Kongress der Rosa-Luxemburg-Stiftung: „GENUG für ALLE“

Ein Bericht vom Kongress der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Katja Kipping, Bernd Riexinger, Prof. Schellnhuber und anderen findet sich auf http://sozial-oeko-logisch.blog.rosalux.de/.
Meine Fotos: https://goo.gl/photos/PLX7EStEa1sShvts8

Der Kongress begann mit Vorstellungen von Initiativen mit Videos, zum Beispiel “Ende Gelände”: https://www.leftvision.de/thema/oekologie/ (ein tolles Video über eine Riesenbaggerbesetzung) und mit zündenden Persönlichkeiten wie Jutta Sundermann und Christoph Bautz. Ich traf dort einen Kollegen aus Braunschweig, den ich kannte, Christian Gaedt, und viele alte Bekannte aus der LAG-Umwelt wie Gilbert Siegler und Ralf Henrichs und und und Ökoplattformzeiten wie Manfred Wolf.

Der Vortrag von Hans-Joachim Schellnhuber ( siehe auch http://helmutkaess.de/Wordpress/?p=4050) über die großen Gefahren des Klimawandels war überzeugend: den aktuellen Wohlstand für alle zu generieren wäre nur möglich mit fünf Planeten. Die Klimaerwärmung unter 2° zu halten werde nicht gelingen bei “Business As Usual“. Die Abschätzung der Folgen der unbebremsten Weiterentwicklung führt zu einer um 8° wärmeren Erde bis 2100. Dies führt zu hochgradig disruptiven Ereignissen, das heißt, mehreren beschriebenen “Kippelementen”, schwersten Schädigungen, wie er es in seinem Buch „Selbstverbrennung“ beschrieben hat. Das folgende „Streitgespräch“ mit Katja Kipping war in Wirklichkeit eine Annäherung in der gegenseitigen Einschätzung der Lage.

Bernd Riexinger forderte eine sozialökologische Transformation. Er beklagte, dass im Moment alles Öffentliche wie Krankenhäuser und Stadtwerke zu Profitwirtschaft verkommen würde. Öffentliches Eigentum müsse demokratisch kontrolliert werden. So hätten wir z.B. die Chance des Konkurses nutzen sollen, um Opel als öffentlichen Mobilitätskonzern zu gestalten. Herrschendes Profitinteresse verhindere aber Wohlstandsgewinn in den öffentlichen Gütern.

Herzliche Grüße
Helmut Käss

Das könnte Sie auch interessieren:

„Genug für Alle“

Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau,
27. & 28.01. in Essen – jetzt anmelden

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

in einer Woche beginnt in Essen/NRW unsere Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau

„Genug für Alle“.

Auf unserem Blog (http://sozial-oeko-logisch.blog.rosalux.de/) ist der aktualisierte Stand unseres Programms einsehbar (unter http://sozial-oeko-logisch.blog.rosalux.de/files/2017/01/170127-Essen-Programmbroschüre.pdf das Programmheft als pdf) und inzwischen sind dort auch eine Reihe interessanter Statements und Interviews veröffentlicht, die gern via Facebook, Twitter und Mailinglisten mit einem Hinweis auf die Konferenz geteilt werden können.

Ein besonderer Höhepunkt der Konferenz wird das Streitgespräch „(Natur-)Wissenschaft verlangt Revolte“ (28.1., ab 10 Uhr) zwischen Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, dem Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der Vorsitzenden der LINKEN, Katja Kipping, MdB sein.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, warum welche Entwicklungen jetzt nach einem radikalen Umbau der Gesellschaft verlangen.

Neben den Diskussionsrunden werden spezifische Themen mit Bezug auf die Notwendigkeit einer Transformation der Gesellschaft in unseren Workshops (Konsum, Care, Degrowth, Technik, NRW-konkret, Energie, Mobilität, Ernährung, Wohnen und Steuern) angegangen. Hier wird die Linke einige so genannte „harter Brocken“ debattieren, die in der Schärfe bisher noch nicht auf einer Konferenz dieser Art behandelt wurden.

Aktuelle Informationen

findet ihr auf unserem Konferenz-Blog: http://www.sozial-oeko-logisch.de sowie auf unseren Social Media Kanälen:

Anfahrtsmöglichkeit:

Von Berlin aus wird ein Bus am Freitag ab ca. 9 Uhr früh direkt zur Konferenz fahren und am Samstagabend zurück. Dafür ist eine schnelle Anmeldung bei Annetta Juckel notwendig (bis 24.1. an annetta.juckel@linksfraktion.de). Anfahrtsbeschreibung mit Öffis/Pkw (klick)/ Karte (http://www.openstreetmap.org/node/304633556#map=14/51.4863/7.0521)

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Beteiligung!

Bitte meldet euch möglichst bald an (über http://www.sozial-oeko-logisch.de), Kurzentschlossene sind aber auch herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Direkt an unseren Veranstaltungsräumen befindet sich das Bistro Butterzeit (http://butterzeit-zollverein.de/). Am Freitagabend (ab 21:00h) wird die Butterzeit auch Snacks und Getränke und am Samstag einen Mittagsimbiss direkt im Foyer anbieten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Tarantel Nr. 74 (9/2016)

Titelseite der Tarantel Nr. 74
32 Seiten,
10 Abbildungen
Redaktionsschluss: 15.85.2016
Link zur Ausgabe als PDF-Datei 1,1 MB (klick)
Link zur Ausgabe als epub-Datei – zip-komprimiert 1,1 MB (klick)

Inhaltsverzeichnis

 

Editorial

2

In eigener Sache

Den sozial-ökologischen Umbau mit Leben füllen3

Schwerpunkthema

Attac-Sommerakademie 20165
Vom Wissen zum Tun7
"Sozial-ökologisch - bloß wie?" Die Kohle war nur der Anfang...12
Ökosozialistisches Netzwerk – Selbstverständnis17

Gedicht

Gorleben irgendwann19

Nachrichten

Fehlerhafte Dokumentation für französische Lagerbehälter: Gorleben ist betroffen20
Zusammenschluss von Bayer und Monsanto20
Zwei Jahre nach Flusskontamierung durch Kupferminen21
2017 will eine UN-Mehrheit ein Atomwaffen-Verbot verhandeln21
US-Gericht spricht Ölkonzern Chevron von Zahlung für Umweltverschmutzung frei22

Rezensionen

Bringt mich von hier fort23
Die ganze Wahrheit über Alles. Wie wir unsere Zukunft doch noch retten können24
Ökoroutine25
Was uns bewegt - was wir bewegen können28

Seminar

„Tar Sands“ (Teersand) 29

Impressum

30

Kontaktadressen

31

Das könnte Sie auch interessieren:

Leserbrief

zum Interview in der jungen Welt, 6.8.2016
„Das Thema zu setzen, ist immer wieder schwer“ (klick)

(siehe auch „Den sozial-ökologischen Umbau mit Leben füllen“ – klick)

Ich glaube nicht, dass es schwer ist, dieses Thema in der Partei DIE LINKE. zu setzen – die überwiegende Mehrheit der Mitglieder sieht ganz deutlich, dass ein faires und menschliches Sozialsystem nur erreicht werden kann innerhalb eines ökologisch nachhaltigen Systems – wir sind nicht zuletzt Tiere mit Selbstbewusstsein innerhalb einer fragilen und einzigartigen Umwelt. Und das Ökosystem passt sich den Anforderungen des Kapitalismus nicht an.

Für mich wird hier deutlich, dass die Ausgrenzung bestimmter Themen viel mehr damit zu tun hat, das eine Minderheit in der Partei schon “in unserem Namen” mit den Grünen und der SPD über eine Koalition verhandelt, und nun alle Punkte beseitigen muss, die gefährden, dass z. B. der fds mit dicken Posten belohnt wird, wenn DIE LINKE in eine Koalitionsregierung einsteigt. Die beiden Hauptthemen, die um einmal Ramelow‘s Begriff zu leihen “ausgeklammert” werden müssen, sind:

  1. Die NATO-Frage ist ein absolutes No-Go sowohl für SPD, als auch die Grünen, und
  2. Die Grünen werden eine Regierungsbildung mit der Partei DIE LINKE. auch nur erwägen, wenn sie freie Hand über die ökologischen Fragen bekommen.

Mattias Höhn’s Versuch, ökologische Themen nicht zu setzen, wurde abgesehen von einigen bemerkenswerten Ausnahmen, unterstützt vom Parteivorstand (PV), der jetzt überwiegend aus Mitgliedern besteht, die um Listenplätze und Posten für potentielle Regierungsposten rangeln (der PV setzt sich jetzt zusammen aus 41% MdBs und deren Mitarbeitern / 68% aus MdBs/MdLs etc.; der Geschäftsführende Parteivorstand besteht zu 92% aus MdBs/MdLs und deren Mitarbeitern – die einzige Ausnahme ist Bernd Riexinger, der aber sicher hofft in den Bundestag nach der nächsten Bundestagswahl einzuziehen).

