Storchenersatzvögel in Brandenburg eingeführt

Pressemitteilung der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V.

Potsdam, 31.03.2015

Störche gehören zweifelsfrei zu den Charaktervögeln in Brandenburg. Jede Gemeinde ist stolz auf sein Storchenpaar, um die Bezeichnung Storchendorf wird gerungen und viele Menschen kümmern sich in ihrer Freizeit um den Weißstorch.

Leider ist die Anzahl dieser Vögel in den letzten Jahren stark rückläufig. Es mangelt an geeigneten Nahrungsgrundlagen, Wiesen werden umgebrochen und Mais und Spargel werden angebaut. Das mag der Storch nicht so. Da hier keinerlei Besserung in Sicht ist, hat in diesem Frühjahr die GRÜNE LIGA mit einem neuen, beispiellosen Projekt im Land Brandenburg begonnen. Storchenersatzvögel werden ausgebildet und auf ein Leben im Storchenhorst vorbereitet.

Nilgänse_in_Großbeeren„Hierbei verwenden wir Vögel, die ansonsten nicht gebraucht werden. Wir haben fünf Kormoranpaare einer künstlichen Schnabelverlängerung unterzogen und das Gefieder mit Kalkmilch aufgehellt. Sie werden zur Gewöhnung erst einmal am Horst befestigt. Das klappt schon ganz gut“, so Norbert Wilke, Geschäftsführer der GRÜNEN LIGA Brandenburg. Das typische Storchengeklapper kommt, vorerst noch, vom Band und wird über einen Lautsprecher am Nest abgespielt. Kraniche, obwohl noch am engsten mit den Störchen verwandt, haben sich bei den Testläufen nicht gut bewährt und auch Schwäne waren nicht zu gebrauchen. Erfreulich liefen dagegen die Probereihen mit zugereisten Migranten aus dem Süden die somit problemlos bei uns integriert werden konnten.

„Zwei Nilgänse haben sich total gut auf dem Storchennest in Großbeeren eingerichtet und nehmen die Rolle als Storchenersatzvögel gut an. Da Brandenburg immer älter wird und die Leute somit auch nicht mehr so gut sehen und hören können, ist der Ersatz fast 1:1 gelungen“, so Wilke weiter.

Sollte das Experiment der GRÜNEN LIGA gelingen, kann in absehbarer Zeit ganz auf echte Störche verzichtet werden und auch die letzten nutzlosen Wiesen könnten mit einer Bodenheizung versehen werden und es könnten Ananas angebaut werden.

Wir werden weiter über unseren Freilandversuch berichten.[1]
Norbert Wilke
Pressesprecher der GRÜNEN LIGA Brandenburg e.V.

 


[1↑] 🙂