Fiesta de Solidaridad 2017

Auf nach Berlin

Am 22. Juli 2017 feiert die AG Cuba Sí wieder ihre traditionelle „Fiesta de Solidaridad“ in Berlin.

Größer, bunter und vielfältiger wird die „Fiesta de Solidaridad“ in der Lichtenberger Parkaue in diesem Jahr werden. Das große Solidaritätsfest, organisiert von der AG Cuba Sí, ist über die Jahre zu einem Treffen der Soligruppen und Kubafreunde aus der gesamten Bundesrepublik geworden. Neu in diesem Jahr ist das  „Internationale Dorf“, in dem sich die ALBA-Staaten vorstellen und die europäischen Solidaritätsgruppen ihre Projekte präsentieren. Ebenfalls neu ist eine zweite Bühne, die vor allem für Junge und Junggebliebene Anziehungspunkt sein soll. Hier berichten u.a. Studierende über ihr Semester an der Technischen Universität in Havanna (CUJAE). Den ganzen Tag wird es auf der Fiesta Vorträge, Ausstellungen, Diskussionen und natürlich jede Menge Musik geben. Live dabei sind u.a. Damion Davis, Tapete, Boxi Total, Calum Baird (Schottland), DJ Usnavi – und am Abend spielen Conexión und Banda Bassotti (Italien). Bei der Soli-Tombola kann man mit etwas Glück wieder einen Flug nach Kuba gewinnen. Nos vemos – wir sehen uns in Berlin zur Fiesta de Solidaridad!

Wann

22. Juli 2017, 14 – 22 Uhr

Wo

Parkaue Berlin-Lichtenberg (Klick öffnet Karte)

Wer die Fiesta unterstützen möchte, kann für 5 Euro unseren Solibutton kaufen.
Infos unter: https://cuba-si.org/1790/unterstuetzt-unsere-fiesta-de-solidaridad

CUBASOOLAR 2016

Die kubanische Gesellschaft für die Förderung von erneuerbaren Energiequellen und Achtung der Umwelt
(CUBASOLAR) ruft zum zwölften Internationalen Workshop CUBASOLAR 2016 auf.
Es findet in der Provinz von Holguin, Kuba, vom 11. bis zum 15. April, 2016 statt.

Das Ziel des Workshop ist die weitere Förderung des Bewusstseins beim Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems, das sich  auf erneuerbare Energiequellen und Achtung der Umwel stützt sowie der Dialog und der Austausch von Erfahrungen und Methoden zwischen Experten und Menschen, die sich für diese Probleme interessieren.
Er soll einen Beitrag leisten zur  Zusammenarbeit, zum Aufbau von Kapazitäten und zum Transfer von Kenntnissen und Technologien sowie Prioritäten für mögliche Zusammenarbeit der lateinamerikanischen und karibischen Länder erarbeiten.

Themen

  • Nahrungsmittelsouveränität und erneuerbare Energiequellen
  • Wasserversorgung und erneuerbare Energiequellen
  • Wichtigkeit der Süd-Süd- und Süd-Nord-Zusammenarbeit
  • Energiesouveränität, Umwelt und nachhaltige lokale Entwicklung
  • Bildung auf dem Gebiet der Energie, Kultur und Informationen für Nachhaltigkeit

Download der Ankündigung hier (klick)

Fiesta de Solidaridad 2014

Mit: Cornelia Ernst und Fabio de Masi, Abgeordnete der Linksfraktion im Europaparlament,
Gladys Ayllón Oliva (ICAP), Mellow Mark, Ratatöska und Orquesta Cubanache

Einladung

Liebe Freundinnen und Freunde,

„Viva Cuba! Viva ALBA! – Juntos por un mundo mejor y mas solidario!“(Gemeinsam für eine bessere und gerechtere Welt) lautet das Motto unserer diesjährigen Fiesta. Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen des 55. Jahrestages des Sieges der kubanischen Revolution. Kuba ist seit jeher Inspiration und Motivation für viele Völker Lateinamerikas, sich aus ihrer Unterdrückung zu befreien. Vor 15 Jahren siegte die bolivarianische Revolution in Venezuela, aber auch Bolivien, Ecuador oder Nicaragua haben sich in den letzten Jahrzehnten auf gemacht, ihren selbstbestimmten Weg zu gehen.  Das wollen wir am 26. Juli 2014 von 14.00 bis 22.00 Uhr im Stadtpark Berlin-Lichtenberg (Parkaue) mit Kuba- und Lateinamerika-Freunden würdigen und feiern.