Die linke Bewegung hat immer Probleme, weil die parlamentarischen Gruppen weniger (historische) “Materialisten” sind, als vielmehr “materialistisch” im Vergleich zu den “normalen” Mitgliedern – und die daher aus den Parteipositionen Waren formen und mit ihnen in der parlamentarischen Arena handeln.

Das scheint sehr stark in der Partei DIE LINKE. zu sein. Die Parlamentarier entscheiden die politischen Inhalte für uns, weil sie besser wissen, was gut ist für eine demokratische Partei. Vielleicht sollten wir ihnen die ganze Arbeit des Bundestagswahlkampfs selber machen lassen…

Vielen Dank,
Mike Wright

Das könnte Sie auch interessieren:

Den sozial-ökologischen Umbau mit Leben füllen

8,6% – so lautete das Ergebnis der letzten Bundestagswahl 2013 für DIE LINKE, wodurch die Partei aufgrund der Großen Koalition die Oppositionsführerschaft erreichte. Dieses Resultat gilt es im nächsten Jahr zu verteidigen und möglichst zu verbessern. Nicht, weil eine möglichst große parlamentarische Fraktion für eine Partei ein Wert an sich ist oder wir möglichst viele Genoss*innen versorgt sehen wollen, sondern weil durch eine starke parlamentarische Vertretung deutlich werden würde, dass DIE LINKE gut im Volk verankert ist und auch die Forderungen der außerparlamentarischen Opposition besser in die Parlamente tragen kann.

Im Vergleich mit den anderen Oppositionsparteien wird deutlich, dass aktuell Steigerungsmöglichkeiten für die DIE LINKE vorhanden sind: die FDP liegt bei 5-7% (Bundestagswahl 2013: 4,8%), die Grünen bei 12-14% (8,4%) und die AfD bei 9-12% (4,7%). DIE LINKE erreicht gegenwärtig in Umfragen 8-9,5% (die 11,5% von INSA/YouGov ist eher als positiver Ausreißer zu werten). Diese Stagnation oder allenfalls sehr leichte Steigerung sollte nicht zu Katastrophenmeldungen oder zu einer Überlegung einer völligen Neuausrichtung der Programmatik führen. DIE LINKE darf sich als gut aufgestellt betrachten, aber umgekehrt sollte dies auch kein Anlass sein, sich zufrieden zurückzulehnen. Dies auch deshalb nicht, da es kein Zweifel gibt, dass die Große Koalition aus linker Sicht politisch angreifbar ist und es genügend Argumente gibt, dass wir von dieser verfehlten Politik eigentlich stärker profitieren müssten.

Im Februar dieses Jahres veröffentlichte die Bundestagsfraktion eine Umfrage, welche Themen die Wähler*innen der Linken gegenwärtig am meisten bewegen würden: nach der Flüchtlingsproblematik mit 38% wurde mit 30% Klima- und Umweltschutz als zweitwichtigstes Thema genannt. Deutlich vor der sozialen Gerechtigkeit mit 19% auf Platz 3. Diese Bedeutung des Themas Klima- und Umweltschutzes für unsere Wähler*innen findet in der aktuellen Politik der Partei aber leider keinen bzw. nur unzureichenden Ausdruck.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass sich die Ökolog*innen in unserer Partei ein mehr als Klima- und Umweltschutz und ein weniger an sozialer Gerechtigkeit wünschen. Der Weg der Grünen ist in vielen Bereichen, darunter auch in dem der Ökologie, nicht der unsere. Umweltschutz, den sich nur Reiche leisten können, ist nicht nachhaltig, denn es wird immer politischen Druck geben, diesen Umweltschutz wieder zu verringern – und dies zu Recht. Der Begriff sozial-ökologischer Umbau ist kein Schlagwort sondern Programmatik.

„Immer mehr Menschen lehnen den ungehemmten Kapitalismus ab und wollen eine Gesellschaft der Freiheit, der sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit und der Solidarität. Gemeinsam mit ihnen will DIE LINKE für eine demokratische, soziale und ökologische Gesellschaft kämpfen, für den demokratischen Sozialismus.“

So steht es im Programm, in dem folgende Grundideen verknüpft werden:

  • „Individuelle Freiheit und Entfaltung der Persönlichkeit für jede und jeden durch sozial gleiche Teilhabe an den Bedingungen eines selbstbestimmten Lebens und Solidarität – das gilt uns als erste Leitidee einer solidarischen Gesellschaft. Dhttp://www.jungewelt.de/2016/08-06/035.phparin ist die Dominanz des Profits überwunden, und verlässliche und gute Lebensbedingungen für alle sind das Ziel des Wirtschaftens.
  • Unterordnung der Wirtschaft unter die solidarische Entwicklung und den Erhalt der Natur – das betrachten wir als zweite Leitidee. Sie erfordert einen sozialökologischen Umbau zu nachhaltiger Entwicklung anstelle profitorientierten Wachstums.
  • Die Verwirklichung dieser beiden Dimensionen ist ein längerer emanzipatorischer Prozess, in dem die Vorherrschaft des Kapitals durch demokratische, soziale und ökologische Kräfte überwunden wird und die Gesellschaft des demokratischen Sozialismus entsteht.“

Diese gut formulierten Aussagen von 2011 sind heute aktueller denn je. Doch in den fünf Jahren wurde die soziale Schere in Deutschland weiter geöffnet, von sozialer Gleichheit, Gerechtigkeit und gleicher Teilhabe ist nicht mehr, sondern weniger zu spüren, die Steigerung des Profits ist uneingeschränktes Wirtschaftsziel. Der Klimawandel, der schon bald große Teile der Menschheit bedroht, hat sich weiter beschleunigt. Seine gefährlichen Kipppunkte, nach deren Überschreitung weitere, noch größere Gefahren drohen, rücken immer näher. Die Vermüllung der Ozeane und das Absterben der Korallenbänke mit dem größten Unterwasser-Artenreichtum nehmen zu usw. usf.. Entscheidende Ursache sind die Wirtschafts- und Lebensweise der Industriestaaten und Schwellenländer – also unsere. Hier müssen Änderungen vorgenommen werden.
Ausdruck des angestrebten sozial-ökologischen Umbaus ist der „Plan B“, den Sozial- und Umweltpolitiker*innen unserer Bundestagsfraktion schon in der letzten Legislaturperiode erarbeitet haben. Dieser Plan B ist 2012 beschlossen worden und war ein Meilenstein für unsere Partei. Leider ist dem seither nicht viel gefolgt und der Plan B in Öffentlichkeit, sogar bei vielen umweltpolitisch interessierten Menschen oder sogar Umweltorganisationen noch viel zu wenig bekannt. DIE LINKE ist gefordert, ein deutliches Zeichen zu setzen, wie wichtig ihr dieses Themenfeld ist.

Dies auch weil die Selbstdarstellung der Linken in den Wahlkämpfen trotz guter Wahlaussagen auf ökologischem Gebiet seit Jahren unzureichend ist, wie die Ökologische Plattform schon seit Jahren kritisiert. Doch Papier ist geduldig und eine Verschärfung der ökologischen Probleme lässt uns immer weniger Zeit zum Handeln.

Ein wesentlicher Grund dafür, dass viel zu wenig Bürger*innen Umweltpolitik mit DER LINKEN verbinden, ist auch, dass sich der sozial-ökologische Umbau vor allem in der brandenburgischen Regierungswirklichkeit nicht widerspiegelt. Das SPD-Landwirtschaftsministerium genehmigt eine Tierfabrik nach der anderen, DIE LINKE „kann nichts dagegen tun“ und Brandenburg ist auf dem Weg zu „Deutschlands größtem Saustall“ – mit gravierenden Auswirkungen auf das Klima. Dagegen diffamiert DIE LINKE im Brandenburger Landtag den zivilen Ungehorsam ökologischer Kräfte, die gegen Klimawandel und Kohleabbau kämpfen, als „Gewalt und Nötigung“. Muss der „längere emanzipatorische Prozess“ als Emanzipation der „demokratischen, sozialen und ökologischen Kräfte“ von den Parteien – einschließlich DIE LINKE (!) – verstanden werden? Gilt für die Brandenburger verantwortlichen GenossInnen nicht das Programm: „Ein politischer Richtungswechsel lässt sich nicht allein auf parlamentarischer Ebene durchsetzen. Er kann nur gelingen in einem Wechselspiel politischer Auseinandersetzungen im außerparlamentarischen und im parlamentarischen Bereich.“ Oder gilt für sie: Wechselspiel nur nach unseren Regeln?

