Alternative Arbeitsplätze im Rheinischen Braunkohlerevier

Eine Veranstaltung der Fraktion DIE LINKE. im Regionalrat, Initiative „Tschö Rheinernergie“ und „attac“ Köln

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Regionalrat Köln, 13.11.16

Am 9. November 2016 fand im Kulturbunker Köln-Mülheim eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Alternative Arbeitsplätze im Rheinischen Braunkohlerevier“ statt.

Gestartet wurde mit einer musikalisch gut abgestimmten, audiovisuellen Show des Kölner Fotographen Herbert Sauerwein. Diese informierte  das Publikum über  die Thematik des Braunkohleabbaus aus umweltpolitischen Sichtweise, gab aber auch einen Einblick in die Aktivitäten und Emotionen  der  betroffenen Menschen vor Ort, die sich dem Widerstand verpflichtet fühlen.

Danach hatte Helmut Born, Mitglied im Landesbezirksvorstand von ver.di NRW, die Gelegenheit die Sichtweise eines Gewerkschaftsvertreters dazulegen, der sich sowohl den Interessen der Beschäftigten, aber auch der Umwelt verbunden fühlt. Er bezog sich in seinen Ausführungen unter anderem auf den Aufruf  „Gewerkschafter*innen für einen Klimawandel“, der vor einigen Monaten herausgegeben wurde. Des Weiteren wies er auf die von ver.di in Auftrag gegebene Studie für einen sozial-verträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung hin.

„Ein Ausspielen von Arbeitsplätzen gegen Umwelt darf es nicht geben“, so auch Peter Singer, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Im Regionalrat Köln.

Zweiter Referent an diesem Abend war Peter Schmidt, Mitglied des Vorstands der Wechselstrom Energiegenossenschaft eG, deren Anliegen es ist, dezentrale Stromversorgung in Form von Bürgerkraftwerken zu etablieren.  Er berichtete unter anderem von einem Projekt, dass die Genossenschaft mit der Stadt Dinslaken und dem örtlichen Energieversorger im Neubaugebiet Lohberg realisieren wird.  Diese  Ausführungen ergänzte   Gernot Schubert, Mitglied der Fraktion  DIE LINKE. im Regionalrat Köln: „Es ist wichtig, dass dezentrale regenerative Energieversorgung  von Firmen vor Ort installiert und gewartet wird. Darin besteht  die Chance auf alternative Arbeitsplätze zu den wegfallenden  im Braunkohlesektor.“

Nach der anschließenden lebhaften  Diskussion mit dem Publikum waren sich alle Beteiligten einig, dass der Ausstieg aus der Braunkohle jetzt auf den Weg gebracht werden sollte. Dieser langandauernde und umfangreiche Prozess muss gut abgestimmt werden, damit ein positives Ergebnis  herauskommt und es möglichst keine Verlierer*innen gibt.

Kontakt:

Gernot Schubert (klick öffnet E-Mail-Fenster)

 

Strukturwandel in Braunkohleregionen

Öffentliches Fachgespräch

11. September 2015, 14.00-18.00 Uhr

Paul-Löbe-Haus, Saal E 800, Eingang PLH West
Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin

Der schrittweise Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohleverstromung ist unausweichlich. Beschäftigte in den Revieren beunruhigt dies genauso wie in Zulieferfirmen. Sie fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen und Einkommen. Sorgen macht sich auch manche(r) Bürgermeister(in). Schließlich drohen Steuereinnahmen und direkte Zuschüsse der Energiekonzerne zu städtischer Infrastruktur verloren zu gehen. Die Regionen werden sich dennoch wandeln müssen. Dafür brauchen sie Konzepte und Unterstützung. Das Fachgespräch soll dazu beitragen.

Caren Lay, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Thomas Nord, MdB

Die Dokumentation des öffentlichen Fachgespräches findet sich hier (klick).

Irrsinn

Rede von Gregor Gysi, DIE LINKE im Deutschen Bundestag am 9.3.2012

Mut zum Aufbruch ins solare Zeitalter

Herr Präsident, meine Damen und Herren!

Also, die Zeiten, in denen Solarstrom eine teure Investition war, sind vorbei. Seit 2008, und zwar auf gesetzlicher Grundlage, ist die Förderung für Solarstrom halbiert worden. Aber das genügt Ihnen ja nicht. Jetzt nämlich die Solaranlagen auszubremsen, wie Sie das machen, bedeutet nichts anderes, als im Interesse der fossil-nuklearen Energiewirtschaft zu handeln, und das ist gesellschaftspolitischer Irrsinn. …

Die Realität ist anders

Unter der Überschrift

Die Energiewende beginnt im Dorf

bringt Teleopolis am 04.03.2012 einen Artikel von Reinhard Huschke über den Entwicklungsstand der erneuerbaren Energien darin heißt es:

„Alle reden von Desertec und Offshore-Windparks – doch die Musik der erneuerbaren Energien spielt woanders

Immer mehr ländliche Gemeinden und Regionen in Deutschland betreiben die ‚Energiewende von unten‘, indem sie ihre Strom- und Wärmeversorgung selbst in die Hand nehmen.“
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Siehe auch unser Flyer In jedes Dorf eine Biogasanlage – Grundlage für eine Energieautarkie des Dorfes (klick)