Wir haben es satt! 2018

Demonstration am 20. Januar

ab 8.30 Uhr

Traktoren-Demo zur Agrarministerkonferenz

11 Uhr

Der Agrarindustrie die Stirn bieten!

Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel!

Treffpunkt:

Hauptbahnhof Berlin (Washingtonplatz).

Bitte Kochtopf mitbringen und pünktlich sein! Um 11.30 Uhr geht’s los zur Internationalen Agrarministerkonfererenz. Dort schlagen wir Alarm für die globale Agrar- und Ernährungswende!

alle weiteren Informationen: https://www.wir-haben-es-satt.de/

Steigende Nitratbelastung des Grundwassers erfordert Verschärfung des Düngerechts

Anlässlich einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zur Nitratbelastung des Grund­wassers (https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/grundwasser/nutzung-belastungen/naehr-schadstoffe) fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Verschärfung des Dün­gerechts. Bun­desweit werden bei etwa einem Drittel aller Grundwas­sermess­stellen in der Nähe landwirtschaftlicher Nutz­flächen die Nitrat-Grenzwerte überschritten. Besonders hoch ist die Belastung in Gebieten mit viel Tierhaltung.

Mit Nährstoffen wie Nitrat belastetes Grundwasser kann nicht als Trink­wasser verwendet werden, ohne verdünnt oder chemisch aufbereitet zu werden. Der UBA-Studie zufolge belaufen sich die Zu­satzkosten der Was­serwerke auf bis zu 767 Millionen Euro im Jahr. Die Wasserrechnung für einen Vier-Personen-Haushalt erhöht sich dadurch um bis zu 134 Euro im Jahr.

„Es ist inakzeptabel, dass die Wasserwerke und letztlich die Verbraucher hunderte Millionen Kosten tragen müssen, weil die Ge­wässer in Deutschland mit Düngemit­teln belastet sind“,

sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Wichtig seien jetzt konsequente Gegenmaßnahmen des Land­wirtschafts­ministe­riums. „Zum Schutz von Fließgewässern, Meeren und des Grund­wassers müssen Nährstoffein­träge aus der Land­wirtschaft deutlich reduziert werden. Minister Schmidt muss sich endlich dazu durchringen, das Düngerecht deutlich zu verschärfen. Jetzt muss die Hoftorbilanz für alle Betriebe ab dem Jahr 2018 kommen. Es braucht einen sofortigen Düngestopp in besonders belasteten Gebieten und eine bundesweite Gülle-Trans­port­datenbank“, forderte Weiger.

Der BUND-Vorsitzende wies auch darauf hin, dass in der Studie lediglich die Kosten zur Trink­was­sergewinnung berechnet worden seien:

„Die Nitratbelastung von Bächen, Flüssen und Meeren hat das Umweltbundesamt noch gar nicht untersucht. Hohe Nährstoffeinträge in Gewässer schädigen Fische, Amphibien und andere Lebe­wesen. Die tatsächlichen volkswirtschaftlichen Kosten dürften in die Milliarden gehen. Und noch gänzlich im Dunkeln liegt, wie hoch die Schäden für die Artenvielfalt sind.“

Durch die UBA-Studie relativiere sich auch das von der Agrarindustrie immer wieder ins Feld geführte Argument der hohen Kosten für Bio-Lebensmittel.

„Würden bei Lebensmitteln externe Kosten beispielsweise für die Trinkwas­seraufbe­reitung eingerechnet, wären konventionelle Lebensmittel viel teurer und der Abstand zu Öko-Lebensmitteln lange nicht so groß“,

sagte der BUND-Vorsitzende.

Mehr als eine Viertelmillion EU-Bürger fordern Agrarreformen

Die Umweltverbände BUND, DNR, NABU und WWF haben die Beteiligung von rund 260000 EU-Bürgern an einer von der EU-Kommission gestarteten Online-Debatte um die künftige Ausrichtung der europäischen Agrarpolitik gelobt. Innerhalb von nur vier Wochen sei es gelungen, eine breite öffentliche Diskussion um den Reformbedarf im Agrarsektor anzustoßen und viele Menschen für die Interessen von Bäuerinnen und Bauern, Umwelt und Verbrauchern zu interessieren. Forderungen nach einer verantwortungsbewussteren Landwirtschaft hätten in den zurückliegenden Wochen auch über 600 Unternehmen und Verbände an die EU-Kommission in Brüssel gerichtet.