Um dem offensichtlichen Widerspruch zwischen programmatischen Versprechen und „Realpolitik“ abzuhelfen und die ökologische Frage in den Fokus der gesamten Partei zu rücken, hat die Ökologische Plattform beim Magdeburger Parteitag beantragt, dass sich der nächste Parteitag mit den ökologischen Fragen beschäftigt und „weitere Schritte einer ökologischen und sozialen Politik DER LINKEN in Deutschland und der EU“ festlegt. Das hat der Vorstand am 30.4.16 abgelehnt. Begründung: Keine Zeit.

Die Ökologische Plattform hat daraufhin einen Änderungsantrag eingebracht mit der Forderung, diese Frage „auf einem der nächsten Parteitage, spätestens aber bis Ende 2018“ zu behandeln. Am 21.5.2016 hat der Vorstand auch die Änderung mehrheitlich abgelehnt. Schließlich fand der Parteitag für die Behandlung des Änderungsantrages (wie auch vieler anderer) keine Zeit und überwies ihn an den neu gewählten Vorstand. Dieser hat sich auf seiner Klausurtagung am 2./3.7.16 mit den Schwerpunkten der politischen Arbeit DER LINKEN für die nächsten 2 Jahre befasst und das Enddatum von 2018 auf 2019 verschoben, so dass der Beschluss nun vollständig lautet:

„Um die Wortschöpfung „sozial-ökologischer Umbau“ auch auf ökologischem Gebiet mit Inhalt zu erfüllen, wird für einen der nächsten Parteitage, spätestens aber bis Ende 2019, ein besonderer Tagesordnungspunkt mit dem Ziel vorbereitet,

  • den allgemein bedrohlichen Zustand der Umwelt und die Auswirkung auf das Leben auf der Erde zu analysieren,
  • Möglichkeiten zu untersuchen, wie die globale ökologische Katastrophe verhindert werden kann und
  • weitere Schritte einer ökologischen und sozialen Politik DER LINKEN in Deutschland und der EU festzulegen.“

Die Ökologische Plattform begrüßt, dass dieser Beschluss nun in seinem wesentlichen Teil verabschiedet worden ist, wird aber weiter Druck machen, dass es „einer der nächsten Parteitage“ sein wird, auf dem der sozial-ökologische Umbau behandelt wird und eben nicht erst Ende 2019. Denn die Zeit drängt.

Es kann nicht sein, dass die Parteitage 2017 und 2018 bereits jetzt soweit festgelegt sind, dass klar ist: Sie sind wichtiger als Menschheitsfragen! Welche Themen könnten dies sein? Oder sind die Programmaussagen zum sozial-ökologischen Umbau nur Beruhigungspillen für ökologisch engagierte Menschen?

Gegenwärtig wird wieder die rot-rot-grüne Perspektive auf Bundesebene diskutiert. Sie ist dringend notwendig, um das schwarz-rote Desaster zu beenden und emanzipative Möglichkeiten zu eröffnen. Gemeinsamkeiten existieren, doch die potentiellen „Partner“ verlangen schon mal vorsorglich von DER LINKEN in vielen Bereichen „eine realistischere Politik“ Was aber bedeutet Rot-Rot-Grün für den angestrebten sozial-ökologischen Umbau? Auf den ersten Blick wären starke ökologische Positionen DER LINKEN durchaus passfähig, vor allem zu den Grünen. Doch im LINKEN Programm steht: „Eine ökologisch nachhaltige Entwicklung steht im Widerspruch zur kapitalistischen Wachstumslogik. Die ökologische Frage ist zugleich eine ökonomische, soziale und kulturelle – eine Systemfrage.“ Das ist der Punkt und das sollte unbedingt im Zusammenhang mit dem Bundestags-Wahlprogramm diskutiert werden. Die ökologische Frage radikal zu stellen, die Ursachen der Umweltprobleme zu bekämpfen, heißt die Wirtschaftsordnung in Frage zu stellen. So weit gehen die Gemeinsamkeiten mit SPD und Grünen wohl doch nicht. Ist die Verschiebung des Themas auf 2019 ein vorgezogenes Bauernopfer für eine mögliche Regierungsbeteiligung?

Wir fordern den Parteivorstand auf, das Parteiprogramm umzusetzen und den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft in seiner Gesamtheit voranzutreiben, andernfalls bleibt er ein Traum, und die Linke macht sich überflüssig.

Ökologische Plattform
bundesweiter Zusammenschluss bei DER LINKEN

Der Artikel erschien auch im nd unter dem Titel Den Gesellschaftsumbau mit Leben füllen (klick).

Auf Grund des Artikels hat die Junge Welt ein Gespräch mit Wolfgang Borchardt geführt und unter dem Titel veröffentlicht:
„Das Thema zu setzen, ist immer wieder schwer“ (klick)


Kommentare

  • Sehr gut, danke für den Appell.
    Hier ein neuer Blog im ND von Eva (Bulling-Schröter) in Diskussion mit Alberto Acosta zur Linken und Ökologie:
    Schaltet die Linke den Pariser Klima-Turbo? (klick)
    Liebe Grüße,
    Ben
  • Die Fragen, die Eva in dem Blog aufwirft, sind spannend:
    „… Ist die Linke, eingebaut im parlamentarischen Alltag, überhaupt (noch) die richtige Akteurin die Mächtigen zu kritisieren? Auch DIE LINKE. als Partei gehört zu den Mächtigen. In Thüringen, in Brandenburg, vielleicht bald (wieder) im Senat der Berliner Hauptstadt, in vielen Kommunen. …

Das könnte Sie auch interessieren:

Umfrage zu unserem Änderungsantrag und Reaktionen

Umfrageergebnis: 99% der Stimmen für unseren Antrag

Die Umfrage wurde beendet.


Reaktionen auf „unser Änderungsantrag an den 5. Parteitag (klick)

(wird ergänzt)

