Offener Brief an den Parteivorstand & an die Bundestagsfraktion DIE LINKE

Unser Plan ist, den Vorständen vorzuschlagen, dass wir uns am 30.1. nach der Fraktionsklausur zusammen setzen, um den Brief (s.u.) zu überreichen und Folgen zu besprechen.

Bitte unterzeichnen:

Links wirkt: sozial, gerecht, friedlich und ökologisch.

Liebe Genossinnen und Genossen,

DIE LINKE hat einen engagierten Wahlkampf geführt und mit 9,2 Prozent ein halbwegs befriedigendes Ergebnis erzielt. Aber DIE LINKE muss deutlich stärker werden, wenn sie dem Rechtsruck entgegentreten und die gesellschaftliche Entwicklung wirksam beeinflussen will. Das geht auf Dauer nur, wenn sie ihre thematische Enge überwindet. Allein die soziale Frage anzusprechen, ist ungenügend.

Es ist an der Zeit, die ökologischen Herausforderungen wirklich ernst zu nehmen. Die Gefahren des Klimawandels sind offenkundig. Ein überhitzter Planet zerstört Lebensgrundlagen, sorgt für Hunger, Elend, Flucht. Schon jetzt kündigen sich Katastrophen an, die Milliarden Menschen betreffen. Wer soziale Gerechtigkeit will, muss deshalb auch ökologische Gerechtigkeit fordern. Und das heißt: Schluss mit rücksichtsloser Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung, Raus aus dem Wachstumswahn.

DIE LINKE fordert gute Arbeit, steigende Löhne, sichere Renten und bessere soziale Sicherung. Das ist richtig, reicht aber längst nicht mehr aus. DIE LINKE ist erst dann auf der Höhe der Zeit, wenn sie mit konkreten Vorschlägen Umverteilung und Umgestaltung verbindet. Wie dringend sozialer-ökologischer Umbau ist, zeigt aktuell die deutsche Autoindustrie. Sie schädigt die Gesundheit von Menschen und gefährdet gleichzeitig Arbeitsplätze, weil sie nicht zur überfälligen Umgestaltung ihrer Technologien gezwungen worden ist.

Künftig geht es nicht nur um saubere Autos und nicht nur um erneuerbare Energien. Die ökologische Umgestaltung der Wirtschaft insgesamt und auch der Lebensweise steht zur Debatte. Wichtig sind dabei nicht nur technische Innovationen, sondern auch weniger Verkehr, Vermeidung von Konsumschrott, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit. Es geht also um eine Wirtschaft, die auf Wachstum nicht mehr angewiesen ist und dennoch stabil bleibt und lebenswert wird.

Dieser Strukturwandel wird kommen – entweder über Katastrophen oder über vorsorgende Politik. Die Rezepte der Konservativen, der Liberalen und der verbürgerlichten Grünen sind dafür ungeeignet. Wer starke Nachhaltigkeit will, muss den Menschen die Angst vor dem Wandel nehmen. Wer die ökologischen Herausforderungen ernst nimmt, muss deshalb mehr Gleichheit, mehr Sicherheit der Einkommen und mehr Wirtschaftslenkung fordern. Alles was DIE LINKE unter dem Banner der sozialen Gerechtigkeit verlangt, wird dann stärker und wichtiger. Ein zivilisierter Umbau unserer Wirtschaftsweise geht nur mit links.
Es ist die Aufgabe von DIE LINKE jetzt die Rolle einer aktiven, glaubhaften, ökologischen Opposition zu übernehmen.

Wir fordern die DIE LINKE auf:

  • sich intensiv mit dem Klimawandel auseinander zu setzen und ihn wie im Parteiprogramm
  • gefordert als Querschnitthema zu integrieren und kommunizieren,
    die Dringlichkeit überall deutlich zu machen,
  • ökologische Gesichtspunkte in die zentralen politischen Entscheidungen mit einzubeziehen,
  • bald einen thematischen Bundesparteitag mit Schwerpunkt zum Thema Klima- und Umweltschutz zu veranstalten,
  • die Ökologie in Partei und Fraktion personell umfangreicher zu besetzen,
  • mehr Material und eine große Konferenz zu dem Themenkomplex zu organisieren.

Machen wir DIE LINKE zur Partei der sozialen und der ökologischen Gerechtigkeit. Fangen wir damit heute an!

Unterzeichnet den offenen Brief unter: http://www.ak-rotebeete.de

Erstunterzeichner:

AK Rote Beete, Arbeitskreis sozialökologischer Umbau in DIE LINKE Berlin. Friedrichshain-Kreuzberg, BE ♦ DIE LINKE. Cloppenburg, Kreisverband, NI ♦ DIE LINKE. Düsseldorf, Kreisverband, NW ♦ DIE LINKE. Köln, Kreisverband, NW ♦ DIE LINKE. Köln: Ratsfraktion, Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln, NW ♦ DIE LINKE. Rems-Murr: Kreisvorstand, BW ♦ Linksjugend [’solid]: BAK Umpflügen, Bundesarbeitskreis der Linksjugend [’solid], Bund ♦ LAG Klimawandel & sozialökologischer Umbau- DIE LINKE. Hessen:, HE ♦ Ökologische Plattform, Anerkannter Zusammenschluss in der Partei DIE LINKE., Bund ♦ Rote Biber, Sozial.öko.logische AG – Arbeitsgemeinschaft im Kreisverband DIE LINKE. Marburg-Biedenkopf, HE♦ Eckhard Althaus, Diplom – Physiker, NW ♦ Dr. Alexander Amberger, BE ♦ Heiko Balsmeyer, Journalist, BE ♦ Lorenz Gösta Beutin, MdB, SH ♦ Jan Beyersdörfer, Vorstand DIE LINKE. Rheingau-Taunus, HE ♦ Dr. Detlef Bimboes, Mitglied ÖPF, BE ♦ Michael Bolz, Mitglied ÖPF, KPF, BB ♦ Helmut Born, Gewerkschaftspolitischer Sprecher Landesvorstand DIE LINKE. NRW, NW ♦ Dr. Ing. Michael Braedt, Politischer Landesgeschäftsführer DIE LINKE. Niedersachsen, NI ♦ Manfred Braun, Ortsprecherrat DIE LINKE. Brühl, NW ♦ Christian Bubel, Kreisvorsitzender DIE LINKE. Marburg-Biedenkopf, HE ♦ Eva Bulling Schröter, ehem. MDB, Mitglied Landesvorstand DIE LINKE. Bayern, BY ♦ Julia Bush, DIE LINKE. Karlsruhe, BW ♦ Prof. Dr. Dr. Götz Brandt, Kaufmännischer Direktor der Bauakademie a.D., Sprecher*innenrat ÖPF, BE ♦ Heinrich Brinker, Sprecher DIE LINKE. Esslingen, BW ♦ Franziska Brychcy, Bezirksvorsitzende DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf, BE ♦ Kate Cahoon, Mitglied der Rosa Luxemburg Stiftung, BE ♦ Camila Cirlini, Vorstand LAG Tierschutz DIE LINKE.NRW, NW ♦ Jürgen Creutzmann, Kreisrat und Kreissprecher DIE LINKE. Karlsruhe, Sprecher Pfinztal/Walzbachtal, BW ♦ Lutz Delazari Heilmann, DIE LINKE. Berlin-Lichtenberg, ehem. MdB, BE ♦ Dr. Judith Dellheim, Sprecherin DIE LINKE. AG Wirtschaftspolitik, BE ♦ Dr. Barbara Drechsel, Kreisrätin DIE LINKE. Erzgebirkskreis, Vorsitzende DIE LINKE. Stollberg und Umgebung, TH ♦ Tom Dobrowolski, Ratsherr der Stadt Löningen, Kreisvorsitzender DIE LINKE. Cloppenburg, NI ♦ Helge O’Donnokoé, Vorstand DIE LINKE. Rheingau-Taunus, HE ♦ Marion O’Donnokoé, Vorstand DIE LINKE. Rheingau-Taunus, HE ♦ Dr. Michael Efler, MdA Berlin, Energiepolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE., BE ♦ Dennis Egginger-Gonzalez, Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE. Berlin Steglitz Zehlendorf, Delegierter DIE LINKE. LPT, BE ♦ Christin Engelbrecht, Sprecherin ÖPF Niedersachsen, NI ♦ Peter Engert,, Stv. Sprecher DIE LINKE. Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt Brandenburg, BB ♦ Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa Luxemburg Stiftung, BE ♦ Erkin Erdogan, Vorstand HDK Deutschland, DIE LINKE. Berlin-Kreuzberg, BE ♦ Karsten Färber, Sprecher ÖPF Niedersachsen, NI ♦ Dr. Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. Göttingen, NI ♦ Dr.med. Detlef Feldmann, Bezirksvertretung DIE LINKE. Duisburg Meiderich-Beek., Beisitz Kreisvorstand DIE LINKE. Duisburg, Sachkundiger Einwohner im Umweltausschuss Duisburg, NW ♦ Torsten Felstehausen, Sprecher DIE LINKE. Kassel-Land, Geschäftsführender Landesvorstand Hessen, HE ♦ Moritz Fröhlich, Bezirksvorsitzender DIE LINKE. Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, BE ♦ Tim Fürup, Bundessprecher AKL DIE LINKE., BE ♦ Martin Gatzemeier, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE., Rat der Stadt Gelsenkirchen, NW ♦ Katalin Gennburg, MdA, Sprecherin für Stadtentwicklung, Tourismus & Smart City, BE ♦ Eva-Maria Glathe-Braun, Direktkandidatin DIE LINKE. – BTW 2017 Ulm/Alb-Donau-Kreis, BW ♦ Franz Groll, ehem. Landesvorstand DIE LINKE. BaWü, Gründungsmitglied ÖPF-BaWü, BW ♦ Paul Gruber, Mitglied Bundessprecher*innenrat Linksjugend [’solid], SN ♦ Carolin Hasenpusch, Vorstand DIE LINKE. Berlin- Kreuzberg, BE ♦ Marilyn Heib, Kreisvorstand linke Merzig Wadern, Saar ♦ Dr. Ralf Henrichs, Sprecher DIE LINKE. LAG ÖPF, NW ♦ Dr. Rolf Hengel, Co-Sprecher LAG Umwelt und Agrar DIE LINKE. Bayern, BY ♦ Rüdiger Hergt, Kreisausschuss DIE LINKE. Region Hannover, Abgeordneter der Regionsversammlung Region Hannover, NI ♦ Lukas M. Hirtz, Sprecher DIE LINKE. Duisburg, NW ♦ Inge Höger, MdB a.d., stv. Landessprecherin DIE LINKE. NRW, Sprecherin DIE LINKE. Kreis Herford, NW ♦ Angelika Hunger, ehem. MdL Sachsen-Anhalt, Ratsmitglied und Stellv. Fraktionsvorsitzende im Kreistag Saalekreis, Sachsen- Anhalt, Sa-An ♦ Hanin Ibrahim, DIE LINKE. Berlin Steglitz-Zehlendorf, ♦ Stephan Jersch, MDHB, Umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, HH ♦ Katja Joesbury, Vorstand DIE LINKE. Rheingau-Taunus, HE ♦ Saskia Jürgens, Mitglied DIE LINKE. Kreisvorstand Ostalbkreis, Bundestags-Kandidatin Aalen-Heidenheim, BW ♦ Kathrin Kagelmann, MdL Sachsen, Sprecherin für Agrarpolitik und Ländlichen Raum der Fraktion Die LINKE., Mitglied der Ökologischen Arbeitsgemeinschaft „Adele“ im Landesverband Sachsen, SN ♦ Wolfgang Kämmerer, Sprecher DIE LINKE. Stuttgart-Süd, Sprecher DIE LINKE. LAG ÖPF, BW ♦ Uschi Kappeler, Sprecherin DIE LINKE. Gütersloh, Vorstandsmitglied DIE LINKE. LAG Tierschutz NRW, NW ♦ Philip Kaufmann, Beisitzer DIE LINKE. Marburg-Biedenkopf, Gründungsmitglied Rote Biber – Sozial.öko.logische AG, HE ♦ Dr. Bruno Kern, Initiative Ökosozialismus und Netzwerk Ökosozialismus, RP ♦ Michaela Kerstan, DIE LINKE. Recklinghausen, BAG Grundeinkommen (Sprecher*innenrat), Sprecherin DIE LINKE. Haltern am See, Sprecherin LAG Grundeinkommen NRW, NW ♦ Armin Klinge, DIE LINKE. Märkischer Kreis, NW ♦ Alina Köllner-Bashirova, Kreisvorstand DIE LINKE. Region Hannover, NI ♦ Detlef Konisch, Vorstand DIE LINKE. Castrop-Rauxel, NW ♦ Hans Walter Krause, Bezirksverordneter DIE LINKE. Berlin Steglitz Zehlendorf, BE ♦ Uwe Kretzschmar, DIE LINKE. Berlin Charlottenburg- Wilmersdorf, BE ♦ Jürgen Kruse, Mitglied ÖPF; NABU, BUND – DIE LINKE. AK Heckenschutz, NW ♦ Prof. Dr. Th. Kuczynski, BE ♦ Rene Kuhls-Oppermann, DIE LINKE. Hildesheim, NI ♦ Steffen Kühne, BE ♦ Sabine Lehmann, DIE LINKE. Bochum Öko AG, NW ♦ Tim Lehmann, Institut für urbane Mobilität, BE ♦ Sabine Leidig, MdB, HE ♦ Viktor Matz, Gründungsmitglied die LINKE Köln, NW ♦ Dr. Thomas Maurer, Kreisvorsitzender DIE LINKE. Main-Kinzig, HE ♦ Prof. Dr. Wolfgang Methling, Parteivorstand DIE LINKE., ehem. Umweltminister, stellv. Ministerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern, MV ♦ Martina Michels, MdEP, DIE LINKE. Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, BE ♦ Paul Muras, DIE LINKE. Ludwigsburg, BW ♦ Reinhard Neudorfer , Kreisvorstandssprecher DIE LINKE. Rems-Murr, BW ♦ Nicole Oppermann, Stadtratsmitglied in Bad Salzdetfurth, NI ♦ Kathrin Otte, ehem. Direktkanidatin Uelzen, LTW 2017, Vorstand Gemeinnütziges Netzwerk für UmweltKranke e.V., NI ♦ Christoph Ozasek, Sprecher LAG ÖPF DIE LINKE. Baden-Württemberg, Stadt- und Regionalrat, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. in der Regionalversammlung Stuttgart, BW ♦ Sebastian Philipp, HE ♦ Marion Platta, MdA, Umweltpolitische Sprecherin, BE ♦ Dr. Heinz Preuß, Mitglied des Koordinierungsrates der Ökologischen Plattform., ♦ Carsten Preuß, Vorstand BUND Brandenburg, Kandidat WK 62, BB ♦ Sarah Rambatz, Bundessprecher*innenrat Linksjugend [’solid], HH ♦ Christian Rehmer, HH ♦ Ingrid Remmers, MdB, NW ♦ Martin Rusch, MdBVV Berlin Tempelhof-Schöneberg, BE ♦ Ulrich Schachtschneider, Sozialwissenschaftler, Autor, NI ♦ Dr. Johanna Scheringer-Wright, MdL Thüringen, Sprecherin der ÖPF DIE LINKE. Thüringen, TH ♦ Thomas Scherzberg, Stadtrat DIE LINKE. Chemnitz, SN ♦ Malte Schmidthals, BE ♦ Gernot Schubert, Kreisvorstand die LINKE. Köln, NW ♦ Hansjürgen Schulze, Sprecher*innenrat ÖPF Schleswig-Holstein, Gründungsmitglied Sozialökologisches Bündnis Plön, SH ♦ Peter Schüren, Netzwerk Ökosozialismus, NW ♦ Dr. Mignon Schwenke, Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Sprecherin für Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik, MV ♦ Heinz-Peter Schwertges, PDL Karlsruhe-Bruchsal, Bürgermeisterkandidat in Bretten, BW ♦ Gilbert Siegler, Landesvorstand DIE LINKE. Hamburg, HH ♦ Daniel Stache, DIE LINKE. Schwarzwald-Baar-Heuberg, Mitglied ÖPF , BW ♦ Carsten Strauch, Kreissprecher DIE LINKE. Bielefeld, NW ♦ Stine Rummel-Strebelow, Gemeinderat Rosdorf, Landesvorstand DIE LINKE. Niedersachsen, NI ♦ Anita Tack, MdL, Sprecherin für Stadtentwicklungs-, Bau-, Wohnungs- und Verkehrspolitik, stellv. Vorsitzende Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung, Mitglied im BER Sonderausschuss, Ministerin a.D., BB ♦ Hans Thie, Referent für Wirtschaftspolitik der Bundestagsfraktion, BW ♦ Hans-Otto Träger, BB ♦ Anja Vorspel, DIE LINKE. NRW, Ratsmitglied Düsseldorf, Mitglied ÖPF, NW ♦ Andreas Wagner, MdB, DIE LINKE Bad Tölz, BY ♦ Felicitas Weck, Mitglied im Rat Langenhagen, NI ♦ Heiko Wischnewski, DIE LINKE. Ratsfraktion Münster, umweltpolitischer Sprecher, NW ♦ Prof. Dr. Markus Wissen, Hochschule für Wirtschaft und Recht, BE ♦ Hajo Zeller, Geschäftsführer DIE LINKE. Fraktion Kreistag Marburg-Biedenkopf, HE

Genutzte Abkürzungen

AKL Antikapitalistische Linke
BTW Bundestagswahl
ehem. ehemalig
FDS Forum Demokratischer Sozialismus
KPF Kommunistische Plattform
KV Kreisverband
LAG Landesarbeitsgruppe/-gemeinschaft
LAK Landesarbeitskreis
LPT Landesparteitag
LTW Landtagswahl
MdA Mitglied des Abgeordnetenhauses
MdB Mitglied des Bundestages
MdBVV  Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung
MdEP Mitglied des Europäischen Parlaments
MdHB Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
MdL Mitglied des Landtages
ÖPF Ökologische Plattform
OV Ortsverband
PV Parteivorstand
WK Wahlkreis



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Ein Gedanke zu „Offener Brief an den Parteivorstand & an die Bundestagsfraktion DIE LINKE“

  1. Ich habe den offenen Brief mit folgendem Kommentar versehen unterzeichnet:

    • Solange die Linke nicht uneingeschränkt auf Selbstverantwortung und Selbstermächtigung des „Souveräns“ setzt (#die „da oben“ sind an allem Schuld!; # kleine Frau/kleiner Mann von der Strasse; # „ich bin klein, mein Herz ist rein“) – bleibt sie -unbeabsichtigt oder beabsichtigt- zusammen mit zur sozialen Selbstverteidigung insbesondere der unteren Hälfte der Gesellschaft längst untauglichen Gewerkschaften in Deutschland in der „Opferkultur“ verhaftet und damit Komplementär der Sklavenhaltergesellschaft und ihrer zunehmend verwahrlosten Verhältnisse. Und sie bleibt Teil des Politentertainments mit seiner Erziehung zum gesellschaftlichen Konsumententum. Das verhindert Progress, ist angestaubt und modrig, und hält die Lohnabhängigen in ihrem (geistigen) Käfig fest.
    • Die Linke hat nichts aus universell gültigen energetischen Gesetzen der Geschichte gelernt:
      Mit der Übernahme der Neugründung WASG hat einmal mehr das „Alte“ (in seinem Überlebenskampf, in Panik aus einer richtigen Gebr. Brie-Analyse und mit moralischen Altlasten beschwert, die durch den nie erfolgten „General-Schnitt“ -Auflösung/Neugründung- die Linke niemals zu einer großen Volkspartei werden lassen wird) das „Neue“ übernommen. Die Wahl-ALTERNATIVE für Arbeit und soziale Gerechtigkeit war das geeignete progressive Gefäß, um die Abneigung einer gesellschaftlichen Mehrheit gegen die Gier und die Asozialität des Neoliberalismus pragmatisch , unvorbelastet und nicht Ideologie-triefend aufzunehmen. Mit der Übernahme der WASG zur eigenen Fortexistenz, wurde die neue Partei mit moralischer Altlast kontaminiert, ideologisch für Wählergruppen verengt (ist eigentlich klar, wie viele Bücher mit aktualisierten Einschätzungen und Analysen Karl Marx in den letzten 135 Jahren veröffentlicht hätte?!) und mangels belastbarer ökologischer Ausrichtung für grüne Wähler unwählbar, die eigentlich inzwischen auch eine Alternative zu ihrer Grün-FDP bräuchten.

    Merke: Wenn der Planet in den nächsten Jahrzehnten unbewohnbar wird (nach jetzigem Stand zwischen 2050 und 2150) gibt es sozial nichts mehr zu verteilen – ergo stellt das alte sozialökonomische Dogma inzwischen einen Realitätsverlust dar. Auch hier bindet eine „ökologische Plattform“ auf die Parteimehrheit und Parteivorstand nicht hören als politisches Marketing-Feigenblatt einmal mehr kritische gesellschaftliche Kräfte und macht sie bereits parteiintern wirkungslos, bevor sie gesellschaftlich überhaupt wahrgenommen werden.

    Das der lange angestaute Frust des „Souveräns“ (insbesondere hier natürlich die unterprivilegierten Schichten) sich also heute in ein von den Herrschenden inzwischen angebotenes rechtspopulistisches „Sammelbecken“ ergießt, hat insofern m.E. die Linke wesentlich mitzuverantworten. Das alles -leider muss man sagen „einmal mehr“- fasse ich unter „historisches Versagen der Linken in Deutschland“ zusammen, und wenn man sich umsieht, dann nicht nur da.
    Insofern kann ich diesen offenen Brief nur unterstützen, auch wenn ich zweifle, das es etwas bewirkt, in einer so selbstidentifizierten und ideologisch gefesselten Partei.

    Der Weg ist das Ziel! liebe Freunde – nicht ideologische Tunnenblicke, Sprachtermini von vorvorgestern, Personalfragen nach innen und Posten nach außen, noch nicht mal % bei Wahlergebnissen:
    nur täglich gelebte, unverrückbare Grundprinzipien, die sich bedingungslos an OBJEKTIVEN gesellschaftlichen Notwendigkeiten orientieren. Hört endlich auf, in vorgegebenen Strukturen formal und marketing-kommunikativ den anderen Parteien hinterherzurennen, hört auf das „Spiel der Kompromisse“ mitzuspielen, die jede politsche Gruppierung und jedes Konzept bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Das Notwendige ist zu tun – das ist das Mindestmass und nicht verhandelbar. Alles andere ist bürgerliche „Politik“ die die globale Katastrophe nicht verhindern, ja noch nicht einmal hinauszögern wird, aber die Massen von der Verfolgung ihrer Überlebensinteressen (es geht längst um nichts Geringeres als das) ablenkt – Doping fürs Volk halt.

    GESUNDES NEUES JAHR!

    Roger Schaumberg
    ehem. sächsischer Landesvorstand der WASG
    ehem. Sprecher des Sozialforum Leipzig
    aktueller Vorsitzender von Mehr Demokratie Sachsen e.V.

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