Haßleben ist ein Irrweg

Presseinformation

von Dr. Michael Egidius Luthardt
Mitglied des Landtages
Fraktion im Landtag Brandenburg

Zu der anstehenden Erteilung der Genehmigung der Wiederinbetriebnahme der Schweinemastanlage Haßleben nimmt der Sprecher für Agrarwirtschaft und ländliche Räume der Fraktion DIE LINKE im Landtag Brandenburg Dr. Michael Egidius Luthardt wie folgt Stellung:

Die bevorstehende Genehmigung der Wiederinbetriebnahme der Schweinemastanlage Haßleben mag den gesetzlichen Ansprüchen genügen – für die nachhaltige Entwicklung der Uckermark führt sie in eine Sackgasse. Eine solche Anlage schafft keine regionalen Wirtschaftskreisläufe und keine Wertschöpfung in der Region. Die Tiere, hierbei besonders die Ferkel, werden quer durch Europa zur weiteren Verwertung transportiert und das Futter muss aus anderen Regionen oder sogar Erdteilen zugekauft werden. Auch die erhofften neuen Arbeitsplätze stehen in keinem Verhältnis zur Tierzahl. Die Umweltbelastungen aber werden dem Image der Uckermark schaden, welche erst vor kurzem eine hohe Wertschätzung als Tourismusregion erfahren hat.

Gegen die Abwanderung von jungen Menschen helfen solche Megaprojekte nicht.
Viel tragbarer und zukunftsweisend sind klein- und mittelständische Verarbeitungsbetriebe wie z.B. Hemme-Milch in Schmargendorf sowie kulturelle und touristische, untereinander vernetzte Angebote.  Eine zukünftige Schweinemastanlage Haßleben wird kein Aushängeschild der Landwirtschaft in Brandenburg sein.

20.06.2013


siehe auch: Stellungnahme von MdB Dr. Kirsten Tackmann auf NACHHALTIG LINKS v. 25.6.2013



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