  • Liebe GenossInnen,
    das war nun nicht wirklich eine Überraschung! Die Linie der Entsorgung der Ökologie aus der Politik der Linken setzt sich fort. Auf der Landesliste zur Landtagswahl in S-A stand der erste wirkliche Umweltpolitiker auf Platz 32. Zur Erinnerung: Ich hatte 1994 dem Listenplatz 4. Einen umweltpolitischen Sprecher hat die neue geschrumpfte Fraktion gar nicht benannt.
    In einem allerdings stimme ich Euch nicht zu: Mit einer ökologischen Politik kann man nicht wirklich Wähler gewinnen. Ich habe es in meinem Wahlkreis ausprobiert und kam auf 15,5 %, obwohl ich nun wirklich nicht unbekannt bin.
    Trotzdem: Bei den Grünen kann man derzeit – willfähriger Erfüllungsgehilfe der CDU – auch nur austreten.
    Beste Grüße
    Volker Lüderitz
  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    vielen Dank für die Stellungnahme, die ich für sehr gelungen halte.
    Solidarische Grüße
  • Ich möchte nur kurz darauf hinweisen, dass schon heute die Fluchtbewegungen eine wesentliche (die wesentliche ?) Ursache in einem kapital gesteuertem Umgang mit der Natur haben. In Zukunft wird die Ökokatastrophe / Klimakatastrophe die wesentliche Ursache der Migrationsbewegungen sein. Es ist schade, dass unsere Partei nur – wie andere Parteien auch – bis zur nächsten Wahl denkt. Sie zeigt damit doch immer weniger, dass sie eine Alternative zu anderen Parteien darstellen möchte.
    Mit solidarischen Grüßen
    Michael
  • Gratulation! (nicht zynisch, sondern traurig über soviel Ignoranz).
    Eberhard
  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich teile die Ansicht, dass wir ohne Ökologie auch die ganze Parteiarbeit vergessen können.
    Von wem sollen wir uns noch bevormunden lassen außer vom Parteivorstand, wenn existenzielle Aspekte auch im Zusammenhang mit dem zerstörerischen Kapitalismus nicht thematisiert werden ?
    Ludger Klein-Ridder
  • Hallo Leute,
    liebe Genossin, lieber Genosse,
    im Landtagswahlkampf in BW wurde ebenfalls das ökologische Thema (trotz Beschluss für zwei Wahlplakate mit dem Thema) ausgeklammert. Meine Nachfragen bei den beiden Spitzenkandidaten wurden nicht beantwortet, auch auf ausdrückliche Erinnerung nach der Wahl hin nicht.
    Entweder wir wollen den sozial-ökologischen Wandel, dann muss das Thema auf die Tagesordnung oder wir wollen ihn nicht. Ökologie sollte im kommenden Bundestags Wahlkampf gleichberechtigtes Thema sein.
    Deshalb habe ich bei der Umfrage Bauchschmerzen mit der Formulierung „spätestens 2018“. Das ist für mich zu spät. Einen Bundestagswahlkampf ohne ökologische Themen werde ich nicht mehr unterstützen.
    Mit solidarischen Grüßen
    Reinhard Muth
  • Antwort an Genossen Lüderitz:
    Ich kann nicht erkennen, dass DIE LINKE es aktiv unternimmt, den Zusammenhang zwischen der sozialen Frage und Krieg und Frieden, der Flüchtlingsproblematik mit einer zerstörerischen oder nachhaltigen Umweltpolitik deutlich zu machen.
    Insofern wäre es auch nicht verwunderlich, wenn man bei den Wählern mit Umweltthemen nicht punkten kann. Wo das gemacht wird, gibt es auch Wahlerfolge. Ich erinnere an den „Durchmarsch“ des Gen. Luthardt in unserem Wahlkreis vom Ortsteilbeirat bis in den brandenburgischen Landtag vor ein paar Jahren. Obwohl ihn DIE LINKE nicht auf einen vorderen Listenplatz gesetzt hatte, konnte er nicht zuletzt durch seine Verankerung in der ökologisch orientierten Gemeinschaft in Chorin und dem Setzen von Umweltthemen das Direktmandat erringen.
    Inzwischen ist er allerdings nicht mehr im Landtag vertreten: Er wurde von der Kreisdelegiertenversammlung nicht wieder als Direktkandidat aufgestellt. Das Direktmandat ging verloren. Eine Unterstützung der umweltorientierten Positionen durch die Partei hätte uns, abgesehen von der inhaltlichen Profilierung, auch einen größeren Wahlerfolg gebracht. Gerade in Brandenburg wird deutlich, wie das Rumeiern in der Umweltpolitik (Unterstützung des Braunkohleausstiegs vor der Wahl, konservative Energiepolitik nach der Wahl), die Wähler verunsichert und zu Verlusten führt.
    Harald Kulhanek
  • Hi Alle,
    Das sollte noch vor 2018 auf die Tagesordnung!
    Die kapitalistische Ökonomie beinhaltet nicht nur den Zwang zur Konkurrenz, sondern auch zur permanenten Expansion. Die Durchsetzung entfaltet wie wir (hoffentlich) alle wissen, vor Allem im ökologischen Bereich eine immer fatalere Dimmension.
    Der Mensch, die Tiere und die Natur sind im kapitalistischen System lediglich Waren, Produktionsmittel und Ressourcen, die es auszubeuten gilt. Der ‚Schädling‘ Kapitalismus mordet, zerstört, vertreibt, vergiftet die Grundlagen menschlicher Gesellschaft – und das nachhaltig!
    Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, daß Die Linke (Parteivorstand) diese Zusammenhänge  nicht erkennt, oder nicht erkennen will!
    SG Uschi
  • Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
    mit der rüden Ablehnung unseres Antrags verabschiedet sich der Parteivorstand von dem Anspruch der LINKEN, eine zukunftsorientierte und zukunftsfähige Partei zu sein. Das empfinde ich als eine Schande.
    Solidarische Grüße,
    Dr. Heinz Preuß.
  •  meine Meinung:
    Umweltpolitik sollte vor der nächsten Bananenabwahl 2017 konkretisiert werden (am besten schon im letzten Jahrhundert) und nicht erst ab 2018. Es ist überfällig bei allen Politikern, Industrie, Handwerk, Handel, Bürgern, Konsumenten und sonstigen Umweltzerstörern.
    Die Fragestellung kann ich daher so nicht beantworten. Zu rückständig. Zu spät. Jahre zu spät reagiert.
    Umweltschutz steht auf meiner persönlichen Agenda an allererster Stelle vor allem anderen. Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen ist schließlich die primäre Grundlage für alles weitere. Daher lebe ich selber diese Haltung konsequent. Ich bin nicht sicher, ob die Linken für mich eine wählbare Alternative bleiben, wenn meine oberste Priorität von der Partei weiterhin stiefmütterlich behandelt wird.
    Olaf Siegel
  • Auf die Begründung für die Ablehnung des Antrages kann man gespannt sein. In Zeiten, in der DIE GRÜNEN sich immer stärker in der Mitte positionieren, sind linke Ökologen politisch heimatlos geworden. Ihnen gilt es ein Angebot zu machen. Hierfür reicht es aber nicht gute ökologische Programme zu verfassen sondern wir müssen auch ein Zeichen setzen, dass uns dieses Thema wirklich wichtig ist. Ein Bundesparteitag mit einem ökologischen Schwerpunkt wäre ein solches Zeichen. Daher ist der Antrag wichtig.
    Ralf Henrichs
  • moin, liebe GenossInnen,
    ich teile die Absichten Eurer Aktivitäten.
    Die Begrifflichkeiten um die Zentralkategorie Ökologie sind seit etwa 50 Jahren Teil der Öffentlichen Diskussion. Es wird Zeit, dass diese Diskussion sich auch in der Programmatik der LINKEN breiter widerspiegelt. Darauf zu verzichten hieße, den Menschen, die engagiert im Bereich der Ökologie handeln, keinen Ansatzpunkt zu bieten. Das wäre dumm und politisch kontraproduktiv. Als derzeitiger Vorsitzender des Ausschuss für Grün und Sport in der Bezirksversammlung Altona, der mal Mitglied der Grünen war und anlässlich des Jugoslawien-Krieges mit vielen anderen diese Partei verließ, befinde ich mich regelmäßig im Gespräch mit Menschen, die in den Arbeitsbereichen des Ausschuss engagiert sind, deshalb meine ich sagen zu können, dass eine Stärkung des ökologischen Profils der LINKEN sich sowohl in der alltäglichen politischen Arbeit wie auch in den Wahlergebnissen auswirken würde.
    Mit Gruß von der Elbe
    Wolfgang Ziegert

Das könnte Sie auch interessieren:

unser Änderungsantrag an den 5. Parteitag

Auf seiner Sitzung am 21.5.2016 hat sich der Parteivorstand DER LINKEN mit den Änderungsanträgen an den 5. Parteitag beschäftigt.

Unser Änderungsantrag (klick) wurde nach kurzer Diskussion mehrheitlich abgelehnt. Auch innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen demnach

  • der allgemein bedrohliche Zustand der Umwelt und die Auswirkung auf das Leben auf der Erde,
  • Möglichkeiten, wie die globale ökologische Katastrophe verhindert werden kann und
  • weitere Schritte einer ökologischen und sozialen Politik DER LINKEN in Deutschland und der EU.

kein Thema auf einem Parteitag DER LINKEN sein. Damit hat der Parteivorstand jetzt – bewusst oder unbewusst – zugegeben, dass

  • sein „Kompromissvorschlag“, die Behandlung  der ökologischen Menschheitsprobleme „auf einem der nächsten Parteitage“ vorzusehen, nichts weiter war, als der Versuch, sie auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben – ohne das aber offen zuzugeben;
  • der „sozial-ökologische Umbau“ in seiner Gesamtheit für den Parteivorstand eine unverbindliche Worthülse ist und er damit auch das Parteiprogramm (klick zur pdf-Datei) ignoriert und
  • er die bisherige Politik DER LINKEN fortzusetzen gedenkt, wonach ökologische Fragen den Grünen überlassen werden sollen (siehe „100% – wovon?“ – klick). In der Vergangenheit hat diese Politik zu ständig sinkenden Wahlergebnissen geführt; eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Matthias Höhn, der sich auf der Vorstandssitzung vehement gegen unseren Änderungsantrag ausgesprochen hat, wird die Ablehnung des Bundesvorstandes auf dem Parteitag vortragen.

Entscheiden wird dann letztendlich der Parteitag.

Wolfgang Borchardt
21.5.2016


Der geänderte Antrag lautet:

Der Parteitag möge beschließen

Um die Wortschöpfung „sozial-ökologischer Umbau“ auch auf ökologischem Gebiet mit Inhalt zu erfüllen, wird für einen der nächsten Parteitage, spätestens aber bis Ende 2018  ein besonderer Tagesordnungspunkt mit dem Ziel vorbereitet,

  • den allgemein bedrohliche Zustand der Umwelt und die Auswirkung auf das Leben auf der Erde zu analysieren,
  • Möglichkeiten zu untersuchen, wie die globale ökologische Katastrophe verhindert werden kann und
  • weitere Schritte einer ökologischen und sozialen Politik DER LINKEN in Deutschland und der EU festzulegen.

Dazu wird für diesen Tagesordnungspunkt ein separater Beschluss vorbereitet.

Begründung:

Unsere Umwelt weist uns immer nachdrücklicher darauf hin, dass die prekärer werdende Situation für alles Leben auf der Erde eng mit der Existenz und dem Handeln des Menschen verbunden ist. Diese allgemein akzeptierte Erkenntnis erfordert von Allen auf der Erde endlich ein entschiedenes Einlenken, ja zum Teil einen Gegenkurs zum bisherigen Handeln. Es kann daher heute für den Menschen quer durch alle Parteien und politischen Richtungen auf der ganzen Welt nichts Wichtigeres geben, als dieses weitere Abgleiten in die ökologische Katastrophe zu verhindern.

