Der Bock wird zum Gärtner

… auch wenn es nicht direkt “ökologisch” ist, für die angestrebte Nachhaltigkeit ist von Bedeutung, wie virtueller Reichtum zulasten der daran nicht Beteiligten entsteht und welche materiellen Folgen das haben kann, wenn den Profiteuren der virtuellen Geldvermehrung die Erkenntnis dämmert, dass ihr Geld sozusagen nichts wert ist und sich auch niemand (mehr) findet, der ihnen ihr virtuelles Geld in materiellen Besitz verwandelt.

Es war eigentlich kein Zufall, das ich heute auf einen Beitrag von Werner Rügemer aus dem Jahre 2016 gestoßen bion. Darin zeigt er auf, was die Firma Blackrock ist, wie sie arbeitet und wie sie z.B. über hochautomatisierte Computerprogramme (Aladdin) in sekundenbruchteilen Wertschwankungen von Aktien und Währungen provoziert an denen sie dann per Leerverkäufen profitiert. Nicht nur das: Als einer der größten Player auf diesem Gebiet ist Blackrock an zahllosen Aktiengesellschaften beteiligt und sorgt dort dafür, dass “ihre” Firmen sich wechselseitig Konkurrenz machen und umgekehrt und über dann erzwungene Fusionen oder Teilverkäufe wieder reichlich Geld verdienen. An den Beispielen Lufthansa und der quasi erzwungenen Fusion von Bayer mit Monsanto.

Das alles ist harter Tobak.

Warum dies alles: Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Friedrich Merz hat als Aufsichtsratschef der deutschen Niederlassung von Blackrock Millionen verdient. Wenn sich Merz also anschickt, mit dem Vorsitz der CDU auch noch das Bundeskanzleramt zu erklimmen, wofür eine Menge spricht, dann wäre wirklich der Bock zum Gärtner gemacht.

Es lohnt ganz unbedingt den Beitrag aus den Blättern (s.u.) genau zu lesen, denn dort wird am Beispiel Blackrock sehr gut beschrieben, was jenseits der “good banks”, also in den “bad banks” und entsprechenden Institutionen so alles getrieben wird.

Jochen
6.11.2018

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