Wie Monsanto die Welt vergiftet

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten. 20 Millionen Hektar Land werden mit Herbiziden, Insektiziden, Fungiziden und künstlichem Dünger überflutet.

Die Folge der Monokulturen sind Überschwemmungen riesiger Landesteile. Staatliche Kontrollen sind nicht vorhanden. Argentinien hält den weltweiten Rekord, was den Verbrauch an Glyphosat angeht. Was die Lebensmittelindustrie von diesen Feldern in die Supermärkte bringt und exportiert, ist giftig. Aber es gibt Alternativen zu dieser tödlichen Agri-Kultur.

Tödliche Agri-Kultur – Wie Monsanto die Welt vergiftet“ ist ein Dokumentarfilm, der auf Youtube angesehen werden kann. Darin kommen zahlreiche argentinische Betroffene und ExpertInnen zu Wort. Gaby Weber hat ihn ohne finanzielle Hilfe gedreht. In den 75 Minuten wird deutlich, warum Glyphosat nicht wieder zugelassen werden darf.

DokFilm „Wie Monsanto die Welt vergiftet“

Auswahl weiterer Videos auf Youtube zum Thema:

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Konzernkannibalismus – Was uns bevorsteht

Neue Oligopole sollen entstehen, die Saatgut, Sorten, Agrargifte, Düngemittel, Maschinen, Satelliten, EDV und Versicherungen beherrschen

von Silvia Ribeiro (klick); Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von poonal (klick);

Die Fusion zwischen Monsanto und Syngenta, zwei der weltweit größten und am meisten bekämpften Unternehmen, die Gensaatgut und Agrargifte herstellen, schien auf einem schlechten Traum zu beruhen. Heute ist sie jedoch wahrscheinlich und es handelt sich nur um einen der spektakulären Zusammenschlüsse, die vor sich gehen. Obwohl Syngenta die Monsanto-Offerte zum zweiten Mal ausschlug – der Konzern will mehr Geld – vereinbarten mit DuPont (Eigentümerin von Pioneer) und Dow Chemicals zwei weitere Giganten vor wenigen Tagen die Unternehmensverschmelzung. Monsanto gibt zudem das Werben um Syngenta nicht auf. Es handelt sich nur um einen kleinen Teil des Szenariums. Die Pläne der Konzerne sind weitgehender: Sie wollen immer größere Schlüsselsektoren der landwirtschaftlichen Produktion kontrollieren.

1981 prangerte ETC Group (klick) (damals noch unter dem Namen RAFI) 1) an, dass die Agrochemie-Unternehmen Saatgutbetriebe aufkauften und ihr Ziel darin bestand, Pflanzensaatgut zu entwickeln, das die von den Unternehmen selbst produzierten Gifte tolerierte. Die Landwirte sollten zum einen abhängig werden und zum anderen mehr Agrargifte – das lukrativste Geschäft – kaufen. Wir wurden Panikmacher genannt. Es wurde gesagt, eine solche Technologie werde niemals existieren – bis die Industrie 1995 genau dieses gentechnisch veränderte Saatgut ausbrachte.

Panikmache wird Realität

Damals gab es weltweit mehr als 7.000 Betriebe, die Saatgut für den Markt produzierten. In der Mehrzahl handelte es sich um Familienunternehmen. Keines davon kontrollierte mehr als ein Prozent des Marktes. 34 Jahre später sind es sechs Multis, die 63 Prozent des globalen Saatgutmarktes und 75 Prozent des globalen Marktes für Agrargifte beherrschen. Monsanto, Syngenta, DuPont, Dow, Bayer und Basf – alle ursprünglich Giftfabrikanten – sind die sechs Giganten, die die Produktion der Agrargifte und des Saatgutes sowie 100 Prozent der landwirtschaftlich genutzten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) dominieren. Da kaum noch andere Unternehmen bestehen, widmen sie sich nun dem Kannibalismus. Syngenta ist der weltweit größte Produzent von Agrargiften. Deswegen machte auch sein chinesisches Pendant ChemChina ein Übernahmeangebot. Doch ChemChina bot nicht genug Geld. „Konzernkannibalismus – Was uns bevorsteht“ weiterlesen

Frau Aigner, stoppen Sie das Bienensterben!

Neonikotinoide in Pestiziden verbieten

Petition von  Manfred Hederer, DBIB (Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e.V.)

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Albert Einstein.

Bienen auf der ganzen Welt sterben. Ihr Verschwinden bedroht unsere Nahrungskette und die natürliche Vielfalt. Eine der Ursachen: giftige Pestizide, in denen sogenannte Neonikotinoide enthalten sind. Am 31. Januar könnte die Europäische Kommission diese giftigen Stoffe verbieten. Wir müssen schnell handeln.

„Frau Aigner, stoppen Sie das Bienensterben!“ weiterlesen