Bundestreffen der Ökologischen Plattform 2017

Einladung

Zeit

24. und 25.6.2017
Beginn 10 Uhr; Ende am Sonntag ca. 12 Uhr

Ort

Jugendherberge „Hochheimer Straße“ (klick zur Karte)
Hochheimerstr. 12
99094 Erfurt

Tel: +49 361 56267-05
Fax: +49 361 56267-06
erfurt@jugendherberge.de
Webseite der Jugendherberge „Hochheimer Straße“ (klick)

vorgeschlagene Inhalte der Tagesordnung

  • Arbeit der Plattform im letzten Jahr
  • Auswertung der Wahlen in Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfahlen
    „Welche Rolle hat die Ökologie für das Wahlergebnis DER LINKEN gespielt?“
  • Auswertung des Wahlparteitages
  • Bundestagswahlkampf
  • Umweltpolitik in Thüringen
  • Exkursion: Saatzucht Rose (http://www.rose-saatzucht.de)

Wie üblich trifft sich der Koordinierungsrat bereits am Freitag, dem 23.6.2017.

Anmeldung

Um besser planen zu können, bitten wir um verbindliche Anmeldung möglichst bis 15.5.2017.

Preise

eine Übernachtung mit Vollpension 36,30 Euro, zwei Übernachtungen mit Vollpension 72,60 Euro
Solidaritätspreis:
eine Übernachtung mit Vollpension 45,00 Euro, zwei Übernachtungen mit Vollpension 90,00 Euro






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(Kontaktinformationen:
Ökologische Plattform bei DER LINKEN, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin
Fax: 030 / 241 10 46
E-Mail: kontakt@oekologische-plattform.de)

Ein schwarzer Tag für die Welternährung

Pressemitteilung der CBG (klick) zu BAYERs MONSANTO-Übernahme

Der Worst Case ist eingetreten: BAYER übernimmt für 66 Milliarden Dollar MONSANTO. Damit entsteht der mit Abstand größte Agro-Konzern der Welt. Die Geschäftszahlen von 2015 zugrunde gelegt, kommen beide Unternehmen zusammen auf einen Umsatz von 23,1 Milliarden Dollar. Damit kann niemand aus der Branche mithalten. Die frisch vermählten Paare SYNGENTA/ChemChina und Dupont/Dow folgen mit weitem Abstand (14,8 bzw. 14,6 Milliarden), und auf Rang vier landet abgeschlagen BASF mit 5,8 Milliarden.

Bei den Pestiziden erreichen BAYER und MONSANTO zusammen einen Marktanteil von rund 25 Prozent, beim Saatgut für gentechnisch veränderte und konventionelle Ackerfrüchte einen von rund 30 Prozent. Allein die Gen-Pflanzen betrachtet, erreichen die beiden Gesellschaften vereint mit weit über 90 Prozent sogar eine klare Monopol-Stellung.

„Mit der Übernahme von MONSANTO durch BAYER erreicht die Konzentration auf dem Agro-Markt einen neuen Höhepunkt. Schlüsselelemente der Nahrungsmittelkette liegen nun in der Hand eines einzigen Konzerns. Die LandwirtInnen müssen sich nun auf höhere Preise einstellen und haben überdies weniger Auswahl. Zudem dürfte sich der Innovationsstau der Branche, vor allem bei den Herbiziden, noch einmal zuspitzen“, kritisiert Toni Michelmann von der Geschäftsstelle der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN (CBG). Auch die Initiative SumOfUs spricht sich gegen den MONSANTO-Kauf aus. „Die Übernahme ist eine Bedrohung für unsere Lebensmittelversorgung und für alle Bauern und Bäuerinnen auf der Welt“, so Anne Isakowitsch.

Michelmann kündigte an, die CBG würde das im Oktober in Den Haag stattfindende MONSANTO-Tribunal nutzen, um sich mit den verschiedenen MONSANTO-Initiativen kurzzuschließen und den konzern-kritischen Widerstand nun mit dem Fokus auf BAYER neu auszurichten. Erste gemeinsame Aktionen plant die Coordination bei der nächsten Hauptversammlung des Leverkusener Multis am 28. April 2017 in den Kölner Messehallen. „Die Rednerliste dürfte kaum an einem Tag abzuarbeiten zu sein. BAYER kann vorsichtshalber schon mal den 29. April mitreservieren“, rät Michelmann dem Global Player. Auch einen „March against BAYER“ mit dem Zielpunkt Leverkusen stellte er in Aussicht.

„Der Konzern kann sich auf einiges gefasst machen. Der Druck auf eine Geschäftspolitik, die vorgibt, den Hunger zu bekämpfen, aber vornehmlich auf Soja- und Mais-Monokulturen für die Futtertröge der Massentierhaltung setzt und mit seinen Pestiziden zudem wichtige Bestäuber für Acker-Pflanzen wie Bienen gefährdet, auf eine Geschäftspolitik, die auf Risikotechnologien wie Gen-Manipulationen setzt, und auf eine Geschäftspolitik, die immer mehr Gifte auf die Felder bringt, statt nach Alternativen Ausschau zu halten, wird größer werden“, hält der Chemiker fest.

Nach Ansicht der Coordination muss auch die Politik handeln. Und dabei darf es keinesfalls bei einigen kosmetischen Eingriffen von Seiten der EU-Wettbewerbskommission bleiben. Mit ein paar kleinen Auflagen wie etwa solchen, sich vom Baumwoll-Geschäft zu trennen oder einige Pestizide abzustoßen, ist es nicht getan, zumal BASF schon nach solchen Zukäufen lechzt. Auch die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze und die Steuerzahlungen hat die Politik zu berücksichtigen. Es darf keinesfalls dazu kommen, dass BAYER die Akquisition von der Steuer absetzt und Standort-Städte wie Leverkusen so noch stärker in die Miesen geraten. Etwaige Versuche des Unternehmens, die mit dem Deal verbundenen Schulden durch Arbeitsplatzvernichtungen oder Rationalisierungsmaßnahmen abzubauen, gilt es ebenfalls von vornherein auszuschließen.

Axel Köhler-Schnura vom Vorstand der CBG abschließend: „Das aus reiner Profit-Gier betriebene zynische Poker-Spiel um MONSANTO zeigt einmal mehr, dass die Welternährung eine zu ernste Sache ist, um sie den Agro-Riesen zu überlassen. Die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN tritt deshalb dafür ein, die Konzerne unter gesellschaftliche Kontrolle zu stellen.“

Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. (CBG – klick)

Postfach 15 04 18
40081 Düsseldorf
Fon 0211 – 333 911
E-Mail Info@CBGnetwork.org, PGP-Schlüssel (klick)

Konflikt um Anbau von Gensoja in Mexiko

Indigene wenden sich an Menschenrechtskommission der OAS.

Die Regierung torpediert Befragungsprozess der Maya-Gemeinden über Antrag von Monsanto.

Gerold Schmidt; Poonal; Yucatán, Mexiko; 23.08.2016

In ihrem Versuch, den Anbau von Gensoja auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán zu stoppen, haben sich Gemeinden und Imkervereinigungen der Maya und Umweltorganisationen jetzt auch an die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) mit Sitz in Washington gewandt. Sie fordern von der CIDH einstweilige Verfügungen gegen die Verletzung des Rechts der Gemeinden auf ihr Territorium und Gemeinbesitz, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit sowie gegen die Verletzung des Rechts auf eine gesunde Umwelt, Arbeit und Rechtsschutz. Zuvor hatten sie bereits vor einem Distriktgericht in Campeche Maßnahmen eingefordert, eine „angemessene“ Befragung der indigenen Gemeinden in den Bundesstaaten Yuacatán, Campeche und Quintana Roo sicherzustellen.

