Lassen sich Risiken messen?

Der Nationale Wohlfahrtsindex (NWI – siehe auch „Wohlstand und Wachstum sind gegenläufig“ oder „Lügen durch Verschwinden lassen?„) versucht, statt des wachstumsorientierten BIP ein alternatives Wohlstandsmaß zu definieren.
In der Diskussion des NWI 2.0 wird verlangt, ihn „nicht als ein Maß der Nachhaltigkeit [zu] betrachten, sondern als ein erste Maß für monetär bilanzierte gesellschaftliche Wohlfahrt, diese kann dann als ein Baustein eines umfassenderen Konzeptes von Nachhaltigkeit verstanden werde.“

Einen breiten Raum nimmt bei den einzelnen betrachteten Parametern (=“Komponenten“) die Diskussion der Datenlage ein. In mehreren Fällen, insbesondere bei den Vermeidungskosten von Umweltschäden sind Schätzungen erforderlich. Doch auch das hat seine Grenzen: „Das Risiko eines GAU ist schlicht unversicherbar, insofern handelt es sich imFolgenden nur um Rechenbeispiele, welche die Größenordnung der Begünstigung von Atomkraftwerksbetreibern durch eine fehlende marktübliche Haftpflichtversicherung darstellen.“

Eine mögliche Datenquelle wurde bei der bisherigen Betrachtung aber nicht herangezogen: Rückversicherer [1] bewerten die Versicherungskosten für verschiedene Technologien und Prozesse, die ihre Kunden versichern, z.B. in Rahmen der Produkthaftpflicht von technischen Anlagen und Verfahren.

Einer der weltweit größten Rückversicherer, die Swiss-Re, stufte jetzt den Mobilfunk in die höchste Risikostufe ein. „Lassen sich Risiken messen?“ weiterlesen