Windenergie an Land

Windenergie an Land

mangelnde Akzeptanz?

Die Bundesregierung begründet den unzureichenden Ausbau der Windkraft mit „mangelnder Akzeptanz“.
Das stimmt nicht. Eine repräsentative Forsa-Umfrage1)https://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Umfrageergebnisse_2019.pdf im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land e.V. zeigt:

Grafik UmfrageergebnisseDer Ausbau der Windenergie an Land wird konstant von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen: 82 % der 1.013 repräsentativ Befragten erachten die Nutzung und den Ausbau der Windenergie als wichtig oder sehr wichtig. Auch vor Ort ist die Akzeptanz der Windenergie groß. Hier sind 78 % der Befragten mit den Windenergieanlagen in Ihrem Wohnumfeld einverstanden. 70 % der Befragten ohne Windenergieanlagen im Wohnumfeld hätten keine großen Bedenken, falls dort welche gebaut werden würden. 72 % der Befragten befürworten, dass Bund, Länder und Gemeinden ausreichend Flächen für Windenergie zur Verfügung stellen, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Noch größer ist die Unterstützung der Windenergie jedoch in einer anderen Gruppe: Bei der sogenannten „schweigenden Mehrheit”, also denjenigen Menschen, die sich nicht öffentlich in Debatten zu Windenergie vor Ort einbringen oder positionieren. Hier befinden sogar 86 % den Ausbau der Windenergie als wichtig oder sehr wichtig; 85 % sind mit bestehenden Anlagen in Ihrem Wohnumfeld einverstanden und 73 % hätten keine gravierenden Bedenken gegenüber dem Bau genehmigungsfähiger Windenergie vor Ort.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich Gegner der Windenergie keineswegs darauf berufen können, diese schweigende Mehrheit zu repräsentieren.

„Die Akzeptanz für den Ausbau der Windenergie an Land in der Bevölkerung ist groß – insbesondere bei der sogenannten „schweigenden Mehrheit”. Diese Akzeptanz sollte auch in der politischen Debatte zum Tragen kommen und die mit der Windenergie verknüpften Chancen thematisiert werden.
Windenergieprojekte, die verstanden werden und spürbar zur Entwicklung der ländlichen Räume beitragen, werden vor Ort nicht nur besser akzeptiert, sondern auch aktiv unterstützt. Hier sollten konkrete Maßnahmen der Politik ansetzen”,

so Dr. Antje Wagenknecht, Geschäftsführerin der FA Wind.

Um die Akzeptanz vor Ort zu stärken erachtet es der größte Teil der Befragten (82 %) für wichtig, dass die Gemeinden Einnahmen durch Windenergie zur Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort einsetzen können. Auch vergünstigte Strompreise werden häufig (79 %) als wichtige Maßnahme für mehr Akzeptanz vor Ort bewertet, gefolgt von der Einbindung lokaler Akteure (66 %), finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger (65 %) und der Unterstützung durch die lokale Politik (63 %).

Ausführliche textliche und grafische Darstellungen dieser und weiterer Umfrageergebnisse finden Sie auf unserer Homepage: https://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Umfrageergebnisse_2019.pdf

Ansprechpartner:

Frank Sondershaus

Zahlen

  1. Über 18 Millionen Vögel verunglücken jedes Jahr in Deutschland durch Kollisionen mit Glas. Damit sind Glasflächen an Gebäuden eines der größten Vogelschutzprobleme unserer Zeit. Glas ist ein unsichtbares Hindernis für Vögel, da es entweder transparent ist oder die Umgebung widerspiegelt.“ (https://www.bund-nrw.de/themen/tiere-pflanzen/vogelschlag-an-glas/)

  2. „Es gibt eine Vielzahl an Wirkungen von Straßen, welche die Mortalität von Vögeln beeinflussen. Da die Opferraten von Vögeln, die durch den Straßenverkehr umkommen, mit hoher Wahrscheinlichkeit im mittleren zweistelligen Millionenbereich anzusiedeln sind, ist der Verkehr als Massenvernichtungsmittel für Vögel anzusehen.“ (http://www.bund-rvso.de/voegel-verkehr-strassen-autobahn-vogelschlag.html)

  3. „Irgendwo zwischen 10 000 und 100 000 pro Jahr“ liegt die tatsächliche Zahl der getöteten Vögel nach Einschätzung von Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Das entspräche bei den derzeit etwa 20 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen einer Quote von ein bis zwei Vögeln pro Anlage und Jahr.“ (https://www.focus.de/wissen/klima/tid-14230/mythos-windkraftanlagen-toeten-massenweise-voegel_aid_398163.html)

Fußnoten   [ + ]

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