30 km/h aktuell – Nr. 1

Nachrichten zur Europäischen Bürger-Initiative  “30 km/h – macht die Straßen lebenswert!”

30kmh-Herz

 

8. Februar 2013: Zum Start ihrer Kampagne organisierten die französischen EBI-Organisationen eine fulminante Pressekonferenz in Paris. Sie bekamen dafür ein riesiges Medienecho, und andem Wochenende unterschrieben allein in Frankreich fast 600 Menschen. Das ist der bisherige Rekord!

Wir haben uns also durchgekämpft: Durch hartnäckige Probleme mit der Software der EU-Kommission und durch einen langen Dezember Wartezeit, bis sie endlich funktionierte und wir seitdem in mehreren Sprachen sammeln können.

Jetzt kann man auf www.30kmh.eu online unterschreiben oder auch Formulare ausdrucken. Und es gibt erste regionale Anlaufstellen zum Unterschreiben – ein großes Dankeschön an alle, die sich dazu bereit erklären!

Natürlich ging es nach dem Ärger nur langsam los mit der online-Unterschriften-Sammlung. Aber wir nähern uns der Marke von 14 000 Unterschriften: So viele Menschen haben sich in Europa noch nie für Tempo 30 als Standard-Höchstgeschwindigkeit ausgesprochen! Die Zahl der Unterzeichner/innen steigt täglich, und seit einigen Tagen auch schneller als vorher. Unter http://30kmh.eu/statistics/ kann man die Sammlung in Echtzeit verfolgen.

Wir haben also Chancen, unser großes Ziel zu erreichen: 1 Million Unterschriften bis zum November 2013. Helfen Sie mit!

30 km/h rettet Leben! Alle können angstfreier auf den Straßen unterwegs sein. Der Verkehrslärm nimmt deutlich ab, und der Verkehr fließt gleichmäßiger. Das hat einen geringeren Benzinverbrauch zur Folge, und die Luft wird sauberer. Mit anderen Worten: Das Leben in unseren Städten und Dörfern wird schöner, entspannter, qualitätvoller, sicherer.

Bitte werben Sie für unser Volksbegehren. Nutzen Sie alle verfügbaren Medien:
Facebook, Twitterm email, Treffen, Rundschreiben, Magazine….

Empfehlen Sie
www.30kmh.eu
www.facebook.com/30kmh.eu

Ihr EBI – Team

Wenn Sie für unser Volksbegehren spenden wollen, können Sie das hier tun:
http://de.30kmh.eu/spenden/

Und hier können Sie sich für den newsletter anmelden oder ihn abbestellen:
info@30kmh.eu („Anmelden“ oder „Abmelden“ im Betreff reicht.)


Anmerkung:

Als wir das erste Mal über die Initiative im Beitrag Tempo 30 – europaweit! berichteten, meinte Michael Stienz

„Ich vermute hinter der Aktion von 30 km/h auf allen Straßen eine Abzocke der Autofahrer durch die Behörden.“

Diese Vermutung wirft zumindest drei Fragen auf:

  • Worin könnte diese Abzocke bestehen?
  • Ist irgendjemandem ein Fall bekannt, dass eine Behörde eine Bürgerinitiative gestartet hat? Ist so etwas wahrscheinlich?
  • Sind die 14.692 Unterzeichner (Stand 26.2.2013; 12:48) alle naiv genug, um auf eine behördliche Abzocke hereinzufallen?

Kommentar

Sehr geehrter Herr Stienz,
zu Ihrem Einwand möchte ich folgendes erwidern:

Tempo 30 rettet Leben und da auf den Hauptstraßen die meisten und schweren Unfälle geschehen, muss dort die Geschwindigkeit gesenkt werden. Heute wird teilweise 60 und mehr km/h gefahren und wenn man mit Tempo 30-Anordnung wenigstens auf 40 m/h kommt, wäre viel gewonnen.
Und Tempom30 senkt den Lärm und den Abgasausstoß, wenn niedertourig gefahren wird (die heutigen Motoren sind auf 50 und mehr km/h optimiert, aber das kann die Autoindustrie ja ändern, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern).

Und noch etwas verblüffendes: Die Verkehrswissenschaft sagt, dass der Durchfluss durch einer Straße bei 30 statt 50 km/h größer ist. Das liegt daran, dass die Beschleunigungs- und Bremsvorgänge weniger werden, die Abstände der einzelnen Fahrzeuge werden geringer und es kommt zu einem homogeneren Fluss. Überraschendes Fazit: Staus nehmen sogar ab.

Mit freundlichen Grüßen
Karl-Heinz Ludewig

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