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Veranstaltungseinladung

Die Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. • Antikapitalistische Linke (AKL) • Attac Wiesbaden • Redaktion der funke, www.derfunke.de • Initiative Ökosozialismus • ISO Mainz – Wiesbaden • Ökologische Plattform bei der Partei DIE LINKE. • Verein für solidarische Perspektiven e.V. (VsP)
laden zu einer Diskussionsveranstaltung ein.

Eine Revolution ist nötig!
So radikal das klingt, so häufig, fast alltäglich, wird diese Maßnahme als Reaktion auf die sich beschleunigte ökologische und klimatische Krise auf der Welt von den Umweltexperten und den UmweltaktivistInnen gefordert.
Die Notwendigkeit den Energie- und Ressourcenverbrauch schnell und radikal, in bestimmten Bereichen bis zu 90 Prozent Reduzierungen innerhalb der nächsten dreißig Jahre, zu senken, erfordert in der Tat eine revolutionäre Änderung auf allen Ebenen der heutigen Produktions- und Konsumtionsweise.

Eine Revolution ist nötig!
Nirgendwo wird dies so deutlich wie im Verkehrssektor. Das Recht der Menschen auf Mobilität kann nicht dauerhaft mit individuellen Transportfahrzeugen mit Verbrennungsmotor erfolgen. Weder sind die dafür nötigen Vorräte an Erdöl auf dem Erdball vorhanden, noch verkraftet die Atmosphäre ein weiteres Vergrößern der Automassen auf der Welt. Auch die Umstellung auf Elektroantriebe wird die mit dem Automobilverkehr verbundenen Probleme nicht lösen.

Eine Revolution ist nötig!
Kein anderer Gebrauchsgegenstand hat so intensiv den Menschen und die Art seines gemeinschaftlichen Zusammenlebens geprägt und deformiert wie das Automobil. Wer das Auto abschaffen will, muss einen neuen Menschen schaffen.

Wie ist das zu schaffen?
Ganz sicher nicht mit Marktmechanismen, die an der kapitalistischen Warenproduktion nicht rüttelt. Aber auch Verbote und ordnungspolitische Maßnahmen allein, werden keine neue Mss (Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und von SALZ e.V.) und
Bruno Kern (Initiaobilitätswelt schaffen.

Welche Rolle spielen
bei der notwendigen Änderung die Aktivität von ökologischen Massenbewegungen, die Gewerkschaften und ihre Tarifpolitik und linke Regierungen?

Welche Forderungen
müssten für diese Akteure entwickelt werden?

Einführungen

  • durch Thies Gleiss (Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und von SALZ e.V.) und
  • Bruno Kern (Initiative Ökosozialismus), die sich der Diskussion stellen.

Moderator

Jakob Schäfer (ISO Mainz-Wiesbaden)

Veranstalter

Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. • Antikapitalistische Linke (AKL) • Attac Wiesbaden • Redaktion der funke, www.derfunke.de • Initiative Ökosozialismus • ISO Mainz – Wiesbaden • Ökologische Plattform bei der Partei DIE LINKE. • Verein für solidarische Perspektiven e.V. (VsP)

Ort

Hilde Müller Haus (klick zum Stadtplan), Wallufer Platz 2, 65197 Wiesbaden
Buslinien 1, 5, 8, 15 Haltestelle Schiersteiner Straße

Termin

Freitag, 10. März 2017, 18:00 – 22:00 Uhr

Peter Schüren
Bildungsgemeinschaft SALZ e.V.
# Soziales, Arbeit, Leben & Zukunft
http://www.bildungsgemeinschaft-salz.de
salz.bildungsgemeinschaft@posteo.de

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Wirtschaftsdemokratie

Konferenz: Wirtschaftsdemokratie neu denken

Von Produktion über Innovation bis Gesundheit

Unter diesem Titel führt die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin eine Konferenz durch.

Zeit

Donnerstag, 16.02.2017 18:00 Uhr bis Samstag, 18.02.2017 21:00 Uhr

Ort

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Inhalt

Das Konzept der Wirtschaftsdemokratie, das den gewerkschaftlichen Vorstellungen nach zum Sozialismus führen sollte, schrumpfte angesichts des anhaltenden Widerstands der Kapitalseite auf die Institutionen der Mitbestimmung. Auch um diese mussten vielfach Kämpfe geführt werden, immer wieder stand sie von den Wirtschaftsverbänden und Unternehmen unter Beschuss. In jüngerer Zeit ist ein neues Interesse an Fragen der Wirtschaftsdemokratie erwacht. In den Gewerkschaften und ihrem Umfeld entstanden neue Diskussionen, die Partei DIE LINKE tritt für Wirtschaftsdemokratie ein. Die Tagung zielt darauf ab, historische Erfahrungen mit der Wirtschaftsdemokratie zu rekapitulieren und die Möglichkeiten ihrer Erneuerung und Weiterentwicklung zu durchdenken. Im Zentrum stehen aktualitätsbezogene Fragen und strategische Gesichtspunkte. Dazu gehört, dass die Begrenzung auf den Bereich der industriellen Produktion überwunden wird.

