Geheimhaltung statt Aufklärung

Auch drei Jahre nach der atomaren Katastrophe von Fukushima verschweigen, vertuschen und verdrängen die offiziellen japanischen Stellen die Folgen des Super-GAUs. Die Geheimhaltung der unbequemen Wahrheiten ist durch das neue japanische Geheimhaltungsgesetz sogar noch einfacher und umfangreicher geworden

Montag, 3.3.2014, 20:00

Vortrag und Diskussion im Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Eintritt frei, Anfahrt: siehe Rückseite
Eine Veranstaltung von IPPNW, Anti Atom Berlin und Sayonara Nukes Berlin

Oshidori Mako ist der Künstlername der in Japan bekannten Journalistin Masako Yoshioka. Sie gehört zur Free Press Association Japan, die nach der atomaren Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011 gegründet wurde als Reaktion auf die Manipulation der Medien durch Staat und Atom-Betreiber-Firmen (Tepco etc). Oshidori Mako ist Mitglied des Vorstandes.
Die Journalistin hat ursprünglich Medizin studiert, wurde dann aber Unterhaltungskünstlerin mit Auftritten u.a. im Fernsehen. Seit der Atom-Katastrophe begann sie Recherchen über Folgen der Reaktorkatastrophe für Gesundheit, Natur und Gesellschaft, die Situation der Arbeiter in dem Atomkraftwerk, die Situation der Bevölkerung in Fukushima sowie die Reaktionen von Tepco auf die Atomkatastrophe. Auf den Tepco-Pressekonferenzen wird sie von den Tepco-Vertretern gefürchtet wegen ihrer fundierten Sachkenntnis und den kritischen Fragen.
Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Die Tokio Shimbun berichtete Ende des letzten Jahres zudem über eine offizielle Vereinbarung zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde und den Präfekturen Fukushima und Fukui. Danach haben die Beteiligten Geheimhaltung vereinbart, sobald dies eine Seite wünscht.
Im Rahmen einer internationalen Tagung zu den Folgen von Atomkatastrophen für Natur und Mensch in Arnoldshain bei Frankfurt befinden sich zurzeit japanische Ärzte, Wissenschaftler und Journalisten in Deutschland. Zu ihnen gehört auch die in Japan bekannte Journalistin Oshidori Mako, die in Berlin über die Blutuntersuchungsergebnisse bei Kindern in kontaminierter Region, die Schilddrüsenuntersuchungen in der Präfektur Fukushima sowie Untersuchungsergebnisse an Schwangeren referieren wird. Wir laden Sie herzlich zur Vortragsveranstaltung ein.

Die Begrüßungsrede hält Hiroko Held, Sayonara Nukes Berlin.
Übersetzung: Yu Kajikawa
Performance: Kazuma Glen Motomura (Body Poet)
Moderation: Dr. Ludwig Brügmann, IPPNW

 

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