Leben mit der Bedrohung

Vom 26. bis 28. Februar 2016 fan in der Urania, Berlin der Internationale IPPNW-Kongreß statt. Das Thema war „5 Jahre Leben mit Fukushima – 30 Jahre Leben mit Tschernobyl (klick zur IPPNW_Seite)„.

Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und seit April 2013 stellvertretender Vorsitzender der IPPN eröffnete den Kongress mit der Rede „Leben mit der Bedrohung“ (klick zum Text).
Mit ihm führte der Schattenblick ein lesenswertes Interview (klick).

Das könnte Sie auch interessieren:

Vier Jahre Fokushima-Gau

ausgestrahlt

Der Super-GAU in Fukushima jährt sich zum vierten Mal. Und noch immer kommt es jeden Tag zur radioaktiven Verseuchung des Meeres und der Luft. Die Zahl der Krebs-Erkrankungen in der Region steigt stetig und viele Menschen leiden unter dem Verlust ihrer Heimat, die auf Generationen hinaus unbewohnbar geworden ist.

Um der Opfer der Katastrophe zu gedenken, findet am Samstag, den 7. März eine Demo in Berlin statt. An diesem Tag soll zugleich daran erinnert werden, dass auch in unserem Land täglich neun AKW am Netz sind und jederzeit eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes auch bei uns möglich ist!

Die InitiatorInnen der Mahnwache – der Trägerkreis um Sayonara Nukes, AntiAtom Berlin und Naturfreunde Berlin – haben sich in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht: Zur japanischen Folkloremusik aus Fukushima  „Kansho Odori“ soll ein gemeinsamer, einfacher Tanz aufgeführt werden.

Treffpunkt ist am Brandenburger Tor um 13 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren:

Demo am 8. März 2014 in Jülich: „Fukushima überall? Stoppt den Wahnsinn!“

plakatweb2

Verfügbares Material:
Aufruf (A5 / Ein Druck auf Recyclingpapier konnte aus verschiedenen Gründen <aktuell auch dem Zeitdruck geschuldet> leider nicht mehr umgesetzt werden)
Plakat (A2)
Plakat (A3)
Alle Bestellungen bitte an folgende Mailadresse senden:  stop@westcastor.de

Die o.g. Werbemittel sind als PDF- Dateien auch auf der Homepage von Westcastor abrufbar.
Die bisherige Seite „fukushma-jahrestag.de“ kann wegen technischer Probleme leider nicht mehr aktualisiert werden.
Deshalb wurde die Westcastorhomepage www.westcastor.de als Hauptinternetportal für die Fukushimademonstration gemastert.
Auch die Seite mit dem Aufruf hat jetzt eine neue, an Westcastor angebundene URL-Adresse.

Soweit uns inzwischen die Unterstützerinnen (unterteilt in Organisationen, Einzelpersonen und Parteien) inzwischen bekannt sind, wurden sie eingetragen.
Weiter UnterstützerInnen sind natürlich willkommen: bitte auch eine kurze Bestätigung (Name / Ort oder Initiative bzw. Partei, AG, MdB/L… etc.) an die o.g. Mailadresse senden.

Zudem hat sich auch noch bei der Angabe des Spendenkontos (SEPA)  der Fehlerteufel eingeschlichen: Die korrekten für die Bundesrepublik erforderlichen Angaben lauten: IBAN:  DE39 3955 0110 1200 5204 90

Das könnte Sie auch interessieren:

Heißer Herbst

.ausgestrahlt informiert über die Begleitung der kommenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD durch Aktionen gegen die Kohle-/Stromlobby.

„Union und SPD werden aller Voraussicht nach nächste Woche ihre Koalitionsverhandlungen beginnen und die Weichen stellen für die Energiepolitik der nächsten vier Jahre: Wird weiter an Kohle und Atom festgehalten und somit die Energiewende ausgebremst oder werden die Erneuerbaren Energien konsequent und dezentral ausgebaut.

