Wir haben es satt! 2018

Demonstration am 20. Januar

ab 8.30 Uhr

Traktoren-Demo zur Agrarministerkonferenz

11 Uhr

Der Agrarindustrie die Stirn bieten!

Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel!

Treffpunkt:

Hauptbahnhof Berlin (Washingtonplatz).

Bitte Kochtopf mitbringen und pünktlich sein! Um 11.30 Uhr geht’s los zur Internationalen Agrarministerkonfererenz. Dort schlagen wir Alarm für die globale Agrar- und Ernährungswende!

alle weiteren Informationen: https://www.wir-haben-es-satt.de/

Offener Brief

der Ökologischen Plattform bei der LINKEN an die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE im Bundestag

Es ist abzusehen, dass die GRÜNEN in einer Jamaika-Koalition ihren Zehn-Punkte-Plan, den sie im Wahlkampf vertreten haben, nicht in den Koalitions­vertrag einbringen können, auf alle Fälle nicht die ökologischen Ziele, wie z.B. sofortige Schließung der 20 schmutzigsten Kohlekraft­werke, Beendigung der Produktion von Verbrennungsmotoren in 22 Jahren und Abschaffung der Massentierhaltung. Weitere Anhänger*innen und Wähler*innen werden von den Grünen enttäuscht.

Hier ist es Aufgabe der LINKEN, diese Politikthemen zu besetzen und Forderungen zur Nachhaltigkeit und der Erreichung der Klimaziele Deutschlands aktiv zu vertreten. Damit werden neue Wähler­schichten gewonnen und es wird deutlich gemacht, dass Mitregieren keine Lösung zur Bewältigung der grundlegenden Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft sind.

Die LINKE muss nicht nur die soziale Gerechtigkeit auf ihre Fahnen schreiben, sondern in gleichem Maße die Generationen übergreifende Gerechtigkeit. Letztere muss gesichert werden, indem weniger Rohstoffe verbraucht werden, damit zukünftigen Generationen kostengünstig gewinnbare Roh­stoffe noch übrig bleiben. Verlängerung der Lebens­dauer der erzeugten Produkte, Wieder­gewinn­barkeit der verbrauchten Rohstoffe, reparaturfähige Konstruktion und modularer Aufbau der Produkte müssen von der LINKEN gefordert werden.

Besonders wichtig ist das Eintreten der LINKEN für eine Verhinderung der Erderhitzung durch den Eintrag von Schadgasen in die Luft. Zukünftige Generationen werden ganz andere Stürme erleben als den Oktobersturm Xavier. Die LINKE muss auf die Warnungen der Wissenschaftler hören und auf allen Politikfeldern entsprechende Schlussfolgerungen ziehen.

Es gilt, entsprechend unserem Parteiprogramm öffentlichen Druck und außer­parlamen­tarische Mobilisierung zu organisieren statt wie bisher den Eindruck zu vermitteln, dass man Mitregieren will bei der besten Verwertung des Kapitals. Die LINKE hat die einmalige Chance, sowohl auf dem Gebiet der sozialen und der Generationengerechtigkeit als auch auf dem Gebiet der Ökologie die Meinungsführerschaft in der Opposition zu übernehmen.

Das ‒ leider ohne Beteiligung führender Politiker der LINKEN entstandene ‒ „Generationen Manifest“ (https://www.generationenmanifest.de/manifest/) ist dafür eine gute Anleitung zum Handeln.

Bündnis „Gipfel für globale Solidarität“

G20-Alternativgipfel findet breiten Zuspruch in Hamburg

Pressemitteilung, Hamburg, 9. Mai 2017

Stimmen aus Kirche, Kultur- und Musikszene für Treffen der Zivilgesellschaft
Band Tocotronic: „Brauchen gegenseitige Solidarität“

Immer mehr Menschen in Hamburg – Einzelpersonen, Kirchengemeinden, Kulturschaffende, Musikerinnen und Musiker – unterstützen den G20-Alternativgipfel am 5. und 6. Juli in der Stadt. Der „Gipfel für globale Solidarität“ spiegelt die verbreitete und berechtigte Kritik am G20-Treffen wider. Dieses stößt überall in Hamburg auf Vorbehalte – nicht nur wegen der Entscheidung, das Treffen der Staats- und Regierungschefs der 19 wirtschaftsstärksten Länder sowie der EU mitten in der Stadt stattfinden zu lassen. Damit wird das öffentliche Leben massiv beeinträchtigt. Auch die Folgen der neoliberalen Politik, für die die G20 verantwortlich zeichnen, sorgen in der Zivilgesellschaft für Unmut.

