Ausstieg aus der Braunkohle – struktur­politische Alternativen

Ökologie & Linke Regional Termine
Vereinspavillon des Stadtverein Weißwasser e.V. Karte

Seit Dezember letzten Jahres arbeitet ein kleines Projektteam an der Erstellung einer Kurzstudie „Strukturpolitische Alternativen nach dem Ausstieg aus der Braunkohle für die Lausitz“. Im Projektteam arbeiten u.a. Wissenschaftlerinnen aus dem Institut arepo consult,1 ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Chemnitz und Axel Troost2 als Projektleiter. Finanziert wird die Kurzstudie durch das Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung.3

In den letzten Wochen haben wir viele Gespräche geführt und Positionen aufgenommen.

Workshop

Die Ergebnisse unserer Arbeit wollen wir nun mit Ihnen/euch in einem Workshop intensiv diskutieren. Sinn der Veranstaltung ist es nicht, Sie/euch mit langen Referaten zu konfrontieren, sondern mit Ihnen/euch eine gemeinsame Diskussion zu unseren Projektergebnissen zu organisieren.

Zeit

1. März 2019 
11.00 bis 15.00 Uhr

Ort

Vereinspavillon des Stadtverein Weißwasser e.V.
Sorauer Platz 2
02943 Weißwasser

 

(Für Verpflegung wird gesorgt)

Sofern Sie/ihr an der Veranstaltung teilnehmen können, bitten wir um eine kurze Rückmeldung an piw-institut@t-online.de.

Selbstverständlich können Sie gerne auch weitere Interessierte anmelden und mitbringen. Bisher haben wir 55 Personen eingeladen. Allen Angemeldeten senden wir Ende Februar dann Positionspapiere und einen Vorschlag für den Ablauf der Veranstaltung zu.

In der Hoffnung auf großes Interesse und eine rege Beteiligung verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Axel Troost


Das ist nicht neu:

„Was kommt nach dem Ausstieg aus der Braunkohle“

Auch in DER LINKEN herrscht keine Einigkeit. Klimaschützer*innen unterstützen die Kohleproteste, einige Arbeitsmarkt-orientierte Politiker*innen gehen dagegen so weit, diese zu diffamieren4.
In Brandenburg5, wo DIE LINKE in Regierungsverantwortung ist, wurden – ebenso, wie in NRW6, Braunkohlegegner inhaftiert.

Ob der „Kohlekompromiss“ ein „wichtiges Etappenziel“7 oder „zu spät, zu langsam, zu industrie­freundlich“ ist,8 hängt auch von dem Grad der (un-)mittelbaren Betroffenheit ab – und von dem Zeithorizont:

In „Hart aber fair“ am 4.2.2019 antwortete Jakob Blasel, einer der Organisatoren von Fridays for Future, auf die Frage:
Was sehen Sie als 18-jähriger anders, wenn’s um diese Welt geht, als die, die heute in der Verantwortung sind, da zum Beispiel sitzen?„:

„Der ganz große Unterschied ist, dass die da nicht mehr so lange sitzen, wie ich.“9

Der Widerspruch

Jetzt noch gutes Leben (und hohe Profite) gegen künftiges schlechtes10 oder gar Überleben.

Kann der Workshop beides vereinen?


  1. http://www.arepoconsult.com/ 

  2. https://www.axel-troost.de/ 

  3. https://www.rosalux.de/stiftung/ifg/ 

  4. siehe z.B. Tarantel Nr. 73; S. 14-18; https://www.oekologische-plattform.de/wp-content/uploads/2016/06/T73_web.pdf 

  5. https://www.oekologische-plattform.de/2019/02/solidaritaet-mit-den-aktivistinnen-von-ende-gelaende-robin-wood-und-der-interventionistischen-linken/ 

  6. https://www.oekologische-plattform.de/2019/02/rechtswidrige-freiheitsberaubung-durch-polizei-und-justizwillkuer-entgegen-richterlichem-beschluss/ 

  7. https://www.oekologische-plattform.de/2019/01/der-berg-hat-gekreisst/ 

  8. https://www.oekologische-plattform.de/2019/01/teurer-bummel-ausstieg/ 

  9. https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/video-gefuehltes-oeko-vorbild-gelebter-klimasuender-luegt-sich-deutschland-gruen-102.html; ab 44. Minute 

  10. https://www.oekologische-plattform.de/2018/06/braunkohle-ausstieg-spart-jaehrlich-fast-28-milliarden-euro/