weiter lesen: http://www.rosalux.de/event/57205

Flyer_Wirtschaftsdemokratie.pdf herunterladen

Anmeldeformular öffnen

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Bundestreffen der Ökologischen Plattform 2017

Einladung

Zeit

24. und 25.6.2017
Beginn 10 Uhr; Ende am Sonntag ca. 12 Uhr

Ort

Jugendherberge „Hochheimer Straße“ (klick zur Karte)
Hochheimerstr. 12
99094 Erfurt

Tel: +49 361 56267-05
Fax: +49 361 56267-06
erfurt@jugendherberge.de
Webseite der Jugendherberge „Hochheimer Straße“ (klick)

bisher vorgeschlagene Inhalte der Tagesordnung

  • Auswertung der Wahlen in Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfahlen
  • Auswertung des Wahlparteitages
  • Bundestagswahlkampf
  • Exkursion (wird noch präzisiert)

Wie üblich trifft sich der Koordinierungsrat bereits am Freitag, dem 23.6.2017.

Anmeldung

Um besser planen zu können, bitten wir um verbindliche Anmeldung möglichst bis 23.5.2017.







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(Kontaktinformationen:
Ökologische Plattform bei DER LINKEN, Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin
Fax: 030 / 241 10 46
E-Mail: kontakt@oekologische-plattform.de)

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Atommüllendlager für hochradioaktive Abfälle

Die Suche nach einem Atommülllager für hochradioaktive Abfälle geht alle an! Derzeit laufen die Gespräche zwischen den Berichterstattern zur Vorbereitung der Novelle des Standortauswahlgesetzes zur Umsetzung der Empfehlungen der „Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“, die mit einem Bericht im Sommer 2016 vorgelegt worden sind. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob es dazu kommt, eine StandAG-Novelle im Sinne einer 1zu1-Umsetzung des Kommissionsberichts in die Wege zu leiten.

Wir haben als Fraktion diesen Bericht der Kommission trotz einiger darin enthaltener Verbesserungen in der Summe abgelehnt und ein Sondervotum dazu formuliert. Dieses ist nun als Broschüre erhältlich und ich möchte euch jetzt bitten, diese für den Einsatz in euren Büro und Geschäftsstellen zu bestellen, damit möglichst viele die Möglichkeit bekommen, unsere Position dazu kennen zu lernen.

„Bis in alle Ewigkeit – Atommüll quo vadis?
Stellungnahme der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zum Bericht der „Endlager“ – Kommission“.

Diese Broschüre kann kostenlos bestellt werden über ein Formular
(https://www.linksfraktion.de/service/publikationen-bestellen/) oder
direkt per fraktion@linksfraktion.de (Bitte Postanschrift und Anzahl der Exemplare angeben).
Als PDF-Datei steht die Broschüre hier bereit:
https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/Bis_in_alle_Ewigkeit_-_Atommuell_quo_vadis__Stellungnahme_der_Fraktion_DIE_LINKE_zum_Bericht_der_Endlager-Kommission__2016.pdf

Hinweisen möchte ich euch auch noch auf die
Veranstaltung des neuen Nationalen Begleitgremiums zur Endlagersuche:
Am kommenden Samstag, dem 11.2.2017 veranstaltet das NBG eine öffentliche Anhörung über die Änderung des StandAG.
Mehr dazu unter:
http://www.nationales-begleitgremium.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Einladung_Anh%C3%B6rung.html?nn=8550660

Mit solidarischen und herzlichen Grüßen

Hubertus Zdebel, MdB
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Obmann im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Sprecher für den Atomausstieg
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030/ 227-74332
Fax: 030/ 227-76332
hubertus.zdebel@bundestag.de
http://www.hubertus-zdebel.de

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BUVKO 2017

Vom 10. – 12. März 2017 findet an der Bergischen Universität Wuppertal der 21. Bundesweite Umwelt- und Verkehrs-Kongress BUVKO (http://buvko.de/) statt.
Sein Motto lautet „Lebens(t)raum Straße – ökologisch und sozial“.
Organisiert wird der BUVKO wie stets von UMKEHR e.V. (http://www.umkehr.de) und
FUSS e.V. (http://www.fuss-ev.de).
Veranstalter vor Ort an der Bergischen Uni ist das Fachzentrum Verkehr (http://www.fzv.uni-wuppertal.de/), sowie weitere Verbände und Organisationen aus Wuppertal bzw. NRW. Bei der Programmentwicklung werden wir unterstützt vom Forum Mensch und Verkehr (http://www.srl.de/forum-mensch-verkehr.html) in der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL (http://www.srl.de/), dem Wuppertal Institut (http://wupperinst.org/) für Klima, Umwelt, Energie und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW (http://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/).
Weitere Partner sind gerne gesehen. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf: .

Das Programm finden Sie auf der Internetseite des BUVKO http://buvko.de/buvko-programm.html/.

Hier können Sie den Flyer herunterladen (klick).