Sonja Engler, Geschäftsführerin des Barmbeker Kulturzentrums Zinnschmelze, sieht einen Zusammenhang des Protests gegen die G20 mit ihrer Arbeit in der Stadt:

„Als Stadtteilkulturzentrum verfolgt die Zinnschmelze das Ziel, die demokratische und kulturelle Vielfalt unseres Gemeinwesens zu fördern und die gesellschaftliche Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten zu ermöglichen. Wir unterstützen den zivilgesellschaftlichen Diskurs zum G20-Gipfel in Hamburg und die Durchführung eines Alternativgipfels für globale Solidarität, da weltweite Teilhabegerechtigkeit, Lebensqualität und kulturelle Vielfalt im Zusammenhang mit unseren Zielen vor Ort stehen.“

Matthias Liberman, Pastor der Kirchengemeinde Winterhude-Uhlenhorst, hebt das Recht auf freie Meinungsäußerung hervor:

„Ich unterstütze den Gipfel für globale Solidarität. In einem demokratischen Rechtsstaat muss eine friedliche und öffentliche Meinungsäußerung gewollt und möglich sein und überall da, wo die Stimme gegen Ungerechtigkeit in der Welt erhoben wird, stimme ich gern und aus Überzeugung in diesen Chor mit ein.“

Auch die bekannte Hamburger Band Tocotronic hält die Debatte über Alternativen angesichts der zunehmenden globalen und innergesellschaftlichen Ungleichheit für dringend notwendig:

„Wir unterstützen den Gipfel für globale Solidarität. Denn: Wenn Verstörung uns umweht, brauchen wir gegenseitige Solidarität.“

Als Teil des zivilgesellschaftlichen Protests gegen das kommende G20-Treffen bietet der „Gipfel für globale Solidarität“ ein öffentliches Forum, das im Gegensatz zum Staatengipfel für alle zugänglich ist. Auf Podien und Workshops wollen die Teilnehmenden des Alternativgipfels drängende Fragen nach einer solidarischen, friedlichen, demokratischen und ökologischen Entwicklung diskutieren und gerechte Lösungswege aufzeigen.


Der Gipfel für globale Solidarität ist der Alternativgipfel zum G20-Treffen in Hamburg. Er wird von über 65 lokalen, nationalen und internationalen Initiativen und Organisationen unterstützt und findet am 5. und 6. Juli auf dem Gelände der Kulturfabrik Kampnagel statt. Weiterführende Informationen zum Alternativgipfel und zum umfangreichen Programm finden Sie unter: www.solidarity-summit.org

Gerne stehen wir für Hintergrundgespräche und Interviews zur Verfügung. Für Anfragen wenden Sie sich bitte an presse@solidarity-summit.org oder telefonisch an Jana Mattert, +49 (0)179 178 44 91

„NoG20 Klima Aktion“

In den letzten Monaten hat sich eine neue Klimaakteurin geformt, die beim G20-Gipfel klar und deutlich den Konflikt zum Ausdruck bringen wird, der nicht nur mit einzelnen Regierenden, sondern mit dem herrschenden System als Ganzes besteht.

Die Gruppe der „NoG20 Klima Aktion“ will nicht tatenlos zusehen, wie besonders mit fossilen Energien weiterhin Profite auf Kosten von alltäglicher Zerstörung von Lebensgrundlagen gemacht wird. Deshalb wollen sie am 7. Juli gemeinsam unter dem Motto „G20 den Stecker ziehen – Kapitalismus überwinden, Klimawandel stoppen!“ an den Ort gehen, wo sich kapitalistischer Welthandel und klimaschädliche Infrastruktur räumlich besonders konzentriert: den Hamburger Hafen.

Die Gruppe schreibt auf ihrer Internetseite (https://nog20klima.wordpress.com/aktionsbild/):

Wir wollen gemeinsam mit vielen Menschen in einer Massenaktion während des G20-Gipfels in Hamburg für Klimagerechtigkeit eintreten.

Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle Aktionsteilnehmer*innen transparent ist und in der die daran Beteiligten solidarisch aufeinander achten und sich gegenseitig unterstützen. 