Heißer Herbst

Jetzt zum Auftakt der Verhandlungen wollen wir gemeinsam mit dem BUND, Campact, der Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“ und Dir für Sonne & Wind und gegen Kohle & Atom auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Energiewende nicht ausbremsen!“ werden wir uns bei dieser Aktion „warmlaufen“ für die weiteren Proteste, die die Koalitionsverhandlungen begleiten und die am 30.11. in eine Großdemo in Berlin münden werden.

Komm zur Aktion!

„Warmlaufen“ ist dabei wörtlich gemeint: Jogge oder walke, spaziere oder radle mit uns zum Ort der Koalitionsverhandlungen – jede/r ist eingeladen mehr oder weniger sportlich für die Energiewende zu demonstrieren. Bei einer eindrucksvollen Auftakt-Aktion wirst Du zudem gebraucht, um zusammen mit vielen Menschen ein hundert-teiliges Mosaik zu halten. Das Mosaik zeigt zwei Szenarien: Die fossile Kehrtwende der Konzerne – oder die Energiewende der Bürger/innen.“

Ablauf

Das Datum steht leider noch nicht fest, denn die Aktion soll parallel mit den Koalitionsverhandlungen starten.
Zu erwarten ist der Beginn in der nächsten Woche.
Sobald wir Genaueres wissen, informieren wir dich natürlich.

Los geht es um 16:30 Uhr mit dem hundert-teiligen Mosaik.

Anschließend gibt es das gemeinsame „Warmlaufen“ zum Ort der Koalitionsverhandlung.
Dort folgt die Abschlusskundgebung.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich die zukünftige Regierung der Proteste der Bürger/innen bei ihren Entscheidungen bewusst ist.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Atomalarm2013 in Braunschweig

Demo am 14.9.2013

12:30 Uhr – Sammeln der Trecker aus dem Raum Salzgitter bei der Zufahrt zu Schacht KONRAD, Bleckenstedt.

Gemeinsame Fahrt zur Schloss-Attrappe, um sich 14:30 Uhr der Fahrrad-Demo nach Thune anzuschließen.

12 bzw. 13:30 Uhr – Start einer kinder- und familenfreundlichen bzw. einer flotteren Protest-Radtour aus Wolfsburg

13:00 Uhr – Start einer Fahrradtour zur Menschenkette aus Wolfenbüttel

Das könnte Sie auch interessieren:

Demo des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein

am 14. September 2013

Hier das Programm und einige Hinweise zur Anreise:

Beginn des Vorprogramms ab ca. 11.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz mit Musik und Infoständen verschiedener Anti-Atom-Initiativen, Umweltschutzinitiativen, Ökostrom-Anbieter etc.

Beginn der Auftakt-Kundgebung um 11.55 („Fünf vor Zwölf”): Atomland NRW – kein Atomkraftwerk in diesem Land, aber trotzdem mitten drin im Geschehen.
Redebeiträge von

Kerstin Ciesla (stellvertr. Landesvorsitzende des BUND/AntiAtom-Bündnis Niederrhein),
Udo Buchholz (Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU),
N.N. (Duisburger Persönlichkeit angefragt; Thema: Ansiedlung der GNS in Duisburg).

Anschl. Demonstrationszug durch Duisburg.

Ca. 13.45 Zwischenkundgebung: Atommüll in Wohngebieten – Strahlendes Risiko für Mensch und Umwelt.
Redebeiträge von

Michael Zerkübel (AntiAtom-Bündnis Niederrhein),
N.N. (Kirche/Gewerkschaft angefragt; Thema: Atommüll unmittelbar im Wohngebiet),
Raschid Alimov (Umweltaktivist aus Russland).