„Erforderlich ist eine grundsätzliche Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik. Die bisherigen pauschalen Flächenprämien sind abzuschaffen. Agrarbetriebe dürfen künftig nur noch Geld erhalten, wenn sie Leistungen für den Umwelt- und Naturschutz und die artgerechte Tierhaltung erbringen. Mit diesem Geld muss endlich eine naturverträgliche Landwirtschaft und die Ausweitung des Ökolandbaus gefördert werden. Nur eine solche Politik gibt der bäuerlichen Landwirtschaft eine Zukunft und stoppt das Höfesterben“,

sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Die an der Online-Debatte Beteiligten forderten von EU-Agrarkommissar Phil Hogan einen Kurswechsel bei der Vergabe von Agrarsubventionen. Diese machten derzeit 38 Prozent des EU-Haushalts aus. Kritisiert wird auch, dass bislang der Großteil der Fördergelder in pauschale und flächenbezogene Agrarsubventionen fließe und damit agrarindustrielle Produktionsmethoden zum Schaden von Natur und Landwirten bevorzugt würden. Die ab 2020 geplante neue Agrarpolitik müsse ökologisch nachhaltiger und global verantwortungsvoller ausgerichtet werden und zugleich die Interessen von Landwirten und Verbrauchern stärker berücksichtigen.

Dafür erforderlich seien eine gezielte Förderung von Leistungen im Tier- und Naturschutz sowie die Beendigung der Subventionsvergabe „mit der Gießkanne“. Politisch vorangebracht werden müssten außerdem tierschutzgerechte Haltungsformen für Nutztiere sowie eine Reduzierung des Pestizid- und Düngemitteleinsatzes in der Landwirtschaft.

Die öffentliche Debatte zur Agrarreform, die am 2. Mai offiziell beendet wurde, war von der EU-Kommission im Februar gestartet worden. Spätestens im November 2017 werden erste Reformvorschläge der EU-Kommission zur Agrarpolitik nach 2020 erwartet.

Hintergrundinformationen zur agrarpolitischen Kampagne der Umweltverbände finden Sie hier:
https://www.bund.net/aktuelles/detail-aktuelles/news/eu-weite-buergerbefragung-wie-soll-die-eu-agrarpolitik-nach-2020-aussehen/

Die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU

zeugt weder von Verbraucher- noch von Naturschutz, gewaltigen Subventionen zum Trotz.

Unter der Losung

Für eine europäische Agrarwende

hat der BUND eine EU-weite Bürgerbefragung zur GAP (https://aktion.bund.net/fuer-eine-europaeische-agrarwende) gestartet. Sie läuft noch bis zum 2.5.2017. Diese bietet allen Europäer*innen die Chance, die Reform des EU-Programms nach 2020 zu beeinflussen. Deshalb: Beteiligen Sie sich und nutzen Sie unser Angebot! Unser Antwort-Tool erleichtert Ihnen die Teilhabe. Die Zukunft der GAP darf nicht der Agrarlobby überlassen werden, sondern braucht Menschen, die ihre Stimme für Umwelt-, Klima- und Tierschutz erheben!

weiter lesen und teilnehmen: https://aktion.bund.net/fuer-eine-europaeische-agrarwende

FÜR gutes Essen und FÜR gute Landwirtschaft!

… findet vom 2.-5. Oktober 2014 zum ersten Mal das „Stadt Land Food” Festival in Berlin-Kreuzberg, Markthalle neun statt.

Am Ernte-Dank-Wochenende werden bäuerliche Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk werden als positive Alternative zur industriellen Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie präsentiert.

„Mir hams satt – Agrarindustrie und Flächenfraß stoppen!“

Das Umweltinstitut München organisiert gemeinsam mit einem großen Trägerkreis aus Umwelt-, Vebraucherschutz- und kritischen Bauernverbänden sowie verkehrspolitischen Initiativen die Demo in München.

Mir hams satt – Wir fordern eine Wende in Bayern: Für eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft, Bienen- und Verbraucherschutz, einen ressourcenschonenden Umgang mit unserer Natur. Mit der Demo wollen wir unsere gemeinsamen Forderungen in Richtung Landes- und Bundespolitik laut und deutlich machen.

Landwirtschaftspolitik, gentechnikfreie Lebensmittelproduktion und Flächenverbrauch werden im Wahljahr 2013 entscheidende Themen sein. Denn unsere Agrarpolitik verschlechtert nicht nur die Situation deutscher BäuerInnen und VerbraucherInnen sondern auch ganz dramatisch die Situation der Menschen in den Ländern des Südens.

WANN:

Samstag, 13. Juli 2013 ab 11 Uhr

WO:

Odeonsplatz München

ABLAUF:

11 Uhr Odeonsplatz, 12:15 Uhr Demonstrationszug zur Staatskanzlei und Abschlusskundgebung

 

Kampagne für eine Ökologisierung der EU-Agrarpolitik

Helft uns, 100 000 Unterschriften zusammen zu bekommen !!!

Liebe MitstreiterInnen,

die Landnutzung – und das ist in Europa zum grössten Teil die Land-und Forstwirtschaft – ist die Hauptursache für den Artenschwund. Eine Ökologisierung der Landwirtschaft und eine neue gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist dringend erforderlich. Morgen und übermorgen [1] stimmt die EU über die gemeinsame Agrarpolitik ab, die bis 2020 das wesentliche Steuerungs- und Finanzierungsinstrument für die Landwirtschaft sein wird. Wenn es so ausgeht wir vom EU-Agrarausschuss vorgeschlagen, wird es ein desaster- die neue GAP wird voraussichtlich nicht nur die geplante Ökologisierung verpassen, sondern sogar noch industriefreundlicher sein und noch weniger zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen als die alte. Und das mit Milliarden von Steuergeldern!

Friends of the Earth Europe hat seine Kritikpunkte in einem Hintergrundpapier zusammengestellt:

Wir wollen einen letzten Versuch unternehmen, noch Einfluss zu nehmen und bitten Euch um Eure Unterstützung: Ein breites Bündnis von über 270 NGOs hat eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen: www.farmingfornature.eu

Bitte unterzeichnet! Damit wir die Parlamentarier vielleicht doch zu einer ökologischeren Fassung bewegen können.

Wer noch mehr machen will, kann die bei unserer Facebook-Aktion mitmachen und einen Brief an die EU-Parlamentarier gegen Mais- und andere Monokulturen und für eine verpflichtende Fruchtfolge abschicken.

Vielen Dank im Voraus für Eure Unterstützung!

Friedrich Wulf
Koordinator der AG Biodiversität des Forums Umwelt und Entwicklung
Talhauserstr. 20
79285 Ebringen
07664/9209859

 


[1↑] 12.3.2013; 15:00-21:00 Gemeinsame Aussprache – Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (Artikel 70a)

Bio-Bluff

Mit freundlicher Genehmigung der Kleine(n) Zeitung GmbH & Co KG; 8010 Graz, Schönaugasse 64 geben wir hier eine Rezension wieder:

Die Geschichte von den gestressten Bio-Hühnern

Eines scheint klar: Es wird wieder für Aufregung sorgen, das neue Buch von Clemens G. Arvay.
Wie schon in „Der große Bio-Schmäh“, scheut der Grazer Agrarbiologe auch in „Friss oder stirb“ den Kampf mit den großen Handelsketten in keiner Weise.

Arvay berichtet von Irreführung der Konsumenten, falscher Landwirtschaftsidylle und dreistem Etikettenschwindel im Lebensmittelhandel. Aktueller denn je, möchte man meinen – wenig verwunderlich ist dahin gehend, dass der ursprüngliche Erscheinungstermin des Buches nach vorne verlegt wurde.