Um an den Aktionsort zu kommen, werden wir ggf. gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfließen. Auch Zäune und ähnliche Hindernisse werden uns nicht stoppen. 

Ziel unserer Aktion ist es, in die laufende Klimaschädigung störend einzugreifen. Es ist nicht unser Ziel, die Polizei zu gefährden. Wir werden durch körperschützende Materialien, wie Luftmatratzen, Polster, Visiere oder Planen unseren Anspruch auf körperliche Unversehrtheit wahren. Unser wichtigster Schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und Entschlossenheit. Wir bleiben so lange am Aktionsort wie wir wollen.

Wenn sich die Möglichkeit ergibt, können Gruppen mit eigenen Ideen die Aktion weiter ausgestalten. Dabei nehmen sie Rücksicht auf die Sicherheit der Gesamtgruppe und bewegen sich im Rahmen des Aktionsbildes.

Es gibt keinen Platz für Rassismus, Sexismus, Rechtspopulismus, Antisemitismus, Islamophobie sowie sämtlichen andere Formen der Unterdrückung. Wir freuen uns über alle Aktionen mit emanzipatorischem Anspruch und sehen keine Veranlassung, uns von solchen Aktionsformen zu distanzieren.

Bereitet Euch gut auf die Aktion vor, schmiedet kreative Pläne, wie Ihr Eure Ablehnung von Kapitalismus und sozial-ökologischer Zerstörung zum Ausdruck bringen wollt. 
Nehmt euch ein paar Tage länger Zeit, bildet Bezugsgruppen und nehmt an Aktionstrainings teil.

Social Media Seiten

Im Kampf gegen CETA und TTIP nicht nachlassen

Pressemitteilung, DIE LINKE. NRW, 15.2.2017

Grafik mit Abstimmungsverhalten
Abstimmung der deutschen EU-Parlamentarier

Anlässlich der heutigen Zustimmung des Europaparlaments zu dem zwischen der EU und Kanada verhandelten Handelsabkommen CETA, erklärt Özlem Alev Demirel, Landessprecherin der Linken in NRW und deren Spitzenkandidatin zur anstehenden Landtagswahl:

„Die Zustimmung zu CETA durch das EU-Parlament ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Kritikerinnen und Kritiker dieses Abkommens. Mit ihrer Unterstützung dieses neoliberalen Abkommens handeln vor allem die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und der SPD-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, Martin Schulz, klar gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung nicht nur in NRW. Im Gegensatz zu ihnen steht die Linke für den Ausbau sozialer und ökologischer Standards und nicht für deren Abbau und zugleich an der Seite von Gewerkschaften, Demokratieinitiativen und Sozialverbänden.

Die Wirkung dieses Abkommens wird auch in NRW auf allen Ebenen zu spüren sein. Während sich internationale Konzerne Vorteile versprechen, werden Beschäftigte Nachteile haben. Deren Arbeitsbedingungen drohen sich weiter zu verschlechtern. Das Abkommen verstärkt die soziale Ungleichheit. Würde die SPD es wirklich ernst damit meinen, wieder Politik für die ‚hart arbeitenden Menschen‘ machen zu wollen, hätte sie sich niemals für CETA stark machen dürfen.
Ungeachtet des heutigen Beschlusses, wird Die Linke daher auch weiterhin gegen CETA und auch TTIP kämpfen. Wir unterstützen nicht nur die Proteste auf der Straße und den von der ‚Volksinitiative gegen CETA und TTIP‘ geplanten Aktionstag am 1. April, sondern werden infolge der Landtagswahl im Mai umgehend auch parlamentarisch gegen CETA aktiv werden. Wir werden uns dafür stark machen, dass NRW im Bundesrat gegen CETA stimmen wird“,

so Demirel. Die Delegation der Linken im Europaparlament veröffentlichte vor Kurzem die Studie „CETA und TTIP an Rhein und Ruhr – Was droht Nordrhein-Westfalen und seinen Kommunen durch die transatlantischen Handelsabkommen?“, die der Handelsexperte Thomas Fritz verfasst hat. Darin warnt der Autor vor den Folgen, die CETA und TTIP für NRW hätten.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden: https://www.fabio-de-masi.de/de/article/1231.pr%C3%A4sentation-zur-studie-ceta-und-ttip-an-rhein-und-ruhr.html

Weitere Informationen: Volksinitiative „NRW gegen CETA & TTIP“: www.nrw-gegen-ceta.de

Freundliche Grüße
Jasper Prigge
Pressesprecher DIE LINKE.
NRW DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen
Alt Pempelfort 15
40211 Düsseldorf
Mobil: 0152-53881513
E-Mail: jasper.prigge@dielinke-nrw.de
http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presseerklaerungen/detail_nachrichten/zurueck/nachrichten-1/artikel/linke-im-kampf-gegen-ceta-und-ttip-nicht-nachlassen/

Just Transition – Gerechter Übergang

Konferenz organisiert von der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel und Transform!

Einladungsblatt

Wann?

Montag, 5. Dezember 2016, von 10 Uhr bis 18 Uhr

Wo?

MAI, Maison des Associations Internationales, 40 rue Washington, 1050 Brüssel, Belgien

Sprachen:

Deutsch, Englisch, Spanisch, Polnisch, Französisch

Das Programm finden Sie unten (klick).

Mit:

Cornelia Ernst (MEP), Martin Schirdewan (RLS Brüssel), Maxime Benatouil (Transform), Montserrat Mir Roca (Europäischer Gewerkschaftsbund, angefragt), Frank Bsirske (ver.di, angefragt), Torsten Pötzsch (Oberbürgermeister Weißwasser, Lausitz, Deutschland), Molly Walsh (Friends of the Earth Europe, Brüssel), Marcin Bania (Zabrze, Polen, angefragt), Jose Luis Villares (Gewerkschaft CCOO, Spanien), Corinne Morelle-Darleux (Landrätin, Frankreich, angefragt), Chas Booth (Stadtrat Edinburgh, Schottland, angefragt), Eva Bulling-Schröter (MdB, angefragt), Jana Pinka (MdL, Sachsen, Deutschland), Thomas Domres (MdL, Brandenburg, Deutschland), Claude Turmes (MEP, Fraktion Die Grünen, angefragt), Maité Llanos (Trade Unions for Energy Democracy, Genf), Walter Wendt-Kleinberg (Ruhrgebiet, Deutschland).

Einladung

Das kürzlich in Paris geschlossene Klimaschutzabkommen soll die Entkarbonisierung der Weltwirtschaft voranbringen, da sich alle Länder verpflichtet haben, bis zum Ende dieses Jahrhunderts CO2-neutral zu werden. Das Langfristziel für Europa ist klar: bis zum Jahr 2050 muss die CO2-Neutralität erreicht sein. Während diese ambitionierten Ziele bereits gesteckt wurden, muss die konkrete Strategie, um die CO2-arme Industrie in Europa zu verwirklichen, größtenteils erst noch ausgearbeitet werden. Dies gilt besonders für Regionen, die sich in hohem Maße auf kohleintensive Wirtschaftstätigkeiten stützen und oftmals in diesem Sektor wichtige Arbeitgeber sind.

Ziel der Konferenz ist ein Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern aus Regionen, die ganz aktuell in ihrer Region vor der Herausforderung des Kohleausstiegs stehen und Vertretern der Gewerkschaften sowie Politikern linker und grüner Parteien aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten.

Wir möchten das Konzept des „Just transition – gerechter Übergang“ und die Möglichkeiten und Hindernisse für seine Umsetzung diskutieren. Welche politischen Planungsprozesse müssen auf regionaler Ebene erfolgen? Wie kann die lokale Unterstützung in den Regionen für den Kohleausstieg sichergestellt werden? Welche Governance-Strukturen müssen existieren, um die Beteiligung von Arbeitnehmern zu sichern? Wie kann die EU die praktische Entwicklung bahnbrechender CO2-armer Technologien beschleunigen? Wie müssen und können Arbeitskräfte qualifiziert werden, die beim Übergang von Regionen zu einer CO2-armen Wirtschaft ein entscheidender Faktor sind?

Anmeldung

Um sich anzumelden, schicken Sie bitte eine Mail an: Cornelia.ernst@ep.europa.eu

Programm (Entwurf)

10:00-10:30 Welcome and Introduction

Cornelia Ernst (Member of European Parliament, Die Linke, GUE/NGL)

Martin Schirdewan (Director of the Rosa-Luxemburg-Foundation Brussels office)

Maxime Benatouil (transform! Programme Director)

10:30-12:00 SESSION 1: What is to be done? Points of view from regions to be affected by the coal and/or nuclear phase-out.