Anschl. Fortsetzung des Demonstrationszugs durch Duisburg

Ca. 15.00 Uhr – vor der Abschlusskundgebung (Bahnhofsvorplatz):
Pressefoto „Menschliches Piktogramm”.
Wir wollen uns mit möglichst vielen DemonstrationsteilnehmerInnen zu einem menschlichen Atompiktogramm aufstellen. Die Presse hat die Möglichkeit, dies aus einer gewissen Höhe zu fotografieren, macht also was her. Dies soll so funktionieren, dass alle teilnehmenden Menschen farbigen Karton über ihre Köpfe halten. Wer also fotoscheu ist, braucht sich nicht zu sorgen: Gesichter sind nicht erkennbar.

Ca. 15.15 Uhr Beginn Abschlusskundgebung: Atommüllentsorgung und -transporte in NRW und Deutschland – Dilemma ohne Ende.
Grußworte u. a. der Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig (BISS)
Redebeiträge:

Kerstin Rudek (BI Lüchow-Dannenberg),
N.N. (BI Ahaus).

Das könnte Sie auch interessieren:

bundesweite Atommüllkonferenz

Der Asse-II-Koordinationskreis, die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD und die BI Morsleben laden wieder herzlich zur nächsten bundesweiten Atommüllkonferenz.

31.08. 2013 Sonnabend 11.00 – 17.00 Uhr
Volkshochschule Kassel, Wilhelmshöher Allee 19- 21, 34117 Kassel

Das könnte Sie auch interessieren:

Widerstandsmarathon – Atomanlagen Gorleben

Am 24.08.2013 starten wir im Landkreis unsere Sommeraktion. Vierundzwanzig Stunden lang werden wir die Atomanlagen in Gorleben umkreisen und vier Wochen vor der Bundestagswahl noch einmal daran erinnern, dass wir den
längeren Atem im Gezerre um Gorleben haben werden.

24.-25.08.2013/ 13 – 24h

Einen ersten Ablaufplan und laufend aktualisierte Informationen findet ihr unter :
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=28

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktionswoche zum Katastrophenschutz macht Atomrisiko sichtbar

ausgestrahlt

Messtrupps mit Geigerzählern untersuchen das Gemüse auf dem Wochenmarkt, Straßensperren halten Autos auf zur Dekontamination, große Schilder warnen vor dem Betreten der atomaren Sperrzone, HelferInnen verteilen „Jodtabletten“ an PassantInnen, „Atom-Flüchtlinge“ suchen nach einer Bleibe: AtomkraftgegnerInnen auf der Region um das AKW Grohnde haben vor Kurzem mit unzähligen fantasievollen Aktionen gezeigt, wie man das Atom-Risiko und die Bedrohung durch das benachbarte AKW eindrucksvoll ins öffentliche Bewusstsein rücken kann. .ausgestrahlt ruft dazu auf, mit ähnlichen Aktionen in der Woche vom 8. bis 15. Juni die Gefahren und Folgen einer Atom-Katastrophe bundesweit zum Thema zu machen.

weiter lesen bei .ausgestrahlt

Das könnte Sie auch interessieren:

Grohnde-Aktion

Liebe MitstreiterInnen gegen das AKW Grohnde,

dies ist die letzte Aussendung an alle, die mit der Vorbereitung der Grohnde-Aktion am 9. März zu tun hatten. Wer auch in Zukunft etwa monatlich informiert werden möchte, müßte sich bitte selbst in den neuen newsletter-Verteiler auf www.grohnde-kampagne.de eintragen. Einfach eMail-Adresse in die Maske auf der Titelseite eingeben oder formloses mail an newsletter@grohnde-kampagne.de schicken.