Auch in diesem Jahr werden wir wieder ein buntes Bühnenprogramm mit einem breiten Kulturangebot und internationalen Gästen haben.

Wir freuen uns besonders, die neue Leiterin der Europaabteilung des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP), Gladys Ayllón Oliva, an diesem Tag begrüßen zu dürfen und werden mit ihr über die aktuellen Entwicklungen in Kuba und die aktuellen Heraus­for­derun­gen für die kubanische Revolution und Solibewegung sprechen.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und Unterstützung!

Cuba Sí
AG in der Partei DIE LINKE
Kleine Alexanderstraße 28
D – 10178 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 2400 9456
Fax: +49 (0) 30 2400 9409

berlin@cuba-si.org
www.cuba-si.org

Nachhaltige Entwicklung in Kuba – Erfahrungen und Perspektiven

In Vorbereitung der Konferenz Rio+20 fand zu dem obigen Thema am 29. Mai 2012 in Berlin eine Veranstaltung statt, die vom Netzwerk Cuba in Kooperation mit der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „NatWiss – Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V.“, dem Verein „Unterstützung internationaler Kommunikation kritischer WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen e.V. – KriWi“ und dem internationalen Netzwerk „INES – International Network of Engineers and Scientists for Global Responsibility“ organisiert wurde.

Prof. Dr. María Cristina Muñoz Pérez,

Direktion für Forschungsprojekte und –programme der Umweltagentur des kubanischen Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (CITMA) hielt das Hauptreferat. Ihr Vortrag ist sehr ausführlich referiert im Schattenblick, weshalb ich hier auf die Wiedergabe verzichten kann.

Jorge Jurado,

Botschafter der Republik Ecuador in Deutschland, referierte über die Position seines Landes zum Thema Nachhaltigkeit.

Zunächst hob er Kubas Unterstützung für Ecuador bei der Modellierung der Auswirkungen des Klimawandels, der Alphabetisierungskampagner „Yo si puedo“ und der Unterstützung Behinderter durch Analyse der genetischen Veranlagung hervor.

Dann sprach er über die neue ecuadorianische Verfassung, die 2008 unter Mitwirkung der Bevölkerung ausgearbeitet wurde, und in der umweltpolitische Aspekte einen besonders hohen Stellenwert haben. Allein der Bereich Wasser umfasst beispielsweise 47 Artikel. Unter Artikel 71 ist das „Prinzip des Guten Lebens“ fixiert, das die Rechte der Natur („Pacha Mama“) voraussetzt. Das beinhaltet:

  • Die Natur hat ein Exitistenzrecht und Bewahrungsanspruch und darauf, dass die Erneuerung ihrer Lebenszyklen, ihrer Struktur, ihrer Funktion und ihrer Entwicklungsprozesse beachtet werden;
  • Ecuador hat die vielfältigste Flora und Fauna der Erde mit mehr Arten auf 1km2, als in USA und Kanada zusammen.
  • Um diesen Artenreichtum zu erhalten und die einzigartige Natur auch für die gesamte Menschheit zu schützen, beinhaltet der natürliche Plan für gutes Leben, dass 52% des nationalen Territorium mit natürlicher Vegetation erhalten werden; jedes Naturschutzgebiet steht unter dem Schutz der Verfassung.

Weitere Punkte sind:

  • Die Einhaltung der umweltpolitischen Verpflichtungen ist bindend für alle natürlichen und juristischen Personen.
  • Die Verfügbarkeit und der freie Zugang zu Wasser stellt ein fundamentales Menschenrecht dar. Das schliesst jegliche Privatisierung von Wasser aus (siehe dazu „Alternatives Weltwasserforum in Marseille erfolgreich“ in Tarantel Nr. 57 und „Der Kampf ums Wasser„).