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1. Sitzung des Koordinierungsrates 2017

Tagesordnung

ab 10:30
Diskussion zum Entwurf des Bundestags-Wahlprogramms

ab 14:00
strategische Fragen der Verkehrspolitik
mit Sabine Leidig, MdB

Ort

Kleine Alexanderstraße 28
Karl-Liebknecht-Haus
10178 Berlin
(klicken zur Karte)

Beginn

11.2.2017; 10:30 Uhr

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Weitsicht für die Nordsee

In Kooperation mit dem Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftung (https://www.boell.de/) führt der BUND – Freunde der Erde Friends of the Earth Germany (http://www.bund.net/) am Dienstag 7. Februar 2017 ein Regionalforum durch.

Weitsicht für die Nordsee
Trübe Aussichten? – Nährstoffeinträge belasten unsere Gewässer!

Tagungsort

Stadt Oldenburg
Kulturzentrum PFL
Peterstraße 3
26121 Oldenburg

Karte mit Veranstaltungsorten

BUVKO 2017
von bis
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Bergische Universität Wuppertal, Campus Haspel, Pauluskirchstraße 7, D-42285 Wuppertal
Bundestreffen der Ökologischen Plattform 2017
von bis
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DJH Jugendherberge Hochheimerstraße, 12, 99094 Erfurt
ohne Auto mobil
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Hilde Müller Haus, Wallufer Platz 2, 65197 Wiesbaden

Zeit

7. Februar 2017; 10:00 – 16:30Uhr

Programm

10:00 Begrüßung durch Nadja Ziebarth, BUND-Meeresschutzbüro
10:15 Grußwort der Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz
Meeresschutz (Moderation: Nadja Ziebarth, BUND)
10:30 MSRL wohin wollen wir?
Dr. Wera Leujak, Umweltbundesamt
11:00
Zustand des Wattenmeers
Dr. Justus von Beusekom, Helmholtz Zentrum Geesthacht
11:30
Stickstoffbericht Niedersachsen
Ralf Kaiser, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
Mittagspause
Landwirtschaft (Moderation: Dr. Arno Krause, Grünlandzentrum Niedersachsen und Bremen)
12:45
Umsetzung der DüV in Niedersachsen
Rudolf Rantzau, Landwirtschaftsministerium
13:15
Was können die Landwirte tun?
Franz Jansen-Minßen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
13:45
Lösungsvorschläge aus der Wissenschaft
Dr. Markus Salomon, Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)
Kaffeepause
14.45
Film „Ernährungsrat“ (Filmemacher anwesend)
Podiumsdiskussion „Wie kann ein guter Umweltzustand der Nordsee erreicht werden?“
(Moderation: Silke Inselmann, Stiftung Umwelt und Leben)
Teilnehmer*innen:

  • Almut Kottwitz, Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz
  • Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, BUND Niedersachsen
  • Franz Jansen-Minßen, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
  • Dr. Wera Leujak, Umweltbundesamt
  • Jörn Ehlers, Landvolk Niedersachsen – Landesbauernverband e.V.
  • Jenny Herbert, BUNDJugend
  • Fokko Brüning, Landjugend

16:30 Ende der Veranstaltung

Anmeldungen

unter: Nadja.Ziebarth@bund.net, BUND Meeresschutzbüro.

Das Regionalforum wird gefördert vom Umweltbundesamt.

Flyer zum Download hier (klick)

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7. Wir haben es satt! – Demo

Wir haben es satt!

Auch 2017 wollen wir wieder mit Zehntausenden in Berlin ein kraftvolles Zeichen für die Agrarwende setzen.

Sei dabei!

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Arbeitsplan der Ökologischen Plattform – 2017

  1. Die Mitstreiter_innen der Plattform werden sich entsprechend ihren Möglichkeiten für gute Ergebnisse für die Partei DIE LINKE bei den Bundestagswahlen im Herbst 2017 einsetzen. Dazu werden sie u.a. die vorliegenden Materialien der Plattform (Broschüren, Tarantel-Ausgaben, Faltblätter) nutzen. Entsprechend des Aufrufes der Vorsitzenden der LINKEN im Brief an die Mitglieder vom September 2016 werden sie dem Vorstand auch Hinweise und Vorschläge aus ihrem Umfeld für ein Wahlprogramm der Partei zukommen lassen.
  2. Der Sprecher_innenrat wird wie auch in der Vergangenheit die Mitarbeit der Plattform an der Erstellung des Textes des Wahlprogramms sichern.
  3. Die Ökologische Plattform richtet eine Mailingliste zum Thema „Die LINKE und Ökologie“ ein, um weitere Anregungen für linke Umweltpolitik zu diskutieren und aufzunehmen.
  4. Die Mitglieder der Ökologischen Plattform werden ihre Aktivitäten in umweltpolitischen Verbänden und Vereinen verstärken und dazu beitragen, die umweltpolitischen Positionen in DER LINKEN weiter auszubauen.
  5. Das Bundestreffen der Ökologischen Plattform wird am 24. und 25.6.2017 in Erfurt, Jugendherberge „Hochheimer Straße“ durchgeführt.
  6. Sitzungen des Koordinierungsrates finden am 11.2.; 23.6.; 2.9.; und 25.11.2017 statt.
  7. Die Ökologische Plattform wird dafür sorgen, dass die ökologische Thematik auch in der Arbeit des Parteitages 2017 und in seinen Beschlüssen in gebührendem Maße Beachtung findet.
  8. Die Herausgabe der Tarantel erfolgt wie üblich zum Ende eines Quartals. Redaktionsschluss ist jeweils sechs Wochen vorher.
  9. In der Reihe „Beiträge zur Umweltpolitik“ werden erneut zwei Broschüren herausgegeben: Ihr Erscheinen wird rechtzeitig auf der Internetseite der Plattform bekannt gemacht.
  10. Die Plattform wird zu verschiedenen Gelegenheiten entsprechend ihren Möglichkeiten mit Infoständen auftreten, so z.B. in Berlin bei der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration und in Essen bei der Konferenz „GENUG für ALLE“ im Januar, auf dem Parteitag und dem Fest DER LINKEN sowie beim Umwelt-Festival in Berlin am 4.6.2017.
  11. Die Plattform wird auch 2017 weitere Anstrengungen zur Verstärkung der Mitgliederbasis und der Arbeit der Umweltgruppen in den Bundesländern unternehmen. Unsere Mitstreiter_innen in den Bundesländern sind aufgerufen, bei der Mitgliederwerbung für die Plattform zu helfen.