Hintergrund des jüngsten Vorgehens auf nationaler und internationaler Ebene ist das äußerst umstrittene Verhalten von Regierungsinstitutionen bei der Befragung von Maya-Gemeinden in Campeche und Yucatán über die vom Monsanto-Konzern beantragte Aussaat von Gensoja. Am Ende eines seit 2012 über mehrere Instanzen laufenden Verfahrens hatte der Oberste Gerichtshof Mexikos, der den Rang eines Verfassungsgerichtes hat, im November 2015 die Befragung angeordnet und damit Entscheidungen der Vorinstanzen bestätigt. Die Richter kamen einstimmig zu dem Schluss, die kommerzielle Aussaat von Gensoja in Campeche und Yucatán sei weiterhin zu untersagen. Die im Mai 2012 von einer Fachabteilung des mexikanischen Landwirtschaftsministeriums dem Monsanto-Konzern erteilte Genehmigung für die Aussaat von Glyphosat-resistenter Gensjoa besitze keine Gültigkeit, da Verfassungsrechte der indigenen Völker verletzt wurden. Nach internationalem und nationalem Recht hätten die Behörden eine „vorherige, freie und informierte Konsultation“ unter den betroffenen Maya-Gemeinden durchführen müssen.

Der in fünf Phasen durchzuführende Befragungsprozess hat vor mehreren Wochen mit der Etappe der Vorabkommen begonnen. Die Mayas, die sie bei dem Justizverfahren begleitenden Organisationen sowie eine aus fast zwei Dutzend Vereinigungen und Institutionen zusammengesetzte Beobachtungsmission führen jedoch an, die traditionelle Entscheidungsfindung der indigenen Gemeinden sei durch den Befragungsprozess bisher nicht respektiert worden.

Die Entrüstung hat vor allem seit Anfang Juli zugenommen. Die Interministerielle Kommission für Biosicherheit und Gentechnisch Veränderte Organismen (Cibiogem) sowie die Nationale Kommission für die Entwicklung der indigenen Völker (CDI) sind mit der Durchführung der Befragung beauftragt und zu einer neutralen Haltung verpflichtet. Statt sich auf diese Aufgabe zu beschränken, positionierte sich vor allem die Cibiogem jedoch mehrfach pro Gensoja. Auf zwei Treffen von insgesamt fast 40 Maya-Gemeinden aus Campeche Ende Juni und Anfang Juli versuchte sie, die indigenen Vertreter entsprechend zu beeinflussen. Beide Institutionen ließen zudem die Teilnahme von etwa 100 Mennoniten an dem Treffen zu. Der überwiegende Teil der Mennoniten-Gemeinden auf der Halbinsel Yucatán drängt seit Jahren darauf, für Monsanto in großem Stil Gensoja anbauen zu dürfen. Andere Befürworter des Gensoja-Anbaus kamen auf Pick-Ups von Saatgut- und Herbizidunternehmen, die mit Monsanto liiert sind.

Angesichts der Erfahrungen mit simulierten Befragungen der indigenen Bevölkerung in anderen Teilen Mexikos – zum Beispiel über Windkraftparks im Bundesstaat Oaxaca – haben mehrere Gemeinden und Organisationen aus dem Landkreis Bacalar im Bundesstaat Quintana Roo einen anderen Weg eingeschlagen. Auch in ihrem Fall stellte ein Distriktrichter fest, das Recht der indigenen Gemeinden auf Befragung sei verletzt worden. Die Kläger fochten das Urteil jedoch an, weil sie die Befragung eher als formale „Auflage“ ansehen. Sie wollen ein Urteil erreichen, das direkt auf die inhaltlichen Aspekte des kommerziellen Anbaus von Gensoja Bezug nimmt und diesen wegen seiner negativen Auswirkungen auf die Maya-Gemeinden verbietet.

Quelle: https://amerika21.de/2016/08/158510/konflikt-um-gensoja (klick)

Fatale Entscheidung

Noch mehr Glyphosat auf europäische Teller: Gen-Soja Zulassung der EU

CBG kritisiert Import-Genehmigung für BAYER-Gensoja, 26.7.2016

Am Freitag, d. 22.7.16 hat die EU neben Gen-Soja von MONSANTO auch der BAYER-Sorte FG 72 eine Import-Genehmigung erteilt. Die Zulassung der gegen die Herbizide Glyphosat und Isoxaflutol resistenten Sorte, gilt für vorerst zehn Jahre. Die EU-Kommission erteilte einen positiven Bescheid für die Verwendung als Futtermittel oder Lebensmittel-Rohstoff, obwohl die Mitgliedsländer diese bisher nicht befürworten und sowohl der Umweltausschuss als auch das EU-Parlament sich gegen eine Einfuhr-Erlaubnis ausgesprochen hatten.

Die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN (CBG) kritisiert die Entscheidung. „Die EU kann offenbar gar nicht genug von Glyphosat bekommen. Wenige Wochen nach der Zulassungsverlängerung für das Mittel gibt sie nun auch noch grünes Licht für die Einfuhr von Gen-Pflanzen, die mit diesem gesundheitsgefährdenden Herbizid behandelt wurden“, moniert Toni Michelmann von der Geschäftsstelle der CBG.

Michelmann verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie von Testbiotest, die in argentinischem Soja hohe Glyphosat-Rückstände festgestellt hatte. Bei sieben der elf Proben lagen diese über dem Grenzwert von 20 mg/kg; auf bis zu 100 mg/kg schraubten sich die Zahlen. Grund für die starke Belastung: Immer mehr Wildpflanzen bilden Resistenzen gegen das Herbizid aus, weshalb die LandwirtInnen mehr spritzen müssen.

Zudem erinnert Michelmann an die Anfang 2016 veröffentlichten Ergebnisse einer Feldstudie zur Glyphosat-Belastung der bundesdeutschen Bevölkerung: „Im Urin von 99.6 % aller Testpersonen ließ sich Glyphosat nachweisen. Bei 79 % der Probanden lag die Belastung um das Fünf- bis Zweiundvierzigfache über dem Rückstandshöchstwert für Pestizide im Trinkwasser. Das ist ein äußerst alarmierendes Ergebnis, gerade weil zahlreiche Studien die krebserzeugende Wirkung von Glyphosat belegen!“

Und bei dem BAYER-Soja mit dem Produktnamen „Balance“ gehen nicht nur von Glyphosat, sondern auch von dem zweiten Inhaltsstoff Isoxaflutol Gefahren aus. Als „wahrscheinlich krebserregend“ bezeichnet die US-amerikanische Umweltbehörde EPA die Substanz. Überdies ist das Gift-Ganze mehr als die Summe seiner Teile: Die Effekte potenzieren sich. Diese Kombinationswirkung von Glyphosat und Isoxaflutol aber hat die Europäische Union bei der Prüfung von FG 72 unberücksichtigt gelassen. Michelmann resümiert: „Wieder einmal hat Brüssel nicht im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes gehandelt, sondern im Sinne der großen Konzerne und ihrer Profit-Interessen.“

Glyphosat-Zulassung

Pressemitteilung der Ökologischen Plattform Thüringen, 20.6.2016

Der Sprecherinnenrat der Landesarbeitsgemeinschaft Ökologische Plattform der Partei DIE LINKE Thüringen ist sehr besorgt darüber dass, wie in der „Thüringer Allgemeine“ vom 18.06.2016 berichtet, die Ministerin für Landwirtschaft und Infrastruktur vor dem Verbot von Glyphosat warnt. Damit impliziert sie, dass eine Zulassung gegeben werden soll. Glyphosat ist der Wirkstoff von Totalherbiziden.

Im Wahlprogramm hatte sich die Partei DIE LINKE festgelegt, eine Landwirtschaft voranzubringen, die umweltverträglich ist, einen Beitrag zur regionalen Lebensmittel- und Rohstoffproduktion und zur Erhaltung der Kulturlandschaft leistet. DIE LINKE Thüringen vertritt eine nachhaltige Politik, die den schonenden Umgang mit allen Ressourcen zum Prinzip erhebt. Wir wollen die Natur schützen und die Artenvielfalt bewahren….

DIE LINKE hat das letzte Jahrzehnt für einen sozial-ökologischen Umbau gekämpft, und wenn linke Ministerien so einfach vor den Agrarkonzernen einknicken, dann werden sich unsere Wählerinnen und Wähler fragen, ob sie uns weiter vertrauen können. Die Menschen wollen kein Glyphosat im Bier, sie wollen das Grundwasser nicht durch Chemikalien gefährdet haben und sie wollen keine Giftstoffe in der Lebensmittelkette.

Der Einsatz von Totalherbiziden ist auf jeden Fall nicht umweltverträglich, weil alle Pflanzen abgetötet werden und die Biodiversität deshalb immer weiter abnimmt. In der landwirtschaftlichen Praxis gibt es ausreichend Ackerbaumethoden, um den Unkrautbestand unter Kontrolle zu halten. Dazu braucht es kein Totalherbizid. Die Ökologische Plattform der LINKEN Thüringen fordert daher die Landwirtschaftsministerin auf, alternative Anbaumethoden in der Thüringer Landwirtschaft zu unterstützen und den Totalherbiziden und damit Glyphosat eine Absage zu erteilen.

Der Einsatz dieser Totalherbizide hat sich in den letzten Jahren ständig erhöht. Im Jahr 2014 wurden allein in Deutschland rund 5.400 Tonnen Glyphosat auf Äckern, Gärten und öffentlichen Grünanlagen verspritzt.

Aktuelle medizinische Studien belegen eindeutig die großen gesundheitlichen Risiken des Herbizids selbst in geringen Anreicherungsdosen im menschlichen Körper. Glyphosat gilt als krebserregend und kann zur Schädigung des Erbgutes sowie bei der Embryonalentwicklung führen.

Gegenwärtig streitet die Europäische Kommission über die weitere Zulassung dieses Wirkstoffs. Eine Zulassung kommt in der Kommission nur zustande, wenn eine qualifizierte Mehrheit von Befürwortern erreicht wird. Die Bundesregierung ist uneins. Während der Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (CSU) auf eine Zulassung drängt, lehnt die Umweltministerin Hendricks (SPD) dies ab. Damit müsste sich Deutschland als eines der größten EU-Mitgliedsländer in der Abstimmung eigentlich enthalten und die qualifizierte Mehrheit wäre nicht mehr gegeben, da schon andere Länder eine Ablehnung angekündigt haben.

Für den ÖPF Thüringen Sprecherrat: Mike Wright, Christiane Kranz, Dr. Johanna Scheringer-Wright

Erklärung der TeilnehmerInnen des Bundestreffens

der Ökologischen Plattform bei der Partei DIE LINKE in Mannheim,
16. April 2016

Die Mitglieder der Ökologischen Plattform haben wie auch viele andere Menschen die Ergebnisse der Klimakonferenz in Paris, insbesondere das Klimaabkommen und die offensichtlich auch größere Einmütigkeit der teilnehmenden Länder als bei früheren Klimakonferenzen verhalten begrüßt.
Wir sind jedoch der Meinung, dass die Euphorie und die am Ende der Konferenz geäußerte Zuversicht in den Erfolg der Klimapolitik der Industrieländer nicht gerechtfertigt sind. Das bisherige Agieren der Industrieländer gibt dafür wenig Anlass zur Hoffnung.

Nötig sind verbindliche Schritte zur beschleunigten Dekarbonisierung der gesamten Wirtschaft, insbesondere aber der Energiebereitstellung.
Das wäre um so notwendiger, wenn die weitere Erderwärmung, wie auf der Konferenz bekundet, bereits bei 1,5 Grad gestoppt werden soll. Stattdessen verbreitet die Bundesregierung Selbstzufriedenheit und die Überzeugung, dass wir ohnehin auf dem richtigen Wege sind und unsere gesteckten Ziele nicht überprüfen müssen.
Wie bisher sprechen Regierungen und große Industrie dabei im Interesse des Profits eine andere Sprache als die Klimaforschung.
Neueste Studien von Klimaforschern besagen, dass eine weitere Erderwärmung auch viel schneller erfolgen kann als bisher angenommen, die Netto-Klimagasemissionen deshalb weltweit bis 2035 und in Deutschland bis 2030 beendet sein müssen.

Wir fordern daher von der Bundesregierung wie auch von den Regierungen der anderen Industrieländer, ihre abgesteckten Etappen zur Verringerung der CO2-Emissionen merklich und unter Berücksichtigung der beschleunigten Erderwärmung ständig weiter zu verkürzen.
Nur so kann vermieden werden, dass das auf der Konferenz angenommene Klimaabkommen – nicht so wie die Abschlussdokumente der vorhergehenden Konferenzen – bloße Absichtserklärung bleibt.
Eine solche Wiederholung und Fortsetzung alter Politik im Interesse des Kapitals können wir uns nicht mehr leisten. Das könnte für die Menschheit fatal werden.

Von DER LINKEN fordern wir, den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Energie-, Ressourcen-, Sicherheits- und Sozialpolitik in der täglichen Praxis stärker zu berücksichtigen und Ressortdenken zu überwinden.

Die TeilnehmerInnen des Bundestreffens der Ökologischen Plattform
Mannheim, 16. April 2016

Bundestreffen der Ökologischen Plattform 2016

Zeit

16./17.4. 2016
Beginn 10 Uhr; Ende am Sonntag ca. 12 Uhr

Ort

Jugendherberge Mannheim

Rheinpromenade 21
68163 Mannheim

Tel: +49 621 822718
Fax: +49 621 824073
Webseite der Jugendherberge Mannheim (klick)

vorgeschlagene Inhalte der Tagesordnung

  • 16.4.16; 13:00 Uhr: Referat über die Arbeit der CBG – Coordination gegen Bayer-Gefahren (klick zur CBG) und Diskussion
    Referent: Philipp Mimkes, 48 Jahre alt, Diplom-Physiker, seit 20 Jahren im Vorstand der CBG
  • Bericht aus Baden-Württemberg (z.B. BUGA Mannheibuvko-programm.html?pk_campaign=NL-Januar-2013-Programmm, LT-Wahlen) und anderen Bundesländern
  • Wahlen der Gremien der Ökologischen Plattform: Koordinierungsrat und Sprecherrat
  • gegebenenfalls Exkursion

Wie üblich trifft sich der Koordinierungsrat bereits am Freitag, dem 15.04.2016.

Anmeldung

Um besser planen zu können, bitten wir um verbindliche Anmeldung möglichst bis 26.3.2016 per Post ins Karl-Liebknecht-Haus.


Wichtiger Hinweis zum Datenschutz:

Ihre Daten werden ausschließlich für die Arbeit der Ökologischen Plattformverwendet und nicht an Dritte weitergegeben.
Die Löschung der Daten können formlos Sie per E-Mail, Fax. oder schriftlich verlangen.
(Kontaktinformationen:
Ökologische Plattform bei DER LINKEN, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin
Fax: 030 / 241 10 46
E-Mail: kontakt@oekologische-plattform.de)

Arbeitsplan der Ökologischen Plattform – 2016

  1. Die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Plattform werden sich mit ihren Möglichkeiten für gute Ergebnisse für die LINKEN bei den 2016 anstehenden Wahlen (Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sowie Kommunalwahlen in Hessen und Niedersachsen) einsetzen. Dazu werden sie die vorliegenden Materialien der Plattform (Broschüren, Tarantel-Ausgaben, Faltblätter) nutzen.
    Vwl. Sprecherrat

  2. Die Plattform wird sich weiter um die Durchführung einer oder mehrerer Konferenz(en) zu konkreten Fragen des sozial-ökologischen Umbaus durch die LINKE bemühen. Falls das nicht gelingt, wird die Plattform in eigener Regie eine Konferenz zu diesem Thema durchführen.
    Vwl. Sprecherrat

  3. Das Bundestreffen der Plattform wird am 16. u. 17. April in Baden-Württemberg durchgeführt.
    Ort: Jugendherberge Mannheim, Rheinpromenade 21, 68163 Mannheim.
    Vwl. Sprecherrat und LAG Ökologische Plattform Baden-Württembergn

  4. Die Sitzungen des Koordinierungsrates sind am 20.02.; 15.04.; 09.07. und 12.11. vorgesehen.
    Vwl. Sprecherrat

  5. Wir versuchen, die ökologische Thematik stärker als bisher auf dem Bundesparteitag zu verankern.
    Dazu arbeiten wir wieder an der Formulierung des Leitantrages des Parteivorstandes an den Parteitag mit und werden gegebenenfalls entsprechende eigene Anträge an den Parteitag erarbeiten.

  6. Die Plattform wird sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten aktiv an der Vorbereitung der Konzeption für eine Friedenskonferenz der Partei (klick) und ihrer Durchführung beteiligen.

  7. Die Herausgabe der Tarantel erfolgt wie üblich zum Ende des jeweiligen Quartals.
    Redaktionsschluss 6 Wochen vorher.
    Vwl. Sprecherrat

  8. In der Reihe „Beiträge zur Umweltpolitik“ werden erneut zwei Broschüren herausgegeben.
    Ihr Erscheinen wir jeweils auf der Internetseite der Plattform bekannt gemacht.

  9. Die Plattform wird zu verschiedenen Gelegenheiten entsprechend ihren Möglichkeiten mit Infoständen auftreten, so z.B. in Berlin bei der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar, auf den Parteitagen der LINKEN und beim Umwelt-Festival am 5. Juni 2016.

  10. Die Plattform wird auch 2016 weitere Anstrengungen zur Verstärkung der Mitgliederbasis und der Arbeit der Umweltgruppen in den Bundesländern unternehmen.
    Unsere MitstreiterInnen in den Bundesländern sind aufgerufen, bei der Mitgliederwerbung für die Plattform zu helfen.

  11. Aktualisierung der Themenflyer in Vorbereitung der Bundestagswahl 2017

Bundestreffen der Ökologischen Plattform 2015

Zeit

20./21.6. 2015

Ort

Jugendherberge Wittenberg
http://wittenberg.djh-sachsen-anhalt.de/typo3temp/pics/0fa68ac581.jpg
Schloßstraße 14/15
06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel: +49 3491 505205
Fax: +49 3491 505206

vorgeschlagene Inhalte der Tagesordnung

  • umweltpolitische Fragen in Sachsen-Anhalt mit Uwe Köck (MdL), Jürgen Dannenberg (Landrat LK Wittenberg)
  • Bericht und Informationen vom SprecherInnenrat
  • Berichte und Einschätzungen von der Zukunftswoche und vom Bundesparteitag
  • Zusammenarbeit mit der Umweltgewerkschaft

Wie üblich trifft sich der Koordinierungsrat bereits am Freitag, dem 19.06.2015.

Anfahrt

Nächster Bahnhof (ICE, IC, RE – 600 m Entfernung) ist Lutherstadt Wittenberg.

Kosten

eine Übernachtung mit Vollpension: 32,50 Euro
Solidaritätspreis: eine Übernachtung mit Vollpension 45,00 Euro

Auf dem Bundestreffen  wurde die Erklärung der TeilnehmerInnen des Bundestreffens der Ökologischen Plattform bei der Linken am 21.06.2015 in Lutherstadt Wittenberg (klick) verabschiedet.