Im Hinblick auf Rio+20 stellte er fest, dass die wesentlichen Ursachen mangelnder Nachhaltigkeit seit 1992 erhalten geblieben sind: Wir weigern uns (oder sind nicht in der Lage) die Komplexität zu erkennen; ein großes Problem sind Vereinfachungen, die den Prozessen in der Umwelt nicht gerecht werden. Das gesamte System der Weltwirtschaft ist ungerecht, ausschließend und nicht nachhaltig und „Green Economy“ bewahrt seine Grundlage. Die Warenstrombilanzzen zeigen, dass die Industriestaaten von den Entwicklungsländern versorgt werden, das heisst, auf Kosten ihrer Ressourcen leben; die finanziellen Handelsbilanzen verschleiern diese Ungerechtigkeit. Wörtlich sagte er:

„Man hat uns angewöhnt, ständig in monetären Kartegorien zu sprechen, aber wir müssen über Biomasse, Dienstleistungen und nicht erneuerbare Energien reden.“

Reinhard Baier

vom NABU – AG Kubakrabbenschutz stellte ein ganz konkretes Projekt der Zusammanarbeit deutscher und kubanischer Naturschützer vor, bei der die brandenburgischen Erfahrungen beim Schutz der Kriechtiere erfolgreich auf die kubanmischen wandernden Krabben angewendet wurden.

Das Projekt ist unter dem Titel „Licht am Ende des Tunnels  – Pilotanlage zum Schutz der Kubanischen Landkrabbe funktioniert“ ausführlich auf der Nabu-Seite dokumentiert.

 

Wolfgang Borchardt

 

 

Ergänzung 26.6.12:

weitere Berichte über das Treffen am 29. Mai 2012 im Schattenblick

(1) Bericht über den Vortrag von Frau Prof. Dr. María Cristina Muñoz Pérez
(2) Interview mit Frau Prof. Dr. María Cristina Muñoz Pérez
(3) Bericht über den Vortrag von Jorge Jurado, Botschafter der Republik Ecuador in Deutschland
(4) Bericht über den Vortrag von Reinhard Baier

Schattenblick-Druckausgaben:
(1) www.schattenblick.de/da/2012/06/sb_120609_schattenblick_druckausgabe.pdf
(2) www.schattenblick.de/da/2012/06/sb_120611_schattenblick_druckausgabe.pdf
(3) www.schattenblick.de/da/2012/06/sb_120620_schattenblick_druckausgabe.pdf
(4) www.schattenblick.de/da/2012/06/sb_120621_schattenblick_druckausgabe.pdf

Nachhaltigkeit – Landwirtschaft im Tropenparadies

Die AG Cuba Sí hat zusammen mit der Kubanischen Vereinigung für Tierproduktion (ACPA, Kuba) und am 24. und 25. Oktober 2011 in Berlin einen Workshop „Zu Fragen der Nachhaltigkeit in Kuba und der Karibik“ durchgeführt.

Die regelmäßigen Erfahrungsaustausche mit ACPA und internationalen Wissenschaftler/-innen evaluieren den Umsetzungsstand der Nachhaltigkeit auf den Projekten von ACPA und Cuba Sí und thematisieren die aktuellen Herausforderungen für eine ressourcenschonende Landwirtschaft in den Tropen.

In den Jahren 2006 und 2009 fanden bereits Nachhaltigkeitsworkshops mit den kubanischen Partnern und Akteuren in Kuba statt. 2011 hat Cuba Sí diesen fachlichen Erfahrungsaustausch erstmals in Berlin organisiert und so ACPA die Gelegenheit geboten, sich und seinen Arbeits- und Forschungsstand auch deutschen Landwirtschaftsexpert/-innen vorzustellen.

Hier kann der Band mit Vorträgen und Diskussionsbeiträgen herunter geladen werden (klicken; 25 Seiten, 1,8MB).