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Vom Wert der Natur: Ökosozialismus oder erbarmungslose Zukunft

Diskussionen zur Erklärung: Für eine ökosozialistische Wende von unten (klick)

Veranstalter:

Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. (klick)

Ort und Zeit

Berlin, 21. Januar 2017, 18:30 Uhr – 21:00, Berlin …

Leitung der Podiumsdiskussion: Sebastian Gerhardt (klick), Lunapark21 (klick)

Programm

Teil I: (18.30-18.45)

  • Inge Höger (klick), Schirmfrau der Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. (klick),
    erinnert an Ingo Nentwig, wiss. Beirat und SALZ – Vorsitzender,
    * 8. April 1960 in Schwenningdorf, † 30.01.2016 in Rödinghausen
  • Manuel Kellner (klick), Vorsitzender SALZ e.V.,
    erinnert in einem Grußwort an Robert Steigerwald, wiss. Beirat Bildungsgemeinschaft SALZ e.V.,
    * 24.03.1925 in Frankfurt a.M., † 30.06.2016 in Eschborn,
    vorgetragen durch. Peter Schüren, Geschäftsführer SALZ e.V.

Teil II: (18. 50-20.15)

  • Thomas Kuczynski (klick) setzt sich mit dem Thema „Zum Wert der Natur“, auseinander, begründet, warum Marx immer anregend ist und schlägt einen kurzen Ergänzungstext zum Wert der Natur für die ökosozialistische Erklärung vor, der einen Schwerpunkt in einer Podiumsdiskussion mit Peter Clausing und Mareile Flitsch bildet. (30 Minuten)
  • Peter Clausing (klick) informiert exemplarisch über Brennpunkte der globalen Ernährungskrise und darüber, welche Bedeutung die Diskussion über den Wert der Natur aktuell und in Zukunft haben wird. (15 Minuten)
  • Mareile Flitsch (klick) bringt sich zum Themenkomplex „Mensch, Umwelt/ Natur, Beruf“ in die Debatte ein:
    Am Beispiel China nähert sich dieser Vortrag der Frage an, in welchem Verhältnis  die Ausbildung von Fähigkeiten zu (beschleunigter) Moderne und Wachstum und zum Beispiel Ressourcenschutz steht oder stehen könnte. (15 Minuten)

„Vom Wert der Natur: Ökosozialismus oder erbarmungslose Zukunft“ weiterlesen

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2. Meininger Energiekonferenz

Wärmeenergie – der schlafende Riese bei erneuerbaren Energien

Datum:

Samstag, 10. Dezember 2016

10.00 – 16.00 Uhr

Ort:

Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr (BTZ) – Klosterkirche

BTZ Rohr-Kloster, Kloster 1, 98530 Rohr

Wenn über die Energiewende gesprochen wird, dann meist über die Versorgung mit Elektroenergie und deren gesicherte vollumfängliche Bereitstellung und Verteilung. Danach geht es meist um die Mobilität und die Frage Verbrennungsmotor oder Elektromobilität. Dann kommt eine Weile nichts und dann redet man gelegentlich über die Versorgung mit Raumwärme, Prozesswärme in Produktion und auch die Warmwasserversorgung. Aber gerade in den Bereichen liegen viele, bisher nicht gehobene Potentiale der Energieeinsparung und effizienteren Nutzung. Aber auch die Überlegung, Wärme als Speicher für erneuerbare Energien (Power to heat) zu nutzen, ist ein Denkansatz, der weiter verfolgt werden muss. Darüber wollen wir gemeinsam reden und diskutieren, Wege zeigen, was heute möglich ist, und schauen, was die Zukunft bringt.

