Verfeuern von Regenwald?

Es klingt wie ein schlechter Scherz:

Bei uns sollen Kraftwerke wie Tiefstack im Hamburger Hafen auf Biomasse umgerüstet und dort statt Kohle riesige Mengen Büsche und Bäume aus Namibia verfeuert werden. Damit wird zwar der versprochene Kohleausstieg realisiert, aber wichtige Lebensgrundlagen für die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt zerstört und verbrannt!

Savanne; Foto: Anja#helpinghands #solidarity#stays healthy via Pixabay
Foto: Anja#helpinghands #solidarity#stays healthy via Pixabay

In den Savannen Namibias sollen schwere Maschinen die Büsche und Bäume roden und zerschreddern, um sie in 105 Biomasse-Industrie-Parks zu Pellets zu pressen und schließlich 10.000 Kilometer per Schiff zu uns zu transportieren.

Hinter den Projekten stecken das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und die staatliche Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). In Namibia heimische Gehölze wie Akazien, die Hauptnahrung von Wildtieren wie Giraffen, bezeichnen sie als Gestrüpp. Eine „Verbuschung“ bedrohe die Rinderweiden, das Grundwasser sowie die Tier- und Pflanzenwelt.

Nach Protesten von Umweltorganisationen – darunter Rettet den Regenwald, hat die Umweltbehörde von Hamburg den Prüfprozess am 18. Mai ausgesetzt und an das BMZ weitergereicht.

Was für Hamburg gilt, gilt für ganz Deutschland und weltweit: Savannen, Wälder und andere natürliche Ökosysteme sind für den Erhalt der Artenvielfalt und für den Klimaschutz unerlässlich – und keinesfalls Brennmaterial für Kraftwerke.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition!

Zur Petition:

https://www.regenwald.org/nl/4202/1/523721689
Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Bettina Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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