Flächenversiegelung und Biodiversität

Kommentar von Dr. Kirsten Tackmann auf die Antwort der Bundesregierung auf ihre schriftliche Frage Nr. 9/201:

„Auch die Versiegelung von Flächen trägt unstreitig zum dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt bei. Dass laut einer Studie der Universität Freiburg nur 70 Prozent der dafür vorgeschriebenen Kompensationen tatsächlich erfolgen, ist besorgniserregend. Statt aber nach Ursachen und Lösung zu suchen, verweist die Bundesregierung nur auf Zuständigkeiten anderer. Das ist angesichts der Klima- und Insektenschutzdebatte im Jahr 2019 deutlich zu wenig.

Die LINKE fordert stattdessen die Flächenversiegelung und damit eine Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen durch Straßen- und Siedlungsbau im Sinne einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung wo immer möglich zu vermeiden. Umsetzungs- und Vollzugsdefizite für Kompensationsmaßnahmen müssen gemeinsam mit Ländern und Kommunen schleunigst beseitigt und die Prinzipien ‚Entsiegelung vor Neuversiegelung‘ sowie ‚Lückenschluss statt Außenbereich‘ konsequent durchgesetzt werden.“

Hier lesen Sie die Antwort der Bundesregierung: https://kirstentackmann.de/wp-content/uploads/2019/09/190923_SF_Antwort_Kompensation-Fl%C3%A4chenversieglung.pdf

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