Veranstalterin:

Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

Moderation:

Sebastian Haak – freier Journalist

Ablauf

10.00     Eröffnung
Steffen Harzer, Sprecher für Energiepolitik und Klimaschutz, Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag

10.10     Ein Jahr nach Paris, wie handelt r2g?
Anja Siegesmund, Ministerin, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

10.40     Energiewende in der Erfurter Wärmeversorgung
Karel Schweng, Geschäftsführer SWE Energie

11.10     Das Energiesystem Deutschlands im Jahr 2050 und die Konsequenzen für die Thüringer Energiepolitik
Prof. Viktor Wesselak, Hochschule Nordhausen Institut für regenerative Energietechnik

11.40     Moderierte Diskussion: Zukunft des Wärmemarktes mit erneuerbaren Energien
A. Siegesmund | K. Schweng | Prof. V. Wesselak

12.30     Mittagspause (Mensa)

13.00     Industriewärme – Möglichkeiten und Wege erneuerbarer Energien in der Industrie?
Hartmuth Röser, IHK Südthüringen, Abteilungsleiter Innovation/ Umwelt/International

13.30     Die Wärmewende und der Beitrag des Handwerks
Michael Bickel, BTZ Rohr, Handwerkskammer Südthüringen

14.00     Politik und Energiewende
Ralph Lenkert, Umweltpolitischer Sprecher und Sprecher für Forschungs- und Technologiepolitik, Fraktion DIE LINKE im Bundestag

14.30     Podiumsdiskussion: Industrie, Handwerk und Politik gemeinsam für die Energiewende?
H. Röser | M. Bickel | R. Lenkert

15.00     Besuch Ausstellung zur energetischen Bausanierung im Praxiszentrum Energieeffizienz Handwerk

Ende der Veranstaltung gegen 16.00 Uhr

Entsprechend § 6 Absatz 1 des Versammlungsgesetzes sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

Impressum:

Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag
Jürgen-Fuchs-Straße 1; 99096 Erfurt, Telefon: 0361 3772295; Telefax: 0361 3772416
E-Mail: fraktion@die-linke-thl.de
Internet: www.die-linke-thl.de

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Duogynon – Der vertuschte Skandal

Contergan 2.0 –

so nennen Betroffene die Duogynon-Katastrophe: Tausende von Kindern erlitten in den 60er und 70er Jahren schwere Fehlbildungen durch hormonelle Schwangerschaftstests. Die von der Firma Schering vertriebenen Präparate führten zu Herzfehlern, fehlenden Gliedmaßen, Gaumenspalten und Nierenschäden. Bis heute steht eine Entschädigung aus und der neue Eigentümer und Verantwortliche – der BAYER-Konzern – vertuscht wo er kann, behindert Aufklärung und Entschädigung.Und das obwohl längst an die Öffentlichkeit gelangte: Schering-Forscher warnten viele Jahre vor den gefährlichen Nebenwirkungen.

Am Montag den 28.11. wird ein großer ARD Bericht ausgestrahlt: „Der vertuschte Skandal“.
Am 29.11.2016 wird in Berlin am Brandenburger Tor von 14 – 16 Uhr eine kleine Demo mit Presse, Politikern und Betroffenen stattfinden.
Prominente wie Nina Hagen haben ihre Teilnahme angekündigt.

Bunte und zahlreiche Unterstützung wird benötigt!

Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. (CBG)


Die CBG praktisch und finanziell unterstützen!

Seit 2013 sind 400 neue Mitglieder zu uns gestoßen, die uns finanziell und praktisch unterstützen, doch leider reicht es nicht. Ständig fehlt es uns an den nötigsten Mitteln.
Wenn Du unsere Arbeit praktisch (durch Übersetzungen, Flyerverteilungen, Organisation von Veranstaltungen) stärken willst, dann melde dich hier (klick öffnet E-Mail-Fenster).
Wenn du uns finanziell unterstützen kannst, dann sei dir versichert: Jeder Euro hilft und fließt direkt in unsere Arbeit!

weiterer Sendetermine

  • Bayerischer Rundfunk: Mittwoch, 30.11. 22:00 – 22:45 Uhr
  • Tagesschau24: Samstag, 03.12.16 14:15 – 15:00 Uhr

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GENUG für ALLE

sozial.öko.logisch

Wir laden Euch sehr herzlich zu unserer Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau am 27. und 28. Januar 2017 ein!

Konferenzeinaldung_genug_für_alle

Mit dieser Konferenz starten DIE LINKE. im Bundestag und die Rosa-Luxemburg-Stiftung in das Jahr 2017. Im UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen wollen wir gemeinsam mit vielen Referentinnen und Referenten aus Umweltverbänden und Klimabewegung, Wissenschaft und Gewerkschaften diskutieren, wie wir die erforderliche gesellschaftliche Transformation vorantreiben können. Wir wollen dabei ganz konkret die harten Brocken dieses sozial-ökologischen Umbaus diskutieren, etwa die gerechte Gestaltung des Kohleausstiegs, das Wachstumsdilemma und herrschende Konsumweisen.

Kommt vorbei und diskutiert mit!

Dabei sein werden u.a.

Christoph Bautz, Campact, Prof. Ulrich Brand, Uni Wien, Pia Eberhard, Corporate Europe Observatory, Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Katja Kipping, MdB, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Ralf Krämer, ver.di, Bernd Riexinger, Vorsitzender Partei DIE LINKE, Felix Wittmann, Konzeptwerk Neue Ökonomie, Christian Zöllner, THE CONSTITUTE
sowie die Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter, Sabine Leidig, Caren Lay, Gesine Lötzsch, Petra Sitte, Kirsten Tackmann und Hubertus Zdebel.

