ND: Sabine Zimmermann gegen mehr Öko bei den LINKEN

Heute veröffentlicht ND ein Statement von Sabine Zimmermann zum Strategiepapier einiger MdBs, die mich doch verwundert. Was sagt ihr dazu?

„Noch bevor die Fraktion die Ideen diskutieren konnte, äußerte die Arbeitsmarktpolitikerin Sabine Zimmermann bereits Kritik daran:

Wir sollten jetzt nicht die Grünen imitieren. Wenn die Leute Umweltpolitik wichtig finden, wählen sie eher das Original«, sagte sie »nd«. Um nicht unter fünf Prozent zu rutschen, solle die LINKE besser mit Themen wie Arbeit, Soziales und Frieden ihr eigenes Profil schärfen. »Und den Osten berücksichtigt das Papier gar nicht erst«,

ärgerte sie sich.“1

Mit solidarischen Grüßen
Reinhard


  1. https://www.neues-deutschland.de/artikel/1120192.die-linke-mehr-basis-wagen.html 

4 Gedanken zu „ND: Sabine Zimmermann gegen mehr Öko bei den LINKEN“

  1. Das ist diese unglaublich partei-bornierte Position, gegen die die umweltbewussten Linken seit vielen Jahren ziemlich erfolglos kämpfen. Auch auf dem letzten Parteitag ist es der „Ökologischen Plattform“ nicht gelungen, einen Antrag zum „Sozial-ökologischen Umbau“ auch nur auf die TO zu bringen – mit der Argumentation, die Sabine Zimmermann hier wieder vorträgt. – Dass Klimawandel und Energiewende das Existenzproblem der Menschheit sind, wird gar nicht gesehen. So weit reicht ihr Horizont nicht. Er umfasst nur die LINKE und was – vermeintlich! – in deren Interesse liegt.

    Ich teile das mit quasi als Material, um damit Frau Zimmermann vor Augen zu halten, dass sie mit ihrer Position nicht Wähler gewinnt, sondern abschreckt. Die große Mehrheit der Bevölkerung erwartet heute von jeder Partei, dass sie die Bedeutung des Klimawandels und der Energiewende erkennt und entsprechend handelt. Da das Intelligenzniveau der Wählerschaft der LINKEN vermutlich eher überdurchschnittlich ist, dürften hier besonders Viele sein, die das erwarten.

    Beste Grüße und Wünsche,
    Christfried

  2. Das zeugt von ihrer völligen Unkenntnis der LINKEN (sozial-)ökologischen Positionen. Da kann mensch nur sagen: „Reezo, mach auch ein Video über DIE LINKE!“

  3. Kein Wunder dass die „DIE LINKE“ weiter an Zustimmung verliert…. Die Ökologische Plattform ist die einzige, die in Bezug der sozialen und solidarischen Ökologie Fragen aufwirft und antworten sucht und so alles andere als die Vertreter des „Ökokapitalismus“ (durch die Grünen) die Systemfrage stellt — Systemwandel statt Klimawandel fordern nicht nur die „Fridays for Future“ Aktivist*innen … Das momentane zerstörerische Gesellschaftssystem (durch Ausbeutung der Natur und des Menschen) erfordert eine klare Stellungnahme zur humanen ökologischen Gesellschaft… Die kann auf Parteiebene eigentlich nur durch solche wie „DIE LINKE“ gestellt werden… Nicht dadurch sinkt die Prozentzahl auf angegebene 5 %, sondern durch das Festhalten an der gegenwärtigen Ausbeutungs und Marginalisierungspolitik — zum Aspekt „sozial“: Solange Teile der „DIE LINKE“ mit einem nicht näher definierten Begriff der „Arbeiterklasse“ ausgesonderte, marginalisierte, in die Ghettos abgeschobene nicht in ihren Focus mit hineinnimmt, sie zum Teil auch noch „ablehnt“ wird das nichts.

    Sympathisant und gelegentlicher parteiloser Mitarbeiter der „Ökologischen Plattform Schwerin“

  4. Es ist zwischen komisch und traurig, dass man glauben mag, dass die Grünen auf das Thema Ökologie einen besonderen Anspruch besitzen, wo doch die ökosozialistische Problemsicht eigentlich links selbstverständlich sein sollte.
    Ein Teil derer, die die Grünen wählen, ist linkes Potential, wenn man nur erklären könnte und wollte warum.
    Das muss man wohl den eigenen Leuten erst deutlich machen. Aber wem sage ich das.
    Gruß
    Hans-Ulrich

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