Die LINKE muss dafür einen noch größeren Beitrag als bisher leisten. Sicherung des Friedens und internationaler Gerechtigkeit sind ohne Verfolgung dieses wichtigsten Zieles nicht dauerhaft möglich.

Das könnte Sie auch interessieren:

Antrag an den 5. Parteitag

Am 30.4.2016 hat der Parteivorstand getagt und über die Anträge zum Magdeburger Parteitag beraten. Dabei ist auch unser Antrag (klick zum Antrag) diskutiert worden. Der Bundesgeschäftsführer hat darauf hingewiesen und gewarnt, dass auf der 2. Tagung des 5. Parteitages das Bundestagswahlprogramm diskutiert und verabschiedet werden muss und das Thema dann sowieso eine Rolle spielen würde und der Parteivorstand aus Zeitgründen gegen diesen Antrag sprechen sollte.

Katja Kipping hat das Zeitproblem anerkannt, aber dargelegt, sie wäre der Ökologischen Plattform dankbar, dass wir an der Thematik dran bleiben würden. Laut Umfrage im Auftrag der Bundestagsfraktion sagen von LINKEN Wählern bzw. Unterstützern, dass nach der Flüchtlingspolitik die ökologische Frage als zweitwichtigstes genannt wurde.

Folgender Kompromiss wurde erzielt: Wenn wir bereit wären, unseren Antrag so zu ändern, dass in Zeile 2  anstelle von „die 2. Tagung des 5. Parteitages“ ersetzt wird mit „auf einem der nächsten Parteitage“ und dementsprechend in Zeile 10 „für die 2. Tagung des 5. Parteitages“ gestrichen wird, dann wird der Parteivorstand auf dem Parteitag seine Zustimmung erklären.

Unsere Position

Wir begrüßen die Auffassung von Matthias Höhn, dass Ökologie im Bundestagswahlprogramm eine Rolle spielen wird. Allerdings erwarten wir, dass das diesmal auch im Auftreten DER LINKEN „nach außen“ und nicht nur – wie bisher – auf dem Papier so ist (klick zu unserer Kritik an bisherigen Wahlkampfauftritten). Gerade die Wichtigkeit ökologischer Positionen für unsere Wähler und Unterstützer verlangt, dass DIE LINKE ihre vorhandenen ökologischen Positionen auch auf Plakaten und in den Auftritten ihrer Kandidaten demonstriert.

Die vorgeschlagene Kompromiss-Formulierung („auf einem der nächsten Parteitage“) ist uns zu schwammig. Daher haben wir uns im Koordinierungsrat entschlossen zu einem

Änderungsantrag

  • „wird für die 2. Tagung des 5. Parteitages ein besonderer Tagesordnungspunkt mit dem Ziel vorbereitet,“ ersetzen durch
    „wird für einen der nächsten Parteitage, spätestens aber bis Ende 2018  ein besonderer Tagesordnungspunkt mit dem Ziel vorbereitet,“ und
  • „Dazu wird für die 2. Tagung des 5. Parteitages ein separater Beschluss vorbereitet.“ ersetzen durch
    „Dazu wird für diesen Tagesordnungspunkt ein separater Beschluss vorbereitet.“

Begründung:

Der gewünschte Tagesordnungspunkt ist auf der 2. Tagung des 5. PT aus Zeitgründen kaum realisierbar. Die Formulierung „für einen der nächsten Parteitage“ ohne eine Zeitangabe beinhaltet die Möglichkeit der Verschiebung in eine unbestimmte Zukunft.

Das könnte Sie auch interessieren:

Magdeburger Parteitag

Die 1. Tagung des 5. Parteitages findet am 28. und 29. Mai 2016 in der Messe Magdeburg statt.
Wir werden mit zwei DelegiertInnen und einem Stand vertreten sein.

Wie bereits in der Tarantel Nr. 72 (klick) mitgeteilt, haben wir folgenden

Antrag der Ökologischen Plattform an den 5. Parteitag DER LINKEN, 1.Tagung

eingebracht:

Der Parteitag möge beschließen

Um die Wortschöpfung „sozial-ökologischer Umbau“ auch auf ökologischem Gebiet mit Inhalt zu erfüllen, wird für die 2. Tagung des 5. Parteitages ein besonderer Tagesordnungspunkt mit dem Ziel vorbereitet,

  • den allgemein bedrohliche Zustand der Umwelt und die Auswirkung auf das Leben auf der Erde zu analysieren,
  • Möglichkeiten zu untersuchen, wie die globale ökologische Katastrophe verhindert werden kann und
  • weitere Schritte einer ökologischen und sozialen Politik DER LINKEN in Deutschland und der EU festzulegen.

Dazu wird für die 2. Tagung des 5. Parteitages ein separater Beschluss vorbereitet.

Begründung:

Unsere Umwelt weist uns immer nachdrücklicher darauf hin, dass die prekärer werdende Situation für alles Leben auf der Erde eng mit der Existenz und dem Handeln des Menschen verbunden ist. Diese allgemein akzeptierte Erkenntnis erfordert von Allen auf der Erde endlich ein entschiedenes Einlenken, ja zum Teil einen Gegenkurs zum bisherigen Handeln. Es kann daher heute für den Menschen quer durch alle Parteien und politischen Richtungen auf der ganzen Welt nichts Wichtigeres geben, als dieses weitere Abgleiten in die ökologische Katastrophe zu verhindern.

Die LINKE muss dafür einen noch größeren Beitrag als bisher leisten. Sicherung des Friedens und internationaler Gerechtigkeit sind ohne Verfolgung dieses wichtigsten Zieles nicht dauerhaft möglich.

Das könnte Sie auch interessieren:

Arbeitsplan der Ökologischen Plattform – 2016

  1. Die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Plattform werden sich mit ihren Möglichkeiten für gute Ergebnisse für die LINKEN bei den 2016 anstehenden Wahlen (Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sowie Kommunalwahlen in Hessen und Niedersachsen) einsetzen. Dazu werden sie die vorliegenden Materialien der Plattform (Broschüren, Tarantel-Ausgaben, Faltblätter) nutzen.
    Vwl. Sprecherrat

  2. Die Plattform wird sich weiter um die Durchführung einer oder mehrerer Konferenz(en) zu konkreten Fragen des sozial-ökologischen Umbaus durch die LINKE bemühen. Falls das nicht gelingt, wird die Plattform in eigener Regie eine Konferenz zu diesem Thema durchführen.
    Vwl. Sprecherrat

  3. Das Bundestreffen der Plattform wird am 16. u. 17. April in Baden-Württemberg durchgeführt.
    Ort: Jugendherberge Mannheim, Rheinpromenade 21, 68163 Mannheim.
    Vwl. Sprecherrat und LAG Ökologische Plattform Baden-Württembergn

  4. Die Sitzungen des Koordinierungsrates sind am 20.02.; 15.04.; 09.07. und 12.11. vorgesehen.
    Vwl. Sprecherrat

  5. Wir versuchen, die ökologische Thematik stärker als bisher auf dem Bundesparteitag zu verankern.
    Dazu arbeiten wir wieder an der Formulierung des Leitantrages des Parteivorstandes an den Parteitag mit und werden gegebenenfalls entsprechende eigene Anträge an den Parteitag erarbeiten.

  6. Die Plattform wird sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten aktiv an der Vorbereitung der Konzeption für eine Friedenskonferenz der Partei (klick) und ihrer Durchführung beteiligen.

  7. Die Herausgabe der Tarantel erfolgt wie üblich zum Ende des jeweiligen Quartals.
    Redaktionsschluss 6 Wochen vorher.
    Vwl. Sprecherrat

  8. In der Reihe „Beiträge zur Umweltpolitik“ werden erneut zwei Broschüren herausgegeben.
    Ihr Erscheinen wir jeweils auf der Internetseite der Plattform bekannt gemacht.

  9. Die Plattform wird zu verschiedenen Gelegenheiten entsprechend ihren Möglichkeiten mit Infoständen auftreten, so z.B. in Berlin bei der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar, auf den Parteitagen der LINKEN und beim Umwelt-Festival am 5. Juni 2016.

  10. Die Plattform wird auch 2016 weitere Anstrengungen zur Verstärkung der Mitgliederbasis und der Arbeit der Umweltgruppen in den Bundesländern unternehmen.
    Unsere MitstreiterInnen in den Bundesländern sind aufgerufen, bei der Mitgliederwerbung für die Plattform zu helfen.

