CDU, SPD, FDP gegen ein Moratorium für die vom Abriss bedrohten Dörfer und den Hambacher Wald

Ein gemeinsamer Antrag der LINKEN., Bündnis90/Die Grünen und Piraten auf einer Sondersitzung der Regionalräte Köln und Düsseldorf sowie des Braunkohlenausschusses am 15. 2. 2019 in der Bezirksregierung Köln, wurde mit der Mehrheit von CDU, SPD und FDP abgelehnt. Die Landesregierung sollte aufgefordert werden, auf RWE einzuwirken keine Fakten durch Abrissmaßnahmen und Baumfällungen zu schaffen.

Der Kohleausstieg kommt viel zu spät

Um den Kohlestrom zu ersetzen, erwarten wir klare Konzepte von Hessens Landesregierung. Der Netzausbau muss sinnvoll in der Fläche vorangebracht werden, statt Mega-Projekte wie Ultranet oder Suedlink zu bauen. Vor allem muss der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigt werden.

Der Kohleausstiegsbeschluss –

Die Kohleverstromung soll noch bis 2038 laufen. Das war das ursprüngliche Ziel der Bundesregierung. Die Kohlekommission diente vermutlich nur dazu, die großen Umweltverbände einzubinden, sodass der offizielle Ausstiegsplan eine Legitimation erhält.

kein Konsens

Hambi ist vielleicht gerettet – unsere Welt geht unter. Was die Kohlekommission da vorgelegt hat, ist kein Konsens! Das 1,5°-Ziel werden wir so nicht erreichen. Es ist jetzt auch an uns, dieses Schreckensszenario niemals Realität werden zu lassen!

teure Bummelei beim Kohleausstieg

Spät, langsam, industriefreundlich. Kohlekommission empfiehlt einen teuren Bummel-Kohleausstieg auf Kosten der Steuerzahler und öffentlichen Haushalte, während sich die Energiewirtschaft ihre alten Kohlekraftwerke durch Abwrackprämien selbst für Uraltmeiler vergolden lässt. Wissenschaftliche Erkenntnisse und das Pariser Abkommen zum Klimaschutz bleiben auf der Strecke.

Der Berg hat gekreißt.

Die Kohlekommission liefert ein wichtiges Etappenziel für Klimaschutz und einen sozial-ökologischen Strukturwandel. Zwar bleibt der Kompromiss hinter den Erwartungen vieler Klimaaktivisten zurück, Teilziele werden jedoch erreicht.

Kraftwerke erzeugen mehr Ultrafeinstaub als Verkehr

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) konnten in einer Langzeitmesskampagne eine Quelle identifizieren, die besonders auf das regionale Klima einwirkt: moderne Kohlekraftwerke. In der Abluftfahne des Kohlekraftwerks Boxberg haben die Forscher in 20 Kilometern Entfernung bis zu 85 000 Partikel pro Kubikzentimeter gemessen.

Drucken

Seite drucken