Wir freuen uns über frühzeitige Anmeldungen, aber auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.

Mit solidarischen Grüßen
Sabine Leidig

Weitere Informationen zur Konferenz:

http://sozial-oeko-logisch.blog.rosalux.de/ (klick)
twitter.com/Umbau_Konferenz • #sozialoekologisch

Anmeldeformular

Interview mit Dagmar Enkelmann

Klick öffnet Fenster zu Youtube mit dem Video. Dabei werden Ihre Browserdaten an Google-Server und DoubleClick übertragen.

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4. Sitzung des Koordinierungsrates 2016

Einladung

Die 4. Sitzung des Koordinierungsrates 2016 findet am 12.11.2016 statt.

Ort

Karl-Liebknecht-Haus
Kleine Alexanderstr. 28
10178 Berlin

Tagesordnung

„4. Sitzung des Koordinierungsrates 2016“ weiterlesen

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Stand und Perspektiven der Braunkohle im Süden von Leipzig

Fachtagung über die geplante Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain

Der BUND Sachsen lädt zur ersten von zwei Fachtagungen über die geplante Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain.
Experten berichten von der wirtschaftlichen und rechtlichen Situation bis hin zu Problemen bzgl. Natur- und Gewässerschutz im mitteldeutschen Braunkohlerevier.

Ort:

Alte Schlosserei, Kurt-Eisner-Str.66, HH, 04275 Leipzig

Zeit:

04.11.2016, 11:00-17:00 Uhr

Anmeldung unter:

veranstaltung@bund-sachsen.de

Weitere Infos unter:

http://www.bund-sachsen.de/themen_projekte/braunkohle/braunkohlefachtagungen_201617/ (klick)

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Ökoroutine

Damit wir tun, was wir für richtig halten

Rezension von Wolfgang Borchardt

Michael Kopatz unterbreitet mit seinem Buch Vorschläge, wie der Widerspruch zwischen allgemeinem Wissen über ökologische Notwendigkeit und fehlendem ökologischen Handeln gelöst werden kann. Unter „Ökoroutine“ versteht er „mehr Staat“ und gleichzeitig „mehr bürgerschaftliches Engagement“. Der Staat soll die Rahmenbedingungen schaffen und planmäßig so verändern, dass ökologisches Handeln nicht mehr bewusst erfolgen muss, sondern einfach Routine wird. Bürger*innen und Wähler*innen sollen vor Ort zeigen, „dass ein verantwortungsvolles Leben möglich ist“. Kopatz betont, dass der Übergang zu einer nachhaltigen Entwicklung einen „tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel“ darstellt. Dabei nimmt das von ihm vorgeschlagene Konzept „den soziokulturellen Wandel in den Blick, nicht die Technik“. Doch „soll keine Revolution vorgeschlagen werden, sondern die Rückkehr zum Ordnungsrahmen der 1970er Jahre.“

Bei seiner Analyse, „warum nicht geschieht, was geschehen muss“ beginnt er mit dem „reservierten Staat“ und den Theorien Adam Smith‘, Hayeks und Friedmanns und Keynes‘, wobei sich „Ökoroutine“ an vielen Stellen auf Keynes beruft. Für „Ökoroutine“ ist der „Kapitalismus an sich (…) nicht gut oder böse“. Er „kann tödlich sein“. „Doch hat uns der freie Wettbewerb zweifellos wachsenden Wohlstand beschert“ ‒ und permanenten Hunger in der „Dritten Welt“. Letzteres sagt er allerdings nicht. Diese politisch indifferente Haltung verlangt in der Folge einige logische Pirouetten. Hier dazu einige Zitate: „Kapitalismus ist ein System, dessen Intention die Geldvermehrung ist“. „Geld und dessen unendliche Vermehrung zwingt unser Wirtschaftssystem zum Wachstum“. “Unsere Wachstumslogik stellt das Nachhaltigkeitspostulat grundsätzlich infrage.“ „Es liegt in der inneren Logik des Shareholder-Wesens, dass Ressourcenverbrauch, Umweltverschmutzung und unfaire Arbeitsbedingungen hingenommen werden.“ „Ökoroutine plädiert weder für noch gegen Wachstum, sondern gibt konkrete und handfeste Handlungsvorschläge. Sie zielen auf klare Reduktionspfade …“
Im Kapitel „Warum wir nicht tun, was wir für richtig halten“ wird die „Neigung zur Expansion“ beschrieben als „fundamentale Tendenz“, die ihre „Ursache zum einen im Gewinnstreben des Kapitals“ hat. Weitere Ursachen sind für ihn neben „Gier“ „Werbung und Kommerzialisierung“.