  11. Aktualisierung der Themenflyer in Vorbereitung der Bundestagswahl 2017

Das könnte Sie auch interessieren:

Tarantel Nr. 71 (12/2015)

Titelseite der Tarantel Nr. 71
32 Seiten,
11 Abbildungen
Redaktionsschluss: 15.11.2015
Link zur Ausgabe (klick) (PDF-Datei 2 MB)
Link zur Ausgabe (klick) (epub-Datei – zip-komprimiert 2,2 MB)

Inhaltsverzeichnis

Editorial2
In eigener Sache3
Bericht vom Koordinierungsrat3
„Kapital zerstört Mensch und Natur“ - Tagungsbericht4
International8
Globale Fragen (an den Wirtschaftswissenschaftler Dietmar Bartsch)8
Wer sind die Bösen und woran erkennt man sie?14
Gedicht15
Zivilisation im Spätstadium15
Energie16
Das Märchen vom Himmlischen Jahrmarkt16
Ein Plan für eine emissionsfreie Welt18
Klima20
Letzte Ausfahrt Paris20
Bücherecke23
Aus kontrolliertem Raubbau23
Ökologisches Erbe und ökologische Hinterlassenschaft25
Die Alternativen Havemanns und Bahros (Sozialismus in der DDR)25
Wachstumsverzicht oder moderates Wachstum?27
Impressum30
Kontaktadressen31

Das könnte Sie auch interessieren:

Arbeitsplan der Ökologischen Plattform – 2015

  1. Die MitstreiterInnen der Ökologischen Plattform werden sich bei den bevorstehenden Bürgerschaftswahlen in Bremen und Hamburg für gute Ergebnisse für die Partei DIE LINKE einsetzen.
    Vwl. Sprecherrat, lokale Gliederungen

  2. Wir werden auch 2015 unsere bewährten Mittel (Tarantel, Internetauftritt, Broschürenreihe, Faltblätter) zur weiteren Verbesserung des ökologischen Verständnisses innerhalb und außerhalb der Partei einsetzen.

  3. Die Faltblätter werden regelmäßig auf Aktualität überprüft und ggf. überarbeitet bzw. neu aufgelegt.
    Vwl. Sprecherrat
  4. Am 18.4.2015 führen wir gemeinsam mit dem Bioenergiedorf Coaching e.V. eine Konferenz zu Energiepreisen durch.
    Vwl. Sprecherrat

  5. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Mitwirkung an der Vorbereitung und Durchführung des Zukunftskongresses der LINKEN vom 23. bis 26.4.2015.
    Wir wollen deutlich machen, dass es eine Zukunft der LINKEN und unserer Zivilisation nur durch energisches Umsteuern in Richtung Verbesserung der natürlichen Umweltbedingungen geben kann.
    Das gleiche Anliegen wird das Wirken unserer Delegierten der Plattform auch beim Parteitag im Juni bestimmen.
    Vwl. Sprecherrat, Parteitagsdelegierte der Ökologischen Plattform

  6. Unser Bundestreffen findet am 20. und 21.6.2015 in Lutherstadt Wittenberg statt. Sitzungen des Koordinierungsrates sind für den 28.2., 19.6., 19.9. und den 28.11. vorgesehen.
    Vwl. Sprecherrat

  7. Sofern die Finanzierung gesichert werden kann führen wir im Herbst – möglichst mit einem Partner – eine Konferenz zu einem weiteren Schwerpunkt des sozial-ökologischen Umbaus der Gesellschaft durch.
    Vwl. Sprecherrat

  8. Wir nutzen die sich bietenden Möglichkeiten zu Auftritten mit Infoständen:
    –    bei der Luxemburg-Liebkrecht-Demonstration am 11.1.2015,
    –    auf dem Parteitag der LINKEN am 6. und 7.6.2015 und
    –    beim Umweltfestival am 13. und 14.6.2015 in Berlin.

  9. Wir führen unsere Anstrengungen zur Verstärkung unserer Mitgliederbasis fort.
    Wir wollen Gruppen in den Bundesländern aufbauen und stärken, wo unsere Aktivitäten noch schwach sind bzw. noch nicht existieren.

Das könnte Sie auch interessieren:

Arbeitsplan der Ökologischen Plattform – 2014

  1. Die Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Plattform werden sich mit ihren Möglichkeiten für gute Ergebnisse für die LINKEN bei den 2014 anstehenden Wahlen (Europa, drei Landtage, Kommunalwahlen) einsetzen. Dazu werden sie die vorliegenden Materialien der Plattform (Broschüren, Tarantel-Ausgaben, Faltblätter) nutzen.
    Bis zum Europawahl-Parteitag werden die ökologischen Positionen des Wahlprogramms der LINKEN gemeinsam mit Vertretern der BAG Umwelt, Energie, Verkehr und der Linksfraktion im Bundestag abgestimmt und ggf. noch Anträge an den Parteitag erarbeitet.
    Vwl. Sprecherrat

  2. Die Plattform wird sich gemeinsam mit Genossen der Fraktion und der BAG dafür einsetzen, dass die LINKE als in ökologischen Fragen kompetente Partei stärker ins Bewusstsein der Genossen und der Menschen außerhalb der Partei gebracht wird. Dazu soll „Das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau. Plan B“ zum Hauptfeld der politisch-ökologischen Arbeit gemacht werden. Damit zusammenhängend werden auch die gemeinsamen Bemühungen um die Durchführung einer oder mehrerer Konferenzen zur Mobilisierung der ganzen Partei für diese Aufgabe weiter geführt.
    Vwl. Sprecherrat

  3. Das Bundestreffen der Plattform wird am 14. u. 15. Juni im Land Brandenburg in der Jugendherberge Milow in Friedensstr. 21, 14715 Milower Land durchgeführt. Auf diesem Treffen werden der Koordinierungsrat und der Sprecherrat neu gewählt.
    Vwl. Sprecherrat und LAG Brandenburg

  4. Sitzungen des Koordinierungsrates finden am 8.3.; 13.6.; 20.9. und 29.11. statt.
    Vwl. Sprecherrat

  5. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Plattform wird das Juniheft der Tarantel Nr. 65 als Jubiläumsausgabe gestaltet. Für Beiträge sollen auch leitende Genossen unserer Partei gewonnen werden. Aus gleichem Anlass wird die Plattform eine Erklärung veröffentlichen, die ebenfalls Teil dieser Ausgabe sein wird. Landesgliederungen der Plattform werden gebeten, in Beiträgen über ihre langjährige Arbeit zu berichten. Die Herausgabe der Tarantel erfolgt wie üblich zum Ende des jeweiligen Quartals. Redaktionsschluss 6 Wochen vorher.
    Vwl. Sprecherrat und Tarantelredaktion

  6. In der Reihe „Beiträge zur Umweltpolitik“ werden erneut zwei Broschüren herausgegeben: Rita Kindler. Agrarlandpreise (Arbeitstitel); Hansjürgen Schulze: Homo Ökologikus (Arbeits­titel). Ihr Erscheinen wir jeweils auf der Internetseite der Plattform bekannt gemacht.

  7. Die Plattform wird zu verschiedenen Gelegenheiten entsprechend ihren Möglichkeiten mit Infoständen auftreten, so z.B. in Berlin bei der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar, auf den Parteitagen der LINKEN und beim Umwelt-Festival in Berlin am 1.Juni.

  8. Die Plattform wird auch 2014 weitere Anstrengungen zur Verstärkung der Mitgliederbasis und der Arbeit der Umweltgruppen in den Bundesländern unternehmen. Unsere MitstreiterInnen in den Bundesländern sind aufgerufen, bei der Mitgliederwerbung für die Plattform zu helfen, auch deshalb, da die Finanzausstattung der Zusammenschlüsse künftig die Anzahl der Mitglieder berücksichtigen wird.

Das könnte Sie auch interessieren:

Aufruf zu einem Europäischen Frühling

Auf Konstantin Weckers Webmagazin haben Heinz Michael Vilsmeier, Leander Sukov, Konstantin Wecker, Holdger Platta und Prinz Chaos II. einen Aufruf veröffentlicht:

Es wird Zeit für eine Große Außerparlamentarische Opposition (GrAPO). Als Reaktion auf die gefährliche Machtkonzentration in den Händen eines neoliberalen Kartells aus Union, SPD und Wirtschaft hat Konstantin Wecker neben anderen Initiatoren diesen Aufruf verfasst. Wer mit ihm im Wesentlichen übereinstimmt und ihn gern unterschreiben möchte, wende sich bitte per Mail an den Mitverfasser Michael Vilsmeier: hamcha@hamcha.de. …“

weiter lesen

Das könnte Sie auch interessieren:

Beiträge zur Umweltpolitik – Heft 8

„100 Prozent ökologisch“
Notwendige Wahlkampflosung der LINKEN

 BzU_100Prozent Autor: Prof. Götz Brand
70 Seiten
Redaktionsschluss: September 2013

 Aus dem Vorwort

Spürbare Auswirkungen der auf uns zukommenden Vielfachkatastrophe liegen nach Meinung vieler Politiker in weiter Ferne, sie sind keine Tagesaufgabe und keine Aufgabe in der Legislaturperiode, für die sie gewählt werden wollen.
Dieser Meinung sind auch manche linke Politiker…
Mittlerweile drohen der Art Mensch auf diesem Planeten in historisch kurzer Zeit Siechtum und Untergang. Das ist keine Panikmache, sondern regierungsunabhängige Forscher weisen eindringlich darauf hin.

Um auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen und vor allem den linken Politikern den Ernst der Lage vorzuführen, wurde diese Broschüre geschrieben. Sie soll den Blick schärfen, um die unverantwortliche Politik der bürgerlichen Parteien zu entlarven und DIE LINKE auf den Weg einer antikapitalistischen und ökologischen Oppositionspolitik zu führen, die gegenwärtig nur halbherzig geführt wird… Die „Reformer“ in der Partei, die meinen, man könne den Kapitalismus mit etwas mehr Gerechtigkeit dulden, haben noch zu viel Einfluss bei DER LINKEN.

Der Autor misst die Wahlkampflosungen DER LINKEN an den strategischen Erfordernissen, den sich abzeichnenden Vielfachkatastrophen entgegen zu wirken.  Einer expliziten Wertung enthält er sich, doch seine Vorschläge gehen über den gegenwärtigen Wahlkampf weit hinaus.

Download (klick öffnet pdf-Datei)

Inhaltsverzeichnis

Kap.Vorwort5
1.Zerstörung der Natur durch das Kapital – der gegenwärtig wesentliche Widerspruch des Kapitals6
2.Künftige Katastrophen durch ungebremstes W28achstum des Kapitals9
2.1.Erderhitzung und ihre Begleiterscheinungen9
2.1.1.Erwärmung der Kontinente und Änderungen des Klimas11
2.1.2.Meeresspiegelanstieg12
2.1.3.Geminderter Albedoeffekt13
2.1.4.Methan aus dem Permafrostboden13
2.1.5.Erwärmung und Versauerung der Weltmeere14
2.1.6.Artensterben15
2.2.Die Übernutzung erneuerbarer Naturressourcen16
2.2.1.Düngemitteleintrag in die Weltmeere16
2.2.2.Trinkwasserknappheit16
2.2.3.Luftreinheit17
2.2.4.Regenwaldabholzung17
2.2.5.Überfischung der Meere18
2.2.6.Fazit18
2.3.Das Ende der mit geringem Aufwand zu gewinnenden Industrierohstoffe19
2.3.1.Entwicklungstendenzen19
2.3.2.Wichtige Rohstoffe20
2.3.3.Welche Rettungsmaßnahmen werden dem Kapital empfohlen?23
2.4.Weniger Anbauflächen mit geringerer Fruchtbarkeit für mehr Menschen auf der Erde24
2.4.1.Düngemittelknappheit25
2.5.Vergiftungen der Umwelt25
2.6.Das Ende des Industriewachstums und der Kollaps des kapitalistischen Finanzsystems26
3.Kann der Kapitalismus in seiner Zerstörungskraft gebremst werden?28
4.Einfluss der ökologischen Theorien von Marx auf das Partei- und Wahlprogramm der LINKEN31
4.1.Ökologische Leitsätze von Marx31
4.2.Einfluss der Gedanken von Marx auf das Erfurter Parteiprogramm 201132
4.3.Marxistische Gedanken im Wahlprogramm der LINKEN 201334
5.Aktivitäten des Parteivorstands der LINKEN auf dem Gebiet der Ökologie36
6.Aktivitäten der Fraktion DIE LINKE im Bundestag auf dem Gebiet der Ökologie38
7.Der „Plan B“ als Richtschnur der Oppositionspolitik in den kommenden Legislaturperioden des Bundestags40
8.Erfolge bei der Umsetzung linker Programmziele in Regierungsverantwortung42
9.Möglichkeiten, im Kapitalismus eine antikapitalistische Politik zu betreiben und durchzusetzen48
10.Zusammenarbeit der LINKEN mit den NGOs auf dem Gebiet der Ökologie51
11.Gewinnung ökologisch interessierter Wähler durch ökologische Aktivitäten der LINKEN53
12.Wahlprogramm und Losungen56
13.Thesen58
Literatur59
Tabellenverzeichnis63
Autor64
Übersicht über „Beiträge zur Umweltpolitik“65
Zielstellung der Beiträge65
Bisher erschienen

 

Das könnte Sie auch interessieren:

ROTES GRÜN in Hamburg

„Rotes – Grün“ Prinzipien einer ökologischen Gesellschaft

Zu diesem Thema referiert und diskutiert Hans Thie [1] am 21.8.13 in einer Veranstaltung ders Rosa Luxemburg Stiftung in Hamburg.

Zeit

21.08.2013 | 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Ort

Curio-Haus, Hamburg

Zitat aus der Anküdigung der RLS

„‘Grüner Kapitalismus‘ ist kompatibel mit den Mächtigen, sorgt für das Flair ökologischer Modernität. Aber er ist keine Antwort, wenn es um fundamentale Zukunftsfragen geht. Wer Ökologie für alle will, muss die Wirtschaftsordnung ändern. Sattes Grün verlangt kräftiges Rot.“
So leitet der Hans Thie sein aktuelles Buch ein, dass er in der Veranstaltung präsentiert und zur Diskussion stellt.

Wie werden Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur im Design, sondern auch in der Substanz, nicht nur im Einzelnen, sondern auch systematisch naturverträglich? Mehr grüne Technik und mehr ökologische Moral – das sind die beiden Antworten, die ständig zu hören sind, aber allzu bescheiden bleiben. Wenn die Weltgesellschaft ökologisch zu scheitern droht, dann kann die zentrale Ursache, die heutige Wirtschaftsordnung, nicht heilig sein. Vorausschau und Planung werden wieder zu großen Themen. Was zu tun ist, muss fair geschehen. Der Handlungsraum der Politik ist zu erweitern. Tastende Experimente und die Vielfalt der Optionen sind ausdrücklich willkommen. Hier steht auch die Frage, welche Rolle die Rekommunalisierung der Netze, die in Hamburg zur Entscheidung ansteht, in diesem Zusammenhang hat?

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg e.V.
Zimmerpforte 8
20099 Hamburg

Telefon: 040 29882435
Email: info@rls-hamburg.de


[1↑] Hans Thie ist Referent für Wirtschaftpolitik bei der Linksfraktion im Bundestag und einer der Autoren von „Plan B – Das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau„, das im Mai in einer aus der öffentlichen Debatte entwickelten überarbeiteten Auflage erschienen ist.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

„Sozialökologische Transformation: Strategische Bedingungen eines Politikwechsels“

Summer Factory des ISM

16.-18. August 2013, Frankfurt am Main, Studierendenhaus der Uni Frankfurt, Campus Bockenheim, Mertonstraße 26-28

Die Summer Factory ist ein Labor für mosaiklinke Wissensproduktion. Akteur_innen aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Gewerkschaft, sozialen Bewegungen und NGOs diskutieren vom 16. bis 18. August in Frankfurt die strategischen Bedingungen gesellschaftlicher Veränderung.

Programm

Freitag, 16. August

18.30h:  Begrüßung und Einführung
19h: Podiumsdiskussion

„…ein Umbruch, der ansteht, aber nicht eintritt.“
Strategische Überlegungen zur sozialökologischen Transformation
Mit: Alex Demirovic (Vorstandsmitglied RLS),
Franziska Wiethold (ehem. Vorstandsmitglied ver.di),
Tom Strohschneider(Chefredakteur neues deutschland),
Benjamin Mikfeld (Geschäftsführer Denkwerk Demokratie).
Moderation: Katja Maurer(medico international)

Samstag 17. August

9h:  Anmeldung
10-13h:  Workshops und Arbeitsgruppen Phase 1
13-14h:  Mittagspause
14-16h:  Workshops und Arbeitsgruppen Phase 2
16h:     Kaffeepause
16.30h  Ergebnisdiskussion: Fishbowl-Runden
18.20h:  Forum
19-20h: Abendessen, danach Party im Casablanca

Sonntag 18.August

09h:         Frühstücksbuffet
09.30 h: Ergebnisdiskussion: Open Space
13h:  Abschlussveranstaltung
14h:  Ende

Das könnte Sie auch interessieren:

Rotes Grün

Pioniere und Prinzipien einer ökologischen Gesellschaft
von Hans Thie

Buchvorstellung

Rotes_Grün

Vorwort

Atomkraft und Kohlestrom sind Geschichte. Sonne, Wind, neue Speicher und intelligente Netze schaffen es allein. In den Innenstädten gibt es kaum noch Autos. Bahnen und Busse fahren öffentlich finanziert und Taxis zum Super-Spar-Tarif. Mit dem Flugzeug zu fliegen und Fleisch zu essen, ist uncool geworden. Die Industrie macht Dinge, die jahrelang halten und leicht zu reparieren sind. Werbung und Mode sterben dahin, kaum jemand regt sich auf. Alles Falsche schrumpft mit hohem Tempo. Und die Wirtschaft, die früher nur mit permanentem Wachstum funktionierte, bricht nicht zusammen.

