fünf Fragen an Ralf Krämer

Mit einer Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau starten DIE LINKE. im Bundestag und die Rosa-Luxemburg-Stiftung in das Jahr 2017.
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In der Zeche Zollverein in Essen wollen wir mit ExpertInnen, AktivistInnen und PolitikerInnen aus Umwelt- und Klimabewegung, aus Wissenschaft und Gewerkschaften diskutieren, wie wir die gesellschaftliche Transformation vorantreiben können.

Im Vorfeld der Konferenz haben wir einigen Teilnehmenden fünf Fragen gestellt und um möglichst prägnante Antworten gebeten – heute:

Ralf Krämer, Bereich Wirtschaftspolitik, ver.di-BundesvorstandFoto R. Krämer

1. Warum ist die ökologische auch immer eine soziale bzw. Gerechtigkeits-Frage?

Öko ist oft teurer und muss man sich leisten können, andererseits belasten Reiche trotz mehr Öko-Konsum die Umwelt weit stärker als Arme. Ökologie durch Ausschluss der Vielen, so dass Wenige weiter konsumieren können, ist nicht akzeptabel.

2. Welche Strukturen müssen sich verändern, dass ökologische Lebensweisen für alle möglich werden?

Mehr Gleichheit und soziale Sicherheit und weniger Konkurrenz und Stress würden es jedenfalls sehr erleichtern. Zugleich müssen die Möglichkeiten stark beschränkt werden, mit ökologisch schädlichen Produkte und Prozessen Profit zu machen.

3. Was sind die „harten Brocken“ für die linke Politik, denen sie sich stellen muss?

Ein zentrales Problem ist sicherlich, im ökologischen Umbau Arbeitsplätze und Einkommen für die davon negativ betroffenen Menschen zu sichern bzw. neue zu schaffen.

4. Erwerb/Muße/Sorgearbeit: Welchen Mix brauchen wir, um die Gesellschaft nachhaltig umzugestalten?

Ökologie betrifft die stoffliche Seite der Tätigkeiten, nicht ihre gesellschaftliche Form, insoweit finde die Frage nicht zielführend. Alle Arten von Produktion und Konsum müssen naturverträglich ausgerichtet werden. Nichterwerbsarbeit ist nicht per se ökologischer, manchmal im Gegenteil.

5. Was machen Sie schon oder haben sich vorgenommen, um Ihren eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern?

Ich nutze überwiegend ÖPNV und nutze Güter meist lange Zeit, kaufe wenig Neues, wenn ich es nicht wirklich brauche.

Quelle: LIMA

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