Vision einer zukunftsfähigen Kommune

Eine spontane Idee nach dem Regionalseminar zum Sozial Ökologischen Aufbruch in Heilbronn und dem Vortrag von Steffen Kühne.
Wir sollten eine erfolgreiche Geschichte erzählen. Deshalb werden Hinweise auf schon existierende Beispiele per Fußnote eingefügt
.

CO2 Ausstoß 2,5 t je Einwohner und Jahr

Eine zukunftsfähige Kommune hat ihren CO2 Ausstoß auf 2,5 t je Einwohner und Jahr reduziert. Sie ermöglicht ein gutes Leben für alle, indem alle lebensnotwendigen Dienste vor Ort angeboten werden.

Mobilität

Die Mobilität ist entsprechend der Studie des Landes „Mobiles Baden Württemberg“ von individuellen mit Verbrennungsmotoren betrieben Fahrzeugen auf einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr umgestellt. Carsharing, gut ausgebaute Fahrradwege und Bürgerbusse ergänzen diesen ÖPNV. Die in der Kommune benötigten Waren werden von einem Verteilzentrum mit Bahnanschluss per elektrisch betrieben Kleinlastwagen zu den einzelnen Geschäften und Fabriken gebracht. 1)

Wohnen

Die Stadt der Zukunft hat ihren Flächenverbrauch auf netto Null reduziert um Kosten für die Infrastruktur zu senken. Älterer Wohnbestand wird nach ökologischen Gesichtspunkten Barriere frei saniert. Statt Supermärkten am Rande der Kommunen gibt es wieder in jedem Ortsteil Läden der Grundversorgung. Die Wohngebiete sind mit Arbeitsstätten gemischt um kurze Wege zu ermöglichen. Nur Fabriken der Schwerindustrie werden noch außerhalb der Wohngebiete angesiedelt.

Bildung

Gemeinschaftsschulen ermöglichen auch für Schüler kurze Wege, indem alle Schüler in der Nähe ihrer Wohnung eine Schule besuchen können. Der Schulbeginn ist entsprechend dem typischen Schlafrhythmus der jeweiligen Jahrgänge entzerrt. Für pubertierende Jahrgänge beginnt der Unterricht später als für jüngere Schüler. Das Schulessen ist kostenfrei und von gesundheitsfördernder Qualität.

Anpassung an den Klimawandel

Um die Kosten für die Beseitigung der Schäden durch Starkregen so klein wie möglich zu halten, wurde der ökologische Hochwasserschutz forciert. Statt teurem technischen Hochwasserschutz gibt es jetzt ausreichende Überschwemmungsflächen, die Hochwasser bei Starkregen auffangen können. Um die Lufttemperatur unter die für Menschen bedrohlichen 33° C (Feuchtetemperatur!) halten zu können, wurden Frischluftschneisen geschaffen und Parks angelegt. Die Parks dienen zugleich als Treffpunkt im Viertel.

Wolfgang Kämmerer


Fußnoten

[1↑] siehe https://jacobinmag.com/2OI8/08/public-transportation-brussels-free-tickets

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