Exxon vergiftet unser Wasser!

Presseerklärung DIE LINKE. Gütersloh, 22. April 2012

Fast 1000 Menschen demonstrieren am Bohrplatz in Bad Laer

Der April machte seinem Ruf alle Ehre! Hagelschauer, kräftiger Wind, Regengüsse und Sonnenschein. Dennoch zogen fast 1000 Menschen am Sonntagnachmittag von Bad Laer und Bad Rothenfelde zum Bohrplatz der Firma Exxon-Valdez in Bad Laer. Nahe am Einzugsgebiets des Wasserbeschaffungsverbandes Versmold-Füchtorf-Sassenberg soll mittels „Fracking“, auf Deutsch „Aufbrechen“ oder „Aufreißen“, mit teils hochgiftigen Chemikalien versetztes Wasser unter hohem Druck in große Tiefen gepumpt werden um das profitable Gas freizusetzen. Das Verfahren ist äußerst umstritten, zahlreiche „Zwischenfälle“ sind bekannt.

„Auch überall im Kreis Gütersloh sind die Brunnenvergifter unterwegs. Die Claims sind bereits abgesteckt! Der US-Konzern BNK hat eine „Aufsuchungserlaubnis“ für das Feld „Falke“. Davon betroffen sind Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Rietberg, Verl, Schloss Holte und Teile von Gütersloh. Exxon Mobil, einer der größten Konzerne der Welt, ist in Herzebrock-Clarholz, Harsewinkel, Versmold, Steinhagen, Halle, Borgholzhausen und Werther am Zug,“ so Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes DIE LINKE. Gütersloh. „CDU/FDP in Niedersachsen und Berlin lassen wenig Zweifel daran, auf wessen Seite sie stehen. Die rot-grüne Landesregierung in NRW hat zwar ein halbherziges Moratorium beschlossen, aber die Verfahren zur Erdgasförderung unterliegen dem Bundesbergbaugesetz und damit der Bundesregierung.“

„Spätestens auf Bundesebene haben wir auch erhebliche Zweifel, ob die Parteien eines Gerhard Schröder und Joschka Fischer fähig sind, sich gegen die Energiekonzerne durchzusetzen! Fracking, Ölpreise, Benzinpreise und Atomkraft. Es ist allerhöchste Zeit zu fragen, wer regiert das Land! „Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden. Zusammenschlüsse, die ihre wirtschaftliche Macht missbrauchen, sind zu verbieten,“ zitiert Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE den Artikel 27 der Landesverfassung NRW. „Die niedersächsische Verfassung kenne ich leider nicht so gut!“ muss er aber zugeben.

Trotzen Hagel, Regen, Wind und Exxon und werden mit Sonne belohnt. Demonstranten am Bohrplatz von Exxon Mobil zwischen den Soleheilbädern (!) Bad Laer und Bad Rothenfelde

 

Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes, am harmlos aussehenden Bohrplatz

 

Uschi Kappeler, Sprecherin DIE LINKE Kreis Gütersloh
Michael Pusch,Sprecher DIE LINKE. Kreis Gütersloh
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