Nächste Grohnde-Aktion

Als nächste Aktion planen wir für 28. – 30. Juni eine (Fahrrad)Sternfahrt zum AKW-Grohnde. Dort soll am Samstag, dem 29. Juni ab 15.00 Uhr ein Kundgebungs-, Familien- und Kulturprogramm stattfinden und es gibt die Möglichkeit, in einem Camp zu übernachten. Startpunkte für Radtouren gibt es bisher in Braunschweig, Göttingen, Detmold, Minden, Rinteln und Gehrden (Landkreis Hannover). Natürlich sind auch andere Startpunkte und Routen möglich und erwünscht.
Alle Infos und eine Karte zur weiteren Planung ab 13. Mai auf www.grohnde-kampagne.de

Koordiniert wird die Aktion von Annette Ramaswamy post@ramaswamy.de Tel.: 0151-18531213

Geld

Zur Finanzierung der Aktion vom 9. März fehlen uns noch etwa 1.400,- €. (Kosten ca. 38.300,- €, Spenden ca. 36.900,- €). Dafür und damit die Arbeit schwungvoll und effektiv weiter gehen kann, bitte wir heute nochmal um Spenden:

AG Schacht Konrad e.V.
– Stichwort: Grohnde –
Kto. Nr. 378752308
Postbank Hannover – BLZ 250 100 30

oder über das online-Formular: http://www.grohnde-kampagne.de/spenden

Zum Schluss:

Wir haben auf www.grohnde-kampagne.de die breite Presseberichterstattung dokumentiert. Uns haben aber auch viele persönliche Briefe mit Dank und positiven Reaktionen erreicht. Beides geben wir hiermit an alle weiter, die an den vielen, vielen Aktionen am 9. März beteiligt waren. Stellvertretend haben wir den Brief der 9jährigen Eva Lina Rolfsmeier auf die Homepage gestellt. Eva Lina möchte, dass die Aktion im nächsten Jahr wiederholt wird. Und ehrlich gesagt: Wir denken darüber nach.

Mehr dann ab Mitte Mai über den neuen Newsletter. Eintragen nicht vergessen !

Schöne Grüße…

Thomas Erbe
Grohnde-Kampagne

Das könnte Sie auch interessieren:

Tschernobyl-Jahrestag

Am 21.04.2013 finden die Proteste zum 27. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl bei Brokdorf (klick) und Bergrheinfeld statt.

21.04.2013 – Demo Bergrheinfeld; 12.00 Uhr: Start der Demozüge an den Sammelplätzen

21.04.2013 – Protest- und Kulturmeile  am AKW ab fünf vor zwölf rund um das AKW Brokdorf (klick)

Das könnte Sie auch interessieren:

Stell dir vor… Riss im AKW Grohnde

Atomkraftgegner starten Katastrophenszenario

Katastrophenszenario GrohndeHameln. 5.3.2013, 19 Uhr.

Atomkraftgegner haben heute Abend um 19 Uhr einen Riss an das AKW Grohnde geworfen und damit mit ein Katastrophenszenario begonnen. Nach diesem Szenario hat ein (Not-)Stromausfall heute Abend  zum Stillstand aller  Pumpen in der Anlage und zur Schnellabschaltung des Reaktors geführt. Eine Kernschmelze mit anschließender Freisetzung von Radioaktivität kann in den nächsten Stunden nicht ausgeschlossen werden. Die in Windrichtung liegen Bewohner der Landkreise Hameln-Pyrmont und Minden-Lübbecke, Schaumburg und die Region Hannover werden vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland vorsorglich aufgefordert in ihren Häusern aufzusuchen und Fenster und Türen zu schließen und Haustiere und Vieh aufzustallen wie es in die offiziellen Katastrophenschutzunterlagen in besten Amtsdeutsch heißt. Gemeint ist, die Tiere in den Stall zu bringen.

Katastrophen-Szenario, Bulletin No. 2

Stell dir vor… Jodtabletten müssten jetzt eingenommen werden!
Atomkraftgegner starten Katastrophenszenario

Hameln. 5.3.2013, 21 Uhr. Im Katastrophenszenario der Regionalkonferenz Grohnde konnte der schwere Störfall immer noch nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die Behörden versichern gegenüber der Bevölkerung im 25 km Radius, dass zwar keine radioaktiven Freisetzungen stattgefunden hätten und fordern die Bevölkerung jedoch auf, sich auf die Einnahme von Jodtabletten vorzubereiten. Die Tabletten müssen 6 Std. vor Eintreffen der radioaktiven Wolke eingenommen werden. Zur Verteilung in der Fernzone (25-100km um das AKW Grohnde) veranschlagen die Behörden 12 Stunden. Die ersten 4-5 Stunden werden veranschlagt, um die Entscheidung zu treffen und Hubschrauber anzufordern, die die Jodtabletten palettenweise vom Fliegerhorst Wunstorf dann zu den Hauptanlieferpunkten in Niedersachsen der Region Hannover, Hildesheim, Northeim, und Göttingen bringen. Jede 400 kg schwere Palette enthält 357.000 Jodtabletten in 119 Großpackungen mit 500 Blister á 6 Tabletten. Allein in der Region und Landeshauptstadt Hannover sollen 219.000 Blister mit über 1,3 Mio. Jodtabletten verteilt werden.

In der Zentral- und Mittelzone 10 km um den Reaktor hat ereignisunabhängig eine Vorverteilung stattgefunden für Menschen bis 45 Jahren stattgefunden.  Darüber hinaus sollen jetzt Jodtabletten in der Zentral- , Mittel- und Außenzone bis 25 km durch die Gemeinden abgeholt und in Wahllokale an die Bevölkerung bis 45 Jahre verteilt werden. Für jede Hausgemeinschaft sollte nur ein Erwachsener die Abholung der Tabletten übernehmen. Hoffentlich ist er rechtzeitig wieder zu Hause, bevor in den nächsten Stunden die radioaktive Wolke kommt. In der Zentral- und Mittelzone 10 km um den Reaktor wohnen fast 40.000 Menschen, die mit 13.350 Packungen versorgt werden müssen. Im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont leben 88.000 Menschen im Alter bis 45 Jahren, die 28.750 Haushaltspackungen bräuchten. In Marienau lagern laut Katastrophenschutzplan 43.000 Packungen.

Bulletin No. 3 / Mittwoch 06. März 2013, 1.00 Uhr

Stell dir vor… Radioaktive Stoffe freigesetzt!

Hameln. 6.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der Regionalkonferenz Grohnde abschalten sind bei einem Unfall radioaktive Stoffe freigesetzt worden. In den Katastrophenschutzplänen wird eine Freisetzung von Radradioaktivität innerhalb von 6 Stunden „als schnell ablaufendes Ereignis“ bezeichnet. Bei Durchzug der radioaktiven Wolke soll der Aufenthalt in Häusern und Gebäuden Schutz vor direkter Kontamination bieten. Die Strahlenbelastung soll durch die Abschirmwirkung der Wände reduziert werden. Nach Berechnungen der Physikerin Oda Becker kann es trotzdem in bis zu etwa 8 km Entfernung zu tödlicher Strahlung beim Einatmen radioaktiver Luft kommen. Bei Verlassen der Wohnung wäre die Radioaktivität noch höher. Ein Dilemma, dass nur dadurch vermieden werden kann, dass das AKW abgeschaltet wird, bevor es zu einem Unfall kommt.

Bulletin No. 4 / Mittwoch 06. März 2013, 8.00 Uhr

Stell dir vor… Radioaktive Wolke erreicht Hannover! Selbst die Jodtabletten kämen zu spät!

Hannover. 6.3.2013, 8 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“ hat die radioaktive Wolke bei den derzeit herrschenden süd-östlichen Windrichtungen und selbst bei schwachem Wind 2-3 (8 km/h) gegen 4 Uhr das 25 km entfernte Springe in der Region Hannover und Rinteln im Landkreis Schaumburg und gegen 7 Uhr den 45 km entfernten Hauptbahnhof von Hannover und die Stadt Minden (NRW) erreicht. Dabei hat Nordrhein-Westfalen noch nicht einmal die Vorgabe des Bundes von 2008 umgesetzt, Fernzonen 25km – 100km um das AKW einzurichten, in denen dann Jodtabletten an Kinder und Schwangere ausgegeben werden sollen.

