Anteil Erneuerbarer Energieträger über 50%

Am 25.2.19 hat der Netzbetreiber 50Hertz seine Bilanzpressekonferenz durchgeführt. Der Anteil Erneuerbarer Energieträger ist auf 56,5% gestiegen. Probleme habe es damit nicht gegeben. 2021 soll ihr Stromanteil  65 Prozent betragen. Das berichtet die MOZ am 27.2.191

Uckermarkleitung: für steigenden Anteil Erneuerbarer Energieträger nötig?

Trassenführung Uckermarkleitung
Quelle: Bundesnetzagentur

Ein Problem hat 50Hertz wegen der fehlenden Genehmigung der „Uckermarkleitung“. Sie soll den Strom der uckermärkischen Windfelder von Bertikow nahe Prenzlau nach Neuenhagen bei Berlin leiten.
Die von 50Hertz favorisierte Trasse soll oberirdisch durch das UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin verlaufen. Dagegen klagt die Bürgerinitiative „Biosphäre unter Strom – keine Freileitung durchs Reservat!2 Sie hat ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts3 erreicht. In diesem erkannte das Gericht den Planfest­stellungs­beschluss vom Sommer 2014 als „rechtswidrig und nicht vollziehbar.“ Dennoch gab es 50Hertz die Chance, durch ein Planergänzungsverfahren zu einem neuen Planfest­stellungs­beschluss zu kommen.

Alternativen zu teuer?

Das Planergänzungs­verfahren ist im Sommer (2018) durchgeführt worden.4 Die BI hat in dieses Verfahren wiederum ihre Einwände eingebracht. Im Rahmen der Alternativenprüfung hat sie auch ein Gutachten mit Trassierungsvorschlägen für eine teilweise Erdverkabelung vorgelegt, das gemeinsam von der Stadt Angermünde und den Gemeinden Ziethen und Chorin mit dem Trägerverein der Bürgerinitiative finanziert wurde.

Am 7. November 2018 hat dann die Genehmigungsbehörde (Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus) einen Erörterungstermin in Eberswalde durchgeführt. Hier hat die BI den Eindruck gewonnen, dass die Genehmigungsbehörde ihre Einwände wieder vom Tisch wischen und einen Planfeststellungsbeschluss erteilen wird.

Das ist der Hintergrund für die Hoffnung von 50Hertz, für dieses Jahr mit einer Genehmigung für die umstrittene Uckermarkleitung zu rechnen. Damit könnte eine teurere Erdverlegung in Teilstrecken vermieden werden.

Profit!

Der Gewinn stieg von 182 (2017) auf 238 Millionen Euro (2018), gleichzeitig stieg der Umsatz erstmals über zehn Milliarden Euro.
108 Millionen Euro Dividende wurden ausgezahlt. In den Netzausbau investierte es fast 500 Millionen Euro; für 2019 sind 420 Millionen Euro geplant. 


  1. Artikel hier lesen 

  2. http://www.trassenfrei.de/epassion/index.php 

  3. 21.Januar 2016 

  4. Die MOZ berichtete am 14.6.2018: https://www.moz.de/wirtschaft/regionale-wirtschaft/artikel-ansicht/dg/0/1/1662873/ 

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