Gütersloher Delegierte auf Landesparteitag der LINKEN.NRW erfolgreich

Linke für Ausstieg aus konventioneller Landwirtschaft und Entmachtung der Konzerne und Banken

Die Delegierten aus Gütersloh waren mit dem Verlauf des Landesparteitages der LINKEN.NRW am Wochenende in Essen sehr zufrieden. Das beschlossene Programm zur Landtagswahl 2017 enthält klare Forderungen zur Umverteilung des Reichtums, zur Demokratisierung der Wirtschaft und zum Schutz der natürlichen Ressourcen. Darum ging es auch in vier Anträgen des Kreisverbandes Gütersloh, die ins Landtagswahlprogramm übernommen wurden.

Dazu Michael Pusch, Sprecher des Kreisverbandes:

„Wir wollen eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums und ein Ende des Raubbaus an den natürlichen Ressourcen. Dazu muss der Einfluss von Konzernen, Banken, Stiftungen und anderer Organisationen, die einseitig Kapitalinteressen vertreten, auf die Politik beendet werden. Wir freuen uns, dass die Delegierten unseren Antrag angenommen haben. Unsere Forderungen: Zusammenschlüsse, die ihre wirtschaftliche Macht missbrauchen, sind zu verbieten. Großkonzerne sind zu entflechten und in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft zu überführen. Genau so steht es im Artikel 27 der Landesverfassung und in Artikel 15 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Konsequenterweise wurde ein weiterer Antrag aus Gütersloh angenommen. Er fordert eine Reform des Steuer- und des Stiftungsrechts und die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Bertelsmannstiftung.“

Die Sprecherin des Kreisverbandes, Uschi Kappeler, begrüßt es, dass DIE LINKE ihr ökologisches Profil schärft:

„Die konventionelle Landwirtschaft zerstört die Grundlagen der Erzeugung unserer Nahrungsmittel und vergiftet unser Wasser. Sie muss vollständig durch die ökologische Landwirtschaft ersetzt werden. Diese Forderung haben die Delegierten ins Wahlprogramm aufgenommen. Ziel der LINKEN ist der Zugang zu gesunden, umweltverträglich und fair produzierten Nahrungsmitteln für alle.
In diese Richtung zielte auch unser vierter Antrag. Im Wahlprogramm wird jetzt gefordert, dass Kitas und Schulen, aber auch andere öffentliche Einrichtungen wie Unis, Krankenhäuser, Altenheime, Reha-Kliniken und JVA’s, Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft und vorrangig regionalem und saisonalen Anbau anbieten. Zudem sollen in öffentlichen Einrichtungen täglich vegetarische und vegane Menü angeboten werden.“

Uschi Kappeler weiter:

„Gut sind auch die Forderungen der LINKEN.NRW zum Thema Tierschutz. Die Linke spricht allen Tieren das Recht zu auf eine natürliche Existenz, unabhängig von ihrem `Nutzwert`. Die Massentierhaltung lehnen wir deshalb ebenso ab wie die Haltung von Wildtieren in Zirkussen und Treib- und Drückjagden. DIE LINKE fordert auch mehr Amtsveterinäre zur Durchsetzung des Tierschutzes. Wir im Kreis Gütersloh wissen, wie wichtig das ist.“

DIE LINKE.  Kreisverband Gütersloh, 9.11.2016

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