Torsten Poetzsch (Mayor from Weißwasser, Lusatia, Germany)
Leszek Swietalski
(Secretary General of „Union of Rural Municipalities of Poland“) (Zwiazek Gmin Wiejskich Rzeczypospolitej Polskiej) (Poznan, Poland)
Martin Puta
, Governor of Liberec Region, Czech Republic (tbc)
Sofia Ciércoles
(Mayor of Andorra, Teruel, Aragon, Spain)
Corinne Morelle-Darleux
(Regional Councillor, France, Auvergne, Parti de Gauche)

Discussion

12:00-13:30 SESSION 2: Arguments and Proposals for a Just Transition: Trade Unions’ Voices

Montserrat Mir Roca (European Trade Union Confederation, ETUC) (tbc)
Reinhard Klopfleisch
(Head of Division Energy policy, ver.di) (tbc)
Matthew Lay
(Vice-President of the European Public Service Union Utilities Standing Committee and National Officer at UNISON)
Jose Luis Villares
(Confederacion sindical de comisiones obreras, CCOO, Spain)
Marc Delepouve
(Syndicat national de l’enseignement supérieur SNESUP, France)
Representative of FGTB, Belgium (tbc)

Discussionhttp://www.dielinke-europa.eu/

13:30-14:30 LUNCH BREAK

14:30-16:00 SESSION 3: Arguments and Proposals for a Just Transition: Left Parties’ and Green Parties’ Voices

Thomas Domres (MdL, DIE LINKE, Parliament Brandenburg) (tbc)
Jana Pinka
(MdL, DIE LINKE., Saxonian Parliament, Germany)
Claudia Beamish
, Member of Scottish Parliament, Scottish Labour Party, UK)
Claude Turmes
(MEP, Group The Greens, European Parliament) (tbc)
A representative of the Left-Green Alliance, Denmark (tbc)
Kate Hudson
, Left Unity, United Kingdom

Discussion

16:00-17:30 SESSION 4: Assessments of on-going regional experiences

Molly Walsh (Friends of the Earth Europe, Brussels)
Walter Wendt-Kleinberg
(Ruhr Area, Germany )
Maité Llanos
(Trade Unions for Energy Democracy, Geneva)
Jean-François Caron
(Mayor of Loos-en-Gohelle, France, EE-LV) (tbc)

Discussion

17:30-18:00 Concluding Remarks and Next Working Steps

Manuela Kropp (Policy Advisor to MEP Cornelia Ernst, European Parliament, Brussels)
Jean-Claude Simon
(facilitator of the transform! Working Group on Energy)

 


Organisiert von: Delegation DIE LINKE. im Europaparlament (klick) und Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel (klick) in Zusammenarbeit mit Transform! europe (klick)

 

Globale Ungleichheit bekämpfen: Attac mobilisiert zu G20-Gipfel in Hamburg

Der Widerstand gegen CETA, TTIP; TiSA und Co. geht auch 2017 weiter.

Gegenaktivitäten zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg sowie der weitere Widerstand gegen CETA, TTIP und andere Freihandelsabkommen werden im kommenden Jahr Schwerpunkte des Engagements von Attac Deutschland bilden. Das haben die Aktiven des globalisierungskritischen Netzwerkes bei ihrem Ratschlag am Wochenende in Frankfurt am Main beschlossen.

„Die Welt ist aus den Fugen – wer sie ändern will, braucht neue Ideen, nicht die alten Rezepte. Die G20 steht für eine Fortsetzung der Standortkonkurrenz, die Wettbewerbsfähigkeit durch Lohn- und Sozialdumping erkauft und damit die soziale Ungleichheit weltweit weiter verschärft – eine zentrale Ursache der weltweiten Krisen“,

sagt Thomas Eberhardt-Köster vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

„Wir werden den G20-Gipfel in Hamburg als Kristallisationspunkt nutzen, um den solidarischen Pol dieser Gesellschaft sichtbar zu machen und unsere Vorschläge für eine gerechte Weltwirtschaft in die Öffentlichkeit zu tragen.“

„Globale Ungleichheit bekämpfen: Attac mobilisiert zu G20-Gipfel in Hamburg“ weiterlesen

„Auf der Flucht vor humanitären Krisen: zur sozialen Dimension des Klimawandels“

eine Nachlese zur Konferenz

Das Thema, das über die Zukunft der Menschheit entscheidet, hätte aus meiner Sicht bei der „Linken Woche der Zukunft“ behandelt werden müssen. Es ist gut, dass es wenigstens jetzt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Linksfraktion auf die Tagesordnung gesetzt wurde.

Deutlich wurde, dass der Klimawandel kein ökologisches, sondern ein humanitäres Problem ist. Jede politische Entscheidung hat Auswirkungen auf Klimaemissionen und Ressourcenverbrauch, die daher in der politischen Arbeit immer berücksichtigt werden müssten. Insbesondere die ausländischen Gäste berichteten eindringlich von den durch den globalen Norden verursachten Problemen: Bereits jetzt sterben in Afrika Menschen in Folge unserer Lebensweise im Globalen Norden und in den Schwellenländern.

Die globale Erwärmung dürfte 1,5° C nicht überschreiten, damit die Folgen beherrschbar bleiben. Doch aus Gründen der „wirtschaftlichen Machbarkeit“ wurde festgelegt, die Erwärmung auf 2° C zu begrenzen. Schon dieser „Kompromiss“ bedeutet, dass große Teile der Weltbevölkerung „abgeschrieben“ wurden. Inzwischen scheint selbst diese Grenze unhaltbar.

Am stärksten betroffen sind die ärmsten Menschen im Globalen Süden, die keine Schuld daran haben und auch nichts dagegen unternehmen können. Migration und Flucht sind die Folgen, doch den Begriff „Klimaflüchtling“ gibt es im internationalen Recht nicht; die betroffenen Menschen sind weiterhin auch rechtlich ungeschützt. Durch die Folgen des Klimawandels werden grundlegende Menschenrechte in Frage gestellt, z.B. Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Recht auf Selbstbestimmung und Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, einschließlich angemessener Nahrung (dazu gehört auch Trinkwasser!).

Unverständlich blieb mir lediglich der Workshop „Versicherung gegen Klimawandelfolgen – Schutz der Ärmsten oder Reibach für die Versicherungskonzerne?“.  Meine Frage, wie denn die Ärmsten (die nicht einmal eigenes Land haben) eine Versicherung abschließen können, blieb ungeklärt, ebenso, wie die nach der Versicherung von armen Ländern („Makroversicherung“). Wir erfuhren zwar, dass die Mittel dafür aus der Entwicklungshilfe der Industrieländer kommen, aber warum es günstiger sein soll, diese über Versicherungsgesellschaften verwalten zu lassen statt sie direkt den betreffenden Staaten zu geben, wurde ebenfalls nicht beantwortet. Ich betrachte das als ein Pendant zur „Riester-Rente“.

Weitere Informationen und einzelne Vorträge finden sich auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung (klicken).

Die Broschüre der Konferenzunterlagen kann auch als pdf-Datei gelesen werden (klick).

Wolfgang Borchardt
9.7.2015

 

Flucht vor humanitären Krisen: soziale Dimension des Klimawandels

Der Klimawandel ist eine soziale Frage. Er erfordert neue Konzepte für globale Gerechtigkeit und internationale Solidarität. Die Verwundbarkeit der Menschen aus dem globalen Süden ist unmittelbar mit der Wirtschaftspolitik der Industrie- und Schwellenländer verbunden. Gemeinsam mit ExpertInnen aus dem globalen Süden und Ländern des Nordens möchten wir, die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Linksfraktion, auf der Konferenz

Auf der Flucht vor humanitären Krisen: zur sozialen Dimension des Klimawandels“ am 3. und 4. Juli in Berlin

beraten, welche Aktivitäten und Forderungen kurzfristig für den Schutz von Flüchtlingen und langfristig zum Ausgleich von Klimaschäden aus linker Sicht notwendig sind.

