Atompolitik: 152 Castoren sollen durch NRW rollen! Bewegung und Linke wehren sich!

Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Atompolitik der Ökologischen Plattform bei der Linken

 

Mit: Janna Dujesiefken (Sprecherin der BI Ahaus, Hubertus Zdebel (Mitglied im Landesvorstand Die Linke in NRW) und Edith Bartelmus-Scholich (BSPR Ökologische Plattform)

Wann: Dienstag, 18.11.2025 19.00 Uhr

Zoom-Einwahldaten:  https://us02web.zoom.us/j/86851348121?pwd=TBnUQA9tKFEp9bTcM2KOaW36xThIW7.1

Meeting-ID: 868 5134 8121
Kenncode: 085276

 

 

Ab sofort dürfen 152 Castor-Behälter mit rund 300.000 hochradioaktiven Brennelementen des ehemaligen Kugelhaufen-Reaktors im rheinischen Jülich per Lkw über die Autobahnen und Brücken quer durch NRW ins rund 170 Kilometer entfernte Ahaus gefahren werden. Gleiches gilt für zwei Castor-Transporte mit hochangereichertem, waffenfähigem Material aus dem 700 Kilometer entfernten Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. Dabei ist das Zwischenlager in Ahaus nur bis 2036 genehmigt. Wie es dann weitergeht, weiß niemand. Denn ein bundesweites Zwischenlagergesamtkonzept gibt es nicht.
Vor einigen Wochen ist die Betreibergesellschaft des ehemaligen Thorium- Hochtemperaturreaktors (THTR) in Hamm, an der RWE und E.ON maßgeblich beteiligt waren, in Konkurs gegangen. Es zeichnet sich ab, dass die Kosten für den Rückbau in Höhe von 1 Milliarde Euro auf die Steuerzahler*innen abgewälzt werden.
Die Beispiele Ahaus und Hamm zeigen erneut: Atomenergie ist nicht nachhaltig, sondern sie ist teuer und gefährlich. Sie belastet Umwelt und zukünftige Generationen.
Trotzdem wollen AfD, aber auch CDU und FDP zur Atomkraft zurück.
Dem setzen wir Linken ein deutliches und mit klaren Forderungen untermauertes Nein entgegen. Neben einer Vollendung des Atomausstiegs durch die Schließung der Atomfabriken in Gronau und Lingen wollen wir, dass die Atommüllendlagersuche endlich vom Kopf auf die Füße gestellt wird. Unsinnige und gefährliche Atommülltransporte wie die von Jülich nach Ahaus wollen wir stoppen. Dazu braucht es Lösungen für die Lagerung des Atommülls in den Zwischenlagern. Denn die Endlagersuche wird viel länger dauern und viel teurer werden als bisher von den jeweiligen Bundesregierungen und den sie tragenden Parteien zugegeben. Deshalb müssen die Konzerne in der Haftung für die Langzeitkosten der Atomwirtschaft bleiben.