Globale Risiken

Am 15.1.2019 wurde in Vorbereitung des Weltwirtschaftsforums 2019 der aktuelle Global Risk Report vorgestellt (https://www.weforum.org/reports/the-global-risks-report-2019/articles). Bei seiner Betrachtung dürfen wir nicht vergessen, dass er nicht etwa von Ökologen erstellt wurde, sondern die Profitinteressen der Wirtschaft widerspiegelt.

Um so bemerkenswerter sind die darin aufgeführten Risiken. Die fünf wahrscheinlichsten („Likelihood“1) und die fünf mit den gravierendsten Auswirkungen („Impact2) werden im Zeitverlauf seit 2009 dargestellt.

Seit 2017 nehmen die ökologischen Risiken vordere Plätze ein; seit 2018 gehören „Extremwetterereignisse“, „Naturkatastrophen“ sowie „unzureichende Bekämpfung des Klimawandels und Anpassung an diesen“ sowohl zu den wahrscheinlichsten Risiken als auch zu denen mit den größten Auswirkungen – wobei die zu erwartende Wasserkrise ja nicht „nur“ ein soziales Problem ist, sondern ebenfalls ein ökologisches.

Da fragt sich jeder nüchtern denkende Mensch doch, wie Umweltfragen weiterhin in einem einzelnen Ressort angesiedelt werden können, wenn  vier der fünf gefährlichsten Risiken der nächsten 10 Jahre Umweltthemen sind?

In unserer zunehmend komplexer werdenden Welt ist die disparate Behandlung von Einzelproblemen schlichtweg unzureichend.

Wolfgang Borchardt
18.1.2019


  1. dt.Wahrscheinlichkeit 

  2. dt. Auswirkung 

1 Gedanke zu „Globale Risiken“

  1. Schneemassen und Klimakatastrophe – ein Gegensatz?

    Viele denken oberflächlich – frei nach Trump – die riesigen Schneemassen 2019 zeigten doch, dass unser Klima keineswegs zu warm wäre, auch wenn der Sommer so heiß war. Doch ein studierter Wetterfrosch hat die naturwissenschaftliche Zusammenhänge um das Übermaß an Schnee erklärt: Es herrschten für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Wintertemperaturen an den Alpen, und bei diesen ist die Luftfeuchtigkeit höher – also bilden sich auch mehr Schneeflocken. Wenn die Temperaturen jetzt fallen, sinkt auch die Luftfeuchtigkeit – also fällt dann wieder weniger Schnee. Von der Klimakatastrophe sagte der Wetterexperte – nichts. Jetzt heißt es, solche Schneemassen soll es alle 50 bis 100 Jahre mal gegeben haben. Wir werden es sehen! Entwarnung ist es aber auf keinen Fall, denn es gibt weit schlimmere Voraussagen – nämlich das langsame Schmelzen der Permafrostböden, nicht nur an den Polen, sondern in den Alpen. Den Beginn hat man schon wissenschaftlich registriert. Dieses Eis stabilisiert Bergflanken und Steilhänge. Wenn es erst einmal zunehmend rutschende Hänge und Bergstürze gibt, wird das Lamento groß sein. Genau JETZT ist es höchste Zeit, an möglichst vielen Ecken loszulegen, um das Klima zu schützen. Siehe https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/alpen-wenn-der-permafrost-schmilzt-rutschen-die-haenge-11008737.html
    Und andere Quellen.

Kommentare sind geschlossen.