Die Bürgerschaft hat sich anders entschieden, ihr Leben selbst in die Hand genommen. Arbeitslos ist niemand mehr, der Sechs-Stunden-Tag die neue Norm. Weniger Arbeit heißt mehr Freiheit. So soll es sein. Aktienkurse sind unbekannt, Hedgefonds nur noch ein Kapitel der Kriminalgeschichte. Unternehmen gehören den Produzenten. Wem denn sonst, fragt man sich. Wissen und Kultur gelten weltweit als öffentliches Gut, der Geist ist frei. Vor Ort sorgt die Kommune für ein gutes Leben. Alles Öffentliche ist kompromisslos öffentlich geworden. Für wichtige Themen gibt es stets den Volksentscheid.

Ist eine solche Wandlung hin zur Vernunft, zur Mäßigung, zum in jeder Hinsicht gleichen Recht möglich? Scheinbar eine naive Frage, denn diese Wandlung ist eine Revolution. Zur Umwälzung aber neigen reiche Gesellschaften nicht. Große Veränderungen waren bislang immer das Resultat schreiender Ungerechtigkeit und klarer Fronten zwischen Herrschern und Beherrschten.

Weiter im Vorwort.

Inhalt

Seite
Vorwort 7
1. Am Anfang ein Ende – wie grüne Szenarien zu grauen Mäusen werden 9
2. Kurze Bilanz eines großen Raubzuges – was die ökologische Überdehnung gesellschaftlich bedeutet 28
3. Trügerische Erwartungen 39
Bürgertum im zweifelnden Trotz 39
Reformisten im grünen Rausch 46
Linke im Labyrinth der Kategorien 54
4. Signale der Hoffnung 64
Kooperation – vom netten Wort zur globalen Notwendigkeit 64
Gleichheit – vom ethischen Gesang zum ökologischen Menschenrecht 71
Planung – vom verdienten Tod zu neuem Leben 78
Produzenten der Dinge – vom ausgebeuteten Objekt zum selbstbewussten Subjekt 89
Produzenten des Geistes – vom elitären Bürger zum freien Commonisten 99
Produzenten des Gemeinwohls – von der einzelnen Stimme zum kollektiven Souverän 105
5. Modellwechsel – vom totalen Markt zu sektoraler Blüte 122
6. Neue Geschichten – wie die Ideen in Bewegung kommen 155
Literatur 166

Download

Das gedruckte Buch ist beim VSA Verlag erhältlich: http://www.vsa-verlag.de/nc/detail/artikel/rotes-gruen/

Dieses Buch wird unter den Bedingungen einer Creative Commons License veröffentlicht: Creative Commons Attribution-Non- Commercial-NoDerivs 3.0 Germany License (abrufbar unter https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/ (klick)). Nach dieser Lizenz dürfen Sie die Texte für nichtkommerzielle Zwecke vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen unter der Bedingung, dass die Namen der Autoren und der Buchtitel inkl. Verlag genannt werden, der Inhalt nicht bearbeitet, abgewandelt oder in anderer Weise verändert wird und Sie ihn unter vollständigem Abdruck dieses Lizenzhinweises weitergeben. Alle anderen Nutzungsformen, die nicht durch diese Creative Commons Lizenz oder das Urheberrecht gestattet sind, bleiben vorbehalten.

Das könnte Sie auch interessieren:

Einladung

Liebe GenossInnen und FreundInnen,

am 9./10. Februar 2013 wird der Parteivorstand den ersten Entwurf des Programms der LINKEN für die Bundestagswahl im September 2013 beraten und beschließen. Dieser Entwurf wird soll zum 15.2. veröffentlicht werden. Die ökologisch Engagierten haben sich im Vorfeld und während der Erarbeitung des Entwurfes durch eine Textgruppe des Parteivorstandes auf verschiedenen Wegen eingebracht.

Der SprecherInnenrat der Ökologischen Plattform, die GenossInnen der BAG Umwelt/Energie/Verkehr, der AG Agrarpolitik und ländlicher Raum, sowie UmweltpolitikerInnen der Bundestagsfraktion haben sich darauf verständigt,

eine gemeinsame Beratung am 9.3.2013, ab 10.30 Uhr im KL-Haus, 10178  Berlin, Kleine Alexanderstraße 28 durchzuführen.

Wir wollen den Stand der im Programmentwurf fixierten Aussagen zum sozial-ökologischen Umbau analysieren und bewerten sowie über Ergänzungs- und Änderungsvorschläge beraten. Es kommt uns darauf an, den Sachverstand möglichst vieler ökologisch engagierter Mitglieder und FreundInnen der LINKEN bei der Formulierung von Vorschlägen für die Endfassung des Programmentwurfes zu berücksichtigen.

Wir laden deshalb alle Interessierten herzlich zur Teilnahme an dieser Beratung ein.

Manfred Wolf, Ökologische Plattform
Gilbert Siegler, BAG Umwelt/Energie/Verkehr
Wolfgang Methling, Parteivorstand
Eva Bulling-Schröter, MdB
Enno Rosenthal, AG Agrarpolitik und ländlicher Raum

Das könnte Sie auch interessieren:

Arbeitsplan der Ökologischen Plattform – 2013

Die Ökologische Plattform möchte mit ihrer Arbeit im Jahre 2013 auch einen Beitrag zum Wiedereinzug der LINKEN mit einer starken Fraktion in den Bundestag leisten. In ihren Gliederungen in Landes- und Kreisverbänden wird sie mit ihren Kräften und Mitteln durch verschiedene Formen der Informationsarbeit die sozial-ökologischen Positionen der LINKEN und der Plattform propagieren. Sie kann dafür insbesondere das Parteiprogramm, das vorliegende Material der Plattform (vor allem Faltblätter – siehe Themenliste) sowie die Materialien der Konferenz der Fraktion zum Plan B – „Das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau“ nutzen.

  1. Der Sprecherrat wird sich in Zusammenarbeit mit der BAG Umwelt, Energie, Verkehr (UVE) und derBundestagsfraktion an der Erarbeitung des Entwurfs des Parteivorstandes für ein Wahlprogramm der LINKEN beteiligen. Der KoRat führt eine gemeinsame Beratung mit der BAG UVE, BTF und anderen ökologisch interessierten AGen zum Wahlprogramm voraussichtlich am 02.03.2013 durch.
  2. Der Wahlkampf der LINKEN in den Bundesländern wird entsprechend der Möglichkeiten der Plattform– vor allem mit Flyern und anderem Material sowie bei der Erarbeitung der Wahlprogramme – unterstützt.
  3. Die Faltblätter sind bis zum Ende des 1. Quartals auf die Aktualität ihrer Aussagen hin zu prüfen und ggf. zu überarbeiten. Die Mitglieder der Plattform sind aufgerufen, sich entsprechend ihren Möglichkeiten an der Aktualisierung zu beteiligen.
  4. Im ersten Halbjahr 2013 (verlegt auf 31.8.2013) führt die Plattform eine Konferenz zum Thema „Demokratie und Energie-Autarkie von Kommunen und Regionen“ durch.
  5. Das Bundestreffen der Plattform wird am 20/21. April in Bad Sachsa durchgeführt. Es wird ebenfalls u.a. im Zeichen der Mobilisierung zum Wahlkampf stehen.
  6. Der Koordinierungsrat tagt am 19.4., 31.8. und 30.11.
  7. Die „Tarantel“ erscheint wie bisher am Ende jedes Quartals. Redaktionsschluss jeweils 6 Wochen vorher.
  8. In der Reihe „Beiträge zur Umweltpolitik“ werden auch 2013 zwei neue Broschüren erarbeitet. Weitere erfahren eine Überarbeitung und Neuauflage. Ihr Erscheinen wird jeweils auf der Internet-Seite der Plattform bekannt gemacht.
  9. Die Internet-Seite der Plattform wird in der neuen Qualität fortgesetzt.
  10. Die Plattform wird zu verschiedenen Gelegenheiten entsprechend ihren Möglichkeiten mit Infoständen auftreten, so z.B. in Berlin bei der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration im Januar und beim Umwelt-Festival im Juni.
  11. Die Plattform wird auch 2013 weitere Anstrengungen zur Verstärkung der Mitgliederbasis und der Arbeit der Umweltgruppen in den Bundesländern unternehmen.

Das könnte Sie auch interessieren: