Städte in NRW leiden unter SUV-Boom

SUV, Bild von Goran Horvat auf Pixabay

Zur Diskussion über den Umgang mit Geländewagen warnt die Landes­sprecherin der Linken in NRW, Inge Höger, vor den gesund­heit­lichen Risiken der Schad­stoffe. Viele Städte in NRW sind besonders stark belastet. Düsseldorf ist laut Rheinischer Post die Stadt mit den meisten SUVs in Deutsch­land und zugleich mit den höchsten Schadstoff­werten belastet. „In 25 nordrhein-westfälischen Städten wurden…
Städte in NRW leiden unter SUV-Boom

Kraftwerke erzeugen mehr Ultrafeinstaub als Verkehr

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) konnten in einer Langzeitmesskampagne eine Quelle identifizieren, die besonders auf das regionale Klima einwirkt: moderne Kohlekraftwerke. In der Abluftfahne des Kohlekraftwerks Boxberg haben die Forscher in 20 Kilometern Entfernung bis zu 85 000 Partikel pro Kubikzentimeter gemessen.
Kraftwerke erzeugen mehr Ultrafeinstaub als Verkehr

Tarantel Nr. 72 (3/2016)

32 Seiten, 5 Abbildungen Redaktionsschluss: 15.2.2016 Link zur Ausgabe (klick) (PDF-Datei 1,4 MB) Link zur Ausgabe (klick) (epub-Datei – zip-komprimiert 1,6 MB)   Inhalt Seite Editorial 2 In eigener Sache 3 Antrag der Ökologischen Plattform an den 5. Parteitag der LINKEN 3 Einladung zum Bundestreffen der Ökologischen Plattform 3 Flüchtlinge und Klimawandel 4 Umweltnachrichten 5 Bodenerosion…
Tarantel Nr. 72 (3/2016)

Feinstaubwarnung für Ostbrandenburg!

430.000 Tote in der EU 1)https://www.welt.de/gesundheit/article138055752/430-000-Europaeer-sterben-jaehrlich-an-Feinstaub.html Schluss mit der Kohleverstromung! Bitte entschuldigt die reißerische Überschrift – aber das Thema verlangt Aufmerksamkeit. Luftverschmutzung in Ostbrandenburg 2)siehe Anlage: 2015-11-04_Feinstaub-Warnung_Brb+Bln (2MB – klick): Aus aktuellem Anlass – insbesondere auch bei uns, die Messwerte in Herzfelde zeigen es – muss endlich das Hauptthema auf die Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub aufgrund…
Feinstaubwarnung für Ostbrandenburg!

Klage gegen den Bebauungsplan für geplantes Kohlekraftwerk in Stade

Pressemeitteilung des BUND Niedersachsen (klick)

Stade, 29.10.2015

Der BUND Landesverband Niedersachsen (klick) (als Klageführer), Greenpeace Hamburg, NABU, Arbeitsgemeinschaft Umweltplanung Niederelbe e. V. (AUN) sowie die Bürgerinitiativen Stade-Altes Land und Haseldorfer Marsch reichen heute eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan Nr. 603 „Industriekraftwerk Stade“ der Stadt Stade ein. Auf einer Pressekonferenz in der Hansestadt informiert das Bündnis am 29. Oktober über die Details.

Den Bebauungsplan für das geplante Kohlekraftwerk halten wir aus den folgenden Gründen für abwegig und rechtswidrig:

  1. Energiewende: „Heute noch ein Kohlekraftwerk zu planen und zu bauen ist wirklich anachronistisch. Es muss jetzt vielmehr darum gehen, aus den fossilen Technologien zur Energiegewinnung auszusteigen, insbesondere aber aus der Kohle. Das DOW Kohlekraftwerk wäre der letzte Dinosaurier der Kohle-Ära in Deutschland. Ab 2050 müssen die erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasserstoff und moderne Speichertechniken unsere Stromversorgung übernehmen“, sagt Dr. Stefan Ott vom BUND. „Die Energiewende ist technisch möglich, muss aber auch politisch gewollt sein.
  2. CO2-Ausstoß: „Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Kohlekraftwerke abgeschaltet und damit jährlich rund 16,5 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Dagegen würde das Kohlekraftwerk Stade den CO2 Ausstoß um rund 5,5 Mio. Tonnen erhöhen. Das ist absurd und unterläuft den notwendigen Klimaschutz“, meint der Energie-Experte von Greenpeace Hamburg, Holger Becker. „An einer Stelle wird das Fass geflickt, an anderer Stelle möchte jemand neue Löcher bohren.“
  3. Gesundheitsschäden: Sorgen bereiten der Lungenfachärztin und Sprecherin der BI Stade-Altes Land, Dr. Gabriele Brockhausen, insbesondere die hohen Feinstaubemissionen des geplanten Kohlekraftwerks: „Eindeutige Gesundheitsschäden treten schon bei 20ug/m3 auf. Die bisherigen Grenzwerte sind einfach zu hoch“, mahnt sie.
  4. Schadstoffeinträge: Aufgrund der vorherrschenden Süd-West-Windlage ist die gegenüberliegende Elbseite besonders stark betroffen. „Ein neues Kohlekraftwerk wird zwangsläufig u. a. weitere Dioxine, Furane und Quecksilber in die Marsch eintragen“, so Dr. Wolfgang Werther (BI Haseldorfer Marsch). „Wir sind heute schon grenzwertig belastet. Zusätzliche Schadstoffeinträge sind nicht mehr verantwortbar!“ ergänzt Rolf Herrmann, Amtsvorsteher und Bürgermeister von Haselau.
  5. Gewässerschutz: Udo Paschedag (AUN) weist darauf hin, dass nach der Wasserrahmenrichtlinie der EU spätestens ab 2028 kein Quecksilber mehr in die Umwelt emittiert werden darf. „Bis dahin müssen alle Kohlekraftwerke schon aus Gründen des Gewässerschutzes stillgelegt werden.“

Neben Klimaschutz und Gesundheitsfragen spielt bei der Normenkontrollklage die Raumordnung eine entscheidende Rolle. Dr. Roda Verheyen, Rechtsanwältin aus Hamburg, ist Anwältin des Klagebündnisses. Sie glaubt an einen Erfolg der Klage aufgrund mehrerer rechtlicher Säulen. Sie rügt den Bebauungsplan in 10 detaillierten Punkten.

Unterstützt wird sie dabei von Prof. Dr. Martin Schulte, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Direktor des Instituts für Technik-und Umweltrecht an der juristischen Fakultät der Universität Dresden. Er legt in seinem Gutachten ausführlich dar, dass der Bebauungsplan weder den Zielen der Raumordnung gem. Landesraumordnungsprogramm noch des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises Stade entspricht. „Der geplante Standort ist demnach nicht für ein Großkraftwerk vorgesehen. Ich halte den Bebauungsplan für rechtswidrig“, erklärt Prof. Schulte.
Klage gegen den Bebauungsplan für geplantes Kohlekraftwerk in Stade

Umweltverschmutzung hat direkte Auswirkung auf die Wirtschaft

Mussenbrock & Wang, nach eigener Darstellung der  „führende Anbieter von Rekrutierungslösungen im europäisch-chinesischen Kontext“, hat in seinem Stellenportal Sinojobs eine Umfrage unter Europäern und Chinesen durchgeführt und nach den Auswirkungen der akuten Luftverschmutzung in China auf Karriere und Lebensplanung gefragt. An der Online-Befragung nahmen 2439 Nutzer des Portals teil. Über das Ergebnis berichtet das Unternehmen…
Umweltverschmutzung hat direkte Auswirkung auf die Wirtschaft

Kohlschwarze Wellen

Geht es einem Menschen gut, wenn er ertappt wird? Anscheinend nicht. Oder weshalb sonst gibt es diesen Aufschrei seitens des Vorsitzenden der IG BCE? Was ist geschehen? Greenpeace hat am 11.4.2013 eine kurze, 35-seitige Aufstellung mit dem Titel „Schwarzbuch Kohle“ darüber verfasst, wie Kohlewirtschaft und Politik miteinander verfilzt sind (siehe „Greenpeace: Schwarzbuch Kohle„). Darin sind…
Kohlschwarze Wellen

Gesundheitsschäden durch Kohleverstromung

Im Auftrag von Greenpeace hat die Uni Stuttgart in einer Studie die Gesundheitsschäden durch Kohlekraftwerke in Deutschland untersucht. PM der Uni Stuttgart vom 3. April 2013 Verringerte Lebenserwartung durch Luftschadstoffemissionen von Kohlekraftwerken Die Emissionen von Schadstoffen aus deutschen Kohlekraftwerken verursachen jährlich etwa 33.000 verlorene Lebensjahre in Deutschland und Europa. Dies zeigt eine aktuelle Studie der…
Gesundheitsschäden durch Kohleverstromung