Der unterschätzte Klimawandel

Von Jetstreams, versinkenden Städten und Todeszonen im Meer – Hinweis auf ein Interview auf Kontext TV

Klimamodelle hätten einige wichtige Aspekte des Klimawandels bisher unterschätzt, so der weltweit renommierte Klimaforscher Stefan Rahmstorf. Arktis und Antarktis schmelzen deutlich schneller als bisher angenommen. Bereits bei einen Meeresspiegelanstieg von unter einem Meter seien Küstenstädte wie New York durch eine Zunahme von Sturmfluten existentiell bedroht. Die Veränderung von Luftströmungen wie dem Jetstream führe zu vermehrten Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Kälteeinbrüchen und Starkregen. Da 50 Jahre auf die Klimawissenschaften kaum reagiert wurde, sei nun ein sehr schneller Ausstieg aus den fossilen Energien notwendig. Doch der Bundesregierung fehle dazu der politische Wille. Die enorm hohen Subventionen für Öl, Gas und Kohle müssen rasch abgebaut und neue Kohlekraftwerke verhindert werden.

Das Gespräch mit Stefan Rahmstorf, Co-Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Professor für die Physik der Ozeane an der Universität Potsdam, glidert sich in vier Teile:

Jetstream-Veränderung verursacht Extremwetterlagen / Pole schmelzen schneller als erwartet / Städte wie New York gefährdet

Todeszonen in den Ozeanen breiten sich durch Erwärmung aus / Golfstrom bereits um 15 % abgeschwächt

Pariser Klimaabkommen 20 Jahre zu spät / Rascher Ausstieg aus fossilen Energien nötig / Politischer Wille der Bundesregierung fehlt

Subventionen fossiler Energien beenden / Moratorium für neue Kohlekraftwerke / Klimaskeptiker von Exxon und Co. bezahlt

 

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