Elf Wochen lang reiste Arvay quer durch Europa und besuchte Landwirte in Österreich, Deutschland, Wales oder England – am Ende der Reise stehen 210 Seiten, geprägt von abwechselnden Textgattungen und Schauplätzen. In Interviews lässt der 33-Jährige Bio-Bauern von der „Überschwefelung im Bio-Apfelbau“ erzählen – in reportageartigen Sequenzen schildert er, wie ihm mit fadenscheinigen Ausreden der Zutritt zu Stallungen von „Bio-Hühnern“ verweigert wurde.

Kosmetische Normen für Karotten, Federnkannibalismus bei gestressten Hühnern, falsch deklarierte Bio-Lebensmittel in österreichischen Supermärkten. Arvay schreibt schonungslos, bleibt dabei aber präzise und umfassend. Viele Kritikpunkte kennt man aus seinem Vorgängerwerk, neu ist der lösungsorientierte zweite Teil des Buches.

Der Autor verfasst ein Plädoyer für ein dezentrales Lebensmittelsystem und beschwört das Modell einer solidarischen Landwirtschaft. Weg von fixen Abnahmepreisen und weg von Supermärkten und Discountern, die für Arvay neben dem unkritischen Konsumenten das Problem darstellen. Die Hoffnung auf wirklich ökologisch produzierte Nahrungsmittel geht nach der Lektüre nicht verloren. Im Gegenteil: Viele positive Beispiele hat der Steirer gefunden – manchmal musste er halt länger suchen.

MARKUS ZOTTLER

Trailer zum Buch:


Clemens G. Arvay: Friss oder strirb; Ecowin Verlag GmbH, 232 Seiten, 21,90 €, ISBN 978-3-7110-0030-9

Es geht um eine faire und nachhaltige Landwirtschaftspolitik

… und deshalb bin ich dabei“,

kommentiert die agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE Dr. Kirsten Tackmann ihre Teilnahme an der Demonstration „Wir haben es satt“ am 19. Januar in Berlin.
Tackmann weiter:

 „Gutes Essen geht nur mit guter Landwirtschaft. Das heißt faire Preise, gute Arbeit und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Die exportorientierte Agrarpolitik der Bundesregierung passt nicht dazu. Wer für einen sozial und ökologisch blinden Weltmarkt produziert, muss vor allem billig und massenhaft produzieren. Auf Kosten der Beschäftigten, der Tiere und des Ackers.

 Ich habe Niedriglöhne und Selbstausbeutung in der Landwirtschaft und den Verlust an Vielfalt auf und neben dem Acker satt.

 Eine andere Landwirtschaft ist möglich – wenn sie den Versorgungsauftrag mit Lebensmitteln und Energie für die Regionen zurückgewinnt, regionale Kreisläufe schließt und Agrarförderung an Arbeitsplätze und ökologische Leistungen gebunden wird. Und sich nichtlandwirtschaftliches Kapital vom Acker und aus dem Stall machen muss.“

Berlin, 17.01.2013

Büro Dr. Kirsten Tackmann (MdB)
Sprecherin für Agrarpolitik
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel: 030 – 227 74307
Fax: 030 – 227 76308
mail: kirsten.tackmann.ma03@bundestag.de
Homepage: www.kirsten-tackmann.de

Wir haben Agrarindustrie immer noch satt

Wir veröffentlichen hier eine E-Mail von

Iris Kiefer
Büroleitung

Wir haben es satt!

Demo-Orga-Büro
Marienstrasse 19-20
D-10117 Berlin
Tel. 030 / 28482438
info@wir-haben-es-satt.de
www.wir-haben-es-satt.de

Liebe Interessierte an einer Agrarwende,
liebe MitstreiterInnen für eine bäuerliche, faire und gesunde Landwirtschaft,

aller guten Dinge sind drei! Nach dem überwältigenden Erfolg der letzten beiden Jahre wird es nächsten Januar wieder eine „Wir haben es satt!“-Demo parallel zum Internationalen Agrarministergipfel in Berlin geben. „Wir haben Agrarindustrie immer noch satt“ weiterlesen