Neuer Wärmespeicher

In Österreich wurde ein Wärmespeicher entwickelt, der in einer Versuchsanlage 85 % des Winterbedarfs an Wärme durch Speicherung der Sommer-Solarenergie deckte. Darüber berichtet derStandard.at (klick) nach einem etwa einjährigen Test in Gleisdorf.

Der Speicher aus hochporösen und extrem hydrophilen Zeolithen als Wärmemedium (klick zum Bericht) hat die dreifache Speicherkapazität von Wasser. Mit 180 kWh Speicherdichte je Kubikmeter Speichermaterial wurde ein neuer Weltrekord erreicht.

Die Idee, Latentwärmespeicher für die Langzeitspeicherung einzusetzen, ist nicht neu. Zur Expo 2000 hat die Solarfabrik UFE Solar in Eberswalde ein Projekt vorgestellt, bei dem Silikagel in einem Langzeitspeicher die Wärmeversorgung eines Wohnhauses im Winter sicherstellen sollte. Der Deutschlandfunk berichtete 2006 (klick) unter der Überschrift „Tolle Idee! – Was wurde daraus?“, dass „es … sich einfach erwiesen [hat]: Unter den heutigen Randbedingungen – Energiepreise, energiewirtschaftlichen Randbedingungen – ist man mit so einem Konzept nicht konkurrenzfähig.“ Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich bei dem genannten Projekt um einen mit viel technischem Aufwand ausgestatteten Vakuumbehälter handelte.

Die Forschung hat sich seitdem auf Zeolithe konzentriert, doch die Materialien, die für die Wärmespeicherung besonders geeignet sind, sind (noch) teuer. Das kann durch Massenanwendungen geändert werden. Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf höhere Energiedich­te, Leistungsdichte sowie Zyklenfestigkeit.