Doch wer von diesen Widersprüchen abstrahiert, findet in dem Buch eine Fülle von Anregungen für Schritte und Maßnahmen, Gesellschaft und Wirtschaft auf einen ökologischen Pfad zu bringen. Kopatz betont, dass diese (im Prinzip) leicht umsetzbar sind. Wir müssten es nur wollen. Sein Ansatz besteht in der langsamen, aber stetigen Verschiebung der Rahmenbedingungen („shifting baselines“) für das individuelle und unternehmerische Handeln. Die Idee dahinter: Durch Standards, Grenzwerte, Limits gewöhnen sich alle an die veränderten Rahmenbedingungen und handeln aus Gewohnheit ökologisch. Daher ist es nicht nötig, sich in jedem Fall bewusst für oder gegen etwas zu entscheiden.

Diesen Gedanken verfolgt er bei der Untersuchung der wichtigsten Bereiche unseres Lebens: Essen, Wohnen, Strom(-verbrauch), Kaufen, Unterwegs und Arbeiten. Dabei scheut er sich keinesfalls, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, beispielsweise dass der Fleischkonsum drastisch reduziert werden muss. Er verspricht zwar Lösungen, die das „Problem an der Wurzel packen“, doch da er die“systemische Ursache (…) in den Subventionen und im Bundesrecht“ ‒ und nicht im kapitalistischen Wirtschaftssystem ‒ sieht, meint er, „Politiker, die sich diese Forderung (= Unterbinden von Antibiotikaeinsatz als Wachstumsverstärker) auf die Fahne schreiben, würden in der Öffentlichkeit viel Zuspruch erfahren.“ Für ihn ist „die Agrarwende so einfach auf den Weg zu bringen, dass man sich verwundert die Augen reibt. Notwendig ist lediglich die weitere Begrenzung des Eintrags von Pestiziden und Düngemitteln.“ „Renditen sind freilich nicht zu erwarten.“ „Im Fokus der Ökoroutine stehen allerdings nicht Renditen, sondern Menschen.“ Daher kommt er zum Ergebnis, dass „sich auch die Transformation der Landwirtschaft wohl nicht mit, sondern nur gegen die Großkonzerne realisieren lassen [wird].“

Beim Wohnen setzt er auf den „Wenigereffekt“ und Suffizienz, Senkung des Energieverbrauchs und gleichzeitige Senkung der Mietpreise. Dabei schlägt er Fahrpläne für Verbrauchsstandards, finanzielle Anreize und Infokampagnen und als „wichtigste wohnungspolitische Gestaltungsmaßnahme (…) Beteiligung an Wohnungsunternehmen“ sowie ein Flächenmoratorium vor. Dadurch wird „schlimmstenfalls (…) Wohneigentum so teuer, dass nur Wohlhabende die freiwerdende Immobilie erwerben können.“ Das „wäre zu untersuchen. Doch einige Vorüberlegungen lassen sich auch ohne weitergehende Analyse anstellen.“ Seine Vorüberlegungen geben darauf jedoch keine Antwort.

Bei Strom feiert er die deutsche „Initialfunktion [der Energiewende], die von hier ausgeht“ und die Stilllegungsprämie für die alten Braunkohlekraftwerke als „immerhin (…) kleinen Kohleausstieg, leider auf Kosten der Stromkunden“. Durchaus berechtigt sind dagegen das Lob der Ökodesignrichtlinie und die Darstellung der Einspar- und Effizienzpotentiale. Letztere spielen auch im Kapitel „Kaufen“ eine Rolle: Insbesondere durch erhöhte Lebensdauer der Produkte und Beendigung der Wegwerfmenatlität lassen sich Ressourcenverbrauch und Abfälle vermeiden. Dazu will er auch die Werbung massiv begrenzen. Auch bei Mobilität gibt es eine ganze Reihe von Vorschlägen, die – wenn sie realisiert werden – das gesamte Verkehrswesen verändern: Bürgerticket zur Finanzierung des Nahverkehrs, nur noch Straßenerhaltung statt Neubau, Limitierung der Starts und Landungen auf Flughäfen, Hafenausbau in Hamburg stoppen usw.

Da mehr Arbeiten auch höheren Verdienst und damit Ressourcenverbrauch bedeutet, schlägt Kopatz vor, die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich zu verkürzen. Seine „Perspektive für eine neue, realistische Form der Vollbeschäftigung“ ist die „Kurze Vollzeit für alle“ mit 30 Arbeitsstunden pro Woche bzw. ca. 1300 Jahresarbeitsstunden. Das soll jedoch keine starre Norm sein, sondern „eine Art Durchschnittswert, der je nach persönlichen Wünschen, biografischer Situation und wirtschaftlichen Verhältnissen flexibel gewählt werden kann“. Damit sollen Geringverdiener und Alleinerziehende nicht (weiter) benachteiligt werden. Wichtig ist ihm die „Ganze Arbeit“, die auch unbezahlte Formen wie Sorge-, Eigen- und freiwillige Arbeit umfasst. Ökoroutine will eine „individuell und gesellschaftlich gute Mischung der Arbeitsformen“ fördern. Konkrete Vorschläge beziehen sich jedoch nur auf einen Teil dieser Mischung: das Ehrenamt.

