Globale Erwärmung durch Fracking

Der Umwelt-Journalist Stephen Leahy schreibt in seinem Blog, dass die Methanmenge, die beim Fracking entweicht, viel größer ist, als bei der konventionellen Erdgasförderung. Da Methan eine deutlich höhere Klimawirksamkeit besitzt, als CO2, kann Schiefergas (Erdgas, das mittels Fracking gewonnen wird) keine Brückentechnologie hin zu erneuerbaren Energien sein.

„Eine Studie1 der Nationalen Behörde für Ozeane und Atmosphärische (NOAA), die in der Nature in dieser Woche veröffentlicht wurde, weist nach, dass bis zu 9 % des aus dem Boden gelösten Gases entweichen durch Lecks in die Atmosphäre entweichen. Erdgas (Methan) ist ein starkes Treibhausgas. Wenn diese Leckstellen häufig sind, ist Fracking für die Beschleunigung der Erderwärmung schlechter als Kohleverbrennung.“

Das Fazit einer anderen Studie der Environmental Research Letters „Greenhouse gases, climate change and the transition from coal to low-carbon electricity“ lautet:

„Energieeinsparung, Wind, Sonnen-, Kernkraft, und vielleicht CCS könnten wesentliche Vorteile beim Klimaschutz in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erreichen; Erdgas kann das jedoch nicht“

Leahy kommt zu dem Schluss:

„Was nötig ist, ist der aggressive Einsatz von Null-Emissions-Technologien und Energieeinsparung.“

Es ist eine Erkenntnis aus den USA, in denen Fracking schon weit verbreitet ist:
Fracking ist nicht nur gefährlich für das Grundwasser, sondern auch für das Weltklima.

Die Bundesregierung hat dagegen Fracking kürzlich (mit Auflagen) erlaubt.
Ein deutsches Sprichwort sagt: „Aus Fehlern wird man klug.“
Eine Fortsetzung lautet: „Nur die Dummen lernen aus den eigenen Fehlern.“


  1. Air sampling reveals high emissions from gas field. Methane leaks during production may offset climate benefits of natural gas.“ 

Seite drucken Drucken