Das Programm und die Anmeldung finden Sie unten. An der Konferenz wirken mit u. a.:

Christiane Averbeck (Klimaallianz), Nnimmo Bassey (Health of Mother Earth Foundation, Nigeria), Mussa Billegeya (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Tanzania), Joan Carling (Asia Indigenous Peoples Pact, Thailand), Jan Kowalzig (Oxfam), Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung), Mamadou Mbodji (Association Sénégalaisedes Amis de la Nature (ASAN), Senegal), Michael Müller (NaturFreunde Deutschlands), Sabine Minninger (Brot für die Welt), Kai Niebert (Universität Zürich, Schweiz), Angela Oels (Universität Lund, Schweden), Doris Peschke (Churches’ Commission for Migrants in Europe, Belgien)

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

PROGRAMM

3. Juli: Klimawandel – Eine soziale Frage

15.00 – 15.15 Uhr Begrüßung
  • Inge Höger, MdB
  • Dagmar Enkelmann, Vorsitzende Rosa-Luxemburg-Stiftung
15.15 – 15.45 Uhr Einführungsvortrag:
          Klimaawandel und Klimagerechtigkeit – eine soziale Frage
  • Dietmar Bartsch, MdB, 2. Stellv. Fraktionsvorsitzender
  • Annette Groth, MdB
15.45 – 17.15 Uhr Panel 1: 
          Klimawandel in der Politik
  • Eva Bulling-Schröter, MdB
  • Michael Müller, NaturFreunde Deutschlands
  • Joan Carling, Asia Indigenous Peoples Pact, Thailand
  • Moderation Tadzio Müller, RLS
17.15 – 17.45 Uhr Kaffeepause
17.45 – 19.15 Uhr Panel 2: 
          Menschenrechtsverletzungen durch Klimawandel: Die Armen trifft es zuerst
  • Kai Niebert, Universität Zürich, Schweiz
  • Nnimmo Bassey, Health of Mother Earth Foundation, Nigeria
  • Sabine Minninger, Brot für die Welt
  • Moderation Inge Höger, MdB
19.15 – 20.00 Uhr Imbiss
im Foyer Ausstellung »Klima? Wandel. Wissen! Neues aus der Klimawissenschaft«, Germanwatch
20.00 – 22.00 Uhr Film und Gespräch: 
         »Über den Tellerrand – Ernährungssouveränität in Zeiten des Klimawandels«, 2013
  • Nnimmo Bassey, Health of Mother Earth Foundation,Nigeria
  • Mussa Billegeya, RLS, Dar Es Salaam, Tanzania
  • Moderation Arndt Hopfmann, RLS

4. Juli: Flucht vor dem Klimawandel

9.30 – 10.15 Uhr Einführungsvortrag: Migration durch Klimawandel
  • Angela Oels, Universität Lund, Schweden
  • Moderation Inge Höger
10.15 – 12.15 Uhr Parallele Workshops: 

        1. Klimawandel als Herausforderung an die internationale Migration

  • Mamadou Mbodji, Association Sénégalaisedes Amis de la Nature (ASAN) Senegal
  • Cosmon Corenda, United Nation University
  • Moderation Annette Groth
       2. Anforderungen an die Migrationspolitik in Deutschland und der EU
  • Ulla Jelpke, MdB
  • Doris Peschke, Churches’ Commission for Migrants in Europe, Brüssel, Belgien
  • Moderation Koray Yilmaz-Guenay, RLS
       3. Umweltmigration und militärische Abwehr
  • Christoph Marischka, Informationsstelle Militarisierung
  • Mussa Billegeya
  • Moderation Inge Höger
      4. Versicherung gegen Klimawandelfolgen – Schutz der Ärmsten oder Reibach für
die 
Versicherungskonzerne?
  • Heike Hänsel, MdB
  • N. N., BMZ
  • Moderation Alexander King, Bundestagsfraktion DIE LINKE
 12.15 – 13.00 Uhr Mittagessen
13.00 – 13.45 Uhr Ergebnisse der Workshops und Diskussion

Moderation Ulla Jelpke

13.45 – 15.15 Uhr Panel 3: Globale Klimagerechtigkeit – Verursacher zur Kasse bitten
  • Jan Kowalzig, Oxfam
  • Joan Carling, Asia Indigenous Peoples Pact, Thailand
  • N. N., BMZ
  • Moderation Christiane Averbeck, Klimaallianz
15.15 – 16.15 Uhr Abschlussdiskussion 
         Anforderungen für eine solidarische und gerechte Klimapolitik
  • Doris Peschke
  • Nnimmo Bassey
  • Sabine Leidig, MdB
  • Moderation Kim Weidenberg, Bundestagsfraktion DIE LINKE
16.15 – 16.30 Uhr Schlusswort
Sabine Leidig