Mit innovativer „Wirtschaftsförderung 4.0“ (WF 4.0), die er als einen Bestandteil der vom WGBU 1) geforderten „Großen Transformation“ ansieht,kommt er zu einem schwergewichtigen Thema. Darin geht er auf die Handlungsfelder Produktion, Hilfe und Kooperation, Teilen, Komplementärer Leistungstausch und resiliente 2) Unternehmen ein. Zunächst konzentriert er sich auf kommunale Wirtschaftsförderung für regionale Produktion und Kooperation, Selbsthilfe- und Reparatur- Netzwerke, Eigenarbeitszentren, Tauschringe, Wohngemeinschaften usw.. Geld sollte stärker als Regionalgeld entwickelt, Unternehmen rekommunalisiert werden. Auch Stiftungen und Genossenschaften sind für Kopatz „interessante Rechtsformen für kooperatives Wirtschaften“. Spannend ist die Frage nach den Zuständigkeiten, Aufgaben und Akteuren. „Den Anstoß könnte ein Bundesförderprogramm geben: So wie das Bundesumweltministerium kommunale Klimaschutzprojekte fördert, könnte das Bundeswirtschaftsministerium die Planung und Umsetzung der WF 4.0 unterstützen.“ – Gegenwärtig ist das Gegenteil der Fall: Das BMWi forciert CETA und TTIP. „Die Federführung könnte bei der kommunalen Wirtschaftsförderung liegen, die ihr Tätigkeitsfeld ausweitet.“ – das zielt auf die regionale Ebene und Mikroökonomie. Aber hier droht „die Gefahr, dass der Kapitalismus die Mikroökonomie vereinnahmt und ihr Potential zur Gemeinwohlförderung verwässert“. DoAm 12.11.2016. Diskussion mit dem Autor.ch den „Vorbehalten an der Graswurzel“ kann er nur entgegnen, dass „die WF 4.0 (…) die Vorbehalte an der Basis ernst nehmen“ wird. Seine Vision: „Der Trend zum Teilen, Tauschen und Kooperieren könnte einen gesellschaftlichen Wandel zu mehr Gemeinsinn in Bewegung setzen, eine Transformation vom »Ich« zum »Wir«.“ Daran werden sich ehemalige DDR-Bürger*innen entsprechenden Alters noch erinnern. Hier und an ähnlichen Stellen wäre interessant zu erfahren, weshalb das nicht so geklappt hat und welche Hinderungsgründe aktuell bestehen. Wie, mit welchen finanziellen Mitteln soll bzw. kann z.B. die kommunale Wirtschaftsförderung angesichts klammer Kassen hantieren?

Für Kopatz ist „Ökoroutine“ ein politisches Konzept. Ökologische Standards, „ökofair“ gestaltet, „sind eine Form der Konsumsteuerung“, die „Konsum und Produktion sanft in Richtung Nachhaltigkeit“ lenken. Dazu muss unter anderem der Lobbyismus eingedämmt werden und „Nebeneinkünfte für einzelne Abgeordnete“, „Honorare [könnten zukünftig] in einen parlamentarischen Fonds fließen und gemeinnützigen Anliegen zugute kommen.“ …

Es ist hier nicht möglich, alle Vorschläge auch nur zu nennen, geschweige denn (kritisch) zu würdigen. „Ökoroutine“ ist für alle lesenswert, auch für diejenigen, die Kopatz‘ Vorstellungen nicht teilen. Diejenigen, die unsere gegenwärtige Gesellschaft ökologisch(er) gestalten wollen, finden dafür massenhaft Anregungen. Andererseits erleben Linke, die hoffen, dass der Kapitalismus an den ökologischen Problemen zugrunde gehen wird, durch das Buch möglicherweise eine (heilsame!) Ent-Täuschung. Doch viele der Vorschläge werden zumindest in naher Zukunft an den bestehenden Machtverhältnissen scheitern. Gerade diese Vorschläge aufzugreifen und weiterzuentwickeln, ist ein lohnender Ansatz für alle, die die kapitalistische Wirtschaftsweise nicht nur „grüner“ machen, sondern überwinden wollen.

Michael Kopatz: „Ökoroutine – Damit wir tun, was wir für richtig halten“; oekom-Verlag 2016; 416 Seiten; ISBN 978-3-86581-806-5; 24.95 €


Fussnote(n)

[1↑] Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltprobleme
[2↑] Resilienz: Elastizität, Stabilität gegenüber äußeren Einflüssen

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Quelle:

Grünes Blatt (klick)

3. Sitzung des Koordinierungsrates 2016

Einladung

Am

9.7.2016 um 10:30 Uhr

Ort

Berlin, Karl-Liebknecht-Haus

Wie immer sind auch weitere Interessierte erwünscht.

Tagesordnung

bisher mit folgenden Punkten:

  •  Vortrag mit anschließender Diskussion von Prof. Gerhard Armanski mit dem Titel“ Herr Kapital und Frau Erde. Blauer Planet im Würgegriff „.
    (Zu dem gleichnamigen Buch von Prof Armanski „Monsieur le Capital und madame la Terre. Blauer Planet im Würgegriff“ gibt es von Götz Brandt eine Rezension in der Tarantel Nr 73, die Ende Juni ausgeliefert wird.)
  •  Information zu aktuellen Fragen der Arbeit der Plattform. (betr. Antrag der Plattform an den 5. Parteitag der LINKEN)
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