Die Radioaktivitätsmessungen durch das bundesweite Ortsdosisleistung- (ODL)- Messstationensystem (odlinfo.bfs.de) haben ergeben, dass nicht nur das von Grohnde 10 km entfernte Hameln, sondern ebenso Springe, Rinteln und die Landeshauptstadt wegen des Überschreitens der Eingreifrichtwerte hätten evakuiert werden müssen. Die Katastrophenschützer sind völlig überfordert, die Krankenhäuser überfüllt und die 22 vorgesehen Betten in der MHH Hannover für akut Strahlenerkrankte, alles Arbeiter im AKW Grohnde, reichen nicht aus.

Wie hätten die Behörden die BewohnerInnen nachts gewarnt werden können? Mit Ende des Kalten Krieges hat der Bund nach 1990 die Finanzierung von Sirenen mit ABC-Alarm eingestellt und den Kommunen überlassen. In Großstädten sind Feuerwehr-Sirenen durch Pieper-Alarmierung abgelöst worden. Die vom 25km-Radius tangierte Region Hannover plant, die Bevölkerung mit Lautsprecherwagen zu informieren. Wenn der Super-Gau schon eingesetzt hat, würden diese ebenso nicht durchkommen, wie Feueurwehrautos, die in der Fernzone (25-100km-Radius) Jodtabletten von Hubschrauberanlieferpunkten bis 9 Uhr an Ausgabestellen wie Wahllokale ausliefern sollen. Selbst wenn sie  trotz Super-Gau-Stau durchkämen, kämen sie zu spät, denn die Jodtabletten sollten spätestens 5 Stunden vor Eintreffen der radioaktiven Wolke eingenommen werden. Um die Tabletten abzuholen, müsste die Bevölkerung jedoch das Haus verlassen, was sie auf Grund der durchziehenden radioaktiven Wolke aber eingentlich vermeiden sollte. Zudem können sie nur Schilddrüsenkrebs vermeiden, nicht andere Krebsarten oder gesundheitliche Strahlenfolgen. Die Jodtabletten sind in der Fernzone nur für Kinder bis 18 Jahren und Schwangere vorgesehen. Weitere Maßnahmen sind nicht geplant, obwohl das Bundesamt für Strahlenschutz in einer Studie nachgewiesen hat, dass ein Verbleiben im Haus in bis zu 100 km Entfernung notwendig werden kann.


Tobias Darge
Pressekontakt
Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“
www.grohnde-kampagne.de

Handy: 0176 / 24249815

…wird fortgesetzt.

Schöne Grüße…

Thomas Erbe
Grohnde-Kampagne (Orga-Büro)
c/o Natur- und Umweltschutzzentrum
Berliner Platz 4, 31785 Hameln
05151-809260, 0151-56591447
thomas.erbe@grohnde-kampagne.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Anti Atom Berlin organisiert Traktorenkorso von Blankenfelde zur japanischen Botschaft im Tiergarten

Am 11. März wird Anti Atom Berlin zusammen mit Bauern aus Norddeutschland,  eine gemeinsame Aktion organisieren

Ab 9.30 – 11 Uhr, werden Bauern aus vielen Teilen Norddeutschlands einen Traktorenkorso von Blankenfelde zum Tiergarten veranstalten.

Ab 12:00 – 15:00 Uhr: Kundgebung vor der Japanischen Botschaft – Hiroshimastraße 6, 10785 Berlin

Als Symbol der Solidarität mit dem japanischen Volk und mit den vom Tepco Konzern verfolgten Aktivisten sollte im Berliner Tiergarten gegenüber der japanischen Botschaft eine japanische Kirsche gepflanzt werden.
Jedoch stehe die Pflanzung einer japanischen Kirsche am Fukushimajahrestag laut dem Bezirksamt Mitte von Berlin nicht im öffentlichen Interesse.

