Darf Wissenschaft Konzerninteressen widersprechen?

Monsanto-Mais hat getötet

Gentechnisch modifizierter Mais von Monsanto hat Ratten im Versuchslabor getötet. Das geht aus einer Studie der Universität Caen1 hervor.
Das Pikante daran: Die Erhebung wurde sofort nach ihrer Veröffentlichung kritisiert. Die Ergebnisse sind bis heute in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Ergebnisse bereits 2012 veröffentlicht

Die Forschungsergebnisse wurden bereits im September 2012 veröffentlicht. Laut Gilles-Eric Seralini von der Universität Caen kann der Verzehr des gentechnisch veränderten Maises extreme Gesundheitsschäden hervorrufen. Organschäden, Tumore und letztendlich ein verfrühter Tod gehören dazu. Im Interview mit pressetext erklärt Dirk Zimmermann, Gentechnik-Experte von Greenpeace:

„Langfristige Effekte können nicht kritisch genug betrachtet werden2.“

Die Genmais-Lobby bezeichnet die Studie hingegen als „absurd„, „unangebracht“ und „Standards nicht erfüllend„. So Julian Little, Vorsitzender des Agricultural Biotechnology Council, das unter anderem Monsanto repräsentiert. Laut Little sind die Anschuldigungen, die Studienergebnisse würden von Monsanto zurückgehalten, verrückt. Es handle sich um eine „Verschwörungstheorie, die nicht zündet„. Mehr als drei Billionen Mahlzeiten mit gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln seien weltweit bereits verzehrt worden – ohne Gesundheitsprobleme.

Multi-Milliarden-Dollar-Industrie unter Beschuss

„Die Studie bedroht existenziell die Grundlage einer Multi-Milliarden-Dollar-Industrie“,

beschreibt Claire Robinson, Mitglied der Umwelt-Gruppe GM Watch, den Hintergrund3.

„Die Attacken auf Seralinis Forschungsmethoden sind besonders verdächtig, weil er einfach die gleiche Methode wie Monsanto selbst angewandt hat. Er hat den Versuch nur in die Länge gezogen.“

Quelle: asp/pte – http://www.pressetext.com/news/20130902014


  1. http://www.unicaen.fr/recherche/mrsh/annuaire/1614849 

  2. http://www.greenpeace.de/gentechnik 

  3. http://bit.ly/1dzDwhC 

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