Nur globaler Atomkrieg übertrifft die Konsequenzen des Klimawandels

Die Bundesregierung handelt mit den Rüstungsmilliarden dem Klimaschutz zuwider, statt mit schnellen Klimaschutzmaßnahmen die Bewohnbarkeit der Erde sicherzustellen. Noch könnten wir verhindern, dass aus der Klimakatastrophe eine Klimaapokalypse wird. Allerdings nicht durch Aufrüstung, die nur die Spirale von Krieg, Elend und Zerstörung verstärkt.

Atomkrieg in Deutschland

Kaum jemand bekommt es mit, verdeckt hinter Corona und Wahlkampf: Das gefährliche Raketenduell der 1980er Jahre – Schlagworte „NATO-Nachrüstung“ und „Pershing-Raketen“ – kehrt zurück, zwischen den USA und Russland, wieder mit Deutschland als dem Schlachtfeld.

Ein regionaler Atomkrieg wäre ein Risiko für die globale Ernährungssicherheit

Selbst ein begrenzter Atomkrieg könnte gefährliche Auswirkungen weit über die tödlich getroffene Region hinaus haben. Er würde zu einer globalen Abkühlung führen, welche die landwirtschaftliche Produktion in den wichtigsten Kornkammern der Welt – von den USA bis nach Europa, Russland und China – erheblich reduzieren würde. Die Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssicherheit einschließlich der Reaktionen des grenzüberschreitenden Agrarhandels wurden jetzt zum ersten Mal von einem internationalen Wissenschaftlerteam in einer auf Computersimulationen basierenden Studie aufgezeigt. Der plötzliche Temperaturrückgang würde zu einem in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesenen Schock im Ernährungssystem führen. Dies würde den gegenwärtigen, von fossilen Brennstoffen verursachten Klimawandel jedoch nicht aufheben – nach etwa einem Jahrzehnt der Abkühlung würde die globale Erwärmung wieder zunehmen.

Regionaler Atomkrieg führt zu globaler Hungersnot

Die IPPNW hat am 25.4.2012 eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der berichtet wird über eine vom Schweizer Außenamt finanzierte Neue internationale IPPNW-Studie Die Ergebnisse werden demnächst im Journal „Climatic Change“ veröffentlicht. In der Studie wird gezeigt, dass bereits ein „kleiner“, regionaler Atomkrieg mit weniger als 100 Atomwaffen das Klima und die landwirtschaftliche Produktion so gravierend verändern, … Weiterlesen

Alarmstufe Rot – nicht nur beim Klima

ein Kipppunkt - drei mögliche stabile Bereiche
Kipppunkte: in der Chaostheorie Orte, an denen kleinste Veränderungen große Wirkungen hervorrufen können (hier: ein Kipppunkt – drei mögliche stabile Bereiche)

Unter dem Titel Alarmstufe Rot veröffentlichte Karl-Heinz Peil einen Artikel, der den Zusammenhang der Erderhitzung mit Friedens- bzw. Sicherheitspolitik beleuchtet. Der Beitrag erschien in Ausgabe Nr. 18/2021 der Zweiwochenschrift Ossietzky (11.9.2021) und ist die vom Autor vorgenommene redaktionelle Bearbeitung des englischsprachig verfassten Beitrags: IPCC-Reporting, Tipping Points and Global Security.

Nuklearer Winter statt Klimaerwärmung?

Die Erosion der Rüstungskontrolle und das Comeback der Atomkriegsgefahr; von Peter Wahl
Als die globalisierungskritische Bewegung Ende der 1990er Jahre entstand, war die Atomkriegsgefahr kein Thema. Die bipolare Systemkonfrontation, die jahrzehntelang alle internationalen Beziehungen strukturiert und die innergesellschaftlichen Verhältnisse der beteiligten Länder tief geprägt hatte, war mit der Implosion des sog. „real existierenden Sozialismus“ Geschichte.