Ludwig Pape, der Anmelder der Aktion, erklärte: „Die Ablehnung der Pflanzung eines Baumes ist völlig inakzeptabel und in hohem Maße unerhört! Wenn Bauern aus Deutschland am Fukushimajahrestag ein Zeichen an die Menschen Japans senden wollen und dies mit der Begründung, das läge ‚nicht im Interesse Berlins’ abgelehnt wird, ist dies bitter traurig, ein Armutszeugnis mangelnder Sensibilität für das Volk Japans.“

Die japanische Kirsche gilt als eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur und steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit.

Mit der Ablehnung der Pflanzenaktion am „Tag der Katastrophe“ durch das Bezirksamt Mitte wird ein für Berlin peinlicher Vorgang produziert, der von Provinzialität zeugt.
Die Verantwortlichen der Aktion kündigen an, dass sie sich an die Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus wenden wollen, um doch noch eine Genehmigung für diese solidarische und der Völkerverständigung dienenden Aktion zu erhalten.

Die Route des Korsos:

„Anti Atom Berlin organisiert Traktorenkorso von Blankenfelde zur japanischen Botschaft im Tiergarten“ weiterlesen

Das könnte Sie auch interessieren:

Sayonara Nukes

ausgestrahlt
Am 9.3.2013, findet um 12 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor eine Anti-Atomkraft-Demo “Sayonara Nukes” statt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Fukushima ist überall. AKWs JETZT ABSCHALTEN!

ausgestrahlt

9. März 2013, in ganz Deutschland und weltweit: Demo: Fukushima ist überall. AKWs JETZT ABSCHALTEN!

Das könnte Sie auch interessieren:

Demonstration für ihre sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage der URENCO

9.3.2013 in Gronau direkt an der Urananreicherungsanlage der URENCO: Demonstration für ihre sofortige Stilllegung

Das könnte Sie auch interessieren:

Demo zum Atomkraftwerk Neckarwestheim Fukushima mahnt – jetzt handeln!

ausgestrahlt

9.3.2013 in Kirchheim/Neckar 13 Uhr Demo zum Atomkraftwerk Neckarwestheim Fukushima mahnt – jetzt handeln!

Das könnte Sie auch interessieren:

Demonstration Abschalten vor dem GAU

9.3.2013 in Günzburg Marktplatz 14 Uhr Demonstration Abschalten vor dem GAU

Das könnte Sie auch interessieren:

Aktions- und Menschenkette rund um das AKW Grohnde

9.3.2013 rund um das AKW Grohnde: Aktions- und Menschenkette

Das könnte Sie auch interessieren:

Grüne kriminalisieren Atomproteste

Rede von Diether Dehm, DIE LINKE im Deutschen Bundestag am 30.11.2012

Für die von der Lüneburger Staatsanwaltschaft strafverfolgten MdBs Inge Höger, Sevim Dağdelen, Jan van Aken und Diether Dehm hat letzterer zur Verweigerung der Immunität durch alle nicht-linken Fraktionen des Bundestags im Plenum den Aufruf zu zivilem Ungehorsam vertreten. Diether Dehm hatte als Abgeordneter und Liedermacher gemeinsam mit anderen Parlamentariern und Kulturschaffenden wie Konstantin Wecker und Hannes Wader den Aufruf von AKW-Gegnern „Castor schottern“ unterschrieben. Die Staatsanwaltschaft hatte den meisten davon eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen eine Geldspende angeboten. Die blamable Art, wie sich Grüne und sogar „linke“ Sozialdemokraten von ihrer eigenen Geschichte des Protests und des zivilen Ungehorsams verabschieden, zeigt, dass die Atomkonzerne und ihre Lobby nichts an ihrer „Strahlkraft“ eingebüßt haben. Dehm bekannte: „Mein Gewissen als Abgeordneter käme nicht zur Ruhe, wenn der Widerstand gegen die skrupellosen Atomkonzerne zur Ruhe käme.“


Das könnte Sie auch interessieren: