommen. Dafür haben wir das Thema „Fracking“ aufgenommen; Sabine Wils (MdEP) wird dazu informieren und diskutieren.

Sabine Wils ist außerdem Mitveranstalterin der Konferenz geworden.

Kommt zur Energiekonferenz, versorgt euch mit Argumenten für die kommenden Auseinandersetzungen und diskutiert mit – und bringt viele KollegInnen, NachbarInnen, FreundInnen usw. mit!

Mit solidarischen Grüßen

Gilbert Siegler